Palästinenser wollen vor allem Frieden und Wohlstand – danach sehen wir weiter…

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Die radikalislamische Hamas verliert unter der palästinensischen Bevölkerung Vertrauen. 51 Prozent in Gaza und 59 Prozent in der West Bank bewerten die vom Iran unterstützte Hamas negativ. Auch das Ansehen des Iran sinkt immer weiter. Fast 80 Prozent der Palästinenser lehnen das Regime in Teheran ab…

Umfrage: Palästinenser wollen Jobs, keine einseitige Staatsausrufung bei der UNO

  • Palästinenser für Verhandlungen mit Israel
  • Unterstützung für Hamas und Iran sinkt
  • Palästinenser gegen neue Intifada
  • 59% der Palästinenser nutzen Facebook

TIP – Eine überwältigende Mehrheit der Palästinenser wollen, dass ihre Politiker neue Arbeitsplätze schaffen, die Gesundheitsversorgung verbessern und die Bildung fördern. Nur eine kleine Minderheit hält die aktuelle Kampagne zur einseitigen Ausrufung eines Palästinenserstaates für wichtig. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Umfrage, die vom Israel Project in Auftrag gegeben wurde.

Die Umfrage (Charts, Frequency Questionnaire) wurde von Stanley Greenberg von Greenberg Quinlan Rosner Research in Zusammenarbeit mit dem palästinensischen Meinungsforschungsinstitut Palestinian Center for Public Opinion unter 1.010 Palästinensern (353 in Gaza und 656 in der West Bank) durchgeführt. Die Teilnehmer wurden nach den wichtigsten Themen gefragt, um die sich Palästinenserpräsident Mahmud Abbas ihrer Meinung nach kümmern sollte. Mehr als 80 Prozent nannten die Schaffung neuer Arbeitsplätze, während nur 4 Prozent die aktuelle palästinensische Kampagne für eine einseitige Staatsausrufung bei den Vereinten Nationen wählten. Auf die Frage, wie diese Arbeitsplätze geschaffen werden könnten, sagten 44 Prozent, dass sie die Vergabe von Kleinkrediten als Existenzgründerzuschuss für neue Unternehmen für die hilfreichste mögliche Maßnahme halten.

Hamas und Iran

Die radikalislamische Hamas verliert unter der palästinensischen Bevölkerung Vertrauen. 51 Prozent in Gaza und 59 Prozent in der West Bank bewerten die vom Iran unterstützte Hamas negativ. Auch das Image des Iran ist seit der letzten Umfrage des Israel Project im vergangenen Oktober gesunken. Heute stehen rund 77 Prozent der Palästinenser dem Regime in Teheran eher ablehnend gegenüber. 73 Prozent der Palästinenser sind der Meinung, dass „Iran und Präsident Ahmadinejad um sich selbst und ihre eigene Agenda kümmern“, anstatt freundschaftliche Beziehungen mit dem palästinensischen Volk zu pflegen. Im Oktober 2010 stimmten 47 Prozent dieser Aussage zu.

Abbas und Fayyad

Gute Noten für ihre Arbeit erhielten der palästinensische Ministerpräsident Salam Fayyad und Palästinenserpräsident Mahmud Abbas. Die positiven Einstellungen gegenüber den beiden Politikern stiegen auf etwa 70 Prozent. Wenn heute Wahlen wären, würde Abbas‘ Fatah-Partei mit einer Dreiviertelmehrheit die Hamas klar abhängen. Keine andere palästinensische Partei würde über 5 Prozent kommen.

Verhandlungen mit Israel

Was das Verhältnis zu Israel betrifft, würden zwei Drittel der Palästinenser diplomatische Verhandlungen dem „gewaltsamen Widerstand“ vorziehen. Allerdings sind in beiden palästinensischen Gebieten je 30 Prozent der Ansicht, es sei „an der Zeit für gewaltsamen Widerstand.“ Es ist bezeichnend, dass diejenigen, die Gewalt unterstützen, eher die Nachrichtensender Al Jazeera und Al Manar-TV schauen. Die Unterstützer von Verhandlungen mit Israel informieren sich eher über den Fernsehsender Al Arabiya.

Eine Mehrheit der Palästinenser unterstützt die Rückkehr zu Verhandlungen mit Israel selbst unter Verweis auf eine Stellungnahme des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu, wonach „er keinen Plan in Betrachte zieht, der die Teilung Jerusalems vorsieht, und dass sich palästinensische Flüchtlinge in Palästina und nicht in Israel ansiedeln sollten“. Zwei Drittel sprachen sich gegen eine dritte Intifada aus, und nur 14 Prozent sagten, sie würden sich an einem solchen Aufstand beteiligen.

Gewalt gegen Zivilisten

In einem weiteren Umfrageteil konnten die Teilnehmer eine Liste mit Maßnahmen als moralisch „richtig“ oder „falsch“ bewerten. Gewalt gegen Zivilisten lehnten die meisten Palästinenser ab; 59 Prozent sagten, dass es „falsch“ sei, Raketen auf israelische Städte und Zivilisten zu schießen. 42 Prozent sagten, dass die Ermordung der fünfköpfigen Familie Vogel in der Westbank-Siedlung Itamar am 11. März 2011 „falsch“ gewesen sei. Allerdings halten auch 29 Prozent den Mord für „richtig“.

Eine Mehrheit der Palästinenser rechtfertigt die Gewalt gegen israelische Soldaten. 62 Prozent sagen, es sei „richtig“ israelische Soldaten zu entführen und als Geisel zu nehmen. Diese Ansicht trifft auch dann noch auf starke Unterstütztung, wenn ausdrücklich auf die Entführung von Gilad Shalit verwiesen wird. Der israelische Soldat wurde vor fünf Jahren von der Hamas in den Gazastreifen verschleppt, wo er seither ohne jeglichen Kontakt mit der Außenwelt, und ohne Zugang zum Internationalen Roten Kreuz, festgehalten wird. Hier befürworten 56 Prozent seine Entführung. 51 Prozent sind gegen seine Freilassung.

Existenzrecht Israels

72 Prozent halten es für „richtig“, abzustreiten, dass es eine lange jüdische Vergangenheit in Jerusalem gibt. 61 Prozent unterstützen die Benennung von Straßen nach Selbstmordattentätern. 53 Prozent sagen, es sei „richtig“, wenn in palästinensischen Schulen Lieder gelehrt werden, die dazu aufrufen, Juden zu hassen.

Charta der Hamas

Über 70 Prozent der Palästinenser stimmen dem Abschnitt der Charta der Hamas zu: „Die Stunde wird kommen, da die Muslime gegen die Juden solange kämpfen und sie töten, bis sich die Juden hinter Steinen und Bäumen verstecken. Doch die Bäume und Steine werden sprechen: „Oh Muslim, oh Diener Allahs, hier ist ein Jude, der sich hinter mir versteckt. Komm und töte ihn!“ Nur der Gharkad-Baum wird dies nicht tun, denn er ist ein Baum der Juden.“

Allerdings sind 48 Prozent nicht mit der folgenden Passage aus der Charta der Hamas einverstanden: „Derartige Initiativen, sogenannte friedliche Lösungen und internationale Konferenzen zur Lösung der Palästina-Frage stehen im Widerspruch zur Ideologie der Islamischen Widerstandsbewegung. Es gibt keine andere Lösung des Palästina-Problems als den Dschihad.“ Bezeichnenderweise halten diese Aussage zwei Drittel der Palästinenser in Gaza für überzeugend, während in der West Bank eine Mehrheit diese Ansicht nicht teilt.

Zweistaatenlösung

Die Unterstützung für eine Zwei-Staaten-Lösung, bei der Israel und Palästina nebeneinander existieren würden, ist in den vergangenen neun Monaten gesunken. Während im Oktober 2010 noch 60 Prozent sagten, sie würden eine Zwei-Staaten-Lösung akzeptieren, sagen 52 Prozent heute, dass sie diese Lösung nicht unterstützen. Zwei Drittel behaupten: „Das eigentliche Ziel sollte es sein, mit zwei Staaten zu beginnen, um dann alles einen palästinensischen Staat werden zu lassen.“ 84 Prozent sagen, dass „Palästinenser im Laufe der Zeit daran arbeiten müssen, um wieder das ganze Land für einen palästinensischen Staat zurückzubekommen.“

Die Umfrage wurde vom 22. Juni bis 8. Juli 2011 von Greenberg Quinlan Rosner Research in Zusammenarbeit mit dem Palästinensischen Center for Public Opinion und im Auftrag des Israel Project durchgeführt. Die Daten beruhen auf Einzel-Interviews. Die Fehlerquote der Umfrage liegt bei 3,1%.

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15 Kommentare

  1. @ Frau Chaval

    Danke für den Link. Erster click:

    „65% of the Palestinians believe they should go to the UN in September to obtain recognition for their state, despite President Obama’s statement that it would be a mistake for them to do so. 65% of Israelis believe the Palestinians will indeed go to the UN.
    In light of President Obama’s speech, a majority of 88% of the Palestinians think the US position is closer to Israel, while only 8% think it is closer to the Palestinian position. Israelis are split in their assessment: 42% think the US position is closer to Israel and 40% think it is closer to the Palestinians.
     
    Majorities on both sides, 57% of Palestinians and 51% of Israelis, believe that if the Palestinians turn to the UN General Assembly for recognition of a Palestinian state, they will succeed to obtain a two thirds majority. Majorities on both sides, 76% of the Palestinians and 65% of the Israelis, also believe that the US will use its veto power in the UN Security Council in order to prevent the UN from admitting the state of Palestine as a UN member.
     
    Almost 60% of Israelis think Israel should accept the decision if indeed the UN recognizes a Palestinian state, and either start negotiations with the Palestinians about its implementation or not allow any change on the ground by the Palestinians; 20% believe Israel should oppose the decision and intensify the construction in the settlements; 5% think that Israel should annex to Israel the PA territory; and 6% think Israel should invade the PA and use force in order to prevent the establishment of a Palestinian state.“

    http://www.geneva-accord.org/mainmenu/joint-israeli-palestinian-poll-june-2011

  2. Juppe: Israel ist der Staat des jüdischen Volkes

    „Der französische Außenminister Alain Juppé hat erklärt, jede Lösung des Nahostkonflikts müsse eine Anerkennung Israels als Nationalstaat des jüdischen Volkes beinhalten. Dies hat das französische Außenministerium gestern noch einmal bekräftigt.“

    „Juppé hatte letzte Woche auf einer Pressekonferenz in Madrid auf die Frage, ob Frankreich die geplante einseitige Staatsausrufung der Palästinenser unterstützen würde, geantwortet:“

    „Frankreich hat eine sehr klare Position, die es mit Spanien und allen anderen europäischen Partnern teilt: Ohne eine Anerkennung der beiden Nationalstaaten wird es keine Lösung für den Nahostkonflikt geben. Der Staat Israel ist der Nationalstaat des jüdischen Volkes, und der palästinensische Staat ist der Staat des palästinensischen Volkes.“

    „In Israel wurde diese Aussage sehr positiv aufgenommen. Hochrangige Vertreter des Außenministeriums erklärten, dies sei ein Hinweis darauf, dass die Europäische Union sich auf die Position von Ministerpräsident Netanyahu zubewege, dass eine Anerkennung Israels als jüdischer Staat Teil der Vorbedingungen für zukünftige Verhandlungen sein muss.“

    (Jerusalem Post, 27.07.11)

  3. Islamischer Gelehrter unterstützt den Zionismus

    „Ein islamischer Gelehrter ist der antisemitischen Agitation radikaler Extremisten öffentlich entgegentreten und hat erklärt, das die Rückkehr der Juden nach Israel im Koran, dem heiligen Buch des Islam, explizit angekündigt ist. Damit stellt sich der Gelehrte gegen Versuche von Terroristen, den Islam bzw. den Koran als Begründung für ihren Terrorismus zu instrumentalisieren.“

    „Der italienische Imam Abdul Hadi Palazzi (Rom) beruft sich dabei auf den Koran. Dort sei die Rückkehr des jüdischen Volkes in das Heilige Land angekündigt. Wer sich gegen den Zionismus stelle, lehne sich folglich gegen den Willen Allahs auf, so der renomierte Gelehrte.“
    In einem Interview mit der in Berlin erscheinenden „Jüdischen Allgemeinen Wochenzeitung“ betont er:

    „Zionist zu sein, hat etwas mit Gerechtigkeit zu tun. Es ist doch ungerecht, dass dem einen Volk jene Rechte abgesprochen werden, die man allen anderen Völkern auf der Welt zugesteht“

    „Palazzi hat unter anderem an der berühmten Kairoer Al-Azhar-Universität studiert und ist seit 1987 Imam für die muslimische Gemeinschaft in Italien. Wie die „Jüdische Allgemeine“ weiter berichtet, wurde gegen ihn, trotz seines engagierten Eintretens für den Staat Israel und das Judentum, nie eine „Fatwa“ ausgesprochen. Als Grund wir genannt, das der Gelehrte stets streng auf der Grundlage des Korans argumentiert.“

    „Palazzi wird der „Jüdischen Allgemeinen“ zufolge immer wieder zu Vorträgen nach Israel eingeladen. Er bedauer die Räumung der jüdischen Siedlungen im Gaza-Streifen, lehne eint Preisgabe des „Westjordanlandes“ (Judäa und Samaeria) ab und tritt dafür ein, dass Jerusalem die ungeteilte Hauptstadt Israels bleiben soll. Den Anspruch der Palästinenser, ein eigenes Volk zu sein, hält er für fragwürdig. Sie würden erst seit 1967 als Volk betrachtet, und die meisten besäßen die jordanische Staatsbürgerschaft“

    http://koptisch.wordpress.com/2011/07/26/islamischer-gelehrter-tritt-fur-zionismus-ein/

  4. @mfb

    Jedem vernünftigem menschen ist die Existenzsicherung sowie die persönliche Sicherheit der eigenen Familie wichtiger als die Durchsetzung politischer der religiöser Forderungen

    nicht so bei Hezbollah und Hamas, sie müssen sich schon besser mit dem Thema Hezbollah Hamas, Bürgerkrieg im Libanon, Schiiten und Suniten befassen.

    Aber das war schon immer ihr Problem sie haben gerade mal 10% wissen vom Nahen Osten und der Geschichte.

    gibt es eine zugehörige Umfrage des Israel-Projects unter israelischen Juden – geschlüsselt nach Israel und Siedlungen-, aus der mensch ersehen kann, wie denn die israelische Bevölkerung zu solchen Fragen steht und was sie bereit ist, für Frieden zu geben?“

    diese Zahlen gibt es wenn man sich dafür Interessiert im Netz !!!!!

  5. @BZ
    spam hier nicht rum, wenn du nichts zum Thema hast, spiel wo anders.

    @ Frau Chaval,
    „Hier z.B. die Zustimmung / Ablehnung zu Hamas, zu Abbas / Fayyad, zur Zweistaatenlösung, zu Gewalt als Mittel der Auseinandersetzung mit Israel etc. Dies sind Fragen, die seit Jahren regelmäßig nachgefragt werden. Alles in allem ist daher die Tendenzaussage dieser Meinungsumfrage positif, die Mehrheit der Palästinenser unterstützt Abbas / Fayyad und deren Ziel einer Zweistaatenlösung. Scharfmacher wie Hamas, Ahmadinejad verlieren an Unterstützung.
    Aus der Meinungsumfrage ergibt sich auch, dass die palästinensische Bevölkerung den Kampf um nationale Souveränität nicht zum alleinigen Lebensinhalt macht, sondern auch ihrem wirtschaftliches Fortkommen sowie ihrer persönlichen Sicherheit hohe Priorität einräumen.“

    Da sind wir überhaupt nicht auseinander – ja DAS ist aus den veröffentlichten Charts ableitbar.

    Aber das ist nicht das, was in der Summary ‚gehighlightet‘ <schönes deutsches Wort – hab ich sogar schon in ‚Meetings‘ ghört 😀 > wird.
    Ja – für die überwältigende Mehrheit der Palästinenser ist der Kampf um nationale Souveränität nicht der alleinige Lebensinhalt .
    Aber für die überwältigende Mehrheit der deutsche Grünenwähler ist die Abschaltung der Kernkraft auch nicht der alleinige Lebensinhalt.
    Für die überwiegende Mehrheit der christlichen Priester ist die Missionierung aller Weltbürger auch nicht der alleinige Lebensinhalt.
    Für die überwiegende Mehrheit der Diasporajuden ist der Support Israels auch nicht alleiniger Lebensinhalt.
    Wollen wir jetzt festetllen, dass den Grünen der Atomausstieg, den christlichen Kirchen die Mission und den Diasporajuden Israel nicht wichtig ist?
    Jedem vernünftigem menschen ist die Existenzsicherung sowie die persönliche Sicherheit der eigenen Familie wichtiger als die Durchsetzung politischer der religiöser Forderungen. Alles andere ist nahe am Extremismus. Als Ergebnis der Umfrage können wir uns also freuen, dass unter den Palästinensern höchstens 4% Extremisten sind.

    Aus den vorliegenden Charts herauszulesen, den Palästinensern sei ein eigener Staat nicht wichtig ist ‚handwerklich‘ gefudelt – absichtlich oder aus Unfähigkeit. Ich tippe auf ersteres.
    Zumal ich es etwas .. befremdlich .. finde, wenn hier (Auf den Seiten 68f) die Palästinenser gefragt werden, welche Forderungen der Israelis sie denn im einzelnen bereit sind zu erfüllen, um einen Frieden zu erhalten, von dem sie nach Seite 16 kaum glauben, dass er ihre ihnen so wichtige persönliche Situation verbessert. Aber gleichzeitig fehlt so eine konkrete Abfrage, was denn die Palästinenser von Israel im Einzelnen erwarten, um eine Bereitschaft zu finden, Frieden zu schliessen.

    Da Sie sich ja zu dem Punkt auszukennen scheinen, Frau Chaval, gibt es eine zugehörige Umfrage des Israel-Projects unter israelischen Juden – geschlüsselt nach Israel und Siedlungen-, aus der mensch ersehen kann, wie denn die israelische Bevölkerung zu solchen Fragen steht und was sie bereit ist, für Frieden zu geben?

  6. mfb, bekanntlich lässt das Palästinensische Center for Public Opinion regelmäßig Meinungsumfragen erstellen, zum Teil als Kooperationspartner mit der Konrad-Adenauer und der Friedrich-Ebert-Stiftung. Ergebnisse sind dann besonders aussagekräftig, wenn sie in eine Reihe mit früheren Ergebnissen gestellt werden können.
    Hier z.B. die Zustimmung / Ablehnung zu Hamas, zu Abbas / Fayyad, zur Zweistaatenlösung, zu Gewalt als Mittel der Auseinandersetzung mit Israel etc. Dies sind Fragen, die seit Jahren regelmäßig nachgefragt werden. Alles in allem ist daher die Tendenzaussage dieser Meinungsumfrage positif, die Mehrheit der Palästinenser unterstützt Abbas / Fayyad und deren Ziel einer Zweistaatenlösung. Scharfmacher wie Hamas, Ahmadinejad verlieren an Unterstützung.
    Aus der Meinungsumfrage ergibt sich auch, dass die palästinensische Bevölkerung den Kampf um nationale Souveränität nicht zum alleinigen Lebensinhalt macht, sondern auch ihrem wirtschaftliches Fortkommen sowie ihrer persönlichen Sicherheit hohe Priorität einräumen.
    Das mag Puristen unter den Unterstützern der Palästinenser enttäuschen, die jeden Palästinenser darauf festzulegen wünschen, als Shahid in spe in die Geschichte einzugehen, für den Frieden und den Ausgleich mit Israel ist dies aber ein gutes Signal. Und ich kann nicht erkennen, inwiefern die veröffentlichten Charts dieses Ergebnis in frage stellen.

  7. @Mausi

    Na Mausi schlechten Tag gehabt ?
    Ich sage euch, noch weitere Fehler und das Feuer wird euch aus dem Land werfen, bis keiner mehr dort übrig bleibt.“
    Von wo haben Sie denn das, aus dem Kathl. Freitagspredigt in Bayern? 

    Oben habt ihr Zahlen, dass die Völker zwei Staaten wünschen.“

    Zweistaatenlösung
    „Zwei Drittel behaupten: „Das eigentliche Ziel sollte es sein, mit zwei Staaten zu beginnen, um dann alles einen palästinensischen Staat werden zu lassen.” 84 Prozent sagen, dass „Palästinenser im Laufe der Zeit daran arbeiten müssen, um wieder das ganze Land für einen palästinensischen Staat zurückzubekommen.“

    Verstehen Sie die Bedeutung dieses Abschnittes ?

  8. Wo ist denn hier der Artikel über die Aktivisten in Tel Aviv? 

    Der Staat Israel ist der größte Kindergarten der Welt. Man hat Probleme mit der Meinungsfreiheit anderer Menschen, und nennt das Huligan.

    Mit Ausnahme des Gaza sind die Palästinenser mit der Situation besser zurechtgekommen als die jüdische Seite es je schaffen würde.

    Die Palästinenser als Volk – nicht Politiker – haben sich ein Adelshaus verdient mit ihrer Ruhe. Was hat sich der sogenannte Staat Israel verdient?

    In jedem Kritiker sieht man einen Feind. In jeden Funken Zurechtweisung sieht man Verrat.

    Wohin will man gehen? Kein Wunder dass es nicht mehr regnet.

    Nur Überheblichkeit lässt keine Kritik zu. Wozu braucht man Jad vashem, wenn man Juden als Verfolger hat, weil es ein anderes Volk unterdrückt. 

    Kritik tut weh. Heute, wenn man Gebiete erobern will muss man vorher das Herz der Bewohner erobern und nicht Imperialist spielen.
    Aber man geht heute mit rabbinischer Unverschämtheit an die Sache heran. Das ist Ursprungsland der Juden gewesen und es besteht ein Anrecht.

    Wehe euch! Wenn Gott euch nicht in den Vorfahren hinausgeworfen hätte, dann wäret ihr Weltmacht geworden mit dem Erbe des ewigen Lebens.
    Aber so blind kann man werden, dass man nur die Rosinen sich aus der Bibel pickt und die anderen Bibelverse als unwesentlich und unverständlich darstellt. 

    Ich sage euch, noch weitere Fehler und das Feuer wird euch aus dem Land werfen, bis keiner mehr dort übrig bleibt.

    Wer kann mit Gott spielen?

    Wenn ihr euch nicht mit der Bibel auskennt, auf die ihr euch beruft das Land zu besitzen, dann lasst lieber die Finger davon, denn ihr verdreht Prophetie und das ist wo eines Tages Gott zurückschlägt und dann wächst kein Gras mehr.

    Oben habt ihr Zahlen, dass die Völker zwei Staaten wünschen. Es ist die absolute Mehrheit. Warum macht ihr nicht ein Volksentscheid? 

    Ganz einfach: Weil ihr keine echte Demokratie seid. Manche nennen das Apartheit.

    Das Land ist euch wichtiger als die Beziehung zu Gott.
    Und die Flagge mit dem Anti-Davids-Stern auch. Der Beweis einer kabbalahverseuchten Schlangenbrut.

     

  9. Umfrage: Palästinenser wollen Jobs, keine einseitige Staatsausrufung bei der UNO

    Aja ..
    das die Mehrheit eines Volkes Jobs (d.h. Einkommen) will, ist nicht wirklich überraschend.
    Das die (Mehrheit der) Palästinenser keine einseitige Ausrufung bei der Uno wollen????

    Schauen wir doch mal in die Charts…

    Highlighted results auf page 3:
    „UN declaration of independent Palestinian state not of high interest or priority for Palestinians.“
    Mein Englisch ist nicht wirklich gut, aber so wie ich das verstehe steht da NICHT, dass die Palis keine einseitige Ausrufung wollen.

    .. gehen wir doch mal in die Einzelcharts ..

    Page 9:
    „Do you SUPPORT or OPPOSE seeking a UN resolution recognizing a declared Palestinian state without a peace agreement between the parties?“
    64% aller Befragten supporten .. nur 12% strongly .. aber trotzdem supporten 2/3.
    Sieht irgendwie NICHT nach allgemeiner Ablehnung aus.

    .. ach ja noch die priority ..

    Page12:
    “Which TWO of the following are the highest priority for President Abbas in dealing with national questions facing the Palestinian people?”
    2 .. in Worten „zwei“ ..
    stellen wir uns mal vor, wir gehen in ein europäisches Land, wo es den Juden nicht so gut geht (nach herrn Pfeifer könnte das ja Ungarn sein) und in ein „national-befreite Zone“ in D (nach BZ oder Herrn Schlickewitz wäre das ja eigentlich ganz D) wo die NPD das Sagen hat und die Glatzen die Strasse beherrscht. Dort fragen wir dann die (noch) ansessigen jüdischen Mitbürger:
    Wählen Sie die ZWEI wichtigsten Aussagen aus
    a) Die Regierung muss unsere körperliche Unversehrtheit schützen.
    b) Man darf uns nicht von unserer Existenzsicherung abhalten.
    c) Unsere ärztliche Versorgung muss gesichert sein.
    d) Auch unsere Kinder sollen nicht von Zukunftschancen ausgeschlossen sein.
    e) Man darf uns nicht von der Wasserversorgung ausschliessen.
    f) Die Regierung muss in Freundschaft zu Israel stehen.
    Wenn die Lage der jüdischen Mitbürger denn dann wirklich so schlimm ist, wie von Herrn P. und Herrn S. behauptet, wird f) dann wohl meist erst an 3. oder 4. Stelle stehen.
    Wenn jetzt in der Auswertung stehen würde „Europas Juden an Israels Schicksal nicht interessiert und das ganze dann in einem Artikel als „Europas Juden gegen das Existenzrecht Israels“ verwurschtet würde, würden wir hier  uns alle Fragen, ob die survey-macher sich tatsächlich für Wissenschaftler halten und was der Artikelautor geraucht hat.

    .. im übrigen finde ich es bemerkenswert, welche Ergebnisse es NICHT in die higlighted results oder den Artikel geschafft haben ..

    – Page 39: 99 % aller Befragten sind dagegen, dass Jerusalem nur Israels Hauptstadt ist. 92% sehen Jerusalem als alleinige Hauptstadt of Palestina

    – page 16: während ja die UN-Anerkennung nur auf Platz 7 der „beiden wichtigsten Aussagen“ war ist hier „A peace deal with Israel“ erst auf Platz 8 – allerdings mit der gleichen Unzulänglichkeit.

    Entweder ist die Auswertung eine politisch motivierte Auftragsarbeit oder sie wurde von Hiwi gemacht und dann hat kein Profi mehr draufgeschaut.

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