„Ein fester Verbündeter und ein wirklich treuer Freund“

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V.l.n.r.: Peter Guttmann, Dominik Krause, Charlotte Knobloch, Yehoshua Chmiel, Eugen Alter (nicht im Bild: Steven Guttmann), Foto: IKG München und Oberbayern/Andreas Gregor

Am Mittwoch war der neue Münchner Oberbürgermeister Dominik Krause zu seinem Antrittsbesuch im Gemeindezentrum der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern (IKG) zu Gast.

Am St.-Jakobs-Platz traf der Oberbürgermeister mit IKG-Präsidentin Dr. h.c. mult. Charlotte Knobloch, den beiden Vizepräsidenten Yehoshua Chmiel und Peter Guttmann sowie dem Vorstandsmitglied Eugen Alter und IKG-Geschäftsführer Steven Guttmann zusammen. Im Verlauf des Austauschs kamen die Teilnehmer zunächst auf soziale Fragen wie den immer knapperen Wohnraum zu sprechen; später verschob sich der Fokus auf für die jüdische Gemeinschaft zentrale Themen wie die öffentliche Sicherheit und den Kampf gegen Judenhass sowie den wachsenden politischen Extremismus.

Charlotte Knobloch lobte die eindeutige Priorisierung dieser Themen durch die neue Stadtspitze: „München als jüdische Heimat zu gestalten und zu bewahren, das ist seit Jahrzehnten ein Thema für jeden Oberbürgermeister. Ohne Christian Ude etwa würde es dieses Jüdische Zentrum nicht geben, auch Dieter Reiter hatte hier einen Schwerpunkt gelegt. Es freut mich außerordentlich, dass der neue Oberbürgermeister Dominik Krause diese Themen sogar noch deutlicher ins Zentrum stellen will – angesichts der bedrohlichen Lage ist diese Entschlossenheit auch nötig.“ Die Unsicherheit in der jüdischen Gemeinschaft sei heute so groß wie nie seit 1949, so Knobloch weiter: „Egal ob Hass auf das Judentum oder den jüdischen Staat Israel oder aber Ablehnung der Demokratie von Links- und besonders Rechtsaußen – alles landet am Ende vor unserer Haustür.“ Kaum ein politischer Akteur in München könne diese Probleme so glaubwürdig und fachkundig angehen wie Krause, betonte die Präsidentin abschließend: „In ihm haben die jüdischen Bürger dieser Stadt einen festen Verbündeten und einen wirklich treuen Freund.“

OB Dominik Krause erklärte im Anschluss an das Treffen: „Ich habe mich sehr über den freundschaftlichen Empfang bei der IKG gefreut. Seit vielen Jahren bin ich mit der Gemeinde und Präsidentin Charlotte Knobloch in einem engen und vertrauensvollen Dialog, den ich als Oberbürgermeister selbstverständlich fortsetzen werde. Der grassierende Antisemitismus in Deutschland besorgt mich zutiefst, es ist inakzeptabel, dass Jüdinnen und Juden in Deutschland wieder angefeindet und bedroht werden. Der Besuch bei der IKG war deshalb auch ein klares Zeichen der Solidarität und Unterstützung. Als Oberbürgermeister werde ich immer und mit allen verfügbaren Mitteln dafür eintreten, dass Jüdinnen und Juden sicher und frei in München leben können.“