Am gestrigen Nachmittag gab der IDF Sprecher bekannt, dass die Armee die Vorbereitungen eines massiven Angriffs der Hisbollah auf Israel feststellen konnte. Die IDF flog mehrere Wellen von Luftangriffen, um das Ausmaß zu minimieren. Die Vorwarnung ermöglichte es den Gemeinden im Norden, bessere Vorbereitungen zu treffen und es blieb bei Sachschäden.
Im Laufe der Nacht folgten mehrere Raketenangriffe aus dem Iran. In Ramat Gan starben dabei Yaron und Ilana Moshe, die es nicht rechtzeitig in den Schutzraum geschafft hatten. Yaron war auf eine Gehhilfe angewiesen, seine Frau Ilana half ihm. Sie wurden nur wenige Meter vor der Tür des Schutzraums gefunden. Die Wucht der Explosion riss ein Loch in die Decke ihres Wohnzimmers und hinterließ massive Zerstörung. Die Nachbarn berichteten davon, dass ihnen sofort klar war, dass etwas passiert sein musste, da der Einschlag mit großer Wucht auf das Haus traf.
Neben dem tödlichen Vorfall in Ramat Gan kam es in ganz Zentralisrael zu zahlreichen weiteren Einschlägen von Abschussüberresten. Wiederum waren von Iran Raketen mit Streumunition eingesetzt worden, die einen weiten Radius an Zerstörung hinterlassen. Bilder von brennenden Autos, beschädigten Hausfassaden, Kratern auf den Straßen und Zerstörung an einer der zentralen Zugbahnhöfe Tel Avivs zeugen davon.
Der tragische Vorfall in Ramat Gan bezeugt einmal mehr, wie wichtig die Befolgung der Zivilschutzmaßnahmen sind. Im Gegensatz zu früheren Raketenangriffen durch die Hamas ist die Vorgabe nun, die Schutzräume erst nach der offiziellen Meldung des Zivilschutzes zu verlassen, nicht wie bisher nach zehn Minuten.



