Hallo Herr Joffe: Was ist mit Rabbi Ben-Chorin?

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Im Jahr 2009 war es eine erfreuliche Nachricht, dass die Jüdische Gemeine in Berlin Dr. Tovia Ben-Chorin als neuen Gemeinderabbiner  gewinnen konnte. Er war als bedeutender Rabbiner, streitbarer Geist und Gelehrter international bekannt und als Gemeinderabbiner eine sichere Bereicherung für jede Gemeinde…

Der Sohn des renommierten Religionswissenschaftlers Schalom Ben-Chorin amtierte zuvor als Rabbiner in Ramat Gan, Manchester, in der Har El Gemeinde in Jerusalem und in der Gemeinde Or Chadash in Zürich. Ben-Chorin hat als Israeli drei Kriege in der Panzerwehr mitgekämpft, war Leiter der israelischen liberalen Jugendbewegung und gehört zu den Gründern des Kibbuz Lotan im Negev.

In Berlin betreut er nun seit mehr als drei Jahren die liberale Synagoge in der Pestalozzistraße. Allseits hochgeschätzt sind nicht nur sein fundiertes Wissen, sein Scharfsinn und seine natürliche Autorität, sondern auch der persönliche Einsatz, seine Warmherzigkeit und sein Humor. Als Prediger hat Ben-Chorin die Gemeindemitglieder tief beeindruckt. Für viele Menschen hat er neue und frische Zugänge zur eigenen jüdischen  Religion und Identität freigelegt. Unter seiner Leitung konnte die Beterschaft der Synagoge Pestalozzistraße ihre Gemeinschaft vertiefen; Dank seines Einsatzes gibt es wieder eine funktionierende Jugendgruppe.

Trotz weiterer positiver Entwicklungen lauft der Vertrag von Rabbiner Ben-Chorin mit der Jüdischen Gemeinde zu Berlin im März 2013 aus. Ben-Chorin selbst will gerne weiter amtieren und auch die Betergemeinschaft der Pestalozzistraße wünscht sich das aus ganzem Herzen!

Trotz anderslautender Aussagen und Versprechungen seitens des Gemeindevorstands wurde der Vertrag bis jetzt aber nicht verlängert. Viele Gemeindemitglieder beunruhigt die Ungewissheit. Der Verlust einer solchen Persönlichkeit wäre ein nicht wieder gut zu machender Verlust für die jüdische Gemeinde, sagen viele.

bc-muss-bleiben.com

Einige sind nicht mehr bereit auf eine „herausgezögerte Willkür-Entscheidung von Gideon Joffe“ zu warten und fordern vom Gemeindevorstand die Verlängerung des Vertragsverhältnisses. Unter dem Motto: „Wir wollen Rabbiner Ben-Chorin, wir brauchen ihn und sind bereit um seinen Verbleib zu kämpfen“ hat eine Gruppe nun eine Petition gestartet, die sie per e-mail an die Betergemeinschaft Pestalozzistr. unter bc_muss_bleiben@yahoo.de unterstützen können. Die Petition finden Sie hier…

4 Kommentare

  1. Es ist eine Schande, wie der Vorstand unter Gideon Joffe mit der geachteten und verehrten Autorität unseres Rabbiners Ben-Chorin umgeht. Sollte sein Vertrag aus fadenscheinigen Gründen nicht verlängert werden, werden ich aus der Berliner Gemeinde austreten. Aus der Gemeinde, die mein Großvater sel.A. mit aufbaute, der ich Kindergarten, Machanot, Bar-Mizwah; Eheschließung und Oberschule meines Sohnes verdanke.In der ich mich lange Jahre zu Hause gefühlt habe. Dann aber wäre diese Gemeinde nicht mehr mein Zuhause.

  2. …ein Glück, dass ich diesem ganzen berliner Haufen nie beigetreten bin. Eine lächerliche Mischung aus Burleske, Rabulistik und russischem Heimatsverein…

  3. Yoffe versucht die liberalen Synagogen wie Sukkat Schalom kaputt zu machen, damit „man“ in Berlin endlich auch Wiener Verhältnisse: Ein orthodoxes Rabinnat unter der Fuchtel von Chabbad. Die Orthodoxen zerfetzen leider aus Angst vor Chabbad die Einheit der Gemeinde.

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