Zionismuskritik: Prophet im eigenen Land

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In Deutschland schlägt er das meist nichtjüdische Publikum in seinen Bann. Sie strömen zu Hunderten in seine Lesungen und hören dem leidenschaftlichen, demagogisch nicht unbegabten Redner gebannt zu, wenn er erklärt, warum er, der aus dem Herzen des zionistischen Systems, dem Glutkern israelischer Politik stammt, an ihr verzweifelt ist, zur Umkehr aufruft und damit für viele zum Renegaten geworden ist. Jüdische Zuhörer hingegen sind meist verstört und konfrontieren ihn mit dem Vorwurf, indirekt judenfeindliche Stimmungen zu bestärken. Warum beides der Fall ist, erfährt das Publikum aus Burgs kürzlich auf Deutsch erschienenem Buch Hitler besiegen. Warum Israel sich endlich vom Holocaust lösen muss…

von Micha Brumlik

Ex-Knesset-Sprecher Avraham Burg ruft Israel zur Umkehr auf

Dieser nicht immer systematisch gehaltene, aus autobiografischen Erinnerungen, moralischen Reflexionen, historischen Traktaten und religiösen Bekenntnissen zusammengesetzte, stets packende Band ist ein im wahrsten Sinne des Wortes epochales Ereignis. Artikuliert doch dieses Buch genauso wie David Grossmans ebenfalls dieses Jahr erschienener, erschütternder Roman „Eine Frau flieht vor einer Nachricht“ und Leon de Winters Buch „Das Recht auf Rückkehr“ nicht mehr und nicht minder als den inneren Zerfall des zionistischen Bewusstseins, genauer: jenes zionistischen Bewusstseins, das jenseits fanatischer Siedler und politikunfähiger Premiers im Westen als verständlich, wenn nicht sogar respektabel erscheint: Zionismus als wohlbegründete, humanistischsoziale Form der Selbstbehauptung gegenüber dem europäischen Antisemitismus und dem Holocaust.

Doch während David Grossman in seinem Roman den Fiebertraum eines unter dem Druck des dauernden Krieges nicht mehr erträglichen Alltags entfaltet, rechnet Avraham Burg ebenso aufrichtig wie verzweifelt mit den ideologischen Lügen des staatlichen Zionismus ab.

LEBENSLÜGEN

So konnte das zionistische Projekt nie und zu keiner Zeit eine Antwort auf den Holocaust sein, da die wenigen Juden in Palästina, die das Leiden der europäischen Juden überhaupt zur Kenntnis nahmen, weder vor noch nach 1933 reell jemals in der Lage waren, etwas gegen die Vernichtung zu tun. So war und ist es eine geschichtsklitternde Lüge, das heroische Fanal des Aufstandes im Warschauer Ghetto ausschließlich zionistischen Jugendgruppen zuzuschreiben – tatsächlich wäre der militärisch sinnlose Aufstand ohne die Unterstützung der antizionistischen Gewerkschaftsbewegung »Bund«, ohne die Mitarbeit jüdischer Kommunisten und die Hilfe nichtjüdischer polnischer Partisanen niemals zustande gekommen.

Der historisch verlogenen Privilegierung dieses Aufstandes in der israelischen Nationalmythologie korrespondiert die selbstgerechte Abwertung der europäischen Juden als Lämmer, die sich zur Schlachtbank führen ließen, und gipfelt in der lächerlichen Pose des Überflugs israelischer Militärflugzeuge über der Gedenkstätte Auschwitz.

Der Sprungturm, von dem vor Jahrzehnten der angehende Fallschirmjäger Avraham Burg springen musste, wurde im Jargon der Rekruten »Eichmann« genannt. Die Geschichte, die Burg anhand von israelischen Kabinettsakten über die Geschichte und Vorgeschichte des Eichmannprozesses erzählt, ist dazu geeignet, noch einmal – nach Hannah Arendts streitbarem Buch – die Fragwürdigkeit des ganzen Verfahrens erneut hervorzuheben. Nach Burgs Darstellung ging es dabei vor allem um eine innenpolitische Rettungsaktion für Ben Gurions Regierungskoalition, die durch publizistische Angriffe von rechts gegen ihr zugehörige Funktionäre bei der Rettung ungarischer Juden 1944 unter Druck geraten war.

Im Endeffekt aber führte, das ist Burgs These, der Eichmannprozess von 1961 dazu, Bewusstsein und Gefühl der jüdischen Einwohner ausschließlich auf den Holocaust auszurichten und seine Staatsräson in die unrealistische Annahme zu meißeln, die ungleichzeitige Alternative zur Massenvernichtung zu sein. Im Hinblick auf die Gegenwart und die Zukunft Israels, zumal in seinen Beziehungen zu den Palästinensern und den arabischen Nachbarn, aber führt diese Fixierung auf den Holocaust zu einer heillosen Verkennung der Realität, die Israel letztlich unfähig zum Frieden macht.

Neben dieser politischen Dimension ist das Buch aber auch ein Werk persönlicher Trauer über den Vater des Autors, einen aus Dresden stammenden »Ostjuden«, den humanistisch gebildeten, tief religiösen Josef Burg, der sich als israelischer Minister aus – wie sein Sohn vermutet – moralischen Gründen im israelischen Kabinett einer Hinrichtung Eichmanns widersetzte. Jede Seite dieses Werks zeugt von der Enttäuschung, mit der der Sohn dieses Mannes wahrnehmen musste, dass israelische Realpolitik, zionistische Ideologie und die universalistische Moral des jüdischen Glaubens, der Religion der Propheten und rabbinischen Weisen, nicht zueinanderpassen.

Man mag geteilter Meinung darüber sein, ob heutigen Publizisten der Mantel der biblischen Propheten nicht zu weit ist – Avraham Burg scheut sich nicht, sich in ihn zu hüllen. Gegenüber jüdischen Rassisten und Extremisten, die er als seine Nächsten durchaus annimmt, bekennt er: Gegen sie richte er seinen »ersten Kampf in dem Bemühen, mein Volk, das in den letzten Jahren vom Weg abgekommen ist, wieder auf den Weg zu bringen, den seine Vorfahren und Gründer ihm geebnet haben«. Und so entwickelt der Autor seine eigene Eschatologie, die den Holocaust durchaus in Betracht nimmt.

Am Ende der Zeiten, so die synagogale Liturgie des Judentums, werden die Völker im Namen des Einen Gottes zum Zion wallfahren. In Burgs säkularisierter Variante dieser Eschatologie wird der verheißene dritte Tempel die Jerusalemer Gedenkstätte Yad Vashem sein – allerdings in revolutionär veränderter, universalistischer Form: Sie wird nicht mehr nur der von den Nationalsozialisten ermordeten Juden gedenken, sondern aller Menschen, die in Genoziden zu Tode gekommen sind: der Tutsi in Ruanda, der Armenier in der Türkei 1915 und der Herero in Deutsch-Südwest.

GEWISSENSPRÜFUNG

Wie die Bücher der Propheten, so ist auch Burgs Buch ein Ärgernis. Vieles ist nur angerissen, mancher Gedanke nicht zu Ende geführt und manche historische Assoziation zwar plausibel, aber sachlich falsch: So verständlich es ist, dass sich ein israelischer Linker angesichts des regierenden Rechtsblocks in Israel an die letzten Jahre der Weimarer Republik erinnert fühlt, so verbietet sich doch eine auch nur annähernde Gleichsetzung vor dem Hintergrund der völlig unterschiedlichen Geschichte beider Staaten.

Gleichwohl: Avraham Burgs Buch, das ihm auch in der Diaspora den Widerwillen, die Abneigung, wenn nicht sogar den Hass vieler mit Israel verbundener Menschen, nicht zuletzt Mitglieder der jüdischen Gemeinschaft, eintragen wird, ist eine unumgängliche Lektüre. Eher als einer nichtjüdischen Leserschaft möchte man das Buch mit Israel verbundenen Jüdinnen und Juden empfehlen, die seinen Thesen keineswegs zustimmen müssen. Es dürfte dies die wohl seit Langem erschütterndste öffentliche Gewissensprüfung sein, die ein Jude, dessen Vater dem Holocaust knapp entronnen und dessen Mutter eher zufällig das Massaker von Hebron 1929 überstanden hat, betreibt.

Sich ihr auszusetzen, ist für alle, die sich dem Staat Israel verbunden fühlen, beinahe eine moralische Pflicht.

Avraham Burg: Hitler besiegen.
Warum Israel sich endlich vom Holocaust lösen muss.
Aus dem Englischen von Ulrike Bischoff.
Campus, Frankfurt/Main 2009, 280 S., 22,90 €

Erstersch. der Rez. i. Jüdische Allgemeine Nr. 46/09

24 Kommentare

  1. @lucatoni@ Sie versuchen mir etwas zu unterstellen, was mit mir nichts zu tun hat. Ich argumentiere sehr rational, gegen die Leute, die an Israel kein gutes Haar lassen, gegen Leute die sich hinter einer antizionistischen Maske verstecken und den primären oder sekundären Antisemitismus bedienen und wenn Sie an meiner Argumentation etwas zu kritisieren haben, dann tun sie es.  Wenn Sie mit Broders Stil oder Argumenten nicht einverstanden sind, dann diskutieren Sie mit ihm. Doch bin ich nicht Broders Anwalt.
    Ich habe Broders Artikel interessant gefunden, weil er doch ein paar stichhaltige Argumente zu der plötzlichen Wandlung des Herr Burg bringt. Wenn ich aber vor die Wahl gestellt werde, Broder oder die Junge Welt zu lesen, dann fällt meine Entscheidung sehr leicht. Ich bevorzuge Broder, auch wenn er hin und wieder übertreibt.
    Ihnen mag Burg und die Junge Welt sympathisch erscheinen, das ist Ihr gutes Recht, genauso wie es mein Recht ist, die Junge Welt als rechtsextremistisch zu werten.
    Ich habe Burg anlässlich einer Journalistenreise nach Israel in Jerusalem erlebt und er hat eine 180 Grad Wandlung durchgemacht.  Und da habe ich so meine Zweifel an seinem Charakter.

  2. Sorry Herr Pfeifer, warum denn so empfindlich? Dürfen nur Sie rücken und drücken?

    Zu Broders Argumenten „Burg ist schon da, wo Brumlik noch ankommen möchte: Im Verdauungstrakt des Publikums. Und da reicht der Platz gerade aus, um mit angehaltenem Atem zu schreiben“ kann ich nicht so viel sagen, weil ich es nicht beurteilen kann, aber ich vermute mal, dass er sich im Verdauungstrakt so gut auskennt wie er schreibt und deshalb wohl Recht hat, die Luft öfters mal anzuhalten.
    Wer die dickere Salami hat? Broder vermutlich, immerhin hat er davon angefangen, oder?
    Also wie gesagt, mich überfordert das jetzt. Außerdem fürchte ich weitere Hinweise auf das Brodersche Abendessen.

    Wie das Leben der „zum Antizionismus konvertierten Juden ist“ und ob sie „täglich Götzendienst leisten müssen“, weiss ich auch nicht. Ich kenne solche Leute nicht näher, als dass ich solche psychoanalytischen Gutachten mir erlauben würde.
    Auf das Argument von jemandem, der „eine Dienstleitung am Publikum“ erbringt, „das sich seine eigenen Ressentiments von einem leibhaftigen Juden gerne als koschere Ãœberzeugung bestätigen lassen möchte“ bin ich aber sehr wohl eingegangen. Nur, wenn dies rechtsaußen geschieht, dann merken sie es noch nicht einmal, wenn man schon so nett davon spricht.
    Auf dem rechten Auge blind nennt man das dann. Und natürlich sind die arabischen Ehrenmorde auif Deutschlands Strassen das einzige Problem, und es werden täglich mehr, im Schatten dunkler Minarette.
    Oder was denken Sie denn, weswegen das Publikum zu Tausenden zum alten Broder rennt, der es endlich sagen darf, was andere nur denken, dass nämlich der Islam = Islamismus unser Unglück ist und die Türken schon die Messer wetzen und sich Europa auf Ausverkauf befindet, verraten von linksliberalen Charakterschweinen, Verzichtpolitikern und katzbuckeligen Multikulti-Juden.

  3. @lucatoni@ anscheinend können Sie nicht lesen. Ich schrieb von einem „interessanten Artikel“ von Henryk Broder.  Sie haben ein kurzes Zitat gebracht, um  B r o d e r s  Stil  vorzuführen.
    Was Sie jedoch versäumt haben, ist auf B r o d e r s sachliche Argumentation einzugehen. Und Sie versuchen – was eine Frechheit ist – mich in die Nähe der NPD und FPÖ zu rücken .  Das kann Ihnen nicht gelingen.
     

  4. Sie haben Recht, liebe Frau Willow:


    … ist es nicht das, was eine lebendige Demokratie auszeichnet?

    Eine lebendige Demokratie muss auch eine rechtsextreme Geisteshaltung a la Junge Freiheit bewältigen können und
     
    würden sie sagen, Sarazzin hat Unrecht?
     
    das hier  Sarrazins willige Vollstrecker zum Beispiel, findet natürlich meine volle Zustimmung.

  5. Um was geht es eigentlich? Geht es um das, was Burg sagt, oder darum, dass er in Deutschland einen Verlag gefunden hat und ihm hier und da jemand zustimmt. Macht ihn das schon zum räudigen Hund?
    Broder, der hier so begeistert zitiert wird, ist doch viel bekannter in Deutschland. Viel mehr Menschen stimmen doch Broder zu. In der PI wird er sogar gefeiert mit standing Ovations, der Ruf wird laut Broder for President. Die NPD unterstützt einzelne Forderungen Broders und die FPÖ stellt sich zustimmend neben sein Buch.
    Aber da stört kein Gestank unangenehmer Seilschaften? Nur wenn ein Avraham Burg von einem Prof. Brumlik, der wohl irgendwie mit den Grünen (pfui deibel!) zu tun hat, Unterstützung findet, dann wird ihr Näschen munter Herr Pfeifer und wittert Brodersche Darmwindungen, mit einem leisen Hauch von 4711, wie der mehrfach ausgezeichnete Preisträger, so anschaulich zu schildern vermag.

  6. Kann das sein, dass dort ein Virus lauert?
    Abgesehen davon ist das kaum weniger wirr, als das was angeblich kritisiert wird. Und appettitlicher als Harzer Käse mit 4711 riecht es auch nicht. Um was geht es eigentlich?
    Brumliks wurde – mit einem schwarzen Luftballon in der Hand und in der Gesellschaft eines Kampfschriften-Verlegers, der sich darauf spezialisiert hat, für seine Kunden den Adolf zu machen gesehen. Und wie andere Professoren, deren Geschäftsgrundlage eine Konversion ist, die Wissen und Kompetenz durch formale Zugehörigkeit ersetzen soll, ist auch Brumlik dabei, überzutreten. Musste man zu Heines Zeit dazu den christlichen Glauben annehmen, genügt es heute, sich zum Antizionismus zu bekennen. Der Götzendienst, den der zum Antizionismus konvertierte Jude täglich leisten muss, ist eine Dienstleitung am Publikum, das sich seine eigenen Ressentiments von einem leibhaftigen Juden gerne als koschere Überzeugung bestätigen lassen möchte. Deswegen strömt es „zu Hunderten in seine Vorlesungen“ und hört dem „demagogisch nicht unbegabten Redner“ gebannt zu.
    Brumliks Begeisterung für Burg entspricht der Bewunderung, die ein Frankfurter Würstchen für eine richtig dicke Salami empfindet, die es vor ihm in die Auslage eines Metzgerladens geschafft hat. Mehr noch: Burg ist schon da, wo Brumlik noch ankommen möchte: Im Verdauungstrakt des Publikums. Und da reicht der Platz gerade aus, um mit angehaltenem Atem zu schreiben.

  7. @Karl Pfeifer
     
    „Ich lese zwar mit Interesse einige Verfassungsschutzberichte, z.B. den von Rheinland-Westfalen, (2008) der zwar über die Berliner Wochenzeitung Jungle World schreibt, jedoch die Junge Freiheit nicht erwähnt.“
     
    Seltsam, nicht? Wenn ich ehrlich sein soll, kann ich bei beiden Publikationen nichts „Verfassungsfeindliches“ entdecken – es werden lediglich von unterschiedlichen Seiten/Standpunkten her Fragen gestellt, Gewissheiten in Frage gestellt … ist es nicht das, was eine lebendige Demokratie auszeichnet?
     
    @matazza:
     
    Ihr Moralempfinden in allen Ehren – würden sie sagen, Sarazzin hat Unrecht? Können sie diese Meinung begründen?
     

  8. @ Nordhausen:
     
    Die Einstufung von Karl Pfeiffer bezgl. der „Jungen Freiheit“ kann ich nur teilen, unabhängig ob der Verfassungsschutz die Zeitung nicht mehr in seinen Bericht erwähnt, wozu er gerichtlich gezwungen wurde. Interessant ist aber, das haGalil-online – zumindest bislang – diese Einschätzung der „Jungen Freiheit“ als Rechtsextremistisch teilte, zumindest augenscheinlich und in vielen Artikeln, die hier veröffentlicht wurden. Wie steht man nun dazu, dass Herr Burg der JF ein Interview gibt? Vielleicht wird es ebenso ignoriert wie der Umstand, dass Herr Avneri hauptsächlich von links-antisemitischen Kreisen publiziert wird.
     
    Seit dem ersten Tag war ich interessierter Stammleser von haGalil-online. Aber es wurde in den letzten Wochen und Monaten immer schwerer. Gerade die letzte Woche hat m.E. zumindest mir gezeigt, das haGalil-online eine einschneidende Kursänderung im Verhältnis zum Staat Israel vorgenommen hat. Als Stammleser sehe ich mich nicht mehr.
     
    Ich habe gewechselt, sozusagen. Auch wenn mir bei dem neuen Magazin auch nicht alles gefällt – wo gefällt einem schon alles? Aber dort lese ich, was es hier (nicht) mehr zu lesen gibt und werde dort nicht mit antizionistischen und israelfeindlichen Artikeln konfrontiert. Und: Kritik ist etwas anderes, als das, was es hier immer öfters zu lesen gibt.

  9. In einer kurzen Stellungnahme zu den Vorwürfen gegen den Generalsekretär des Zentralrats der Juden in Deutschland, nachdem dieser den Bundesbankvorstand und ehem. Berliner Finanzsenator Thilo Sarrazin (SPD) wegen eines Interviews scharf kritisiert hatte, brachte Stephan Kramer seine Verwunderung zum Ausdruck:

    Sarrazin sagt, dass “Menschen die produktiv sind und Arbeit haben, gebraucht werden… Menschen die nicht ökonomisch gebraucht werden sind 20% Hartz IV Empfänger“, oder “Die Türken erobern Deutschland genauso, wie die Kosovaren das Kosovo erobert haben: durch eine Höhere Geburtenrate… Das würde mir gefallen, wenn es osteuropäische Juden wären mit einem um 15% höheren IQ als dem der deutschen Bevölkerung” oder “Bei den Kerngruppen der Jugoslawen sieht man dann schon eher türkische Probleme – Osteuropäer, Weissrussen, Ukrainer und Vietnamesen etwa seien durchaus integrationswillig” oder “Die Kinder müssen Abitur machen. Dann findet die Integration von alleine statt” oder “Wir haben in Berlin 40% Unterschicht Geburten, und die füllen die Schulen und die Klassen, darunter viele Kinder von Alleinerziehenden. Wir müssen in der Familienpolitik völlig umstellen: weg von Geldleistungen, vor allem bei der Unterschicht. Ich erinnere an ein Dossier der Zeit dazu. Es berichtet von den zwanzig Tonnen Hammelresten der türkischen Grillfeste, die die Stadtreinigung jeden Montagmorgen aus dem Tiergarten beseitigt – das ist keine Satire” oder “menschliche Begabung ist zu einem Teil sozial bedingt, zu einem anderen Teil jedoch erblich“…
    Für mich sind solche Sprüche rassistisch und menschenverachtend. Hier wird eine Hierachisierung von Zuwanderer / Minderheiten in gute und schlechte, nützliche und unnütze betrieben. Bei Begriffen wie “Unterschichten” sowie der Kategorisierung in “Menschen die gebraucht werden und solche, die eben nicht gebraucht werden” werde ich hellhörig. Mich erinnert so etwas an NS-Begriffe wie z.B. “Untermenschen” oder “unproduktive Volksteile”.
    Auch die Methode durch Populismus, also vermeintlich einfache Antworten auf komplizierte gesellschaftliche Fragen, vor allem in dem man sich einige Minderheiten herausgreift und diese zu Sündenböcken macht, natürlich immer unter Hinweis auf die bloße Benennung von tatsächlichen Missständen in einer Gesellschaft, hatten wir schon…, das ist Propaganda und in besonders skrupelloser Weise nutzen diese die Nazis.
    Vor allem ging aber meine Kritik weit über die “geistige Nähe zu den Nazis” hinaus. Leider hat diese inhaltliche Kritik die Medien nur bedingt interessiert. Vor allem der Vorwurf an die Politik keine klaren Vorgaben für eine Integration vorgegeben zu haben und sich jetzt darüber scheinheilig und populistisch aufzuregen, wenn Migranten das Ziel nicht erreichen. Sarrazin war 7 Jahre an verantwortlicher Stelle in Berlin mit dabei. Was hat er getan, um die längst bekannten Mißstände abzuschaffen?… er war leider nicht zuständig…
    Und die Liste der Entgleisungen, um es diplomatisch zu formulieren liesse sich noch ausgiebig fortsetzen… leider!

  10. @Nordhausen@ laut meiner Wertung ist die etwas vorsichtiger gewordene „Junge Freiheit“ – die sich sogar von ihrem Wiener Schwesterblatt „Zur Zeit“ distanziert hat -  weiterhin rechtsextrem. 

    Ich lese zwar mit Interesse einige Verfassungsschutzberichte, z.B. den von Rheinland-Westfalen, (2008) der zwar über die Berliner Wochenzeitung Jungle World schreibt, jedoch die Junge Freiheit nicht erwähnt. Da ich aber kein deutscher Verfassungsschützer sondern ein österreichischer Journalist bin publiziere ich weiterhin meine Artikel in Jungle World. So finden Sie auch einen in der aktuellen Ausgabe, der erst am Dienstag ins internet gestellt wird.

    Da in Nordrhein-Westfalen jetzt die CDU regiert, kann es schon sein, dass der Blick eher nach links als nach rechts gerichtet ist. Schlussendlich befindet sich auch die CDU in einer europäischen Fraktion mit der ungarischen Fideszpartei, die wiederum in vielen Orten eine Koalition mit Jobbik, einer eindeutig rassistischen und antisemitischen Partei eingegangen ist.
    Ich hoffe, Sie bleiben trotzdem weiterhin „ein großer Anhänger“  meiner „mutigen Worte und klarer Position“,  auch wenn ich wie oben geschildert nicht immer die Einschätzung der deutschen Verfassungsschutzbehörden teile.

  11. Mein Dank an die Vorredner. Leider darf man ja nichts mehr PRO-ISRAEL sagen, ohne gleich niedergemacht zu werden. Nicht einmal gegen die Machtübernahme durch den Islam, darf man sich wehren. Deshalb brauchen wir mutige Blätter, wie die Junge Freiheit, PI, die Achse des Guten. Zuletzt zeigten sich die Fronten in der Sarrazin-Debatte. „In der Sache kann Sarrazin niemand widerlegen“, so der Politologe Baring, doch „im Lande der Leisetreter und der politischen Korrektheit wird jeder, der Klartext redet, gleich niedergemacht“.

    Der Publizist Ralph Giordano äußerte Sarrazin habe „zu Recht auf die haarsträubenden Zustände in den Parallelgesellschaften“ hingewiesen. Multikulti-Illusionisten, professionellen Gutmenschen und Sozialromantikern jedoch dürfe man nicht nachgeben und sich mundtot machen lassen. „Seien wir doch froh über einen, der Sinnvolles und Richtiges in provokanter Form ausspricht!“ meinte der Buchautor Henryk M. Broder. Solche Leute gilt es zu unterstützen.

  12. Wollte nicht Brumlik sich auf die Position des Antisemitismusspezialisten Benz bewerben. Der hat doch sich schon für den Islamismus stark gemacht. Brumlik scheint sich zu empfehlen, der Professor Unrat der Grünen, wie Broder sagt 😉

  13. Israels (Selbst-)verteidigungsminister Ehud Barak hat 100% Recht wenn er sagt „Israels Kraft liegt im Stolz seines Volkes, und der Reinheit seiner Waffe und der Entschlossenheit seiner Führer!“
    Israel hat sich nichts vorwerfen zu lassen.
    ISRAEL LEBT!

  14. Hallo und Shalom alle miteinander im gteam von Hagalil.com,
    verschiedene Nachrichten bringen mich zu folgendem Text.
    Nach dem Motto >Land für Frieden< soll ja Israel immer mehr Land abgeben.
    Nun, wieviel Prozent Land soll Israel denn abgeben, damit es einhundert(!!) Prozent Frieden erhält ??? Etwa einhundert ???  –
    Erst der Sinai, dann der Gazastreifen, dann vielleicht die Golanhöhen, dann Judäa und Samaria, dann vielleicht Galiläa … und zum Schluß JERUSALEM ???
    D A   S E I   D E R   M E R S S I A S   V O R   ! ! !
    Wo ich Euch/ Ihnen helfen kann Euer/ Ihr Land zu erhalten, will ich das gern tun – erst recht dann, wenn ich festgestellt habe, daß ich Jude bin (was man ja m. H. eines Bluttropfens schon kann – im Technion in Haifa z. B.).
    Nun, bleiben Sie alle auf alle Fälle der Kultur des LEBENs,
    sprich dem EWIGEn fest verbunden !!!
    Es grüßt Sie/ Euch
    M a t t h i a s   S c h ö n f e l d e r
    Initiative ,,Aufbau OST“  U N D  Aufschwung WES(ch)T
    c/o  romegs@gmx.de

  15. Warum lässt man Herrn Brumlik hier überhaupt schreiben? Solche Texte kann man doch auf jeder israelkritischen Seite lesen, um seine Zeit zu verschwenden. Kann man sich hier nicht auf sinnvolle, inhaltlich relevante Beiträge beschränken?
     
    MfG

  16. Micha Brumlik, „der Professor Unrat der Grünen“ (H.M.B.) soll sich lieber Gedanken machen, was für ein Zweck das Buch von A.Burg hat. Wenn das Zionistisches Projekt von Israelis abgeschüttet wird, wie soll Israel überhaupt überleben? Im Meer von feindseligen Arabern die nichts anders sehnlichst wollen, als Juden ins Meer zu treiben.
    Mit welcher Ideologie will Brumlik die israelische Gesellschaft kitten? Solche Diskussionen sind gut, wenn ein Staat, der eine Identitätkrise durchmacht von freundlichen Staaten umgeben ist. Das ist bei Israel nicht der Fall. Schwäche zeigen ist für Israelis gleichzusetzen mit einer Einladung an Syrien, Hisbollah, Hamas und Fatah zum Frontalen Angriff. Herr Brumlik hat gut zu reden. In warmer deutschen Stube. Soll er aber dem Vernichtungswahn der arabischen Fanatikern gegenüberstehen, dann wird er schon anders singen. A. Burg ist ein Fall für Psychiater. Aber er ist auch ein Beweis, wie demokratisch und frei Israel ist. Im einem benachbarten Land würde er schon von Moslems gelyncht.

  17. @kanuni
    Freunde kannste bei Islamisten suche. Es ist einfach so ein Schwachsinn was Du hier verzapfst, dass es bestimmt nur zur Belustigung von Hagalil-Leser zugelassen wurde. Um so einen unbedarften wie Du zu blamieren.
    Was Dein Rassist Erdogan zu sagen hat ist ohne Bedeutung. Er hat den Kriegsverbrecher von Darfur eingeladen. obwohl der vom Internationalen Gerichtshof mit Haftbefehl gesucht wird. Und er hat noch dazu gesagt, dass ein Moslem kein Kriegsverbrechen begehen kann, weil er ein Moslem ist. Nur nicht Moslems sind fähig die Kriegsverbrechen zu begehen. Nur Juden und Christen können dann seiner Meinung nach Kriegsverbrecher werden. Moslems? Niemals!
    Und wenn so eine Kreatur wie Erdogan für Dich als Argument in Diskussion benutzt wird, dann disqualifizierst Du dich selber.
    Aber bei vielen  Moslems ist Taqiyya nichts ungewohnlich. Die lügen  dass sich die Balken biegen. Und Du bist so einer. Einfach ein kindischer Lügner.
    Weil lügen muss man auch können. Das kannst Du von Erdogan, dem Rassisten lernen.

  18. Liebe Israelis – wie wir wissen existieren außer nachweislich gefälschten Dokumenten keinerlei Beweise für einen Genozid, den die Osmanen (die heutigen Türken) begangen haben sollen. Racheakte und Massaker mag es vielleicht als Vergeltung gegeben haben aber wo sind die Beweise für einen Genozid ?
    Ja selbst, nach dem Massaker gegeben hat, als Vergeltung für von armenischen Terrorgruppen an zivile türkische Dorfbewohner verübt wurde – hat damals das Gericht die Verantwortlichen (etwa 30 Leute) in führenden Positionen zum Tode verurteilt und gehängt. Damit hat das damalige osmanische Reich gezeigt, das diese Massaker nicht vom Staat gewollt war.
    Wie also kann man heute von einem Genozid reden ?
    Nun – ein Genozid ist etwas anderes, wie zum Beispiel an Palästinensern.. Nicht wahr meine jüdischen Freunde ?
    Was sagte der Erdogan ? Niemand versteht es unschuldige so zu töten wie ihr. Wenn ihr euch noch einwenig anstrengt, macht ihr dem Nazi Regime Konkurrenz, der einst sechs millionen umgebracht hat.
     
    Mal eine Frage – Bei Youtube konnte man es sehen und Erdogan hat es in Davros angesprochen .. Warum habt ihr eigentlich die palästinensische Familie am Strand mit Kleinkindern zusammen hingerichtet ?
    Warum werden eure Soldaten die so etwas machen nicht belangt ?
    Warum habt ihr nicht früher (Armenien und Genozid) früher erwähnt ?
    Warum habt ihr euch dieser Lüge jetzt angeschlossen ?
     

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