Phantastische Gesellschaft

Sie sei sich „sicher, es gibt noch viel mehr Wolfgang Seiberts hier in der jüdischen Gemeinschaft in Deutschland“, sagt die Historikerin und Therapeutin Barbara Steiner im Gespräch mit den beiden Herausgebern von „Phantastische Gesellschaft. Gespräche über falsche und imaginierte Familiengeschichten zur NS-Verfolgung“. Je nachdem, ob man ihre Einschätzung teilt, wird man das Thema des Buches entweder für gesellschaftlich relevant halten oder als das Problem von einigen wenigen ansehen. Ansonsten werden zu dem Band vor allem diejenigen greifen, die, wie ich, persönlich betroffen sind.

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Arbeit, Dienst und Führung – Der Nationalsozialismus und sein Erbe

Der nur als Zynismus aufzufassende Satz „Arbeit macht frei“ an den Eingangstoren von deutschen Konzentrationslagern wie Dachau, Groß-Rosen oder dem sogenannten Stammlager Auschwitz I ist wohl die einer breiteren Öffentlichkeit bekannte Ikone, mittels derer das Verhältnis von Nationalsozialismus und Arbeit angesprochen wird. Nicolas Lelle geht in seiner unter dem Titel „Arbeit, Dienst und Führung. Der Nationalsozialismus und sein Erbe“ erschienenen Dissertation dem Verhältnis von Arbeit als sowohl inkludierendem als auch ausgrenzendem Moment für die Konstruktion der nationalsozialistischen Volksgemeinschaft nach.

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