Lesungen im Jüdischen Gemeindezentrum München

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Roman Haller, © Christian Rudnik, und Zeruya Shalev, © Jonathan Bloom

Buchpräsentation & Gespräch mit Roman Haller und Zeruya Shalev

Mittwoch, 3. Dezember 2025, 19 Uhr
»Vom Überleben ins Leben«

Roman Haller stellt seine Autobiographie vor
Moderation: Shahrzad Osterer (BR)
Grußwort: Dr. h.c. mult. Charlotte Knobloch, Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München & Oberbayern

Roman Haller erzählt von seiner Geburt 1944 in einem Waldversteck in Polen, vom Aufwachsen in Deutschland, einem Land, das seine Eltern ermordet hätte, wenn es ihrer in der NS-Zeit habhaft geworden wäre, vom jüdischen Alltag zwischen Schwarzmarkt und Schulbank, Davidstern und Lederhose. Mit Humor schildert er, wie das Leben trotz allem weiterging und wie er seinen Platz im München der Nachkriegszeit fand.

Eintritt frei. Anmeldung erbeten unter karten@ikg-m.de oder (089)202400-491

Veranstaltungsort: Jüdisches Gemeindezentrum, St.-Jakobs-Platz 18, München
Veranstalter: Kulturzentrum der IKG München & Obb. und Allitera Verlag

Donnerstag, 4. Dezember 2025, 19 Uhr
»Schweigend stand sie vor der geschlossenen Tür«

Die Schriftstellerin Zeruya Shalev und Anne Birkenhauer, ihre Übersetzerin, unterhalten sich auf Hebräisch und Deutsch über Shalevs vorletzten Roman »Schicksal«

Im Mittelpunkt des Romans stehen zwei säkulare Frauen, die sich ferner nicht sein könnten: Rachel, eine alte Siedlerin, die vor der Staatsgründung als junges Mädchen bei der Untergrundgruppe »Lechi« gegen die britische Mandatsmacht kämpfte, und die in Haifa lebende Architektin Atara, die dem Alter nach ihre Tochter sein könnte. Ein historisch weit ausholender Roman darüber, wie nicht nur die persönliche Familiengeschichte, sondern auch die Geschichte der Entstehung Israels und alte, noch aus biblischer Zeit stammende Traditionen und verinnerlichte Vorstellungen – wie die des Sündenbocks Asalsel – in das heutige Leben einzelner Menschen »schicksalhaft« hineinwirken.

»Schicksal«, ein zentrales Werk ihres Schaffens aus dem Jahr 2021, steht im Zentrum des Abends, weil diese Erzählung von Gewalt und Verlust, von Trauer und Schuld und der Sehnsucht nach Liebe Shalevs Themen auf besondere Weise zusammenführt.

Zeruya Shalev, 1959 in einem Kibbuz am See Genezareth geboren, studierte Bibelwissenschaften. Die vielfach preisgekrönte Schriftstellerin wurde 2004 durch ein Selbstmordattentat in Jerusalem, bei dem neun Menschen starben, schwer verletzt.

Anne Birkenhauer übersetzt seit 1989 hebräische Literatur, u. a. Jehuda Amichai, Chaim Be’er, David Grossman und Zeruya Shalev. Für ihre Arbeit wurde sie u.a. mit dem Paul-Celan-Preis ausgezeichnet.

Eintritt 10,– Euro, für Schüler, Studenten und Münchenpass-Inhaber freier Eintritt
Anmeldung erbeten unter karten@ikg-m.de oder (089)202400-491

Veranstaltungsort: Jüdisches Gemeindezentrum, St.-Jakobs-Platz 18, München
Veranstalter: Kulturzentrum der Israelitischen Kultusgemeinde München & Oberbayern