Ein Urteil gegen die NS-Opfer

18
71

Fehlentscheidung aus Den Haag…

AK-Distomo, Hamburg, den 3.2.2012

Heute, am Freitag, den 3.2.2012, verkündete der Internationale Gerichtshof in Den Haag seine Entscheidung im Fall Deutschland ./. Italien. Er gab der Klage Deutschlands statt, mit der die Bundesrepublik Immunität gegenüber Klagen von NS-Opfern in Italien beansprucht. Deutschland klagte vor dem IGH, weil italienische Gerichte vielfach zu Gunsten der Opfer entschieden und eine Klagemöglichkeit in Italien anerkannt haben. Mit diesem Urteil ist nun der Klageweg für NS-Opfer in Italien versperrt.

Dieses Urteil bedeutet eine Kapitulation des Rechts vor der Macht. Das Ergebnis ist eine faktische Beseitigung des Individualrechtsschutzes für die Opfer von Kriegs- und Menschheitsverbrechen, der in den letzten Jahren eine Stärkung erfahren hatte. Selbst schwerste Staatsverbrechen sollen keine Ausnahme mehr vom Prinzip der Staatenimmunität erlauben.

Für die Überlebenden des Massakers in Distomo und die ehemaligen italienischen Militärinternierten ist dies ein sehr trauriger Tag, weil die Ideologie des Stärkeren und die Norm der Mächtigen über die
Anerkennung des Unrechts gegenüber den einzelnen Machtlosen obsiegt hat. Die NS-Verbrechen und das Leid der Menschen spielten für den Ausgang des Prozesses keine Rolle. Der Internationale Gerichtshof hat sich der Macht Deutschlands und der Staatsräson gebeugt und die Grundlagen der Nürnberger Prozesse faktisch beseitigt.

Eine leise Kritik des Gerichts an der Praxis Deutschlands, ganze Opfergruppen wie die ehemaligen italienischen Militärinternierten von finanziellen Leistungen der Stiftung „Erinnerung, Verantwortung, Zukunft“ auszuschließen, kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass das Gericht deren Rechtsansprüche faktisch beseitigt hat. Ohne eine gerichtliche Durchsetzbarkeit ihrer individuellen Ansprüche sind die Opfer darauf angewiesen, um Wohltaten zu betteln.

In Berlin dürften heute die Sektkorken knallen. Für die Sache des Menschenrechts hingegen ist es ein schwarzer Tag. Deutschland als Rechtsnachfolgestaat des Deutschen Reichs hat vorerst nicht mehr zu
befürchten, für die Verbrechen Nazi-Deutschlands Verantwortung übernehmen zu müssen und die Opfer zu entschädigen.

Wir werden nicht aufhören, die demütigende Haltung Deutschlands gegenüber den Opfern der NS-Verbrechen zu kritisieren, und weiterhin fordern, dass alle NS-Opfern entschädigt werden.

 Weitere Informationen zum Prozess in Den Haag und zu den Entschädigungsforderungen

18 Kommentare

  1. „@ mfb (aber damit belass ichs dann, wird langweilig  …
    ,Was ist denn der andere Teil der Realität? Butter bei die Fische!““

    Ja was denn nun .. belssen, weil langweilig, oder Butter bei die Fische .. ??? 

    „Warum du da mitheulst, ist mir unklar, aber auch unwichtig, bzw.: ich lese S. mit mehr Interesse als deine Versuche, mich auf deine Seite zu ziehen.“
       
    Nöö .. ich heul da nicht mit ..   ich mag weder die katholische Kirche noch die Bayern an sich .. obwohl – ich bin erzkatholisch erzogen (wenn auch heute schwarzes Schaaf .-D ) unds hab mir vor ca. 350 Jahren ein paar Samentropfen bayrisches Blut eingefangen .. macht mich das parteiisch? 😛
    Wen du mit Interesse liest sei dir unbenommen. Aber nein Рich versuche nicht, dich auf meine Seite Рwo immer die liegt Рzu ziehen. Ich bin einfach erzogen worden, auf eine halbwegs h̦fliche Anfrage wie die deine eine halbwegs h̦fliche Antwort zu geben.

    Auf wessen Seite du stehst ist mir so etwas von egal .. so ungefähr wie auf welche Seite der berühmte Sack Reis in China fällt .. 😉

    Ps.
    Leider kann ich dir auf dein oberpeinliches Posting zum Thema „Kriegsverbrechen“ nicht mehr antworten, da unser „Hausmeister“ hier den raum schon abgesperrt hat.

    Bist du wirklich der Meinung, nur weil der Massenmord an deutschen Zivilisten durch das Flächenbombardement eventuell die Moral der deutschen kämpfenden Truppen geschwächt hat, dies legitimiert hat?
    Wie siehst du dann die Aussage, dass die Ermordung von allen männlichen Einwohnern einiger Dörfer in Italien, Jugoslawien oder sonstwo die Kampfkraft des Widerstandes verringert hat, da ja jeder wusste, wenn ich einen deutschen Soldaten töte, töten die 10 Zivilisten.  
    Oder ist Massenmord nur schlimm, wenn mensch den einzelnen direkt vor der Knarre hat und nicht durch bewusstes, aber unpersönliches Auslösen der Bombenbehälter auslöst.

    NEIN – Bombenholocaust ist ein Begriff, der voll daneben liegt. Schliesslich war der Halocaust keine Begleiterscheinung des Krieges sondern ein bewusster Völkermord.

    Der gezielte Massenmord an Zivilisten als Schreckenstat zur Einschüchterung des Gegners war auf beiden Seiten Bestandteil des Krieges .. und nach internationalem Recht auf beiden Seiten eindeutige Kriegsverbrechen ..

  2.  

    Gericht begrenzt Ghetto-Renten

    Zwei Urteile des Bundessozialgerichts dürften den Unmut von noch lebenden jüdischen NS-Opfer wecken. Sie hatten versucht, die Auszahlung ihrer sogenannten Ghetto-Renten rückwirkend zu verlängern – und scheiterten. Das spart den Rentenkassen bis zu einer halbe Milliarde Euro.

  3. „Robert Schlickewitz
    4. Februar 2012 – י״ב בשבט תשע״ב at 22:50 · Reply
    Es ist tatsächlich ein “schwarzer Tag” für die Sache des Menschenrechts.
    … <blablabla> …
    Fragwürdigste Rücksichten gegenüber dem erdrückend-mächtigen deutschen EU-Bruderland mussten genommen werden, egal ob sie den Interessen der eigenen Landsleute zuwiderliefen.

    Die Schattenseiten der Europäischen Union.“

    Soviel „unser“ „Historiker“ <megalol> .. denn schliesslich ist der IGH eine Vereinigung von bayrischen Jesuitennazis!!!  Das sieht mensch schon daran, dass der aktuelle Klanchef des IGH Hubert Semmelblösl heist .. freilich versteckt der sich unter dem Kampfnamen „Hisashi Owada „ :-O

    Der IGH ist weder mit Neffen noch mitnichten dazu da, Ansprüche einzelner persönlicher Kläger gegen irgendwen zu richten – als Organ der UNO ist er zur Weiterentwicklung des Völkerrechts und hier insbesondere für die Ausgestaltung des rechtlichen STAATLICHEN Miteinanders zuständig. Mehr: http://de.wikipedia.org/wiki/Internationaler_Gerichtshof

    Das hier vorliegende Urteil besagt nicht,  dass den italienischen Naziopfern nicht eine Entschädigung zustehe, sondern es wendet sich dagegen, dass irgend ein Staat (somit auch Deutschland) IN einem anderen Land (hier Italien) vor einem Gericht verklagt werden kann.

    Das Urteil hat durchaus weitreichende Auswirkungen. So ist unter anderem (leider :-P) auch sichergestellt, dass zum Beispiel von Israel vertriebene Palästinenser Israel NICHT vor einem ägyptischen Gericht zur Zahlung von ein paar Milliarden <was auch immer> verklagen können. Und auch nicht als persönlich Betroffenen Israel wegen Landdiebstall beim Mauerbau (wie diese Tatsache der IGH sieht, dazu: http://forum-recht-online.de/2004/404/404rkthurn.htm).

    Zurück zum Urteilsanlass ..  der IGH hat NICHT entschieden, dass die Ansprüche falsch sind, sondern dass das falsche gericht angerufen wurde. Den Opfern bleibt der Gang durch die deutschen Instanzen und danach zum Europäischen Gerichtshof (nochmalsnein – nicht der IGH). Natürlich könnte der STAAT Israel Deutschland vorm IGH verklagen .. doch Efem hat schon darauf hingewiesen, warum Israel dies lieber unterlässt.

    Leider kann damit auch keine pakistanische Mutter, deren Kind bei einem Drohnenterrorfall der USA getötet wurde, die USA vor einem pakistanischen Gericht verklagen. Aber das IGH ist vor allen Dingen für rechtssicherheit zuständig.

        

    • @Nulpe
       
      Lesen Sie lieber aufmerksam, ehe Sie förmlich in die Luft gehen!
      Ich schrieb, dass die italienischen und die griechischen Machteliten (nicht der IGH!) fragwürdigste Rücksichten gegenüber Deutschland nahmen und eigenen Landsleuten damit schadeten. Nähere Aufschlüsse siehe in dem von mir empfohlenen Buch von Meyer.
       
       

    • mfb, wenn man deine unerträgliche, pubertär anmutende Polemik und Animosität (mit der du dir hier keine Freunde schaffst) mal außer Acht lässt, bleibt Vernünftiges übrig.
      .
      Ja, es ist das falsche Gericht für die Durchsetzung der Ansprüche der italienischen Opfer, aber nicht sie haben das Gericht angerufen.
      .
      Es gibt jedoch, ebenfalls in Den Haag, den IStGH, den Internationalen Strafgerichtshof. Vor ihm könnten PalästinenserInnen versuchen, Israel als Privatpersonen zu verklagen, aber nicht als Staat, sondern in der Person des jeweiligen Befehlshabers bzw. der Verantwortlichen für irgendwelche Maßnahmen, die evtl. mit Strafe bedroht gewesen sein könnten.
      .
      Allerdings haben nicht alle Staaten die Einrichtung unterzeichnet, so etwa China, Indien, Kuba u.a. Andere haben unterzeichnet, aber noch nicht ratifiziert, wie Russland, Ägypten, Monaco u.a. Und noch andere (3 insgesamt) haben erst unterzeichnet, dann aber Kalte Füße bekommen und der UN mitgeteilt, dass sie die Unterzeichnung widerrufen und dementsprechend auch nicht ratifizieren werden, das Trio sind Sudan, USA, Israel.
      .
      Damit ist PalästinenserInnen dieser Weg versperrt. Und auch den pakistanischen Müttern, deren Kinder bei einem US-Drohnenangriff ums Leben kamen oder dabei verletzt wurden.
      .
      Die italienischen Anspruchssteller aber, da Deutschland unterzeichnet und ratifiziert hat, könnten versuchen, vor dem IStGH gegen die noch lebenden Kriegsverbrecher, die hier frei herumlaufend ihre Renten verbraten und z.T. immer noch in Mittenwald bei ihren Pfingsttreffen – lange Zeit unter Teilnahme der BW! – ihre Untaten kleinreden und verbrämen, zu klagen. Zumindest ein Achtungserfolg wäre den Italienern (und den Griechen, falls sie sich wieder wie jetzt vor dem IGH beteiligen) sicher, wenn auch materiell nicht viel für sie dabei herauskäme – es sei denn, sie fänden eine Konstruktion, die Erben der bereits verstorbenen Verbrecher bzw. deren befehlsgebende Vorgesetzte, so sie ihr Erbe angenommen haben, zu belangen. Die Chancen dafür dürften eigentlich nicht schlecht stehen, vermute ich: wer erbt, übernimmt auch Lasten, selbst wenn sie erst später festgestellt werden.
      .
      Nur: es ist nicht billig. Der italienische Staat, der drei Jahre nach Kriegsende unbegreiflicherweise eine Generalamnestie für alle italienischen Kriegsverbrecher erließ und damit (West-)Deutschlands meist milde Bestrafung seiner KriegsverbrecherInnen bei Weitem übertraf, sollte schon in Erinnerung an diesen ebenfalls als Verbrechen zu bezeichnendem Erlass den klagen Wollenden finanziell beistehen. Sollte…

    • „mfb, wenn man deine unerträgliche, pubertär anmutende Polemik und Animosität (mit der du dir hier keine Freunde schaffst) mal außer Acht lässt, …“

      @efem,

      irgendwie haben wir ein unterschiedliches Verständnis von unserm „hiersein“. Also ICH bin nicht hier, um mir Freunde zu schaffen. Das ist mir wichtiger im realen Leben .. 🙂 .. in Diskussionen geht es – zumindest bei intelligenteren Wesen – weniger um Empathie als um Argumente .. oki – das stimmt so nicht – sollte aber so sein.

      Ich persönlich habe wenig Geduld mit Faschisten und Rassisten. Und Schlicke zählt eindeutig zu letzteren. Darin unterscheidet er sich nicht wirklich von BZ.  Seine psychischen Probleme sind da für mich keinerlei Entschuldigung. So einem hau ich den Schund, den er verbreitet, einfach nur um die Ohren. Wenn du das unerträglich und pubertär empfindest – sei es dir unbenommen.

      Interesannt finde ich noch, dass wir beide offensichtlich der gleichen Meinung sind, dass es leichter für die Opfer des Nationalsozialismus ist, eine Entschädigung zu bekommen, als es für die Opfer US-Amerikanischer oder israelischer Gewalttaten ist. 

    • @mfb 
      .
      Deiner a la f…g for virginity  hausgemachten mfb-Logik zu folgen ist mir leider nicht gegeben.  Rassisten sind Leute, die sich gegen geflissentlich unter den Teppich gekehrten Rassismus vor ihrer Haustür stemmen? Dann bin auch ich einer.
      .
      Von wegen Entschädigung: hab noch nicht gehört, dass Opfer palästinensischer Gewalt auch nur einen Schekel von Pali-Seite dafür erhielten, geschweige denn bei innerpalästinensischen, mehr oder weniger mörderischen Freundlichkeiten. Oder dass Amis von den diversen Organisationen und Individuen, die danach trachten und es teilweise immer wieder mal erfolgreich probieren, Landsleuten von ihnen das Lebenslicht auszublasen, einen einzigen Cent Entschädigung bekamen.
      .
      Wo Rechtstaatlichkeit fehlt, sind UNO und Den Haag machtlos.

    • @efem,

      Du hast deinen Namen überschrieben und postest nun unter meinem .. und das ist uns wohl beiden peinlich 😉 ..

      doch zu wichtigerem ..

      Stell dir vor, hier wäre jemand, der – sobald ein jüdischer Name genannt wird – nichts besseres zu tun hat als sofort irgend einen und wenn noch so kleinen Dreckfleck zu suchen und - von diesem ausgehend – das Volk der Juden als grundsätzlich schlecht und verdorben dazustellen .. vor allen Dingen, wenn diese Juden auch noch jüdischen Glaubens sind.

      Würdest du so eine jemanden, wenn er als Antisemit und Rassist angegriffen würde, würdest du diesen dann auch damit verteidigen, dass er doch nur gegen die Dreckflecken in der Welt kämpft?

      Ersetze in der o. a. darstellung „jüdischen Namen“ durch „Bayern/Deutschen“, „das Volk der Juden“ durch „Bayern/Deutsche“, und „jüdischen Glauben“ durch „Katholizismus/Christentum“ .. und du erhälst Schlicke. Der Mann ist so von seinem Hass, seiner Fixierung zerfressen, dass er schon gar nicht mehr weis, wass er eigentlich anrichtet.

      Bestes, weil einigermassen neues Beispiel .. seine Hasstuirade gegen Maximilian Kolbe. Der hat wohl mal irgend etwas gegen Juden geschrieben .. schlimm, schlimm, schlimm .. in einer zeit, in der jeder was gegen Juden schrieb (was als solches nun wirklich zu beanstanden ist) .. ich wag mich da an eine Parallele .. in noch gar nicht so viel früheren Zeiten galten Prügel als völlig normales Erziehungsmittel .. nicht nur in Bayern. Wenn denn nun ein Pädagoge Prügel als Erziehungsmittel in einer seiner Schriften erwähnt, ist er dann aus heutiger Sicht sofort ein sardistisches Monster? An ihren Taten sollt ihr sie erkennen .. 

      Zurück zu Maximilian Kolbe .. zwar kein Bayer, sondern Pole, aber Fransiskaner .. <bähhh> .. hat mal was gegen die Juden geschrieben .. Antisemit .. ist wahrscheinlich deswegen ins KZ gekommen ..

      .. achne .. was les ich da?: “ Am 14. Februar 1941 wurde er erneut festgenommen; ein Hauptgrund war, dass er in Niepokalanów 2300 Juden und dazu noch anderen polnischen und ukrainischen, griechisch-katholischen Flüchtlingen Zuflucht gewährte.“  
      http://de.wikipedia.org/wiki/Maximilian_Kolbe 

      Für unseren Pseudohistoriker ist offensichtlich ein negativer Satz über Juden irgendwo geschrieben wichtiger als der Versuch, 2300 Juden zu retten.

      Schlicke ist ein hasszerfressener armseliger Wicht. Ich weis nicht, was die katholische Kirche und das Land Bayern ihm – in seinem verständnis – angetan haben .. ist mir allerdings auch egal.  Wer seinen – im Internet verfügbaren - Brief an den Bundespräsidenten gelesen hat, kann sich eh denken, dass er nicht weit vom Jagdschein entfernt ist.

      Wenn du das hart findest .. für Rassisten, egal gegen welche Rasse, und ob geistig gesund oder nicht, hab ich Null Verständnis, Null Sympathie und Null Toleranz.

           

    • @ mfb
      .
      „hast deinen Namen überschrieben“ Irrtum. Ich vermute software-bug, wurde von der Moderation korrigiert. 
      .
      Deine Argumentation ist nicht einsichtig. Man kann nicht gegen jemanden vorgehen, weil er  als +/- Insider Bekanntes oder Unbeknntes, das unwiderlegbar ist, in einen ihm logischen Zusammenhang stellt. Wird hier übrigens gern bei „Jane“ exerziert. Erst wenn er oder sie zu dem Vorgelegten eine Wertung vornimmt, d.h. seine oder ihre Meinung dazu äußert,  und sich dabei evtl. verrennt, wie, wiederum „Jane“ als Beispiel, es ihr IMO ab und an passiert, kann das kritisiert werden, allerdings nicht in der Form, dass dann das Vorgelegte als „Lüge“ oder so bezeichnet wird  Und Angriffe auf die Person, die sich wie „Jane“ oder, tiefschürfender und kompetenter, Schliclewitz die nicht kleine Mühe der Zusammenstellung gemacht hat, also persönliche Angriffe, zeigen Hilflosigkeit, wenn nichts entgegengesetzt werden kann und sind als Angriffe, wie man so sagt unter der Gürtellinie, von Dritten nicht akzeptierbar. 
      .
      Mit deinem Beisoiel Kolbe liegst du übrigens voll daneben. Die Stichworteingabe
      .
      „maximilian kolbe“ juden krebsgeschwür
      .
      in eine Suchmaschine ergab viele Treffer, in dem die Widersprüchlichkeit dieses Mannes in Wort und Tat ohne Weiteres ganz ähnlich beschrieben ist, z.B. hier
      .
      http://www.dradio-dw-kath.eu/beitrag.php?id=929&PHPSESSID_netsh101052=lzxvxyqrjfqgrm
      .
      oder hier:
      .
      http://www.heiligenlexikon.de/Grundlagen/Impressum.html&PHPSESSID=qj343jvq1vr13ejjk9sqm8veqrb7907m
      .
      und anderswo. Alles hasszerfressene Individuen, die Schreiber, logo.
      .
      Mach die Probe aufs Exempel. Außerdem ist anscheinend nicht bewiesen, dass die scheußlichen „Stellen“ von K. selber stammen, sondern in von ihm Herausgegebenen stehen, was ihn freilich nicht von der Verantwortung entbindet.
      .
      Noch was: wenn jemand unter quasi Verschluss Gehaltenes ausgräbt und wenn er dann von denen, auf die die Eigenschaften Opportunismus, Chauvinismus, Patriotismus, völkisches Bewusstsein  und was es an dergleichen netten Bezeichnungen noch gibt, zutreffen, als elender Verräter, Schmutzfink, Nestbeschmutzer usw. bezeichnet wird, fördert das bestimmt nicht seine Bereitschaft, evtl. kürzer zu(zu)treten, sondern das Gegenteil. Viel Feind, viel Ehr. Vergleichbares zeigt sich in den früheren GUS-Staaten, in denen allerdings härtere Bandagen bis zu Mord in Anwendung gebracht werden. Dummerweise lässt sich die Wahrheit damit nicht verhindern. Fällt mir doch glatt Wikileaks ein…

    • @efem,

      „Deine Argumentation ist nicht einsichtig.“
      Doch – isse .. :-D   

      Man kann nicht gegen jemanden vorgehen, weil er als +/- Insider Bekanntes oder Unbeknntes, das unwiderlegbar ist, in einen ihm logischen Zusammenhang stellt.“
      Wenn jemand, der sich für einen Insider hält, aus Bekanntem und unbekanntem nur das herausfischt, was in seine vorgefertigte Meinung passt und den anderen Teil der Realität verschweigt,  dann ist er ein Geschichtsverfälscher und Lump.

      Wird hier übrigens gern bei “Jane” exerziert. Erst wenn er oder sie zu dem Vorgelegten eine Wertung vornimmt, d.h. seine oder ihre Meinung dazu äußert, und sich dabei evtl. verrennt, wie, wiederum “Jane” als Beispiel, es ihr IMO ab und an passiert, kann das kritisiert werden, allerdings nicht in der Form, dass dann das Vorgelegte als “Lüge” oder so bezeichnet wird“
      Hallo!! Liest du den Schrott eigentlich, den Schlicke hier abseiert?
      Ja – Jane nervt .. aber ich hab hier noch nichts gelesen, wo sie sich negativ, über „die Juden“, „das Judentum“ oder „den jüdischen Glauben“ äussert. Sie ist eine entschiedene Gegnerin der Politik des israelischen Staates. Und das ist grundsätzlich ok.
      Schlicke ereifert sich – und mehr verrennen kann mensch sich gar nicht – grundsätzlich über die ‚Schlechtigkeit‘ der Bayer, der Deutschen, der Katholiken, eigentlich der Christen.

      „Mit deinem Beisoiel Kolbe liegst du übrigens voll daneben. Die Stichworteingabem “maximilian kolbe” juden krebsgeschwür in eine Suchmaschine ergab viele Treffer, in dem die Widersprüchlichkeit dieses Mannes in Wort und Tat ohne Weiteres ganz ähnlich beschrieben ist“
      Lol .. NEIN – genau da lag ich NICHT daneben.  Ich schrieb:“Bestes, weil einigermassen neues Beispiel .. seine Hasstuirade gegen Maximilian Kolbe. Der hat wohl mal irgend etwas gegen Juden geschrieben .. schlimm, schlimm, schlimm .. in einer zeit, in der jeder was gegen Juden schrieb „. Deine beiden Links hab ich ausprobiert .. der erste hat meinen Rechner zum Absturz gebracht .. der zweite lies sich öffnenn und lesen .. inhaltlich nichts neues..
      Machen wir doch mal einen Vergleich ..
      Person A ist katholischer priester und schreibt üblen Schund über Juden.
      Person B ist auch katholisch,  wird aus oportunismus NSDAP-Mitglied, bereichert sich an einem arisierten Betrieb und an Zwangsarbeit jüdischer KZ-Häftlinge.
      .. und jetzt kommts ..
      beide besinnen sich im entscheidenen Augenblick auf ihre Menschlichkeit und versuchen hunderte von Juden zu retten.  
      Ist einer von beiden, beide oder keiner ein Antisemit?     
      Der Unteschied zwischen beiden ist, der eine wird von der katholischen Kirche als Heiliger verehrt, der andere von Israel als Gerechten unter den Völkern.

      Und ja .. mir ist Oscar Schindler auch sympathischer als Maximilian Kolbe .. aber aus anderen Gründen.  Maximilian Kolbe war ein fanatischer Christ. Seine Selbstaufopferung für einen Familienvater sicherlich herauszuheben .. ebenso wie seine Haltung im Tod. Aber wenn er denn ein Heiliger war, was hat das mit ’normalen menschen‘ zu tun?
      Oscar Schindler war ein Mensch .. sagen wir mal .. nicht ganz so anspruchsvoller Moral. Ein  Opportunist, Fremdgänger, moralischem Denken eigentlich eher negativ gegenüber eingestellt .. ausschliesslich auf eigenen Profit fixiert. … als der Film Schindlers Liste in die Medien kam, hielt mir mein Vater einen Vortrag über die mangelnde Moral Oscar Schindlers. Und ich setzte ihn Matt mit der Frage,  wenn so ein moralisch ambivalentes Subjekt erkennt, wie verbrecherisch das Nazi-Regime war und sich unter Einsatz seines Vermögens und seiner Sicherheit für die Rettung von Juden einsetzte, wieso hat dann der moralisch höherstehende Teil des deutschen Volkes weitgehend versagt (Maximilian Kolbe da eindeutig ausgenommen!)?
        

    • @ mfb (aber damit belass ichs dann, wird langweilig 🙁
      .
      Du meinst:
      .
      „Wenn jemand, der sich für einen Insider hält, aus Bekanntem und unbekanntem nur das herausfischt, was in seine vorgefertigte Meinung passt und den anderen Teil der Realität verschweigt, dann ist er ein Geschichtsverfälscher und Lump.“
      .
      Was ist denn der andere Teil der Realität? Butter bei die Fische!
      .
      Hingucken!: Robert Schlickewitz, ganz im Gegenteil zu deiner Behauptung, stellt dem von ihm durchaus beschriebenen Bild des schönen Bayernlandes das des unschönen gegenüber.  
      .
      Er „ereifert sich grundsätzlich über die ’Schlechtigkeit’ der Bayer, der Deutschen, der Katholiken, eigentlich der Christen.“
      .
      Quark. Er macht, was der biederen Gesellschaft Not tut: er nennt, was unopportun , begraben ist, und das möglichst nicht gehört werden soll. Dass diejenigen, die sich getroffen fühlen, aufheulen – na und. Steht zu erwarten.
      .
      Warum du da mitheulst, ist mir unklar, aber auch unwichtig, bzw.: ich lese S. mit mehr Interesse als deine Versuche, mich auf deine Seite zu ziehen.
      .
      Zum guten Schluss noch was: du machst aus einem einzigen Satz von R.S.:
      .
      „.Der hochangesehene Franziskaner und KZ-Häftling Maximilian Kolbe (1894-1941) hat mehrere schriftliche Dokumente (s)eines nicht unerheblichen Antisemitisus’ hinterlassen; u.a. bezeichnete das von ihm herausgegebene Periodikum die Juden als “Krebsgeschwür‘ und forderte deren Vertreibung aus Polen.“
      .
      „eine Hasstirade gegen Maximilian Kolbe.“
      .
      Sagt und zeigt man dann, dass das auch anderswo steht, ist deine Reaktion dazu: „inhaltlich nichts neues“. Was nichts? Hasstiraden oder was?  
       
       
       

  4. Es ist zumeist eine Sache des Betroffenseins.

    Sahen und sehen die Richter den Zahlmeister in Sachen EU in Gefahr?
    Apropos:

    Das Schlagwort und die Voraussetzung der letzten (im Sinne von endgültig) Zahlung war „Rechtssicherheit„.
    Man verstehe jedoch auch die Anwälte:
    Sie müssen etwas zu klagen haben 
    Inhaltsbeliebige Bedürfnisse sind schnell und leicht zu wecken.

  5. Ãœbrigens, keinesfalls als Relativierung zitiert, aber nachdenklich stimmend:
    .
    „Nach dem Krieg versandeten alle Bemühungen, die italienischen Kriegsverbrecher zur Rechenschaft zu ziehen. Die Alliierten behinderten de facto alle jugoslawischen Bemühungen in dieser Richtung und auch die italienische Justiz brachte es trotz mancher öffentlicher Forderung nicht fertig, diese Kriegsverbrechen aufzuarbeiten.“
    .
    Nachzulesen hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Italienische_Kriegsverbrechen_in_Jugoslawien

  6. Die Kritik an dem Urteil mag vielen einleuchtend erscheinen, aber ist sie wirklich gerechtfertigt?
    .
    Zunächst einmal wäre zu sagen, dass die Bundesrepublik Deutschland nicht das Deutsche Reich ist und ihr als Staat dessen Verbrechen nicht angelastet werden können, sondern denen, die sie begangen haben. Es gibt auch kein alliiertes Gesetz (z.B. vom a. Kontrollrat), das die BRD zu einer Opfer- und Sachentschädigung gegenüber Italien verpflichtet, was letztlich auf eine Art Reparation hinausliefe. Beispielsweise aber hatte die SU für sich eine Reparation von m.W. 10 Milliarden US$$ festgesetzt, was von der BRD nicht beachtet wurde und deshalb ganz an der DDR hängenblieb, die diese Reparation allein leistete, und zwar bis zu ihrem Ende, nach einer „Aufhebung“ durch die SU allerdings dennoch noch in versteckter Form, z.B. durch die Urangewinnung und -lieferung, Abwertung gelieferter Waren etc. Jedoch hat das BRD-Parlament sozusagen freiwillig und allein durch moralische Erwägungen bestimmt eine ganze Reihe Gesetze zur „Entschädigung“ verabschiedet, etwa für Israel und jüdische Holocaustopfer.
    .
    Die Sammlung von 10 Milliarden Euro zur „Entschädigung“ der Zwangsarbeiter, wobei Industrie und Handel freiwillig 5 Milliarden beisteuerten, hatte mit Moral wenig zu tun: es ging um Sammelklagen in den USA, denen damit die Berechtigung zur Forderung an Deutschland der Boden entzogen wurde. Es stand dabei übrigens nicht zur Debatte, ob solche Sammelklagen-Forderungen an Deutschland überhaupt durchsetzbar gewesen wären: die Furcht einer Boykottierung deutscher Waren in den USA spielte eine entscheidende Rolle für die deutsche Politik. Italien aber ist nicht die USA…
    .
    Beklagenswert ist nicht dies Urteil, sondern die bisherige Versäumnis bzw. Weigerung des Parlaments, ein Gesetz zur Befriedigung italienischer, griechischer, jugoslawischer, französischer usw. Ansprüche im Fall definitiv als solche anzusprechender Kriegsverbrechen zu erlassen. Schwierig dürfte das Abfassen so eines Gesetzes schon sein, weil ja der ganze Krieg, ein Angriffskrieg, als verbrecherisch zu benennen ist. Es wäre an der Zeit, nachdem jetzt klar ist, dass wie in diesem Fall italienische (und andere in anderen Staaten) Gerichte keine Ansprüche gegen die BRD geltend machen können, ein Gesetz zur „Entschädigung“ zu basteln und durchzubringen, denn es schien ja bisher nicht um die Summe, die sicherlich rel. leicht aufbringbar wäre, zu gehen, sondern um ungeklärte rechtliche Fragen, die nun geklärt sind, deshalb ist das Urteil eher zu begrüßen als zu kritisieren.
    .
    Mit anderen Worten: die „Entschädigung“ ist moralisch unbedingt anzustreben, und zwar schnell. Zu hoffen steht, dass sich Abgeordnete dafür stark machen.
    .
    Abgeordnete haben Namen und Adressen!

  7. Ein Urteil der euch oder mir oder uns nicht gefehlt ist deswegen kein Fehlurteil. Zumal ihr rechtlich gar nichts zu beanstanden gehabt hat, zumindest nicht in dem Artikel.
    Journalistisch ist also  die Schlagzeile moralisch bedenklich

  8. Es ist tatsächlich ein „schwarzer Tag“ für die Sache des Menschenrechts.
     
    Jedem, der sich ein Bild von Art und Umfang der Verbrechen von uns Deutschen an Italienern und Griechen machen möchte, dem sei wärmstens
    „Blutiges Edelweiß“. Die 1. Gebirgs-Division im Zweiten Weltkrieg, Berlin 2008 von Hermann Frank Meyer
    empfohlen. Eine Lektüre, die man so schnell nicht vergisst und die einem gleichzeitig vor Augen führt, wie wenig Interesse die Machteliten in Italien und Griechenland an ehrlicher Aufklärung über die Verbrechen und an gerechter Wiedergutmachung der Betroffenen bzw. deren Angehörigen hatten und haben.
    Fragwürdigste Rücksichten gegenüber dem erdrückend-mächtigen deutschen EU-Bruderland mussten genommen werden, egal ob sie den Interessen der eigenen Landsleute zuwiderliefen.
     
    Die Schattenseiten der Europäischen Union.

  9. Damit ist zum wiederholten Mal schwarz auf weiß zu erkennen,
    was manche Aussagen von deutschen Politiker zu
    „Gesicht zeigen“ oder die guten Ratschläge nach Israel
    wert sind, was davon in Bezug auf MENSCHENRECHT zu halten
    ist. 

Kommentarfunktion ist geschlossen.