Von Ramona Ambs
Paris gehört zu meinen großen Lieben.
Diese Stadt!
Spazieren durch die Gassen in Saint-Germain-des-Prés, in denen einst Hemingway und Sartre schrieben, oder entlang der Seine schlendern, vorbei an den zahlreichen Bücherständen, und dann einen Wein trinken in Montmartre und dabei verliebt über die Dächer von Paris glotzen.
Man muss es lieb haben. Dieses Paris….
Aber es gibt da auch dieses andere Paris.
Zum Beispiel das von 1982, mit dem Anschlag auf das jüdische Restaurant „Chez Jo Goldenberg“ im Pariser Viertel Marais. Da warfen palästinensische Attentäter eine Handgranate in das vollbesetzte Lokal, stürmten anschließend mit Maschinenpistolen hinein und töteten sechs Menschen. 22 weitere Personen wurden verletzt. Die Terroristen lebten bis vor kurzem unbehelligt in Ramallah, Jordanien und Norwegen.
Oder 2006, als der 23-jährige jüdische Handyverkäufer Ilan Halimi gezielt von einer Bande in einen Vorort von Paris gelockt wurde und dort über drei Wochen lang bis zu seinem Tod gefoltert wurde.
Im Pariser Vorort Créteil, wo 2014 drei Täter ein junges jüdisches Paar überfielen, antisemitisch beschimpften, fesselten, Geld erpressten und die junge Frau dann vergewaltigten. Offiziell um ihre „Brüder in Palästina“ zu rächen und weil sie „Juden eben hassen“.
Ein Jahr später, 2015, stürmte ein islamistischer Attentäter den koscheren Supermarkt „Hyper Cacher“ an der Porte de Vincennes im Osten von Paris. Er ermordete vier jüdische Geiseln (Yohan Cohen, Yoav Hattab, Philippe Braham und François-Michel Saada) und nahm weitere Menschen gefangen, bevor er von Spezialeinheiten erschossen wurde. Die Tat geschah im Kontext der Anschläge auf die Redaktion von Charlie Hebdo…
Dann 2017 und 2018, Paris im 11. Arrondisement, wo Sarah und Mireille lebten: Sarah Halimi, 65-jährige pensionierte jüdische Ärztin und Kindergartenleiterin, deren Nachbar in ihre Wohnung eindrang, sie misshandelte und mit Allahu Akbar Schreien über den Balkon in den Tod warf.
Oder auch Mireille Knoll, die 85-jährige Holocaust-Überlebende, die als Kind 1942 nur knapp der Deportation aus Paris entkommen war, die nur elf Monate später ebenfalls von ihren muslimischen Nachbarn misshandelt und erstochen wurde.
Oder vor gerade mal zwei Wochen, als Rabbiner Elie Lemmel im Pariser Vorort Neuilly-sur-Seine angegriffen und am Kopf verletzt wurde. Der Täter, ein 28-jährigen Palästinenser…
Und das sind ja nur die krassesten Ausfälle. Der Judenhass nimmt in Paris wie überall in der Welt zu… nur… also:
Der Stadtrat von Paris hat am 17. Juni 2026 beschlossen, allen palästinensischen Zivilisten im Gazastreifen und im Westjordanland sowie den dort tätigen palästinensischen Journalisten die Ehrenbürgerschaft zu verleihen.
Sowas muss man erst mal sacken lassen.
Ich mein, hej,..- man könnte nach DER Geschichte ja auch mal seine jüdischen Bürger zu Ehrenbürgern machen. Immerhin halten sie der Stadt die Treue, obwohl man sie nicht ausreichend schützt.
Aber nein.
Die Bevölkerung von Gaza wird Ehrenbürger von Paris.
Mazel tov!
Wenn es dann wenigstens so wäre, dass die Stadt die vor der Hamas flüchtenden palästinensischen Familien aufnehmen würde, dann könnte man sich ja freuen… – aber eingeladen werden die natürlich nicht.
So ists ja auch nicht gedacht.
Es ist in erster Linie eine Message für die Juden in Paris.
Es ist Wasser auf die Mühlen derer, die im Namen eines angeblich durch Israel geknechteten Volkes, Juden durch die Pariser Gassen jagen.
Dieses „Dekret“ ist ein roter Teppich für die Hamas und ihre Anhänger vor Ort.
No more no less….
Pauvre Paris
Well, -„À nous deux maintenant!“ („Nun zu uns beiden, Paris!“) – um Balzac und seine menschliche Komödie zu zitieren:
Ach Paris, auf Deine Schönheit ist kein Verlass.
Dabei hat doch Victor Hugo so gut gezeigt, was wahre Schönheit ist!
Denk doch an Quasimodo.
Schütze das, was Dir lieb ist.
Wenn es Dir lieb ist…



