Von Czernowitz in alle Welt – Edgar Hilsenrath und Jakov Lind

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Aus der Reihe »Literarische Freundschaften – ein Streifzug durch die Literaturgeschichte«

Dienstag, 6. Dezember 2022, 19:00 Uhr

Czernowitz blühte Ende des 19. Jahrhunderts zusehends auf. Deutsch war Verwaltungs- und Alltagssprache, Juden und Jüdinnen stellten die größte Bevölkerungsgruppe in dieser pulsierenden Kulturoase der Bukowina. Die Deportation der jüdischen Bevölkerung 1941 beendete die fast zweihundertjährige Kulturtradition. Edgar Hilsenraths Familie wurde nach Transnistrien verschleppt, um später auf verschlungenen Wegen nach Palästina zu gelangen, wo Hilsenrath auf den Wiener Jakov Lind traf, der auf ähnlich schicksalshafte Weise vor den Nazis geflohen war. Beide waren junge Arbeiter, die beschlossen, ihren weiteren Lebensweg als Schriftsteller im Exil zu beschreiten.

Referent: Dr. Thomas Kraft
Eintritt: 8,– Euro, auch mit MVHS-Card
Anmeldung: https://www.mvhs.de/programm/literatur-film.19754/P244240 oder unter (089) 48006-6728/ -6246 (Vortrags-Nr.: P244240)
Veranstalter: Münchner Volkshochschule in Kooperation mit dem Kulturzentrum der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern
Veranstaltungsort: Kultur im Trafo, Nymphenburger Str. 171a, 80634 München

Bild oben: Ansichtskarte aus Czernowitz mit Ansicht auf die Synagoge, 1898, Wikimedia Commons