Hannah Arendts Eichmann in Jerusalem: Die unaufgelöste Antinomie von Universalität und Besonderem

Drei Jahrzehnte nach seiner Veröffentlichung ist Eichmann in Jerusalem immer noch Hannah Arendts umstrittenstes Buch. Die meisten Argumente gegen das Buch konzentrieren sich auf verschiedene provokative Behauptungen und Urteile – vor allem auf Arendts Behandlung der Judenräte und ihre Bewertung des Prozesses an sich…

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Cherchez la femme und der sowjetische Geheimdienst

Das Ehepaar Isabella Ginor und Gideon Remez,[1] die sich als Journalisten mit historischer Forschung am Truman Institut der Hebräischen Universität Jerusalem beschäftigen, hat unlängst eine akademische Schrift publiziert, die sich mehr wie ein Spionagethriller kombiniert mit einer romantischen Novelle liest und ein neues Licht auf eine länger als 20 Jahre währende Debatte wirft [2]. Sie haben neue Beweise freigelegt, in dem sie bislang nicht entdeckten Hinweisen nachgegangen sind und in dem sie die alte Regel cherchez la femme beachteten…

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Siegfried Bernfeld: Die Menschheit ist nicht, sie soll erst werden

Die Menschheit ist nicht, sie soll erst werden. Sie ist die vornehmste unserer Aufgaben. Auch manche der Ästhetischen erkennen dies. Aber sie behaupten, einen Weg zu wissen, der zur Erfüllung führt, ohne daß sie selber tätig werden müßten…

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Ohne Hass keine Versöhnung – Das Trauma der Verfolgten

Anfang Juli wurde in Buenos Aures der ehemalige argentinische General und Diktator Jorge Rafael Videla wegen Babyraubes zu 50 Jahren Haft verurteilt. Zwischen 1976 und 1983 wurden in Argentinien etwa 500 Babys von Regimegegnern entführt und an regimetreue Familien zur Erziehung übergeben, während ihre Eltern gefoltert und ermordet wurden. Das Urteil wurde als spätes Zeichen der Wiedergutmachung, für die Opfer und deren Familien, wie auch für die ganze Gesellschaft bezeichnet…

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Als Kind von Wien nach New York, als Erwachsene von Jung zu Freud

Die Psychoanalytikerin Anita von Raffay wurde in Wien als Kind jüdischer Eltern geboren. 1938 emigrierte sie über Paris nach New York, wo sie Geschichte und englische Literatur studierte. Nach dem Krieg setzte sie in Zürich und Innsbruck ihr Studium fort und absolvierte dort ihre psychoanalytische Ausbildung. In ihrem kürzlich veröffentlichten autobiografischen Beitrag „Als Kind von Wien nach New York, als Erwachsene von Jung zu Freud“ erinnert sie sich in persönlichen Worten an ihre Kindheit in Österreich und an ihren Werdegang. Wir publizieren einige Auszüge hieraus. Veröffentlicht wurde diese Studie in dem Themenschwerpunktheft „Jüdische Identitäten in Deutschland nach dem Holocaust“…

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