Obama: Die Rede, die nicht gehalten wurde. – Oder doch?

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Vorbemerkung: Ich schrieb diesen Text am Mittwoch, einen Tag vor Obamas Rede in Jerusalem.  Wie sich herausstellte, kam ich näher an seine aktuelle Rede, als ich hoffte. Diese Passagen sind fast identisch. Einige Leser  wollen vielleicht die Texte vergleichen, um zu sehen, was er ausgelassen hat…

Uri Avnery

LIEBE BÜRGER Israels,
ich habe das Gefühl, ich muss direkt zu euch sprechen, und besonders zu den jungen jüdischen Leuten unter euch, um euren Verstand zu erreichen und eure Herzen zu berühren.
Um dies zu tun, verzichtete ich auf die große Ehre, in eurer Knesset zu sprechen, wie meine Vorgänger es getan haben. Die Knesset ist – wie alle Parlamente – aus Politikern zusammengesetzt, aber dieses Mal möchte ich direkt zu euch sprechen.

[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=Oxfw3ZfBx6I[/youtube]

ICH KOMME als wahrer Freund. Ein wahrer Freund ist verpflichtet, die Wahrheit zu sagen, wie er sie sieht. Ein wahrer Freund schmeichelt euch nicht. Er verdreht nicht die Wahrheit, um euch ein gutes Gefühl zu geben.
Ich weiß, wenn ausländische Präsidenten oder Präsidentinnen euer Land besuchen, fühlen sie sich verpflichtet, Euch zu sagen, wie wunderbar ihr seid, wie brillant eure Führer, wie großartig eure Leistungen. Ich denke nicht, dass ein wahrhafter Freund dies tun muss.
Wenn du betrunken bist, sagt ein wahrer Freund nicht, nimm das Auto. Ein wahrer Freund bittet um die Schlüssel für den Wagen.
Wenn du vor Macht und Erfolg trunken bist, wird ein wahrhafter Freund dich nicht anstacheln, unverantwortlich zu handeln. Ein wahrer Freund bittet  dich, dich zu beruhigen, nachzudenken, deine nächsten Schritte sorgfältig abzuwägen.
Das ist heute mein Ziel.

ICH KANN euch ehrlich sagen, dass ich den Staat Israel immer bewundert habe, der nur 13 Jahre vor mir geboren wurde.
Ihr habt einen lebendigen Staat aus dem Nichts geschaffen. Nur wenige Jahre nach dem schrecklichen Holocaust, einem der größten Verbrechen in den Annalen der Menschheit, hat sich dieses Volk aus der Asche erhoben und sich selbst eine mächtige Präsenz unter den Nationen geschaffen. Ihr habt eine blühende Demokratie geschaffen. Eure Wissenschaft, Landwirtschaft, High-Tech-Industrie und all die anderen Errungenschaften auf vielen Feldern haben den Neid vieler geweckt. Eure militärischen Fähigkeiten werden von allen anerkannt.

Keiner mit Augen im Kopf kann die großen Ähnlichkeiten der Geschichte unserer beiden Nationen leugnen. Als kleine Gruppe von Pionieren, von religiöser Verfolgung getrieben, haben wir uns zu mächtigen Nationen entwickelt. Wider Erwarten haben wir neue Zivilisationen aufgebaut. Jeder von uns hat eine „leuchtende Stadt auf dem Berge“ erbaut Wir haben beide Freiheit und Unabhängigkeit in der Mitte eines schrecklichen Krieges erreicht, der unsere bloße Existenz bedrohte. Wir beide mussten früher und noch vor kurzem viele andere Kriege kämpfen. Wir beide können auf unsere Vergangenheit mit Stolz und Genugtuung zurückschauen.

Aber wir beide wissen genau so, dass diese Geschichte auch dunkle Schatten einschließt. Wir sind mit dem Volk, das vor uns in unsern Ländern lebte, hart umgegangen. Wir müssen uns für vieles entschuldigen. Wir sollten das Böse nicht verdrängen, während wir das Gute feiern.

OBWOHL VON Feinden bedroht – wie alle von uns – kann Israel nach vorne in eine glänzende Zukunft schauen. Doch dunkle Wolken bedrohen diese Aussicht. Einige davon – es tut mir leid, dies sagen zu müssen – sind Folgen eures eigenen Handelns.
Genau darüber möchte ich zu euch sprechen.

Während der letzten vier Jahre habe ich die Ereignisse in diesem Land mit wachsender Besorgnis verfolgt, in der Tat sogar mit großen Ängsten für eure Zukunft.
Keine Nation – ob sie groß oder klein ist – kann ohne Frieden gedeihen. Krieg ist der Fluch der Menschheit. Er vergröbert unsern Geist, konsumiert unsere Ressourcen, verbreitet Tod und Zerstörung. In unserer Zeit, in der immer mehr tödliche Massenvernichtungswaffen entwickelt werden, bedroht der Krieg unsere bloße Existenz.

Dennoch scheint es unter euch eine seltsame Aversion gegenüber dem Frieden zu geben. Friedenstifter werden als Feinde angeprangert. Selbst ich bin als „Zerstörer Israels“ bezeichnet worden, weil ich zu Beginn meiner ersten Amtszeit versuchte, zwischen euch und euren Nachbarn Frieden zu bringen.
Mir wird erzählt, dass in eurer letzten Wahlkampagne alle Parteien das Wort „Frieden“ gezielt vermieden haben. Das klingt für mich unglaublich. Ihr braucht Frieden, vielleicht mehr als jedes andere Volk auf Erden.
Mir wurde auch erzählt, dass die meisten Israelis, während sie sich nach Frieden sehnen, fest glauben, dass „Frieden unmöglich sei“. Frieden ist nie unmöglich, wenn bereitwillige Männer und Frauen ernsthaft um ihn kämpfen.

Die Geschichte ist voll unerbittlicher Feinde, die nach jahrhundertelangen Konflikten Frieden machten. Seht  euch den Frieden an, den mein Land mit Deutschland und Japan nach dem schrecklichen Krieg machte, der vor noch nicht langer Zeit tobte. Seht auf den Frieden zwischen Frankreich und Deutschland nach vielen Generationen Krieg. Und Israel selbst hat tatsächlich Frieden mit Deutschland gemacht und lebt mit ihm in Freundschaft – so bald schon nach der Schoah.

Angenommen, der Konflikt zwischen euch und dem palästinensischen Volk sei komplexer als andere – ich sage euch, der Frieden zwischen euch ist nicht nur notwendig – er ist auch möglich.

FRIEDEN BEGINNT damit, dass man den Feind als menschliches Wesen ansieht, dass man ihm in die Augen schaut.
Das sollte eigentlich für Juden leicht sein. Steht nicht in unsern Heiligen Schriften, unserm gemeinsamen Erbe, Gott habe alle Menschen nach seinem Bild geschaffen? Hat nicht euer großer spiritueller Lehrer Hillel euch gesagt, dass die Grundlage jedes moralischen Verhaltens das ist, dass man dem anderen nicht das antut, was einem selbst verhasst ist?

Mir wurde auch gesagt, in letzter Zeit sei eine wachsende Welle von Rassismus unter euch offensichtlich geworden, es  habe sogar  schon Lynchfälle gegeben, viele Jungen und Mädchen verkünden stolz, sie seien Rassisten.
Ich finde das unglaublich. Juden? Rassisten? Nach Jahrhunderten als Opfer langer rassistischer Verfolgung? Kaum ein halbes Jahrhundert nach dem Holocaust?
Ich bin eine dunkelhäutige Person. Zum Glück haben meine Vorfahren nie das schreckliche Übel der Sklaverei erlebt. Anders als Millionen Afrikaner wurde meines Vaters Familie nicht aus dem Dorf ihrer Vorfahren in Kenia gekidnappt. Aber das Üble der Sklaverei hat sich tief in meine Seele geprägt. Der entsetzliche Anblick des Lynchens ist noch vor meinen inneren Augen lebendig.

So auch die Freiheitsmärsche, bei denen entschlossene tapfere, schwarze Leute rassistischem Mob, Gewehren und scharfen Hunden trotzten. Wir werden auf immer den weißen jungen Männern und Frauen dankbar sein, die sich diesen Märschen anschlossen, viele von ihnen waren Juden. Ich kann einfach nicht verstehen, wie ein Jude in Israel ein Rassist sein und darauf auch noch stolz sein kann. Was  – ums Himmels willen – lernt ihr in euren Schulen?

ICH BIN nicht hierhergekommen, um  euch einen Frieden aufzuzwingen.
Frieden sollte nicht aufgezwungen werden. Er sollte aus dem Herzen kommen und  mit dem Verstand gebilligt werden.

Lasst mich ein paar Dinge mit euch teilen, die mir selbstverständlich scheinen:
Frieden muss sich hier auf das gründen, was man allgemein als „Zwei-Staaten-Lösung“ bezeichnet. Zwei Staaten für zwei Völker, für die Israelis und  für die Palästinenser.
Es ist nicht nur die beste Lösung – es ist die einzige Lösung.
Diejenigen, die andere Lösungen vorschlagen, täuschen sich selbst. Es gibt keine andere Lösung.
Es muss einen palästinensischen Staat geben, Seite an Seite mit Israel. Eure Väter und Mütter wären mit nichts weniger als einem eigenen Staat zufrieden, und die Palästinenser wollen nichts weniger als genau dies auch. Freiheit und Unabhängigkeit unter ihrer eigenen Flagge ist das Recht aller Menschen. Ihr solltet das verstehen.

Der Staat Palästina muss alle palästinensischen Gebiete, die 1967 besetzt wurden, einschließen. Veränderungen der Grenzen müssen zwischen den beiden Regierungen abgestimmt werden und die ausgetauschten Gebiete müssen gleich groß sein.

Jerusalem, diese wunderbare Stadt, in der wir uns jetzt treffen und die mich begeistert, muss zwischen beiden Völkern geteilt werden. Was arabisch ist, sollte die Hauptstadt Palästinas, was jüdisch ist, sollte die Hauptstadt Israels werden, die dann endlich von allen Staaten anerkannt wird.
Die Sicherheit Israels muss von der Welt abgesichert und garantiert werden, besonders von den USA. Aber ebenso die Sicherheit Palästinas.

Offensichtlich können die Millionen palästinensischer Flüchtlinge nicht nach Israel zurückkehren. Gerechtigkeit kann nicht mit Ungerechtigkeit gegenüber den gegenwärtigen Bewohnern wieder hergestellt werden. Aber wir müssen eine große internationale Anstrengung machen, um die Flüchtlinge großzügig zu entschädigen; und wenigstens einer symbolischen Anzahl sollte erlaubt werden, ihr Rückkehrrecht in Anspruch zu nehmen.

Diese Friedensbedingungen liegen seit langer Zeit auf dem Tisch. Die Zeit ist gekommen – ja längst überfällig – um sie in einen dauerhaften Friedensvertrag umzuwandeln. Die anderen arabischen Nationen, deren lobenswerter Friedensplan auch seit vielen Jahren auf dem Tisch liegt, sollten Partner bei dieser Anstrengung sein.
Meine Regierung wird die Unterzeichnung einer feierlichen Sicherheitsgarantie als ihre Pflicht für beide Seiten betrachten.

EIN WORT zu den Siedlungen.
Die US  haben immer betont, dass sie nach dem internationalen Gesetz illegal sind. Das ist auch jetzt und immer noch der Fall.
Diejenigen Israelis, die nach dem gegenseitig anerkannten Austausch  noch auf palästinensischem Gebiet bleiben wollen, müssen nach Israel repatriiert werden. So sanft wie möglich. Mit so viel Mitgefühl wie möglich. Mit so großzügiger Entschädigung wie möglich. Aber sie können nicht ohne Erlaubnis der Regierung Palästinas bleiben.
Viele von ihnen haben sich in den besetzten Gebieten extra deshalb dort angesiedelt, um den Frieden unmöglich zu machen. Es sollte ihnen nicht erlaubt werden, dieses Ziel zu erreichen.

ICH BIN heute – so bald nach der Vereidigung eurer neuen Minister – hergekommen, bevor sich eure neue Regierung an die Arbeit macht, weil ich eine große Dringlichkeit empfinde.
Die Zeit vergeht, die Siedlungen breiten sich aus, die Chancen für Frieden werden weniger. Deshalb müssen wir jetzt handeln.

Wenn ihr auf eurem jetzigen Kurs weitergeht, wird eine Katastrophe über Euch kommen. Ihr seid schon eine Minderheit im Land zwischen Mittelmeer und dem Jordan, und diese Minderheit wird noch kleiner. Sehr bald werdet ihr vor der Wahl stehen zwischen einem ruhmreichen Israel, das zu einem ekelhaften Apartheidstaat, einem Pariastaat unter den Nationen wird – oder einem Staat, der von einer arabischen Mehrheit regiert wird. Auf jeden Fall wird es das Ende des zionistischen Traumes sein.

Sagt mir nicht und sagt auch nicht zu euch selbst, dass ihr da nichts tun könnt.
Ihr seid die Menschen der Zukunft. Die Zukunft ist euer Leben. Es liegt an euch, euch ein Leben in Frieden zu sichern.
Ja, ihr könnt es!!!

(Übers. v. Ellen Rohlfs)

20 Kommentare

  1. Hat Hanan Ashrawi auf ihrer arabischen Website Juden Ritualmorde unterstellt wie Elder of Ziyon es auf seiner Website dokumentiert hat?

    Sunday, March 31, 2013
    Why can’t Hanan Ashrawi’s Miftah apologize for publishing antisemitism?
    Last week I exposed a truly vile anti-semitic article on the website of the Miftah NGO founded by Hanan Ashrawi, claiming that Jews drink Christian blood on Passover.

    Yesterday, instead of apologizing for the offensive article and condemning the anti-semitism that they legitimized, Miftah attacked me for publicizing it and asking for their funders to ask questions about where their money is going. They wrote that I „wrongly accused MIFTAH and Dr. Ashrawi of promoting Jewish blood libel during Passover through its publication of an Arabic-language article that briefly addressed the subject“ – yet I showed this is exactly what they did by any definition!

    Indeed, Miftah’s reaction tells us more about the organization than the original, offensive article did. They said they removed the article not because it was a sickening piece of antisemitic trash, but because it might invite „further misunderstanding.“ Even their pathetic denial that they promoted the Jewish blood libel is belied by the fact that they consciously chose to publish an article, during Passover, that did precisely that.

    The clear message that Miftah is giving its audience is that they believe that the classic anti-Jewish blood libel is acceptable discourse in Palestinian Arab society, and merely part of (as they call it) a fulfillment of „mandate for open dialogue.“

    If I was a funding NGO, I would be far more concerned over Miftah’s defense of its publishing the article than the article itself. After all, they had time to craft an appropriate apology to Jews worldwide, and a condemnation of the article and of its author – and they refused to do so.

    Any Western newspaper, organization or major website would have not only fallen over themselves to distance themselves from the Jew-hatred exhibited in Miftah, but they would have fired the writer and the editor on the spot.

    Why didn’t Miftah?

    The only possible explanation is that Miftah does not truly consider an article to be offensive. They think that those pesky Jews are making a big deal out of nothing. They believe that Jews are bloodthirsty anyway (at least the Zionist variety) and to Miftah it is not a great leap to say that Jews must have been that way forever. The site has literally hundreds of articles accusing Israeli Jews of „ethnic cleansing“ of Arabs, to give only a tiny example of lies that Miftah accepts and promotes as fact. A previous Miftah article states that „there are documented reports from Haiti that organs are being stolen by Israelis without international justice intervening to put an end to such criminal practices against innocent vulnerable people.“ When the editors of Miftah believe such things already, how much of a stretch is it to believe that Jews ritually murder non-Jews to drink their blood?

    Miftah’s response was that „its work speaks for itself.“ I hope every funder of Miftah takes that statement very, very seriously when deciding whether to continue to send money to an organization that is utterly unrepentant about publishing pure hate.

    And if Miftah belatedly issues a vague statement condemning antisemitism (probably together with one condemning Israel), we now know that it is only doing it to protect its funding and not because it actually considers antisemitism to be abhorrent.

    That train has already left the station.

    Here again is the contact information of some of the NGOs that financially support Miftah:

    Representative Office of Norway repram@mfa.no TWITTER @NorwayMFA
    The Anna Lindh Foundation info@euromedalex.org Facebook TWITTER – @AnnaLindh
    Oxfam UK enquiries@oxfam.org.uk Facebook TWITTER – @OXFAM
    National Endownment for Democracy info@ned.org Facebook TWITTER – @NEDemocracy
    Secretariat for Consulate of Italy in Jerusalem segreteria.gerusalemme@esteri.it
    Heinrich B̦ll Foundation info@boell.de Facebook Arab Middle East FB TWITTER Р@boell_stiftung
    Austrian Development Agency oeza.info@ada.gv.at
    Ministry of Foreign Affairs of Ireland contact page List of Twitter contacts TWITTER – @dfatirl
    Konrad Adenauer Foundation – Palestinian Territories Info.Ramallah@kas.de TWITTER – @KASOnline
    International Republican Institute webpage contact TWITTER – IRIGlobal
    UNESCO – English media editor r.amelan@unesco.org TWITTER – @UNESCO

  2. Gestern Abend ist das Sozialforum in Tunis zu Ende gegangen und da haben 15.000 Menschen für die Lösung des ihrer Meinung nach dringendsten Problems des Nahen Ostens demonstriert. Nein nicht für das Ende des gegenseitigen Abschlachtens in Syrien, auch nicht gegen die Diskriminierung von Frauen und Christen, oder gegen die Jugendarbeitslosigkeit, das wichtigste Anliegen dieser angeblich sozial gesinnten Menschen ist die „Blockade“ des Gazastreifens.
    Es ist wie eh und je, nur der sich hinter der Maske des „Antizionismus“ verbergende Antisemitismus eint. Denn über all die anderen Probleme können sie sich nicht einig werden.

  3. President Barack Obama‘s address Thursday at the Jerusalem Convention Center, as prepared for delivery:

    Remarks of President Barack Obama To the People of Israel

    Jerusalem Convention Center

    March 21, 2013

    Shalom. It is an honor to be here with you in Jerusalem, and I am so grateful for the welcome that I have received from the people of Israel. I bring with me the support of the American people, and the friendship that binds us together.

    Over the last two days, I have reaffirmed the bonds between our countries with Prime Minister Netanyahu and President Peres. I have borne witness to the ancient history of the Jewish people at the Shrine of the Book, and I have seen Israel’s shining future in your scientists and entrepreneurs. This is a nation of museums and patents, timeless holy sites and ground-breaking innovation. Only in Israel could you see the Dead Sea Scrolls and the place where the technology on board the Mars Rover originated. But what I’ve looked forward to the most is the ability to speak directly to you, the Israeli people – especially so many young people – about the history that brought us here today, and the future that you will make in the years to come.

    Now I know that in Israel’s vibrant democracy, every word and gesture is carefully scrutinized. But just so you know, any drama between me and my friend Bibi over the years was just a plot to create material for Eretz Nehederet.

    I also know that I come to Israel on the eve of a sacred holiday – the celebration of Passover. And that is where I would like to begin today. Just a few days from now, Jews here in Israel and around the world will sit with family and friends at the Seder table, and celebrate with songs, wine and symbolic foods. After enjoying Seders with family and friends in Chicago and on the campaign trail, I’m proud to have brought this tradition into the White House. I did so because I wanted my daughters to experience the Haggadah, and the story at the center of Passover that makes this time of year so powerful.

    It is a story of centuries of slavery, and years of wandering in the desert; a story of perseverance amidst persecution, and faith in God and the Torah. It is a story about finding freedom in your own land. For the Jewish people, this story is central to who you have become. But it is also a story that holds within it the universal human experience, with all of its suffering and salvation. It is a part of the three great religions – Judaism, Christianity, and Islam – that trace their origins to Abraham, and see Jerusalem as sacred. And it is a story that has inspired communities around the globe, including me and my fellow Americans.

    In the United States – a nation made up of people who crossed oceans to start anew – we are naturally drawn to the idea of finding freedom in our land. To African-Americans, the story of the Exodus told a powerful tale about emerging from the grip of bondage to reach for liberty and human dignity – a tale that was carried from slavery through the civil rights movement. For generations, this promise helped people weather poverty and persecution, while holding on to the hope that a better day was on the horizon. For me personally, growing up in far-flung parts of the world and without firm roots, it spoke to a yearning within every human being for a home.

    Of course, even as we draw strength from the story of God’s will and His gift of freedom expressed on Passover, we know that here on Earth we must bear our responsibilities in an imperfect world. That means accepting our measure of sacrifice and struggle, and working – through generation after generation – on behalf of that ideal of freedom. As Dr. Martin Luther King said on the day before he was killed – “I may not get there with you. But I want you to know that… we, as a people, will get to the promised land.” So just as Joshua carried on after Moses, the work goes on – for justice and dignity; for opportunity and freedom.

    For the Jewish people, the journey to the promise of the State of Israel wound through countless generations. It involved centuries of suffering and exile, prejudice, pogroms and even genocide. Through it all, the Jewish people sustained their unique identity and traditions, as well as a longing to return home. And while Jews achieved extraordinary success in many parts of the world, the dream of true freedom finally found its full expression in the Zionist idea – to be a free people in your homeland.

    That is why I believe that Israel is rooted not just in history and tradition, but also in a simple and profound idea: the idea that people deserve to be free in a land of their own. And over the last 65 years, when Israel has been at its best, Israelis have demonstrated that responsibility does not end when you reach the promised land, it only begins.

    And so Israel has been a refuge for the diaspora – welcoming Jews from Europe to the former Soviet Union; from Ethiopia to North Africa.

    Israel has built a prosperous nation – through kibbutzeem that made the desert bloom, business that broadened the middle class, and innovators who reached new frontiers – from the smallest microchip to the orbits of space.

    Israel has established a thriving democracy – with a spirited civil society, proud political parties, a tireless free press, and a lively public debate – lively may even be an understatement.

    And Israel has achieved this even as it has overcome relentless threats to its security – through the courage of the Israel Defense Forces, and a citizenry that is resilient in the face of terror.

    This is the story of Israel. This is the work that has brought the dreams of so many generations to life. And every step of the way, Israel has built unbreakable bonds of friendship with the United States of America.

    Those ties began only eleven minutes after Israeli independence, when the United States was the first nation to recognize the State of Israel. As President Truman said in explaining his decision to recognize Israel, “I believe it has a glorious future before it not just as another sovereign nation, but as an embodiment of the great ideals of our civilization”

    Since then, we have built a friendship that advances our shared interests. Together, we share a commitment to security for our citizens and the stability of the Middle East and North Africa. Together, we share a focus on advancing economic growth around the globe, and strengthening the middle class within our countries. Together, we share a stake in the success of democracy.

    But the source of our friendship extends beyond interests, just as it has transcended political parties and individual leaders. America is a nation of immigrants. We are strengthened by diversity. We are enriched by faith. We are governed not simply by men and women, but by laws. We are fueled by entrepreneurship and innovation. And we are defined by a democratic discourse that allows each generation to reimagine and renew our union once more. So in Israel, we see values that we share, even as we recognize what makes us different.

    Yet I stand here today mindful that for both our nations, these are complicated times. We have difficult issues to work through within our own countries, and we face danger and upheaval in the world. When I look at young people within the United States, I think about the choices that they must make in their lives to define who we will be as a nation in this 21st century, particularly as we emerge from two wars and a painful recession. No matter how great the challenges are, their idealism, their energy, and their ambition always gives me hope.

    I see the same spirit in the young people here today. And given the ties between our countries, I believe your future is bound to ours. So I’d like to focus on how we can work together to make progress in three areas that will define our times: security, peace, and prosperity.

    I will begin with security. I am proud that the security relationship between the United States and Israel has never been stronger: more exercises between our militaries, and more exchanges among our political, military and intelligence officials than ever before; the largest program to date to help you retain your qualitative military edge. Those are the facts. But to me, this is not simply measured on the balance sheet. I know that here, in Israel, security is something personal. So let me tell you what I think about when I consider these issues.

    When I consider Israel’s security, I think about children like Osher Twito, who I met in Sderot – children, the same age as my own daughters, who went to bed at night fearful that a rocket would land in their bedroom simply because of who they are and where they live. That’s why we’ve invested in the Iron Dome system to save countless lives – because those children deserve to sleep better at night. That’s why we have made it clear, time and again, that Israel cannot accept rocket attacks from Gaza, and have stood up for Israel’s right to defend itself. And that’s why Israel has a right to expect Hamas to renounce violence and recognize Israel’s right to exist.

    I think about five Israelis who boarded a bus in Bulgaria, who were blown up because of where they came from; who were robbed of the ability to live, and love, and raise families. That’s why every country that values justice should call Hizbollah what it truly is – a terrorist organization. Because the world cannot tolerate an organization that murders innocent civilians, stockpiles rockets to shoot at cities, and supports the massacre of men, women and children in Syria.

    The fact that Hizbollah’s ally – the Assad regime – has stockpiles of chemical weapons only heightens the urgency. We will continue to cooperate closely to guard against that danger. And I have made it clear to Bashar al-Assad and all who follow his orders: we will not tolerate the use of chemical weapons against the Syrian people or the transfer of these weapons to terrorists. The world is watching, and we will hold you accountable.

    America will also insist that the Syrian people have the right to be freed from the grip of a dictator who would rather kill his own people than relinquish power. Assad must go so that Syria’s future can begin. Because true stability in Syria depends upon establishing a government that is responsive to its people – one that protects all communities within its borders, while making peace with countries beyond them.

    When I consider Israel’s security, I also think about a people who have a living memory of the Holocaust, faced with the prospect of a nuclear-armed Iranian government that has called for Israel’s destruction. It’s no wonder Israelis view this as an existential threat. But this is not simply a challenge for Israel – it is a danger for the entire world, including the United States. It would raise the risk of nuclear terrorism, undermine the non-proliferation regime, spark an arms race in a volatile region, and embolden a government that has shown no respect for the rights of its own people or the responsibilities of nations.

    That is why America has built a coalition to increase the cost to Iran of failing to meet their obligations. The Iranian government is now under more pressure than ever before, and that pressure is increasing. It is isolated. Its economy is in a dire condition. Its leadership is divided. And its position – in the region, and the world – has only grown weaker.

    All of us have an interest in resolving this issue peacefully. Strong and principled diplomacy is the best way to ensure that the Iranian government forsakes nuclear weapons. Moreover, peace is far more preferable to war, and the inevitable costs – and unintended consequences – that would come with it. Because of the cooperation between our governments, we know that there remains time to pursue a diplomatic resolution. That is what America will do – with clear eyes – working with a world that is united, and with the sense of urgency that is required.

    But Iran must know this time is not unlimited. And I have made the position of the United States of America clear: Iran must not get a nuclear weapon. This is not a danger that can be contained. As President, I have said to the world that all options are on the table for achieving our objectives. America will do what we must to prevent a nuclear-armed Iran.

    For young Israelis, I know that these issues of security are rooted in an experience that is even more fundamental than the pressing threat of the day. You live in a neighborhood where many of your neighbors have rejected your right to exist. Your grandparents had to risk their lives and all they had to make a place for themselves in this world. Your parents lived through war after war to ensure the survival of the Jewish state. Your children grow up knowing that people they have never met hate them because of who they are, in a region that is changing underneath your feet.

    So that is what I think about when Israel is faced with these challenges – that sense of an Israel that is surrounded by many in this region who reject it, and many in the world who refuse to accept it. That is why the security of the Jewish people in Israel is so important – because it can never be taken for granted. But make no mistake: those who adhere to the ideology of rejecting Israel’s right to exist might as well reject the earth beneath them and the sky above, because Israel is not going anywhere. Today, I want to tell you – particularly the young people – that so long as there is a United States of America, Ah-tem lo lah-vahd.

    The question, then, is what kind of future Israel will look forward to. And that brings me to the subject of peace.

    I know Israel has taken risks for peace. Brave leaders – Menachem Begin and Yitzhak Rabin –reached treaties with two of your neighbors. You made credible proposals to the Palestinians at Annapolis. You withdrew from Gaza and Lebanon, and then faced terror and rockets. Across the region, you have extended a hand of friendship, and too often have been confronted with the ugly reality of anti-Semitism. So I believe that the Israeli people do want peace, and you have every right to be skeptical that it can be achieved.

    But today, Israel is at a crossroads. It can be tempting to put aside the frustrations and sacrifices that come with the pursuit of peace – particularly when an Iron Dome repels rockets, barriers keep out suicide bombers, and so many other pressing issues demand your attention. And I know that only Israelis can make the fundamental decisions about your country’s future.

    I also know that not everyone in this hall will agree with what I have to say about peace. I recognize that there are those who are not simply skeptical about peace, but question its underlying premise, and that’s a part of democracy and the discourse between our two countries. But it is important to be open and honest with one another. Politically, given the strong bipartisan support for Israel in America, the easiest thing for me to do would be to put this issue aside, and express unconditional support for whatever Israel decides to do. But I want you to know that I speak to you as a friend who is deeply concerned and committed to your future, and I ask you to consider three points.

    First, peace is necessary. Indeed, it is the only path to true security. You can be the generation that permanently secures the Zionist dream, or you can face a growing challenge to its future. Given the demographics west of the Jordan River, the only way for Israel to endure and thrive as a Jewish and democratic state is through the realization of an independent and viable Palestine. Given the frustration in the international community, Israel must reverse an undertow of isolation. And given the march of technology, the only way to truly protect the Israeli people is through the absence of war – because no wall is high enough, and no Iron Dome is strong enough, to stop every enemy from inflicting harm.

    This truth is more pronounced given the changes sweeping the Arab World. I recognize that with the uncertainty in the region – people in the streets, changes in leadership, the rise of non-secular parties in politics –it is tempting to turn inward. But this is precisely the time to respond to the wave of revolution with a resolve for peace. As more governments respond to popular will, the days when Israel could seek peace with a handful of autocratic leaders are over. Peace must be made among peoples, not just governments. No one step can change overnight what lies in the hearts and minds of millions. But progress with the Palestinians is a powerful way to begin, while sidelining extremists who thrive on conflict and division.

    Second, peace is just. There is no question that Israel has faced Palestinian factions who turned to terror, and leaders who missed historic opportunities. That is why security must be at the center of any agreement. And there is no question that the only path to peace is through negotiation. That is why, despite the criticism we’ve received, the United States will oppose unilateral efforts to bypass negotiations through the United Nations.

    But the Palestinian people’s right to self-determination and justice must also be recognized. Put yourself in their shoes – look at the world through their eyes. It is not fair that a Palestinian child cannot grow up in a state of her own, and lives with the presence of a foreign army that controls the movements of her parents every single day. It is not just when settler violence against Palestinians goes unpunished. It is not right to prevent Palestinians from farming their lands; to restrict a student’s ability to move around the West Bank; or to displace Palestinian families from their home. Neither occupation nor expulsion is the answer. Just as Israelis built a state in their homeland, Palestinians have a right to be a free people in their own land.

    Only you can determine what kind of democracy you will have. But remember that as you make these decisions, you will define not simply the future of your relationship with the Palestinians – you will define the future of Israel as well. As Ariel Sharon said, “It is impossible to have a Jewish, democratic state and at the same time to control all of Eretz Israel. If we insist on fulfilling the dream in its entirety, we are liable to lose it all.” Or, from a different perspective, think of what David Grossman said shortly after losing his son, as he described the necessity of peace – “a peace of no choice” he said, “must be approached with the same determination and creativity as one approaches a war of no choice.”

    Of course, Israel cannot be expected to negotiate with anyone who is dedicated to its destruction. But while I know you have had differences with the Palestinian Authority, I believe that you do have a true partner in President Abbas and Prime Minister Fayyad. Over the last few years, they have built institutions and maintained security on the West Bank in ways that few would have imagined a decade ago. So many Palestinians – including young people – have rejected violence as a means of achieving their aspirations.

    Which leads to my third point: peace is possible. I know it doesn’t seem that way. There will always be a reason to avoid risk, and there’s a cost for failure. There will always be extremists who provide an excuse to not act. And there is something exhausting about endless talks about talks; the daily controversies, and grinding status quo.

    Negotiations will be necessary, but there is little secret about where they must lead – two states for two peoples. There will be differences about how to get there, and hard choices along the way. Arab States must adapt to a world that has changed. The days when they could condemn Israel to distract their people from a lack of opportunity are over. Now is the time for the Arab World to take steps toward normalized relations with Israel. Meanwhile, Palestinians must recognize that Israel will be a Jewish state, and that Israelis have the right to insist upon their security. Israelis must recognize that continued settlement activity is counterproductive to the cause of peace, and that an independent Palestine must be viable– that real borders will have to be drawn. I’ve suggested principles on territory and security that I believe can be the basis for talks. But for the moment, put aside the plans and process. I ask you, instead, to think about what can be done to build trust between people.

    Four years ago, I stood in Cairo in front of an audience of young people. Politically, religiously, they must seem a world away. But the things they want – they’re not so different from you. The ability to make their own decisions; to get an education and a good job; to worship God in their own way; to get married and have a family. The same is true of the young Palestinians that I met in Ramallah this morning, and of young Palestinians who yearn for a better life in Gaza.

    That is where peace begins – not just in the plans of leaders, but in the hearts of people; not just in a carefully designed process, but in the daily connections that take place among those who live together in this land, and in this sacred city of Jerusalem. Speaking as a politician, I can promise you this: political leaders will not take risks if the people do not demand that they do. You must create the change that you want to see.

    I know this is possible. Look to the bridges being built in business and civil society by some of you here today. Look at young people who have not yet learned a reason to mistrust, and those who have learned to overcome a legacy of mistrust that they inherited from their parents because of the simple recognition that we hold more hopes in common than the fear that drives us apart. Your voices must be louder than the extremists who would drown them out. Your hopes must light the way forward. Look to a future in which Jews, Muslims and Christians can all live in peace and greater prosperity in this Holy Land. Look to the future that you want for your own children – a future in which a Jewish, democratic state is protected and accepted, for this time and for all time.

    There will be many voices that say this change is not possible. But remember this: Israel is the most powerful country in this region. Israel has the unshakeable support of the most powerful country in the world. Israel has the wisdom to see the world as it is, but also the courage to see the world as it should be. Ben Gurion once said, “In Israel, in order to be a realist you must believe in miracles.” Sometimes, the greatest miracle is recognizing that the world can change. After all, that is a lesson that the world learned from the Jewish people.

    That brings me to the final area I will focus on: prosperity, and Israel’s broader role in the world. I know that all the talk about security and peace can seem distant from other concerns that you have in your daily lives. And every day, even amidst the threats you face, Israelis are defining themselves by the opportunities you create.

    Through talent and hard work, Israelis have put this small country at the forefront of the global economy. Israelis understand the value of education, and have produced 10 Nobel laureates. Israelis understand the power of invention, and your universities educate engineers and inventors. That spirit has led to economic growth and human progress: solar power and electric cars; bandages and prosthetic limbs that save lives; stem cell research and new drugs that treat disease; cell phones and computer technology that change the way we live. If people want to see the future of the world economy, they should look at Tel Aviv: home to hundreds of start-ups and research centers. And Israelis are so active on social media that every day seemed to bring a different Facebook campaign about where I should give this speech.

    That innovation is just as important to the relationship between the United States and Israel as our security cooperation. Our first free trade agreement in the world was reached with Israel nearly three decades ago, and today the trade between our two countries is at 40 billion dollars each year. More importantly, that partnership is creating new products and medical treatments, and pushing new frontiers of science and exploration.

    That is the kind of relationship that Israel should have – and could have – with every country in the world. Already, we see how that innovation could reshape this region. One program here in Jerusalem brings together young Israelis and Palestinians to learn vital skills in technology and business. An Israeli and Palestinian have started a venture capital fund to finance Palestinian start-ups. Over 100 high-tech companies have found a home on the West Bank, which speaks to the talent and entrepreneurial spirit of the Palestinian people.

    One of the great ironies of what is happening in the broader region is that so much of what people are yearning for – education and entrepreneurship; the ability to start a business without paying a bribe, to connect to the global economy – those things can be found in Israel. This should be a hub for thriving regional trade, and an engine of opportunity. And this is already a center for innovation that helps power the global economy. I believe that all of that potential for prosperity can be enhanced with greater security, and a lasting peace.

    Here, in this small strip of land that has been the center of so much tragedy and triumph, Israelis have built something that few could imagine sixty-five years ago. Tomorrow, I will pay tribute to that history – at the grave of Herzl, a man who had the foresight to see that the future of the Jewish people had to be reconnected to their past; at the grave of Rabin, who understood that Israel’s victories in war had to be followed by battles for peace; and at Yad Vashem, where the world is reminded of the cloud of evil that can descend on the Jewish people and all of humanity if we fail to remain ever vigilant.

    We bear that history on our shoulders, and we carry it in our hearts. Today, as we face the twilight of Israel’s founding generation, you – the young people of Israel – must now claim the future. It falls to you to write the next chapter in the story of this great nation.

    As the President of a country that you can count on as your greatest friend, I am confident that you can help us find the promise in the days that lie ahead. And as a man who has been inspired in my own life by that timeless calling within the Jewish experience – tikkun olam – I am hopeful that we can draw upon what’s best in ourselves to meet the challenges that will come; to win the battles for peace in the wake of so much war; and to do the work of repairing this world. May God bless you, and may God bless Israel and the United States of America. Toda raba.

  4. Ein Nachtrag: Die bahnbrechende Bedeutung der Fernsehfilme Ralph Giordanos über den Völkermord an den Armenien – welcher ihm zahlreiche sehr konkrete Morddrohungen einbrachte – test.hagalil.com/2013/03/21/giordano-4/
    wird in dieser Podiumsdiskussion der Heinrich Böll Stiftung insbesondere von der Grünen MdB Marieluise Beck nachdrücklich hervor gehoben.

  5. Lieber Herr Pfeifer,
    auch ihnen kann ich sagen: D´accord. Bei dieser Diskussion muss man immer einen Spagat hinbekommen, Ambivalenzen ertragen. Natürlich klingt vieles, „realpolitisch betrachtet“, hohl bei Avnery. Vor allem auch das antisemitische Umfeld, das seine Texte verbreitet… Natürlich, er hat immer nur 1, 2 Prozent der israelischen bevölkerung repräsentiert. Sein Einfluss innerhalb Israels schwindet immer mehr, so mein Eindruck.

    Aber, wenn wir schon bei diesen Themen sind: Ein Link zu der von der Heinrich Böll Stiftung (die Grünen) organisierten Podiumsdiskussion über:
    „Der Völkermord an den Armeniern und die deutsche Öffentlichkeit“. Wirklich sehenswert, u.a. mit Cem Özdemir und Dogan Akhanli.

    http://www.youtube.com/watch?v=RgGFmun1evs

  6. Es macht keinen Sinn Uri Avnery zu beschimpfen. Eher ist die Frage zu stellen, weshalb seine Argumente so hohl klingen.
    Der Nahe Osten (mit Ausnahme Israels) ist die einzige Region in der es keinerlei Fortschritt in Richtung Demokratie (der arabische Winter brachte die obskurantische MB zur Macht)gibt. Wir sehen an anderen Orten eine Art representativer Demokratie, regulierten Kapitalismus und gemäßigten Nationalismus, die einhergehen mit Lebensstandardsteigerung.
    In der arabischen Welt sehen wir mit Ausnahme der Golf Region keine solche Steigerung. Dort aber geht das zusammen mit dem Export von massiven Obskurantismus.
    Nicht Israel ist die Ursache für den Zerfall des Iraks, den Bürgerkrieg in Syrien mit 70.000-80.000 Todesopfern mit mehr als einer Million Flüchtlingen.
    Die Kräfte des Extremismus, der Intoleranz und der Stagnation wollen keinen Frieden mit Israel. Israel ist ein bequemer Sündenbock für all diese unfähigen Regime.
    Kein Wunder, dass es in der arabischen Welt keinen Gush Shalom gibt. Kein Wunder, dass in Israel Avnery als ein Fossil betrachtet wird, dessen Begeisterung für Arafat nicht von der Bevölkerung geteilt wurde und der keinerlei Einfluß auf das Geschehen nimmt. Hingegen ist Avery ein nützlicher Kronzeuge, für all diejenigen, die trotz der offensichtlichen Tatsachen, weiterhin glauben, Israel sei das Hauptproblem des Nahen Ostens.
    Es ist pure Heuchelei dem Teil der israelischen Jugend, der im IDF dient, Frieden zu predigen. Als ob diese Jugend nicht diesen Frieden wünschte. Tatsache ist, immer wenn es eine Chance auf einen Kompromiß gab sind die pal. Führer – die bis heute ihren Anhängern das Rückkehrrecht der „Flüchtlinge“ als Möglichkeit vorgaukeln – zurückgekrebst.

  7. @Rika Chaval: „Ich teile Uri Avernys Meinung zwar nicht immer, aber seine Artikel sind immer ein Gewinn und ein Anstoß, über das jeweilige Thema nachzudenken.“
    D`accord – wie immer 😉

    Avi Primor hat vor zehn Jahren – so lang ist das nun schon wieder her… – bei seiner Kölner Preisrede des Lew Kopelew Forums für Uri Avnery und Sari Nusseibeh erzählt, wie er, als Schüler, erstmals die beiden frühen Bücher Avnerys – „In den Feldern der Philister“ sowie „Die Kehrseite der Medaille“ – gelesen hat; das Letztere galt als „verboten“, als politisch geradezu obszön. Avi Primor erinnert sich an seine 55 Jahre zurück liegenden Empfindungen:
    „…Und das war das erste Mal, dass ich überhaupt irgend etwas gegen Krieg, von dem Elend des Krieges, gehört habe. Ich bin damit aufgewachsen und meine Generation auch. Wir waren mit Uri Avnery nicht immer einverstanden. Es gab viele Dinge, die wir ihm vorgeworfen haben. Als ich Student war, Jahre später an der Universität in Jerusalem, da habe ich, so wie alle meine
    Freunde, leidenschaftlich seine Zeitung gelesen. Aber die hat uns auch aufgewühlt, aufgeregt. Weil er so viele Dinge gesagt hat, die uns unangenehm waren, an die wir nicht glauben wollten. So bat ich einmal um einen Termin bei ihm. Er hat mich in seinem Büro in seiner Zeitung mit zwei Kollegen von mir empfangen, in Tel Aviv, am Freitagnachmittag, vor dem Wochenende, wo seine Zeitung schon raus war und wo er ein bisschen Zeit hatte, und wir hatten eine Reihe von Fragen vorbereitet. Aggressive Fragen, provokative Fragen: Wie können Sie so etwas schreiben?
    Ja, und er lächelte und sagte „Warum lesen Sie das alles so leidenschaftlich? Es scheint, dass Sie es jede Woche lesen. Warum eigentlich, wenn es Sie so aufwühlt? Darum schreibe ich es, damit Sie darüber nachdenken. Sie müssen nicht unbedingt mit mir einverstanden sein, mir zustimmen. Aber nachdenken sollen Sie!“ Und das haben wir seitdem immer getan. Ja, man muss nicht immer mit dem anderen einverstanden sein“ – so Avi Primor, 2003:

    http://www.kopelew-forum.de/d/v/Laudatio_Avi_Primor.pdf

    Also, liebe Rika: D´accord!
    Fritz Pleitgen, dieser feine, ironische, kluge Journalist (WDR) und ehem. ARD-Vorsitzende, hat vor zehn Jahren aus dem gleichen Anlass eine gleichfalls nachdenkliche Rede gehalten:
    http://www.kopelew-forum.de/d/v/Preisbegruendung_Fritz_Pleitgen_2003.pdf

    Weiterhin:
    http://www.presseportal.de/pm/7899/500265/lew-kopelew-preis-an-uri-avnery-und-sari-nusseibeh-verliehen-einsatz-fuer-verstaendigung-und

    Weiterhin, vertiefend: http://test.hagalil.com/2008/09/avnery.htm

    @udosefiroth: Sie sind ja `nen Intellektueller 😉

  8. Frieden, Anerkennung wächst nur aus Respekt, Bereitschaft zu Kompromissen. Beide Seiten werden starke Zugeständnisse machen müssen – wenn auch wenig dafür spricht, dass dies „geschehen“ wird.
    Frieden erwächst aus menschlicher Hilfe – wie sie Israel gegenwärtig verwundeten Syrern anbietet. Die wunderbare Lila schreibt hierzu:
    http://rungholt.wordpress.com/2013/03/27/verwundete-syrer/

    Auf besserwisserische Ratschläge aus Deutschland können Israelis gut verzichten.
    Der wohl aus Köln gebürtige, nun in israel lebende Koch Thomas Franz beispielsweise gehört zu den wenigen menschen, die wirklich eine Annäherung, ein wechselseitiges Verständnis zwischen Israelis und Deutschen ermöglicht. Wenn es doch mehr solcher konstruktiver Persönlichkeiten gäbe!!!:
    http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/menschen/thomas-franz-im-koch-finale-quarkbaellchen-fuer-israel-12044980.html

  9. Uri Avnery, deine Schreibereien und Kommentare sind seit Jahren überflüssig, aber so was von überflüssig. Warum gehst du nicht als Untermieter zu einer palästinensischen Familie in Gaza und bleibst dort? Dann hätte wir Ruhe vor dir!

    • Ganz und gar nicht.
      Ich teile Uri Avernys Meinung zwar nicht immer, aber seine Artikel sind immer ein Gewinn und ein Anstoß, über das jeweilige Thema nachzudenken.
      Averny war übrigens schon Zionist als Sie, Lisa, vermutlich noch nicht geboren waren.

    • Ge-nau, und nimmst alle „Linksextremisten“ mit, und die „Gewährsjuden“ der „Antisemiten“. Israel den Netanjahus und Liebermans!

    • @ Rika: 🙂 Die Meinung von Menschen, die 1933 Deutschland verlassen mussten, in Irgun und Haganah kämpften, den Staat Israel als Soldat verteidigten und schwer verletzt wurden, 10 Jahre in der Knesset wirkten, durch ein Attentat wieder schwer verletzt wurden, sehe ich persönlich auch als wichtigen Beitrag. Ob er mir passt oder nicht. Dies entscheide ich für mich, aber ohne Diffamierung. Wenn einige Leute heute „Ruhe vor Dir“ fordern, sollten diese sich überlegen, daß sie ohne Leute wie ihn, vielleicht, über einige Themen gar nicht sprechen könnten. Meiner Meinung nach.

  10. ‚Schützenhilfe‘ from white house …zum Glück würde ‚er‘ NIE je wirklich in Konsequenz ‚von‘ wahrhaft betroffen sein 🙁

    „Jerushalayim, diese wunderbare Stadt, in der wir uns jetzt treffen und die mich begeistert, M U S S zwischen beiden Völkern G E T E I L T werden.“ ? ? ?

    …Uri vllt. viel eher

    Welch ‚freiheitlicher‘ Akt???

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