Grundsteinlegung des House of One

Jüdische, christliche und muslimische Gläubige legten gemeinsam den Grundstein für das Mehrreligionenhaus House of One in Berlin

Die vergangenen Wochen haben einmal mehr gezeigt, wie wichtig das friedliche Miteinander der Religionen ist. „Es ist nötiger denn je“, sagt Bischof Christian Stäblein von der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO) in Berlin. Frauen und Männer jüdischen, christlichen und muslimischen Glaubens stünden zusammen, wenn Fundamentalisten ihre Religionsgeschwister bedrohten. „Mit der Grundsteinlegung des House of One verbinde ich die Hoffnung, dass Lernen, Lehren, Beten, ja dass Gemeinschaft zwischen den drei abrahamitischen Religionen selbstverständlicher Alltag in unserer Stadt wird. Und ein Wegweiser für viele weitere gemeinsame Glaubenshäuser.“

Imam Kadir Sanci, House of One, fährt fort: „Diese Worte erinnern uns, wie wichtig unsere Arbeit ist: Ein Friedensengagement, welches von jüdischen, christlichen und muslimischen Frauen und Männern ausgeht und alle anderen mit einbezieht. Es ist Zeit, Solidarität zu zeigen. Schweigen können wir uns nicht leisten.“

Das House of One soll dem Dialog einen festen Ort geben. „Wir bauen das Haus, um ein Zeichen zu setzen“, sagt Rabbiner Andreas Nachama. Ich bin zuversichtlich, dass im Laufe der Jahre aus diesem Schneeball ein immer größerer wird.“

Die Grundsteinlegung ist das Ergebnis eines jahrelangen, intensiven Miteinanders. Pfarrer Gregor Hohberg, House of One, erinnert: „Gut zehn Jahre sind wir bereits auf einem gemeinsamen Weg. Das Zusammenwirken und das gegenseitige Vertrauen sind in dieser Zeit wunderbar gewachsen, und das ist die Basis, die wir brauchen, um gemeinsam ein Haus zu bauen.“

Fotos: © Margrit Schmidt

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