Israelisch-arabischer Schauspieler in Jenin ermordet

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Juliano Mer-Khamis ist heute in Jenin vor dem „Freiheits Theater“, das er vor fünf Jahren gegründet hat, von unbekannten, maskierten Männern erschossen worden…

Der 52-jährige Schauspieler und Regisseur, Sohn einer jüdischen Mutter und eines christlich arabischen Vaters, erhielt offensichtlich seit längerem Morddrohungen. Das Theater, das eines der wichtigsten kulturellen Zentren von Jenin ist, war in der Vergangenheit wiederholt Ziel von Brandanschlägen gewesen. 2009 wurde Mer-Khamis auf Flugblättern als 5. Kolonne bezeichnet und gedroht, dass man Kugeln sprechen lassen würde. Mer-Khamis sagte kürzlich in einem Interview, dass er um sein Leben fürchte und Vorsichtsmaßnahmen treffe.

[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=fSPUxYMoKRs[/youtube]

Der palästinensische Premierminister Salam Fayyad versprach, dass man die Mörder finden werde. Der Anschlag sei eine „grobe Verletzung der menschliche Werte und entgegen der Moral unseres Volkes“. Israelische und arabische Schauspieler riefen Präsident Abu Masen dazu auf, persönlich in die Ermittlungen einzugreifen.

Mer-Khamis war in zahlreichen international erfolgreichen Filmen zu sehen, sowie in zahlreichen Theaterproduktionen. Aus einem Besuch im Jahr 2002 in einem Kindergarten, den seine Mutter im Flüchtlingslager Jenin gegründet hatte, entstand sein preisgekrönter Dokumentarfilm „Arnas Kinder“.

Juliano Mer-Khamis hinterlässt einen Sohn, eine Tochter und seine Frau, die mit Zwillingen schwanger ist.

[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=OaSvnkRFRic[/youtube]

15 Kommentare

  1. Trauer und Zorn,aber auch Einsicht in die Menschliche Dummheit vermitteln die Angriffe der Dummen auf Freiheit und Menschenwürde.Leider begreifen diese aber nicht, das Sie damit eigentlich auch sich selbst und Ihre Ideale angreifen.Amöben sind da wahrscheinlich intelligenter.

  2. Juliano Mer-Chamis bezeichnete sich als huntertprozentig palästinensisch und huntertprozentig jüdisch, weil er eine jüdiche Mutter und einen arabischen Vater hatte. Daher war er ein glaubwürdiger Brückenbauer, aber gerade das wurde ihm zum Verhängnis. Mit ihm ist wieder viel Hoffnung gestorben.
    Josef Mudde van Duren

  3. A message from Juliano’s students
    “Juliano, your mother’s children have passed away, your mother Arna has passed away and so did you – but your children are going to stay, following your path on the way to the freedom battle, and we will go on with your revolution’s promise, the Jasmine revolution.
    “The Revolutionary message will not pass away. It will come storming the yellow sands and the mountains covered by almond trees, blowing the jasmine revolution out of the freedom fighter’s hands, from here, from the Freedom Theater’s stage, where men were and are made to be free and engaged in the cultural revolutionary battle for Freedom.
    “In thousands of silences only one violin is playing, and in thousands of silences only one voice is raising up, it’s the freedom fighters’s voices, to whom you taught how to carry the cultural gun on their shoulders.”
    Juliano’s Children.

  4. Szimon, Bat Moledet Zion, Ronnie, einfach nur ekelhaft.
    Schön, dass Ihr Euch als Ober-Juden aufschwingt, mit Judentum hat Euer Geschwätz dabei nichts zu tun..
    Und wenn Ihr es schon so genau nehmt, der gute Mann war schließlich Jude..
    Solche Wort deuten auf eine Einstellung hin, die der Hamas in nichts nachsteht!

  5. Szimon, Bat Moledet Zion, Ronnie, primitiver Mob, rechtsradikale Meute – könntet Ihr bitte so lieb sein, und Eure menschenverachtende, perverse Einstellung in Zukunft für Euch behalten?

    Okay?!

    Wäre nett.

  6. Ein Idol der Linken. Die haben sonst keinen mehr. Sogar der Sozi Barak musste erkennen, dass er zu realistisch für diese Traumtänzer ist. Mit wem sol man da Frieden machen. Die Araber wollen Israels Vernichtung und Europa hat endlich Hoffnung, dass der Hitler doch noch siegt.
    Judäa soll judenrein sein, das ist die Diktion der Linken.

  7. @Anat

    wen meinen Sie mit „religiöse Nationalismus “ Islam oder Christentum ?
    Oder ist ihre eigentliche Frage “ Wie steht das Judentum zu der Theorie von Darwin?“

  8. Ich finde es auch schrecklich, finde es aber nicht erstaunlich, dass in Kriegen stets diejenigen, die zwischen den Fronten stehen, auch um zu vermitteln, das größte Risiko tragen, ermordet zu werden. Auch gegen die israelische Linke, egal wie schwach sie eh schon dasteht, werden immer wieder Morddrohungen gebracht. Rabin nahm es nicht ernst. Andere, wie Avnery und Sternhell haben ihre Bedroher herausgefordert, lächerlich gemacht.
    Dass Mord den Gang der Dinge beeinflusst, hat der Rabinmord sehr deutlich gezeigt. Rabins schärfste Gegner kamen kurz nach dem Mord an die Macht und sie sind es bis heute. Yigal Amir hat gesiegt.
    Die Drohung gegen alle, die versuchen eine gerechte Einigung zu finden, besteht weiter und sie leben sehr gefährlich, auf allen Seiten. Und die Hetzer weigern sich Verantwortung für ihr Treiben zu übernehmen.

  9. Es ist einfach nur grauenhaft. Wie lange soll das so weitergehen. Es hat sich soviel Hass und Verzweiflung aufgestaut. Manchmal zweifle ich, ob es überhaupt, nach so langer Besatzung, normal weitergehen kann.

  10. Es ist niederschmetternd, wie immer wieder religiöse oder nationalistische Fanatiker für sich in Anspruch nehmen, Menschenleben auszulöschen.
    Sie alle sehen sich als Werkzeug eines Götzen, ob sie die Nation vergöttern oder sonst einen Popanz. Ob das Opfer Rabin, Grünzweig, Abdalla oder Juliano heisst, es ist immer wieder erschreckend und entmutigend. Vermutlich ist das die Absicht.
    Zu Baruch Zion: Es ist klar, dss Sie mit Ihrer dumpfen Hetze weitermachen, komme was da wolle. Über Ihre Motive wollten Sie nichts durchblicken lassen, außer Andeutungen (Bnei Akiba, religiöser Nationalismus, moderne Orthodoxie).
    Mir erschien das sehr unglaubwürdig, aber eine Antwort haben Sie nicht gegeben, statt dessen verschwinden Sie stets für einige Tage, wenn ich Sie beim Wort nehme.
    Also: Wie steht der religiöse Nationalismus zu Darwin? Um nur mal eine Frage zu wiederholen.

  11. Das ist hart. Trotzdem müssen wir weiterkämpfen und die internationale französische Revolution vorantreiben. Im Gaza haben die Leute auch den Hals gestrichen voll von diesen miesen Kriegstreibern, hätten sie dort Demokratie, wäre der Staat schon seit Jahrzehnten anerkannt. Also, Beispiel nehmen an Arabien, dort gab es einen wichtigen intelektuellen Schritt. Es ist Diktatorendämmerung und diesmal geht es nicht um Rohstoffe, sondern um eine gute Atmosphäre auf der kleinen Erde !

  12. Ja, ja Baruch Zion – Wasser auf Ihrem Mühlen, das ist mir schon klar – aber wie auch immer, sehr traurig. Hoffentlich wird die Sache aufgeklärt und die Täter überführt.
     
    Der Mann ist für mich jedenfalls ein Held – sehr traurig
     
    Fatal das Signal, dass diese Extremisten ausgeschickt haben, wovon man nicht unbedingt ausgehen muss, wohl aber kann , da es in diesem Fall schon zuvor Drohungen von palästinensischer Seite gab. (Der Mann war ja Extremisten auf allen Seiten ein rotes Tuch).

  13. Das ist leider die Realität bei den Palästinenser, wer für Frieden und Freiheit ist wird Ermordet.
    Es gibt nur den Verordneten Hass und Terror gegen Israel und die Juden. Das ist die Ideologie und der Geist von Hamas, Fatach und Hisbollah.

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