Eskalation im Norden?

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Omer Sarah Benjo, Foto: IDF

Die Angriffe der Hisbollah aus dem Libanon lassen nicht nach. Im Gegenteil, in den vergangenen Tagen hat die Terrormiliz den Radius ihrer Angriffe auf Israel ausgeweitet. „Wir bereiten uns auf einen Krieg vor“, sagte Israels Generalstabschef Herzi Halevi.

Am Mittwoch Morgen erreichte der Beschuss aus dem Libanon die Stadt Safed und Umgebung. Nicht zum ersten Mal seit dem 7. Oktober, aber diesmal mit schwerwiegenden Folgen. Insgesamt elf Raketen wurden abgefeuert, Iron Dome konnte nicht alle abfangen, mehrere Einschläge wurden vermeldet. Dabei starb die 20jährige Soldatin Omer Sarah Benjo. Achte weitere Menschen wurden verletzt.

Israel reagierte mit Luftangriffen. Dabei wurde auch ein hochrangiger Hisbollah-Kommandeur der Elitetruppe Radwan und sein Stellvertreter eliminiert.

Hisbollah hat unmittelbar nach dem 7. Oktober mit dem Beschuss israelischer Ortschaften und Städte in Grenznähe begonnen. Damit will die Terrormiliz Hamas in Gaza unterstützen. Am Dienstag betonte Hisbollah-Chef Hassan Nasrallah in eine seiner Fernsehansprachen, dass man das Feuer nur einstellen werde, wenn in Gaza ein vollständiger Waffenstillstand erreicht wird.

Auch international wächst die Sorge vor einem Krieg zwischen Israel und Hisbollah, der weitaus größere Zerstörung in beiden Ländern mit sich bringen würde als der Krieg gegen Hamas. Israel fordert den dauerhaften Rückzug von Hisbollah von der Grenze, damit die derzeit etwa 80.000 evakuierten Bewohner des Nordens zurückkehren können. Verteidigungsminister Galant betonte, Israel wolle nicht in einen Krieg eintreten, „sondern vielmehr eine Vereinbarung erreichen, die die sichere Rückkehr der Bewohner des Nordens in ihre Häuser ermöglicht“. 

Unterdessen geht der Mini-Krieg auf kleiner Flamme weiter. Am Abend wurden erneut 15 Raketen aus dem Libanon auf die nordisraelische Stadt Kirijat Schmona abgeschossen. Glücklicherweise wurde dabei niemand verletzt.