Nirgendwo mehr dazugehören

Der autobiografisch geprägte Roman Ein Mann liest Zeitung erzählt die Geschichte des jüdischen Kaufmanns Leonhard Glanz aus Hamburg. Im Exil in der Tschechoslowakei zur Untätigkeit verdammt, verbringt er seine Zeit in Prager Kaffeehäusern mit dem Lesen von Zeitungen. Akribisch verfolgt er das politische Geschehen in der Tagespresse, und doch kann er sein eigenes Schicksal, das ihn in die Emigration trieb, nicht begreifen.

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Stefan Zweigs Briefe zum Judentum

Stefan Zweig (1881 – 1942) gehört bis heute zu den meistgelesenen Schriftstellern; auch in Israel ist sein Werk erhältlich. Der in einer jüdischen Familie in Wien Aufgewachsene hatte bereits als Jugendlicher literarische Texte verfasst. Einige seiner Werke – Jeremias, Buchmendel und Rahel rechtet mit Gott – behandelten dezidiert jüdische Themen. Dennoch wurde seine geistige Zugehörigkeit zum Judentum in der Rezeption teilweise in Zweifel gezogen…

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Die Grande Dame der Rumänischen Literatur wird 90 – Nora Iuga

Im Jahr 2003 ziehe ich von Tübingen nach Berlin in die Kantstraße. Jahre später entdecke ich Nora Iuga, direkt um die Ecke. Ein einjähriges Stipendium des DAAD absolviert sie in Berlin und wohnt in der Leonhardstraße hier in Charlottenburg. Wir lernen uns kennen und treffen uns. Ihre Veranstaltungen besuche ich. Es gibt viele und in der Inselgalerie erzählt sie über ihr Buch „Die 60ig jährige und der junge Mann“ und liest auf ihre Art mit ihrem bekannten unwiderstehlichen Ductus…

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Zum Tod von Ruth Klüger (1931 bis 2020)

Nach langer Krankheit ist die Literaturwissenschaftlerin und Schriftstellerin Ruth Klüger in der Nacht vom 5. auf den 6. Oktober im Kreise ihrer Familie in Kalifornien verstorben. Die 1931 in Wien Geborene überlebte Theresienstadt und Auschwitz. Ihre Zeitzeugenschaft verarbeitete sie seit dem Erscheinen ihrer Erinnerungen „weiter leben. Eine Jugend“ literarisch…

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