Ungarns Regie­rung erklärt ihre poli­ti­sche Theo­lo­gie – eine Analyse

„Der unga­ri­sche Staat“ liegt nun in deut­scher Über­set­zung bei Sprin­ger Science vor. Obwohl es von durch­wach­se­ner intel­lek­tu­el­ler Qua­li­tät ist, bietet das Buch auf­schluss­rei­che Ein­bli­cke in die Mytho­lo­gie und Ideo­lo­gie, mit der die Regie­rung von Viktor Orban ihre Politik begrün­det und an den Wähler bringt. Es finden sich faszi­nie­rende, teils bizarr anmu­tende meta­phy­si­sche Ideen.

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Ein letzter liberaler Bürger

Die amerikanische Journalistin Emily Tamkin hat ein hochaktuelles Buch über Leben und Einfluss des Investors und Philanthropen George Soros wie über die mit seinem Namen verbundenen antidemokratischen Kampagnen und antisemitischen Verschwörungsmythen geschrieben. „Die Angriffe auf Soros,“ macht sie darin deutlich, „sind nicht antisemitisch, weil sie eine Kritik an ausgegebenem Geld sind; sie sind antisemitisch, weil sie eine Kritik an Geld sind, das nicht ausgegeben wurde und nie ausgegeben werden wird“…

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Vor 160 Jahren wurde Theodor Herzl geboren

Am 2. Mai 1860 wurde Theodor Herzl geboren. Aus dem assimilierten säkularen Juden, der in der mitteleuropäischen Kultur zuhause war, sollte der Begründer des politischen Zionismus werden. Ein Weg, den er aus der Überzeugung einschlug, dass dem Antisemitismus nur mit einem eigenen Staat für die Juden zu begegnen sei…

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Kreuzritter der weißen Utopie

Am Sonntag, den 16. Februar, just in der Stunde, in der Ungarns Ministerpräsident Viktor Orbán seine Rede zur Lage der Nation 2020 hielt und in der er wieder einmal seiner antiziganistischen und antisemitischen Hetze freien Lauf ließ, hielt die rechte Partei „Unsere Heimat“ (Mi Hazank) im Dorf Sály in Ostungarn einen antiziganistisch-rassistischen Aufmarsch ab. Sie marschiert immer wieder überall im Lande gegen den „Zigeunerterror“ und für ein „weißes Ungarn“ auf…

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Rüstet Ungarn geistig auf?

Am 31. Januar diesen Jahres wurde in Ungarn der sogenannte Nationale Rahmenlehrplan verabschiedet. Vorangehende Konsultationen mit dem Lehrkörper und gesellschaftlichen Gruppen erwiesen sich als weitestgehend überflüssig. Dieser Meinung schien zumindest die Orbán-Administration gewesen zu sein. Proteste der Lehrerschaft und zahlreicher Intellektueller kann man, einer im politischen Leben nicht nur Ungarns beliebten Methode zufolge, getrost aussitzen! Vielleicht wird man ja sogar kleine Zugeständnisse machen, die aber an der Reformstruktur nichts Wesentliches ändern dürften…

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