Welcome to the Free World: Lieder vom Mittelmeer

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Seltsamerweise betrauern gerade jene das Ende der 30-Jährigen Zeit Mubaraks, die am ägyptischen Diktator zu seiner Zeit kein gutes Haar liessen und stets den antisemitischen Charakter des Systems betonten und dem Frieden sowieso nicht trauten, weshalb auch von weiteren Friedenshoffnungen möglichst weit Abstand genommen werden sollte usw. usf… Wie dem auch sei, der Umsturz hat alle überrascht…

…und um nicht immer wieder so überrascht zu sein, sollte man versuchen, den Nachbarn zu verstehen. Bevor er bewaffnet im eigenen Schlafzimmer steht. Ein Weg, Gefühle auszudrücken, ist es, sie in Musik zu kleiden. Manchmal sind die Worte mit „wenig drumherum“ und eher ungeschminkt. In einer Zeile im ersten Lied von DAM aus der Stadt Lud, am Ben Gurion Flughafen, heisst es „unsere Gegend ist nicht geschmeidig wie Seide, ich fühle mich wie eine Braut ohne Schleier“…

Es muss nicht gefällig sein und auch nicht gefallen, und was davon zu halten ist, muss jeder für sich selbst herausfinden. Warum nicht einfach mal zuhören… …

Get mp3 – Algerian – Egyptian – Israeli – Palestinian – and other sounds from the Shores of the Mediterranean Sea

Die Interpreten im Einzelnen:

Born here – DAM
[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=zIo6lyP9tTE[/youtube]

„Awarti al haChok? Lo, haChok awar alaj!“
Dam – aus Lod bei Tel Aviv

Manolis Rassoulis – Jerusalem

m. Yehuda Poliker.

Mitpalel Subliminal
[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=iVVZXJwsJbw[/youtube]
Subliminal – Israeli Hip-Hop
„Yachad nischmor al Israel“

Alla Allek Ya Sidi Alabina
[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=MBVjkNYxnGY[/youtube]
Artikel: hagalil.com/archiv/98/12
[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=EE35GD_5NVo[/youtube]

Li ejn Cheruth – I don’t have Freedom – DAM – Live!
[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=KSBKuK9LcKQ[/youtube]

Yehuda Poliker – יהודה פוליקר – בוקר יום ראשון
[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=2_cb6c5nFLY[/youtube]

„Schesch va chezi, schew’a, schmone, Boker Jom Rischon, lo rozeh lischmoa Radio, lo likro Iton“...

Ana mali Horria – I don’t have Freedom DAM
Dam – aus Lod bei Tel Aviv

Live in Jenin: DAM
[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=4eX68JEigNU[/youtube]

Gal Galaz, DJ Senol, Saida Sultana Dana International

[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=WENW-jfqUJI[/youtube]

Im ninalu Daltej Nadiwim, Daltej Marom lo ninalu Ofra Hasa
[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=O2xNTzlFSk0[/youtube]

„Wenn sich die Tore der Noblen auch verschließen, so sind doch die Tore des Himmels nicht verschlossen“

Tel Aviv Club Remix (m. Subliminal)
[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=rd0CFXR-cqc[/youtube]

Saida Sultana Dana International talking to Jeanie Tracy, Everybody Up
[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=jhMDFed057I[/youtube]

פיתחי לו את ליבך – אתניקס – Open Your Heart – Ethnix

[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=9XyTYpEEjME[/youtube]

„Al teaswi oto, rak pitchi lo et libekh“…

Jeanie Tracy talking to Saida…

[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=74356LrCqMg[/youtube]
video: Magoona, Kukurukukuku

Manolis Rassoulis Poliker Jerusalem
[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=hWKEltZAU8U[/youtube]

Das Video ist nicht von Manolis Rassoulis sondern von Dimitris Mitropanos und heisst „Roza“…
ROZA ESHKENASI

Khaled Waharan

Bilder aus Oran (Waharan), das Lied im Hintergrund heisst allerdings „Biya dak elmor“

[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=8L6QVfZy0oc[/youtube]

Das Lied „waharan“ von Cheb Khaled im folgenden…
[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=scxutliSHYM[/youtube]

[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=oojG7daX9p4[/youtube]

10 Kommentare

  1. Ahoj, A.mOr,
    ja, dieses Kol Dodi soll den Abschluß bilden. Mehr wollte ich zur Musikkultur des Orients derzeit nicht beitragen. Ich beabsichtigte guten Willen und die Bereitschaft für ein friedliches Miteinander zu signalisieren, dazu noch die Mehrheits-Deutschen darauf aufmerksam zu machen, dass es nicht nur Musik aus englischsprachigen Ländern gibt, die es lohnt, gehört zu werden.
     
    haGalil gebührt Dank und Anerkennung dafür, dass es immer wieder nicht nur Fakten und Meinungen, sondern auch Kultur präsentiert, erfreulicherweise auch Kultur über sämtliche Grenzen hinweg, dies sei besonders hervorgehoben.

    Du sprichst meine Offenheit an. Anders kann ich mir mein Leben gar nicht vorstellen. Wer aus einer Multikultifamilie stammt und ein gutes Verhältnis zu all seinen so verschiedenen Verwandten pflegt, kommt gar nicht umhin, offen für Weltmusik zu sein. Und das ist denn auch meine favorisierte ‚Stilrichtung‘. Lass uns im übrigen Deine Worte „versöhnlich, verbindend“ trotz der harten Bandagen, mit denen hier häufig hantiert wird, beherzigen.

  2. Ahoj Robert,
    mit Deinem abschließenden Video hast Du es wirklich herausgerissen! Eine bessere Abrundung (falls es das „schon“ war) kann ich mir gerade nicht vorstellen: Guten Morgen Kinder!
     
    Habe mich auch brav durch Deine Musikvorschläge durchgehört inzwischen, ja, da kommen „alte Welten“ zutage. „Die gute alte Zeit“. Ne, keine Ironie, wirklich nicht an dieser Stelle.
    Hey, die links habe ich mir sogar herauskopiert, also vielen Dank nochmal!
     
    Ein wenig Wehmut jedoch, denn es ist diese Art von Offenheit, wie Du sie hier mit dem breiten Musikangebot zeigst, ja, auch die Latte von Musik-Präsentation von hagalil, die ich so schmerzlich vermisse, wenn wir uns bei irgendeinem anderen Feld in den Schützengräben wiederfinden, wenn Verständigung trotz aller Mühe nicht möglich erscheint. Die ganzen Verdrehungen, Rechthabereien, Wichtigtuereien, wie sie hier von so vielen (anscheinend vollkommen unreflektiert?) dahergeschrieben werden…
     
    (…na sowas, Da ist es mir geschehen, daß ich Dich als eine Art „Spiegel“ (Anlaß…) benutze, der mich zu weiteren Worten brachte, die ich aber unter diesem Artikel, der bitteschön unter dem „versöhnlichen, verbindenen Stern“ verbleiben soll, nicht plazieren mag.
    Den Rest meines nun folgenden „brainstorming“, der ja im Prinzip noch an Dich, aber über andere und auch an andere gerichtet ist, stelle ich dann (mancher mag es skurril finden) unter den Artikel „Arabischer Frühling, iranischer Herbst?“…)

  3. Du fragst an anderem Orte, A.mOr, „Wer ist der Meister der Fliegen?“. Die Antwort steht in jedem schlechten Schauerroman, der Teufel, der Leibhaftige, der Satan ist’s.
    Aber das kümmert unsere Jane ebensowenig wie das Celan-Zitat, denn sie ist, wie sie mehrfach bekundet hat, ganz fest der Meinung, Deutschland sei ein „ziemlich normales“ Land. Sämtliche meine historischen Argumente und Beiträge, die das Gegenteil belegen, nimmt sie nicht zur Kenntnis, blendet sie aus, weil es ihr Weltbild stört.
    Mit solchen Leuten wird eine Diskussion zu einem vergeblichen Bemühen, armer jim, armer Baruch Zion.
     
    Wenn Du auch gerne tschechische Musikultur genießt, dann solltest Du Dir nicht nur Antonin Dvorak und Bedrich Smetana, sondern etwa einmal  Karel Vlach anhören:
    http://www.youtube.com/watch?v=ox5Ba7xqMLU&feature=related
    http://www.youtube.com/watch?v=WNDIn3M6xqk
    http://www.youtube.com/watch?v=YZ7xEWW3wx8&feature=related
    oder  R.A. Dvorsky und die Sestry Allanovy:
    http://www.youtube.com/watch?v=XTKbS85NY9U&feature=related
    http://www.youtube.com/watch?v=II3kE87t4n4&feature=related
    http://www.youtube.com/watch?v=geqVeDT573s&feature=related
    oder skoda lasky:
    http://www.youtube.com/watch?v=JF1xP5aSKVs&feature=related
     
    Zum Abschluss aber:
    Kol Dodi
    http://www.youtube.com/watch?v=md80o4ndUOQ&feature=related

     

     

  4. Anknüpfend an die Vorstellung ägyptischer Interpreten, möchte ich nun den Blick auf die Musikkultur des Libanon, lenken.
     
    Ebenso wie Ägypten verfügt dieses Levante-Land über eine Sängerin, die in der ganzen arabischen Welt nicht nur bekannt, sondern hoch geschätzt ist. Dies ist insofern erstaunlich, da es sich bei ihr um eine Christin handelt. Das inoffizielle ‚Markenzeichen‘ von Fairuz (geb. 1935) ist, dass sie nie lächelt oder lacht. Einem Interviewer hat sie einmal anvertraut, dies habe mit der schmerzlichen Situation ihres von Bürgerkriegen hin- und hergeschüttelten Landes zu tun. Ihr Vater war ein syrischer Katholik, ihre Mutter Maronitin. Sie selbst konvertierte zum orthodoxen Christentum. Einer ihrer Söhne ist der ebenfalls nicht unbekannte Sänger Ziad Rahbani. Fairuz trat u.a. in den USA, in UK, Mexiko, Brasilien, in Frankreich, in der Schweiz, in Griechenland, Kanada und in den Ländern des persischen Golfs auf, sie spielte zahlreiche Schallplatten ein und wirkte in Operetten, Musicals und Spielfilmen mit. Ihr letzter größerer Auftritt datiert von 2006, ihre letztes Album von 2010.
    http://www.youtube.com/watch?v=bPzX5nxJ540
    http://www.youtube.com/watch?v=OD5ox0do4_s
    http://www.youtube.com/watch?v=9j_nubpvg7Y&feature=related
    http://www.youtube.com/watch?v=TUbQcxsJwWQ&feature=related
     
    Ebenfalls wie eine Ikone („Die Stimme des Libanon“) verehrt, wird der Sänger (Bariton), Textdichter, Komponist und Schauspieler Wadih El Safi (1921 geb.). Seine Vorfahren waren Assyro-Chaldäer. Wadih El Safi lebte u.a. einige Jahre in Brasilien, sang auch in portugiesischer, italienischer, französischer und assyro-chaldäischer Sprache. Nicht weniger als 3000 Lieder stammen von ihm, einige davon für seine Kollegin Fairuz, mit der er gelegentlich auftrat.
    http://www.youtube.com/watch?v=IvbKlRwZWdI&feature=related
    http://www.youtube.com/watch?v=FEYP5HnyV0s&feature=related
    http://www.youtube.com/watch?v=8Jv58NguAtI&feature=related
     
     
    Sabah (geb. 1927) ist eine Sängerin und Schauspielerin aus dem Libanon, die in Ägypten Karriere machte. Sie hat 3500 Lieder interpretiert und trat auch in Frankreich auf.
    http://www.youtube.com/watch?v=coi7mlz8nFA&feature=related
    http://www.youtube.com/watch?v=iFEROsC-Ngw&feature=related
     
    Majida El Roumi (geb. 1956) entstammt einer melchitisch-griechisch-orthodoxen Familie im Libanon. Sie wurde bei einem Talentwettbewerb entdeckt und ist ebenfalls weit über die Grenzen ihres Landes bekannt geworden. Sie trat in Europa und den USA auf und sang u.a. gemeinsam mit Jose Carreras.
    http://www.youtube.com/watch?v=t9ieQGbynQU
    http://www.youtube.com/watch?v=uMS5BqkcPh4&feature=related
    http://www.youtube.com/watch?v=-jnHkjgCN5k&feature=related
     
    Nasri Shamseddine (1927-1983) war ein libanesischer Sänger, der mit Fairuz auftrat und befreundet war. Mehrere Jahre hat er in Ägypten gelebt und mindestens einmal gab er auch in Europa Konzerte.
    http://www.youtube.com/watch?v=4rJISrMaPbI&feature=related
    http://www.youtube.com/watch?v=VHxiaK2xTn4&feature=related
    http://www.youtube.com/watch?v=JsHvQ1zB-do
     

  5.  
    Schalom Robert!
    Deine Freude ist meine Freude, Ofras Musik ist unsere Freude, unsere Zier.
    Und wie recht Du hast: „Die Welt ist ärmer ohne Ofra, ohne Zweifel.“
    Danke Dir für die Jemen-links, wir betätigen uns nunmehr als Historiker.
    Nichts neues, könnte man meinen?

    ‚Ahoj‘, das ist ein „Partisaner-Ahoj“. Ceski, stimmt.
    Aber Noah kennt es auch, murmelt jemand…
    Ano, ein wenigwenig habe ich dort gelebt, habe Freunde dort.
    Aber mein „Ahoj“ ist dahingehend nur Schönrede, ich spreche nur lausig bzw kein Tschechisch.
    Und, ano, ich habe sogar alten (nicht -hoppala!- „prasecy hlavy“-) Stammbaum in Tschechien.
    Das macht mich nun nicht zum Tschechen, aber auch zum Tschechen im Herzen.
    Eine Farbe hinzu, das Blut ist rot, Partisan, wo ist deine Heimat!
    Deine Heimat, ihr Ruf liegt im Wind…Partisan, wo ist Deine Heimat?

    Kol Dodi gehört zu meinen Lieblingsliedern.
    Es ist für mich soetwas wie die Begrüßung des Morgenlichts.
    Es ist der Morgen, an dem es heißt: am jisrael chai.
    Mordechais Interpretation finde ich klasse – Mordechai rocks the house!
    Außerdem paßte es gut in die Konzeption meines Textes zum Abschluß.
    Andererseits paßt „Adir hu“ auch gut auf „kol dodi“…
    Auch eines meiner Lieblingslieder.
    Weiß nicht, ob Ofra „kol dodi“ jemals vertonte.
    Andererseits, singt Ofra nicht die ganze Zeit ‚kol dodi‘?
    Von ‚Adir hu‘ hatte ich leider keine so passende Vertonung gefunden, aber immerhin, ein Wort, Musik, selah, man lese, höre und staune mit Genuß, so hoffe ich doch.
    So und so und so, alles führt, so geht dieses Spiel eben, nach Jeruschalaim.
    (aber nicht weitersagen…)

  6. Danke, lieber
    A.mOr
    für die schönen Links.

    Die Welt ist ärmer ohne Ofra, ohne Zweifel. Man kann gar nicht oft genug an Sie erinnern. Nein, ich habe die Juden im Jemen keineswegs vergessen, ich habe mich ihrer vielmehr bereits früh angenommen, hier, unten für Dich zum Nachlesen. Noch wesentlich mehr Material hatte ich vorbereitet, aber das interessiert doch außer uns beide niemanden; es kamen kaum Rückmeldungen auf meine Beiträge; zudem – jemenitische Juden verschlägt es nicht nach Deutschland, bzw. haben die Besseres zu tun (gehabt) als Deutsch gelernt zu haben und nun haGalil zu lesen.

     
    http://test.hagalil.com/2009/04/23/seide-komet/
    http://test.hagalil.com/2009/07/07/hamori/
    http://test.hagalil.com/2009/04/06/juedischer-jemen/
    http://test.hagalil.com/2009/05/27/feist/
     
    Frage am Rande, A.mOr, hast Du in Tschechien gelebt, tschechische Freunde, oder sprichst Du tschechisch? In dieser westslawischen Sprache entspricht Dein „Ahoj“ dem Shalom bzw. Hallo.

  7. Ahoj Robert,
    laß uns ‚Reise nach Jerusalem‘ spielen,
    für den „größeren Zusammenhang“ bezüglich Ofra Haza – Im Nin’Alu, habe ich noch einen link für Dich:
     
    http://www.youtube.com/watch?v=_Ye4_mzv324&feature=related
     
    nachfolgend der Text:
     
    Im Nin’Alu (If The Doors Are Locked) – Ofra Haza

    Im nin’alu Im nin’alu
    Im nin’alu daltei nedivim
    Daltei marom lo nin’alu
    El chai meromam el chai meromam
    El chai meromam
    Al keruvim
    Kulam b’rucho ya’alu
    El chai

    Ki hem elai ki hem elai
    Ki hem elai kis’o keruvim
    Yodu shmo vayehalelu
    Chayot shehem chayot shehem
    Chayot shehem ratzu vashavim
    Miyom bri’ah nichlelu

    Galgal ve’ofen ro’ashim
    Modim shmo umekadeshim
    Maziz kvodo loveshim
    El chai

    Uveshesh k’nafaim s’vivim
    Afim be’et yitgalgelu

    Ya’anu bekol shirim arevim
    Yachad be’otot nid’galu

    Im nin’alu Im nin’alu
    Im nin’alu daltei nedivim
    Daltei marom lo nin’alu
    El chai

    If there be no mercy left in the world,
    The doors of heaven will never be barred.
    The Creator reigns supreme,
    And is higher than the angels
    All, in His spirit, will rise

    By His nearness, His life-giving breath flows through them.
    And they glory in His name
    From the moment of genesis,
    His creations grow,
    Captivating and more beautiful.

    The wheel in his circle thunders
    Acclaiming His Holy name
    Clothed in the glory of His radiance,
    The six-winged cherubs surround Him,
    Whirling in His honor
    And with their free wings sweetly sing,
    Together, in unison

    אם ננעלו

    אם ננעלו דלתי נדיבים
    דלתי מרום לא ננעלו
    אל חי מרומם על כרובים
    כולם ברוחו יעלו אל חי

    כי הם אלי כיסאו קרובים
    יודו שמו ויהללו
    חיות שהם רצוא ושבים
    מיום בריאה נכללו

    גלגל ואופן רועשים
    מודים שמו ומקדשים
    מזיו כבודו לובשים
    אל חי

    ובשש כנפיים סביבים
    עפים בעת יתגלגלו
    יענו בקול שירים ערבים
    יחד באותות נדגלו

    אם ננעלו
     
    Words/Music: Rabbi Shalom Shabazi / Yemenite traditional
    Transliteration: http://www.hebrewsongs.com
    Translation: http://www.hebrewsongs.com
    Hebrew Lyrics: http://www.shiron.net
     
    Aber ich bin traurig, trotz Deinem optimistischen „Hawa nagila“.
    Vorletztes Wochenende stand die Ausreise der letzten 300 Juden des Jemen an, ein achtjähriger Junge ist entführt worden, Uli Sahm hat darüber berichtet:
    http://test.hagalil.com/2011/02/04/jemen-3/
     
    Wie liest Du nun die Worte von Ofra, deren Eltern aus dem Jemen stammen?
    Ihre Worte: „die Tore des Himmels sind nicht verschlossen“ (es möge für sie so sein!), warum bin ich traurig, wenn diese Worte doch so schön sind?
     
    Was ist gerecht?
     
    Jeder Mensch kann es wissen, es liegt in unseren Herzen, ‚Jahudi‘, wer weiß es besser, wo Traurigkeit ist, da ist auch Freude!
    Hawa nagila! Gebe ich Dir (und allen, die geneigt sind) noch etwas schönes hab Dank Ofra, die durch ihr Wort und ihre Stimme mit uns weiterlebt – Am Jisrael CHai!
     
    Mi Li Yiten & *Ehyeh Asher Ehyeh*
    http://www.youtube.com/watch?v=Shp-Y100Ctg&feature=related
    Neshikot Bayam
    http://www.youtube.com/watch?v=5jwMlKz5oPA&feature=related
    brucha habaa Ofra – Zecharia Ben Ezra
    http://www.youtube.com/watch?v=53VBO-tGJLg&feature=related
    Magst Du Blumen? Mocher prachim
    http://www.youtube.com/watch?v=hCow-dWKlcw&feature=related
    Zum Sabbat Wein – Im titnu li kos yayin lehavdala
    http://www.youtube.com/watch?v=p4cz9Kjpkq8&playnext=1&list=PL119E7B34F5FE9B8A
    in dem Video, eines dieser Kinder, denke ich, ist der achtjährige, der in Jemen entführt wurde.
    Wo schauen alle hin, Ägypten? Aber in Deutschland läuft ein ‚Judenhasser-Film‘, in Jemen verschwinden nach 3000 Jahren Judentum die letzten 300 Juden. Niemand schaut dorthin…
    Meine Wörter sind Tränen unter * weißen Sternen…
    Maine werter sainen trern unter daine waiße schtern.
    Sieh – eynayim
    http://www.youtube.com/watch?v=w2UNPD9JI-w&feature=related
     
    Jemen ist nun „frei“ von uns Juden, aber Ofra bewahrt uns „ihr Jemen“ –
    Yachilvi Veyachali
    http://www.youtube.com/watch?v=3xqYhcLsXVg&feature=related
    Ode Le’eli
    http://www.youtube.com/watch?v=TzAlktvAknc&feature=related
    ein medley: Tzur Menati/Se’i Yona/Sapritama(Sapari)
    http://www.youtube.com/watch?v=4OaFPI6RnjQ&feature=related
    Ayelet Chen
    http://www.youtube.com/watch?v=_uLkBb2OCUI&feature=related
    and, last but not least: A’salk
    http://www.youtube.com/watch?v=5tNAC4MQBM0&feature=related
     
    tal vez, „sefarat-sound“? – Al NaTomar Li Shalom
    http://www.youtube.com/watch?v=3GsUfKK2lEs&feature=related
    Disco, Pop? – Galbi
    http://www.youtube.com/watch?v=Zgr0syGkR9I
     
    Der Kreis schließt sich, setz Dich – Kirya
    http://www.youtube.com/watch?v=CL4-mC0b6do&feature=related
     
    Bleib noch etwas sitzen, Ofra kennt auch noch eine moderne Variante –
    Yerushalayim Shel Zahav – http://www.youtube.com/watch?v=mybSCz_wPn8
    Danke Naomi Shemer.
     
    Wer gewinnt, wenn kein Stuhl mehr frei ist?
     
    Sein
    Ewig
    Licht
    Adir*Hu…!
     
    Selah, und viel Vergnügen.
     
    Aber, warum nicht, lassen wir Mordechai noch ein Wort singen:
    Kol Dodi
    http://www.youtube.com/watch?v=-9OisfUDTJQ
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     

  8. Dass haGalil sich bemüht musikalische Brücken zwischen mittelmeerischen Nachbarn zu bauen, halte ich für ausgesprochen begrüßenswert und möchte daher die Gelegenheit nutzen, noch weitere Beispiele für die ausgesprochen vielseitige und interessante Musikkultur des Orients, hier Ägyptens, vorzustellen.
     
    Zunächst erneut die Sängerin Dalida (1933-1987) mit einem Lied aus Israel, mit „Hine ma tov“, dann mit zwei Liedern in der so schönen und klangvollen Sprache ihres Geburtslandes.
    http://www.youtube.com/watch?v=yep_kuinoco
    http://www.youtube.com/watch?v=XOCOX1yUQ5Q
    http://www.youtube.com/watch?v=kjDh6qwRnc0&feature=related
     
    Ebenfalls auf einen multikulturellen Hintergrund konnte die Sängerin und Schauspielerin Leila Mourad (1918-1995) zurückblicken, deren Vater einer jüdisch-ägyptischen und deren Mutter einer jüdischen Familie aus Polen entstammte. Sie spielte auch in zahlreichen ägyptischen Unterhaltungsfilmen mit.
    http://www.youtube.com/watch?v=oL3w2VoBJzg&feature=related
    http://www.youtube.com/watch?v=c-Erz_76X-w&feature=related
    http://www.youtube.com/watch?v=oL3w2VoBJzg&feature=related
     
    Die berühmteste aller Sängerinnen Ägyptens, die auch weit über die Grenzen ihrer Heimat bekannt wurde, die man in Marokko ebenso wie im Jemen oder in Syrien kennt und verehrt, war die legendäre Om Kalsoum (auch Umm Kulthum oder Khaldoum, 1898 oder 1904-1975). Die Tochter eines Imams schrieb selbst Lieder und trat gelegentlich als Schauspielerin auf.
    http://www.youtube.com/watch?v=tAiYscbRQBU
    http://www.youtube.com/watch?v=gJ6-3nyyU-0&feature=related
     
    Als männlicher sehr beliebter ägyptischer Interpret darf hier Abdel Halim Hafez (1929-1977) nicht fehlen; auch er trat als Filmschauspieler auf, aber auch als Dirigent und Musiklehrer. Der verarmte Sohn eines Scheichs war später u.a. mit Statschef Nasser befreundet und es ranken sich zahlreiche Legenden um sein kurzes Leben.
    http://www.youtube.com/watch?v=2JTFPAegyBo
    http://www.youtube.com/watch?v=LFVjh6tqW60&feature=related
    http://www.youtube.com/watch?v=ONvt0cu0wA8&feature=related
     
    Als nächster steht mit Farid al-Atrash (1915-1974) wieder ein echter Multikultiägypter an. Libanesisch-syrisch-drusischer Herkunft floh er als Kind mit seiner Familie vor den französischen Kolonialherren bzw. Eroberern nach Ägypten.
    Er komponierte, spielte virtuos das traditionelle Instrument Oud, sang und trat gleichfalls in Filmen auf.
    http://www.youtube.com/watch?v=oVEnmugjAEg&feature=related
    http://www.youtube.com/watch?v=9tuj8m5LGWk
    http://www.youtube.com/watch?v=A5_LTqV7OZw&feature=related
     
    Zurecht stolz sind viele Ägypter auch auf den Sänger und Komponisten Mohammed Abdel Wahab (1899 oder 1907-1991). Er spielte gleichfalls die Oud und trat in Musicalfilmen auf. Zu seinen eigenen Kompositionen gehören u.a. Lieder für Om Kalsoum und immerhin, die libysche Nationalhymne.
    http://www.youtube.com/watch?v=Y0mFNXuiyN0&NR=1
    http://www.youtube.com/watch?v=QlQLZRu5YC8&feature=related
    http://www.youtube.com/watch?v=EraV5QRC2X0&feature=related
     
     
    Natürlich gibt’s auch eine moderne ägyptische Musikszene, aber die überlass‘ ich gern anderen. Elvis, die Beatles oder die ‚Stones‘ waren auch nie meine Sache…
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     

  9. Danke für diese akustische Bereicherung! Solche musikalischen Intermezzi sind eine angenehme Abwechslung und tragen zum allgemeinen Wohlbefinden bei.
     
    Besonderen Dank für die alte TV-Aufnahme von Ofra Haza. Ihre frühen Einspielungen sind die besten!
     
    Eine Ägypterin mit italienischen Wurzeln, die viele kennen, hier mit „Hava Nagila“, hätte ich beizusteuern:
     
    http://www.youtube.com/watch?v=15scPFf7A0o&feature=related

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