Rechtsextremistische Einstellungen in Deutschland 2018: Die Leipziger Autoritarismus-Studie

Die beiden Leipziger Sozialwissenschaftler Elmar Brähler und Oliver Decker legen erneut ihre empirische Untersuchung zu rechtsextremistischen Einstellungen in Deutschland – diesmal unter dem Titel „Flucht ins Autoritäre. Rechtsextreme Dynamiken in der Mitte der Gesellschaft“ – vor. Auch wenn berechtigte Detail-Kritik an verschiedenen Deutungen formuliert werden kann, machen sie erneut ein hohes rechtsextremistisches Einstellungspotential deutlich und liefern Daten zur Erfassung von Besonderheiten und zur Ursachenanalyse im Wirkungskontext…

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Die ambivalente Einstellung der AfD zum Antisemitismus

Einerseits distanziert sich die AfD offiziell vom Antisemitismus, in ihr gibt es die Gruppe „Juden in der AfD“ und die Judenfeindschaft von Muslimen wird kritisiert, andererseits gibt es immer wieder Antisemitismus-Skandale in der Partei, eine relativistische Kommentierung der NS-Vergangenheit und eine politische Instrumentalisierung des Themas. 14 Thesen zum Seminar „Moderner Antisemitismus in Deutschland“ der Konrad Adenauer-Stiftung in Göttingen vom 2. bis 3. November 2018…

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Von Orbán bis Corbyn: Die neue Normalität des Antisemitismus

Eine Schlüsselszene vor einigen Monaten: Ich sitze in München in einem Lokal im Stadtteil Bogenhausen. Die Gäste entsprechen dem Viertel: gut betuchte Akademiker, Ärzte, Juristen, Anwälte, Münchner Bürgerschickeria, nach dem neuesten Trend gekleidet, aber auch in schicken Loden. Man ist weitgereist, hält viel auf die eigene „Internationalität“…

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Kein Frieden in Köln

Es begann wie beinahe erwartbar: Die vom Kölner Bethlehem-Verein formal angemeldete und von Hans Mörterr, Pfarrer der Kölner Luther-Kirche – nomen est omen – protegierte Ausstellung „Frieden ist möglich – auch in Palästina“ mit ihren 16 Tafeln war am Samstagmittag gerade auf dem Chlodwigplatz aufgestellt – und schon gab es den ersten Übergriff…

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Frieden ist möglich – auch in Köln

Wie ein kleines Deja vu wurde in Köln im letzten Moment eine Ausstellung abgesagt. „Frieden ist möglich – auch in Palästina“ hätte morgen Abend eröffnet werden sollen, in der Luther-Kirche. Gestern gab Pfarrer Rolf Domning, Superintendent des Evangelischen Kirchenkreises Köln-Mitte, bekannt, dass die Ausstellung nicht in der Kirche stattfinden wird. Die entsprechenden Gremien der Gemeinde und des Kirchenkreises seien nicht in die Entscheidungsfindung einbezogen worden. So ganz ohne Überzeugung von außen kam es allerdings nicht zur Absage…

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„Wer Deutschland liebt, ist Antisemit“

Es waren schockierende Szenen in Dortmund: 100 Nazis brüllen auf gleich zwei nacheinander stattfindenden Neonazidemonstrationen ungestört ihren Judenhass heraus. Anfangs 70, später 100 Nazis entfachten zuerst in Dortmund-Dorstfeld und anschließend in Dortmund-Marten auf Garagendächern Bengalos und brüllten fortgesetzt, von der Polizei und Gegendemonstranten ungestört, Parolen wie „Wer Deutschland liebt, ist Antisemit“, „Das System ist am Ende – wir sind die Wende“ und vergleichbare weitere zu Hass aufstachelnde antisemitische und verfassungsfeindliche Parolen. Polizei war nahezu nicht vorhanden. Sie machte auch keine Versuche, gegen Straftäter einzuschreiten…

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