In Europa nichts Neues?

Israelische Blicke auf Antisemitismus heute

Buchpräsentation und Szenische Lesung mit Anita Haviv-Horiner, Petra Nadolny und Carlos Garcia Piedra

Antisemitismus ist eine Konstante der deutschen und europäischen Geschichte. In den vergangenen Jahren ist eine deutliche Zunahme verbaler Anfeindungen und auch tätlicher Angriffe zu verzeichnen. Jüdinnen und Juden in Deutschland und Europa scheinen immer wieder stereotypes Kollektiv wahrgenommen zu werden. Auch das Regierungshandeln des Staates Israel wird oft klischeehaft und voreingenommen betrachtet. Die 23 von Anita Haviv-Horiner geführten Interviews mit israelischen Jüdinnen und Juden, die Teile ihres Lebens in Deutschland, Österreich, Frankreich, Großbritannien, Polen, Ungarn, Italien, den Niederlanden oder Belgien verbracht haben, sind didaktisch konzipiert. Sie zeigen ein multiperspektivisches und breit gefächertes Bild.

Die Einstellungen der Interviewten zu den unterschiedlichen Erscheinungsformen des gegenwärtigen Antisemitismus in Europa, der Rolle Israels und der Frage nach dem Verhältnis von Judenhass und der Ablehnung anderer Minderheiten sind so divers wie die Biografien und Familiengeschichten. Die Beiträge von Gisela Dachs, Moshe Zimmermann, Julia Bernstein und Florian Diddens sowie Samuel Salzborn zu Geschichte und Gegenwart des Antisemitismus kontextualisieren die in den Unterhaltungen herausgearbeiteten kontroversen subjektiven Eindrücke aus wissenschaftlicher und praxisbezogener Perspektive.

Montag, 28. November 2022, 18:30 – 20:00 Uhr
Ort: Bundeszentrale für politische Bildung, Medienzentrum, Adenauerallee 86, 53113 Bonn
Teilnahmegebühr: Eintritt frei
Es findet ein Livestream der öffentlichen Veranstaltung statt.
Zur Anmeldung

–> Interview mit Anita Haviv-Horiner zum Buch

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