Blutige Grenzproteste

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„Wer die israelische Souveränität verletzt, setzt sein Leben aufs Spiel.“ Auf Arabisch droht ein israelischer Soldat per Lautsprecher Palästinensern aus Syrien, während die sich erneut dem Grenzzaun nähern…

Von Ulrich W. Sahm, Jerusalem, 5. Juni 2011

Während vor drei Wochen am „Nakba-Tag“ etwa hundert Palästinenser den Grenzzaun zerstörten und zum Dorf Madschdal Schams auf der israelischen Seite stürmten, ist die israelische Armee diesmal gewillt, eine erneute Grenzverletzung nicht mehr zuzulassen. Die Palästinenser haben Proteste aus Anlass des Naksa-Tages angekündigt, zum Gedenken an die schwere Niederlage der arabischen Armeen während des am 5. Juni 1967 ausgebrochenen Sechs-Tage-Krieges.

Das staatliche syrische Fernsehen hat in den vergangenen Wochen nichts über die blutigen Demonstrationen in Daraa, Banias oder gar in Homs berichtet, wo allein an diesem Wochenende nach Angaben der Opposition 160 Aufständische gegen das Assad-Regime erschossen worden sind. Am Sonntag lieferte das syrische Fernsehen live-Übertragungen von dem Sturm auf die israelische Grenze bei Kuneitra und weiter nördlich. „Die Israelis verüben ein Massaker“, behauptete der Reporter des syrischen Fernsehens. Angeblich seien vier Palästinenser durch scharfe Schüsse israelischer Soldaten getötet worden. Der israelische Militärsprecher dementiert und behauptet, dass es 12 Verletzte gegeben habe. Offenbar haben die Verletzten zuviel Tränengas eingeatmet, denn auf den Fernsehbildern ist bei ihnen kein Blut zu sehen.

Die Soldaten haben nach israelischen Angaben die Anweisung erhalten, auf die Beine von Palästinensern zu schießen, sowie sie die mit Tonnen markierte Grenze überschreiten. Ansonsten seien die Soldaten mit Tränengas und anderen nicht-tödlichen Anti-Demonstranten-Waffen ausgestattet worden. Bei Kuneitra habe das syrische Fernsehen gezeigt, wie einige Demonstranten Bilder des Präsidenten Assad hoch hielten. „Das ist ein deutlicher Hinweis dafür, dass die syrische Regierung bei der Organisation dieser Demonstrationen beteiligt ist“, sagte Minister Benny Begin.

Drei Wochen lang hat die israelische Armee tiefe Gräben ausgehoben Stacheldrahtrollen verlegt und angeblich das Gelände vor dem Grenzzaun vermint. Am Mittag behauptete das Al-Manar-Fernsehen der libanesischen Hisbollah Miliz, dass bei Kuneitra eine Mine explodiert sei. Über Tote oder Verletzte bei diesem Zwischenfall ist noch nichts bekannt geworden.

Im Libanon ist von der israelischen Ortschaft Avivim aus „keine Menschenseele zu sehen“, wie ein Radioreporter berichtet. Die libanesische Armee habe zusammen mit der UNIFIL Stellung bezogen und Busse mit palästinensischen Demonstranten schon beim Litani-Fluss zum Umkehren gezwungen. Israel hatte über die Militärattachés von Ländern, die im Rahmen der UNIFIL das Mandat haben Verletzungen der Grenze zu Israel zu verhindern, klare Botschaften nach Beirut geschickt. In der Folge hat diesmal die libanesische Armee ein mehrere Kilometer tiefes „militärisches Sperrgebiet“ eingerichtet, um eine Wiederholung der blutigen Proteste vor drei Wochen mit mehreren Toten zu vermeiden.

Zu Unruhen, Steinewürfen und Schüssen kam es auch bei einem palästinensischen Marsch zur israelischen Siedlung Elon More im Westjordanland und beim Kontrollpunkt Kalandia im Norden Jerusalems.

(C) Ulrich W. Sahm / haGalil.com

18 Kommentare

  1. Motiv Avnerys? Sagte ich doch schon: Furcht (nicht Angst) vor einer Aushöhlung der Demokratie Israel wegen des gar nicht zu einer solchen Regierungsform passenden und eben demokratiefeindlichen, schlicht offen und für jede/n sichtbar imperialistisch-kolonialistischen Gehabes jenseits der Waffenstillstandslinie (mit grünem Stift gezeichnet).
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    Eine Waffenstillstandslinie ist eine Waffenstillstandslinie ist eine Waffenstillstandslinie (frei nach Gertrude Stein), und wenn sie mal zur Verteidigung überschritten wurde, muss sie bei den dann folgenden Waffenstillstandsverhandlungen entweder neu festgelegt oder aber sich hinter sie zurückgezogen werden. Beides geschah aber nicht, sondern Israel blieb jenseits davon präsent und fing an, da die ja fast Wehrdörfer zu nennenden Siedlungen zu bauen. Wie Kolonisatoren, z.B. im Wilden Westen Nordamerikas, das eben so machen, ist ja auch IMO (noch) Niemandsland, da gehe ich mit Baruch konform.
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    Diese offenkundige Diskrepanz zwischen einerseits Demokratie und andererseits imperialistischem Militärstaat lässt Uri Avnery fürchten, es möge Israel sich mehr und mehr für das Letztere entscheiden und damit allerdings unversöhnliche Feindschaft zu den außerhalb Wohnenden säen. Was wiederum deren Terror (zu Deutsch Schrecken), den es ja umgekehrt definitiv selbst ausübt, begünstigt: eine Spirale der Gewalt ohne Ende. Sparta lässt grüßen.
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    Die Eintwicklungen der letzten Monate in den menschenreichen Ländern Tunesien und Ägypten (und nun auch Syrien) haben gezeigt, dass neue Formen der Auflehnung ohne viel Blutvergießen (wer möchte auch a la Assad versuchen, Zehntausenden +/- Unbewaffneter mit Abschlachtung zu drohen) ganz erstaunliche Erfolge erzielen können.
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    Wenn, wie nun Avnery es fast flehentlich der israelischen Öffentlichkeit nahezubringen versucht, nicht schleunigst versucht wird, koste es was es wolle, in einen richtigen Frieden mit den sich seit geraumer Zeit als PalästinenserInnen Bezeichnenden einzutreten unter Abzug fast aller SiedlerInnen, sieht er schwarz für die Demokratie Israel. Das ist jetzt sein Hauptanliegen, denn das Zeitfenster scheint sich allmählich zu schließen.
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    Oder? Sonst versuch nochmal, zu präzisieren, was dir so nebulös erscheint bei seinem Handeln. Ãœbrigens: ich denke nicht, dass er „nur“ in Europa, speziell Deutschland, wahrgenommen wird. So uninteressiert an seiner Argumentationslinie werden die Israelis schon nicht sein, schreibt er nicht auch in Ha´Aretz? Erinnere dich daran, dass in Beiträgen hier in haGalil, aus Israel, immer wieder gesagt wurde: die palästinensische Seite hat keine „richtige“ Friedensbewegung bzw. gar keine. Selbst von Avnery total Ablehnenden. Einerseits stolz auf sowas sein, andererseits behaupten, das wär nur was, was das Ausland aufgreift? :-))



  2. Übrigens wird Avnery inzwischen auch von gewisser palästinensischer Seite sehr scharf angegriffen. Er soll sich gefälligst samt “seinem” Staat zur Hölle scheren.
     
    Eben.


  3.  
     
    A propos „settler“, efem, das hatten wir schon mal:
     
    http://forum.hagalil.com/cgi-bin/a/board-profile.pl?action=view_profile&profile=jim-users
     
    Im Übrigen ist der von Dir nun verlinkte Artikel einer der wenigen Avnerys, welchem man, obwohl er damit eigentlich nichts Neues anspricht, darüber hinaus die Sachlage aber noch wesentlich komplizierter ist,  nahezu vollinhaltlich zustimmen kann: Die Besiedelung durch Fundamentalisten wie Nationalreligiöse wird sich mit Sicherheit, früher oder später, als nationale Katastrophe erweisen.
     
    Trotzdem bleibt festzuhalten – es ist nicht die Besatzung die den Frieden verhindert, sondern es ist der Terror, der unbedingte und bis heute ungebrochene Vernichtungswille gegenüber Israel, der die Besatzung bedingt und damit diese unselige Besiedelung überhaupt erst ermöglicht.
     
    Stellt sich unwillkürlich nicht nur die Frage nach Sinn und Zweck oder gar Effizienz einer Agitation a la Avnery, sondern insbesondere, zumindest für mich interessehalber, auch die nach der Motivation solchen Tuns, denn: Das einzige was Israel um zu überleben braucht, ist eine 100%ige Sicherheitsgarantie. Der gegenwärtige Druck bedeutender Teile der Weltöffentlichkeit nahezu ausschließlich auf Israel ob dieser  Siedlungen ist, denke zumindest ich, ganz ebenso wie ideologisch verblendete Blockadebrecheraktionen, oder auch, uA, die Haltung eines ausschließlich in Europa wahrgenommenen Avnery, in dieser Hinsicht allerhöchstens kontraproduktiv.
     
     
     
     
     
     
     

  4. Kommentar zwecklos.
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    @ Jim:
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    Der Friedenskämpfer fürchtet IMO völlig zu Recht die Gefährdung „seines“ Staates, den er unter erheblicher Mühe und mit großer Opferbereitschaft mit aufzubauen half, durch internen Terror aus dem eigenen Lager. Das bestimmt anscheinend sein Handeln. Guckst du:
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    http://original.antiwar.com/avnery/2011/04/17/israel-becomes-the-settler-state/
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    Ist weit verbreitet, findet sich auch auf vielen anderen Plattformen. Es ist dir hoffentlich eine Hilfe in deiner Fragestellung.
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    – – –
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    Die lieben ach so herzigen und frommen SiedlerInnen kämpfen an zwei Fronten: zum Einen gegen die rel. wehrlosen „UreinwohnerInnen“, zum Anderen paradoxerweise gegen den demokratisch bestimmten Staat, der sie unter den gegenwärtigen Regierungen zugleich ermuntert und dann aber rel. lasch in die Schranken zu weisen versucht (was bei der Konstellation nicht Recht klappt).
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    Anstatt mit dem Spuk, solange es noch geht,  tabula rasa zu machen a la Gaza und Israel so eine bessere  und sichere Zukunft zu garantieren. Scharon, steh wieder auf! Wie „schrie“ Ralph Giordano per Buchtitel? „Israel, um Himmels Willen Israel!“. Fast möchte mensch geneigt sein, mitzuschreien.
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    Ãœbrigens wird Avnery inzwischen auch von gewisser palästinensischer Seite sehr scharf angegriffen. Er soll sich gefälligst samt „seinem“ Staat zur Hölle scheren. Schau mal in Suchmaschinen nach „uprooted palestinians avnery“.
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    efem

  5. @Efem

    1. Al Qunaytirah lieg in der Pufferzone zwischen Ceasefire Lines Aplha und Bravo also nicht auf Syrischen Staatsgebiet. Wenn hunderte Menschen in Busen mit hilfe des Syrischen Miltärs in die Nähe der Cease Fire Lines Alpha gebracht werden ist das ein klarer verstoss gegen die UN Regelung und eine Provokation des Staates Israel.

    2. Ist das eine Waffenstillstandslinie zwischen zwei Staaten die sich immer noch im Krieg befinden. Und wenn hunderte oder tausende in einer Pufferzone auftauchen und dann noch auf Israel schreiend zu rennen, ist das eine sehr gefährliche Situation. Denn die sogenannten Zivilisten könnten Terroristen sein, die Bewaffnet sind oder Sprengstoffgürtel tragen um sich in der nähe von Israelischen Posten in die Luft zu sprengen. Was alles schon passiert ist !

    3. Aus der sicht eines Israelischen Soldaten der hunderte Araber auf sich zu rennen sieht heisst das akute Bedrohung. Und die ersten Gedanken die jeder Israelische Soldat in der sekunde hat ist. Die vollen mich ermorden oder noch schlimmer die wollen mich entführen auf Syrisches Gebiet.  Was bekanntlich auch schon passiert ist!

     Es geht hier nicht um : „lediglich um terratoriale Differenzen zwischen zwei Staaten, wobei Zivilpersonen versuchen, sich einzumischen und sich dadurch in Lebensgefahr bringen“
    Es geht um Menschenverachtendes Verhalten der Syrer die Palästinenser ausnutzen aus Politischen Gründen. Es geht um das Menschenverachtende System bei den Moslems, die sich gegenseitig Bestehlen, Ermorden, Töten, Entführen und Vergewaltigen. Die Moslems haben kein Respekt vor dem Meschenleben und vor dem Leben selber.

    Nicht Israel ist der Feind der Moslems sondern die Moslems selber, weil sie sich gegenseitig ermorden. Und das ist das eigenliche Verbrechen !

  6. „wie kommen Syrische Zivilisten und Palästinenser ohne Absprache mit UN in diese Zone?“
    .
    Nochmal: die UNDOF ist fürs Militär zuständig, nicht für ZivilistInnen. Das Gebiet zwischen der „Demarkationslinie“ im Süden und der allein auf der Welt von Israel zur Grenze hochstilisierten Waffenstillstandslinie im Norden umfasst viele Quadratkilometer und ist doch nicht unbewohnt, wieso denn auch. Zum Beispiel gehört Kuneitra, zumindest teilweise, dazu. Nur Militär aus Syrien oder Israel hat dort keinen Zutritt.
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    Hier in haGalil gab es schon mehrere Artikel darüber, dass das ein Völkerrechts-Dilemma ist, für das es keine vorgesehene Lösung gibt: wenn nämlich im konkreten Fall, mit Billigung der ebenfalls in diesem militärfreien Gebiet stationierten syrischen Polizei, in z.B. dem übrigen Syrien Ansässige, aber auch andere ZivilistInnen, wie palästinensische Flüchtlinge, in das Gebiet gehen und dann da Randale machen und versuchen, die Waffenstillstandslinie, sorry Israels Grenze, zu überschreiten.
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    Wer auch immer dann auf diese unbewaffneten Leute schießt, begeht ein Kriegsverbrechen..
     
    Ähnliches gilt genauso zwischen z.B. Nord- und Südkorea.
    .
    Deine paranoid anmutende Sicht könntest du ruhig mal beenden.
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    Es geht, wiederum im konkreten Fall, nicht um Israelfeindlichkeit, sondern lediglich um terratoriale Differenzen zwischen zwei Staaten, wobei Zivilpersonen versuchen, sich einzumischen und sich dadurch in Lebensgefahr bringen. Das könnte überall auf der Welt geschehen (und geschieht leider auch hier und da).

  7.  
     
    Nein, efem, auch ich glaube nicht, dass er das will, mir gehts um was anderes. Gerne  würde ich ihn begreifen können. Siehe zB hier, anhand eines weiteren Beispiels: http://test.hagalil.com/2010/12/29/shovrim/comment-page-1/#comment-17541
     
    Ãœbrigens, danke für Deine Mühe, schade, dass den Text nicht gibt und – Israel hat neben unzähligen Problemen ein relativ neues, zusätzliches Riesenproblem, es dräut seit spätestens Jänner 08.
     
    Nebenbei, natürlich weiß ich um die persönliche Bekanntschaft, was denkstn Du.
     
     
     
     
     
     

  8. @efem

    nochmal efem wie kommen Syrische Zivilisten und Palästinenser ohne Absprache mit UN in diese Zone?

    Dafür gibt es klare Anweisungen der UNO und ausserdem hat die Realität der Informationen ihren Artikel schon längst wieder eingeholt.

    Ihre Moslemischen Brüder von der Baath Partei leisten ganze arbeit bei der Ermordung von Zivilisten.

    Aber halten sie sich ruhig fest an Israel als Bösen Staat im Nahen Osten, sonst könnte ja das schöne Kartenhaus vom bösen Agressor Israel zusammenbrechen.

    Und vieleicht käme man sonst sogar auf den Gedanken das die Moslemischen Diktatoren und der Hass zwischen Schiiten und Sunniten das eigentliche Problem im Nahen Osten ist.

    Zu Wikipedia: dort steht soviel Falsches das man es als beipiel nicht verwenden kann.

  9. @ Baruch:
    .
    „Also wie können Zivilisten in ein von der UNO gesperrtes Gebiet kommen ?“
    .
    Wie bitte? Da leben Leute, und auch Polizei gibts dort. Das Gebiet ist entmilitarisiert, das heißt aber nicht entvölkert.
    .
    Zu Wikipedia: was meinst du, wie schnell da Mitmachende bei solch hochbrisanten Themen alles löschen würden, was sich nicht begründen und nachweisen lässt. Wenn Letzteres (noch) nicht der Fall ist, muss es zumindest einer hohen Wahrscheinlichkeit entsprechen und von allen Beteiligten akzeptiert sein.
    .
    Wenn du nicht weißt, wie Wikipedia funktioniert, kannst du dir ja mal die Versionsgeschichte der genannten Seite ansehen:
    .
    http://en.wikipedia.org/w/index.php?title=United_Nations_Disengagement_Observer_Force_Zone&action=history
    .
    Das sind beileibe nicht Menschen, die dumm daherschwafeln, die wären schnell weg vom Fenster.
    .
    Außerdem steht in der offiziellen Website der UNDOF über ihr Mandat dies:
    .
    „Maintain the ceasefire between Israel and Syria;
    .
    Supervise the disengagement of Israeli and Syrian forces;
    ,
    and
    .
    Supervise the areas of separation and limitation, as provided in the May 1974 Agreement on Disengagement.“
    .
    @ Jim:
    .
    O-Text? no clue. Anscheinend war die Meldung den Nachrichtenagenturen keinen Pfifferling Wert. Hab gesucht und nix gefunden. Auch unter Tucker nicht.
    .
    Aber.
    .
    du glaubst doch wohl selbst nicht, dass ein Mensch wie Uri Avnery, dem Frieden über Alles geht, auch weil er das Gegenteil kennengelernt und am eigenen Leibe erlebt hat (zweimal verwundet) es als echter Friedensstreiter gutheißt, wenn auf Menschen geschossen wird, selbst wenn er Terror differenziert. Es gibt auch Terror gegen Güter. Schon von daher ist die Meldung zumindest im Anfang ein Witz.
    .
    Frag doch mal die Leute von haGalil, denen Uri, soweit ich weiß, kein Unbekannter ist.
    .
    efem

  10. Genauer Wortlaut oder nicht: wenn er sich evtl. missverständlich ausdrückte und das klarstellte – was soll die Aufregung.
     
    Es gibt keinerlei Aufregung, bloß Kausalität, und die ist auffällig – nur zwei Beispiele:
     
    http://www.contextxxi.at/context/content/view/386/94/


    Aber diese palästinensische Gesellschaft hat sich doch in diesem Konflikt auch geändert. Hier sind nicht nur die Selbstmordattentate als neue Kampfform die beinahe ausschließlich Zivilistinnen und Zivilisten trifft dazugekommen, sondern auch innerhalb der palästinensischen Gesellschaft die Lynchmorde an sogenannten Kollaborateuren. Das muß ja Auswirkungen auf die palästinensische Gesellschaft haben.


    Natürlich gab es Morde an Kollaborateuren. Kollaborateure sind Verräter! Die sind in ganz Europa umgebracht worden, vor nicht allzulanger Zeit. Wer seine Kameraden an eine feindliche Besatzung ausliefert ist ein Verräter und wird umgebracht.

    http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2001/1128/politik/0016/index.html?
     
    Kann man Freiheitskämpfer von Terrorristen unterscheiden?


    Die Antwort darauf ist: Freiheitskämpfer stehen auf meiner Seite, Terroristen auf der anderen. Terror ist meiner Ansicht nach berechtigt, wenn politische Ziele nicht mit politischen Mitteln erreicht werden können. So war zum Beispiel der französische Terror gegen das Nazi-Regime berechtigt, und ich möchte den sehen, der da widerspricht.


    Die Forderung, auf Siedler ebenso zu schießen, wäre nichts anderes als eine weitere, in sich logische Determinante derartiger Argumentation – deshalb frage ich ja nach dem tatsächlichen Wortlaut, weils mich jetzt interessiert, wenn Du ihn also auftreiben kannst, dann – bitte.



     
     

  11. In Wikipedia kann jeder was schreiben !

    Die Waffenstillstandslinie ist Sperrgebiet für was und wen auch immer. Und dort hat ohne Genehmigung der UNO auch keiner Zutritt. Was ist daran so schwer zu verstehen?

    Also wie können Zivilisten in ein von der UNO gesperrtes Gebiet kommen ?

    Syrien und Israel haben bezüglich dieses Gebietes klare Vorschriften. Und Syrien bricht zum zweitenmal den Waffenstillstand mit Israel. Selbst die UNO hat Syrien davor gewarnt die Regel der UNO zu verletzen.

    Syrien spielt mit dem Feuer wenn es Israel Provoziert, denken sie an den letzten Lebanonkrieg.  Die Hezbollah wollte auch nur ein bischen Povozieren und dabei gab es auf Israelischer seite Tote und Entführungen.

    Und als Ablenckungsmanöver gegen die Massaker an  Syrischen Zivilisten taugt es auch nicht.

  12. Lies dies;
    „Israel beschwert sich bei UN über Syrien

    Yigal Palmor, der Sprecher des Außenministeriums, hat heute bestätigt, dass Israel nach den gewalttätigen Angriffen auf die Nordgrenze bei den UN Beschwerde gegen Syrien einlegen will.“ (Haaretz, 06.06.11)
    Direkt hinter dieser „Nordgrenze“ liegt israelisches Territorium, behaupten Netanyahu und seine Regierung. Und Syrien hat da deswegen nichts verloren, obwohl immer noch Menschen mit syrischer Staatsbürgerschaft dort wohnen.
    wo waren die UN Truppen (die aus Östereich) die eigentlich genau dafür dort sind um soetwas zu verhindern?
    WAS zu verhindern? Dass Militär auf jedenfalls nicht mit Schusswaffen ausgestattete Zivilpersonen schießt – O-Ton obiger Bericht:

    „Die Soldaten haben nach israelischen Angaben die Anweisung erhalten, auf die Beine von Palästinensern zu schießen, sowie sie die mit Tonnen markierte Grenze überschreiten.“
    Sollen die Blauhelme sich dazwischen werfen, oder was sollten sie sonst tun? Wenn die Golanhöhen israelisches Territorium sind, die Waffenstillstandslinie durch einseitige Erklärung also nicht mehr existiert… Sie haben nicht die Aufgabe, GRENZverletzungen durch Zivilisten zu verhindern, sondern per entmilitarisierter Pufferzone, in der Militär beider Seiten keine Zugangsberechtigung hat, jedoch syrische Polizei für Law and Order zuständig ist, eine Waffenstillstandslinie zu überwachen und so das eventuelle Aufeinandertreffen von israelischem und syrischem Militär im Rahmen ihrer beschränkten Mglichkeiten zu verhindern.
    Die syrische Polizei hätte versuchen müssen, den Marsch auf die Waffenstillstandslinie, sorry Israels Grenze, zu verhindern. Das ist ihr vorzuwerfen, wird jedoch in den Nachrichten nicht thematisiert.
    Vorgehen gegen Zivilisten beider Seiten ist nicht Auftrag der Blauhelme.
    Ihre Aufgaben lt. englischsprachiger Wikipedia-Seite sind jedoch:
    „The activities of the UNDOF include:
    Overall supervision of the buffer zone
    Monitoring of Syrian and Israeli military presence in the area (from permanent observation posts and by patrols day and night, on foot and motorised)
    Intervention in cases of entry to the separation area by military personnel from either side, or attempted operations
    Bi-weekly inspections of 500 Israeli and Syrian military locations in the areas of limitation on each side to ensure agreed limits of equipment and forces are being followed
    Assistance to the International Committee of the Red Cross in the passing of mail and people through the area, and in the provision of medical services
    Identifying and marking of minefields
    Promotion of minefield awareness amongst civilians and support of the United Nations Children’s Fund activities in this area
    Work to protect the environment and to minimise the impact of the UNDOF on the area.“
    Übrigens gehören zu ihnen derzeit nicht nur Österreicher, sondern Inder, Japaner, Filipinos und Kroatier. (gleiche Quelle)

  13. @efem

    es geht nicht um die Anerkennung einer Grenze !

    1. Es ist eine Waffenstillstandslinie zwischen zwei Kriegsparteien die sich immer noch im Krieg befinden.
    2. Befinden sich dort UNO Truppen zur Sicherung des Waffenstillstandes und zur Sicherung der Ruhe.
    3. Aufgabe der UO Truppe ist es dafür zu sorgen das keiner die Grenze ohne UN erlaubnis passieren darf.

    Was die Frage aufkommen lässt wo waren die UN Truppen (die aus Östereich)  die eigentlich genau dafür dort sind um soetwas zu verhindern?

     

  14. Genauer Wortlaut oder nicht: wenn er sich evtl. missverständlich ausdrückte und das klarstellte – was soll die Aufregung. Dass er gegen die Siedlungspolitik und für gewaltfreie Proteste dagegen steht, wobei er ruhig polemisch sein darf, ist ja wohl keine besondere Meldung wert. Entscheidend ist der letzte Satz, und auch das darin Gesagte sollte allerdings beiden bzw. den drei Seiten selbstverständlich sein, ist es aber leider wohl nicht unbedingt, wie die Praxis zeigt.

    Am Rande: welcher Staat der Welt hat die Annexion der Golanhöhen, deren Waffenstillstandslinie nach Netanyahu gleichbedeutend ist mit einer Grenze Israels und nach dessen Lesart die Höhen ohne Wenn und Aber zum Land Israel gehören, anerkannt?

  15. Jim sehen sie sich morgen die Israelische Presse an oder hören  Israelisches Internet Radio.

    Oder Arutz 10 live Internet TV

    ich hoffe sie verstehen Hebräisch

  16. Wahrheit oder Verleumdung?
     
    פעיל השמאל הקיצוני, אורי אבנרי, בהתבטאות חמורה הערב (ראשון), בעקבות מותם של מפגינים סורים שנורו על-ידי חיילי צה“ל – לאחר שניסו לפרוץ את הגבול: „אם הורגים ערבים בטעות – אז שיהרגו בטעות גם מתנחלים“.
    בראיון עם מנחם טוקר ברדיו „גלי ישראל“, אמר אבנרי בתחילת הראיון „אני רוצה שיהרגו מתנחלים“. אחרי שטוקר שאל „אתה רוצה שיהרגו מתנחלים?“, אבנרי ניסה לתקן את עצמו: „כן, אני רוצה שלא יהרגו ערבים. אני רוצה שיתחסו לשניהם באותה צורה שלא יהרגו את אלה ולא יהרגו את אלה“.
    טוקר שאל בשנית: „אתה רוצה שיהרגו מתנחלים?“. אבני השיב: „בוודאי שלא, אבל אני גם לא רוצה שיהרגו ערבים, שלא יהרגו אף-אחד. לא הייתה אף סיבה להרוג ערבי אחד. בני אדם הם בשבילי בני אדם. אתה יכול לשאול כל רופא אם יש הבדל בין דם לדם“.
     
    Weiß hier jemand näheres darüber? Kennt jemand den wirklichen Wortlaut? Würde mich interessieren.
     
     
     
     
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