Terror gegen Köche und Dozenten

5
64

„Wir leiden unter einem umfassenden, weltweiten Hass. Politik interessiert mich nicht. Ich wollte nur kochen, Menschen erfreuen und ihnen die israelische Küche vorstellen.“ Der israelische Chefkoch Omer Miller fügte noch hinzu: „Es ist immer wieder traurig zu erfahren, wie wenig man uns in der Welt mag“…

Von Ulrich W. Sahm, Jerusalem, 10. März 2011

Zusammen mit drei weiteren bekannten israelischen Köchen sollte Miller für einen Monat ins Baskenland in Spanien fahren und dort in Luxus-Restaurants kochen. Die israelische Botschaft in Madrid hatte einen „Monat israelischer Speisen“ organisiert, um den Spaniern vorzuführen, dass es in Israel nicht nur Politik und Krisen gibt. Doch nur vier Tage vor dem Abflug der Köche wurden der Botschaft akute Planungen von Terroranschlägen gegen die Köche und die Restaurants, in denen der israelische Kulturmonat stattfinden sollte, mitgeteilt. Die Botschaft kontaktierte die Köche und erklärte ihnen entschieden: „Ihr dürft nicht kommen.“ Nach Angaben des israelischen Außenministeriums hätten die beteiligten Restaurants von der baskischen Organisation ETA Warnungen erhalten. Deren Einrichtungen würden aus Solidarität mit dem palästinensischen Kampf angegriffen werden, falls die Kochveranstaltung stattfinde. Die spanischen Behörden versprachen, die Restaurants während des ganzen Monats von der Polizei schützen zu lassen, doch die Restaurantbesitzer befürchteten Rache auch nach dem israelischen Koch-Monat. Deshalb sagten sie in letzter Minute die Veranstaltung ab.

Israelische Sicherheitskreise erklärten gegenüber der Zeitung Jedijot Achronot, dass die Drohungen im Baskenland beweisen, was israelische Sicherheitskreise schon längere Zeit behaupten: Es gebe eine enge Kooperation zwischen Kämpfern der ETA und palästinensischen Terrororganisationen. Angeblich habe Israel Beweise für ein gemeinsames Kampftraining baskischer Kämpfer mit Palästinensern im Libanon und in Venezuela.

Israelische Diplomaten äußerten Bedauern, dass mit Gewalt- und Terrordrohungen ein „rein kulturelles Ereignis“ abgesagt werden musste.

Derweil berichtet der „Jewish Chronicle“ von einem Zwischenfall an der Queens University in Belfast in Nordirland, wo der ehemalige Rechtsberater des Außenausschusses der Knesset, Solon Solomon, eingeladen war, einen Vortrag über die Legalität der “Mauer” zu halten, des Sperrwalls zwischen Israel und den besetzten Gebieten. Der Jurist wurde von Mitgliedern der Palestine Solidarity Society und der Jugendorganisation der irischen Sinn Fein attackiert. Sicherheitsleute mussten Solomon aus dem Saal eskortieren, zehn Minuten, nachdem er seinen Vortrag begonnen hatte. Daraufhin hätten Demonstranten das Auto angegriffen, mit dem Solomon den Campus verlassen wollte, und versucht, die Fensterscheiben zu zertrümmern. Die Universität habe eine Untersuchung des Zwischenfalls angekündigt, berichtete der Jewish Chronicle.

(C) Ulrich W. Sahm / haGalil.com

5 Kommentare

  1. Efi, die Theorie von den vielen Marranen ist ein wenig abenteuerlich. Ich denke eher, dass die antisemitische Indoktrination während der Franco-Zeit ihre Spuren hinterlassen hat. Im Baskenland ist die Terrororganisation ETA noch imnmer verwurzelt, die sich als „antiimperialistisch“ begreift und Hamas sympathisch findet.

    Tourist, ich denke, dass Ihr Rabbiner sich nicht sehr gut in der Welt auskennt. Weder in China noch in Indien gibt es einen verbreiteten Hass gegen Juden und man kann auch nicht behaupten, dass in den USA, Kanada, Australien, Neuseeland der Antisemitismus salonfähig wäre. In Deutschland und Österreich wäre ein solcher Skandal auch nicht möglich.

  2. anstatt die poliker zum wohle des eigenen volkes und der menschheit tätig sind,belügen sie es mit ihren reden und handlungen (einfach mal ein paar tausend ihrer landsleute in zwei hochhäusern in die luft jagen)um ihre ziele zu erreichen(NWO-vereinigte königreich).
    wenn du der propaganda der mächtigen permanent ausgesetzt bist indem du du dich gekauften und eingeschüschüchterten medien gegenüber stehst dann wist du halt in die irre geführt.dann ist für dich nur ein guter iraker einer,der tod ist oder taliban oder jude.
    jetzt sehen ja die leute,daß in der hochfinanz ausschließlich beziehungsweise zum größten teil jüdische menschen sitzen und so bekommen diese menschen natürlich ein ganz falsches bild vom jüdischen volk vermittelt.
    auf der anderen seite sitzen jetzt aber wiedeum jüdische menschen,die ihr jüdisch-sein scheinbar zutiefst hassen und vehement klage gegen den jüdischen staat führen (mit faschistoid,verrecken,vergasen und den ganzen stuß….).
    bei mir persönlich führt all diese erkenntnis dazu,daß ich der npd in unserem lande garnicht mehr agressiv gegenüberstehe,denn ich glaube,daß die leut von dieser partei eher von der realität zu überzeugen sind als ein grün-intellektueller-schwachkopf dem sie ja auch das gehirn weichgefurzt haben.und oh schreck-da gibt es auch wieder ein paar juden. die welt entwickelt sich halt immer mehr zu einer kalpsmühle.wir ersparen uns damit jedenfalls die komplette überdachung dieses planeten,den dieser ist der einzige ,den uns der liebe gott gegeben hat und dem wir uns nicht abseilen können.genausowenig wie wir aus unserer jüdischen oder deutschen haut ausfahren können.also sei mutig und tapfer bis sie die schlinge,die sie dir schonmal um den hals gelegt haben zuziehen.dir bleibt noch ein trost.die werden dich nicht überleben!

  3. @Tourist

    Der von den deutschen Nationalsozialisten abgelehnte Potsdamer Zoologe, Philosoph („Freidenker“) und Entwickler einer Abstammungslehre, Ernst Haeckel (1834-1919), vertrat die Ansicht:
    „Die schärftsten Verfolger sind die Neider“.

    Vielleicht beantwortet das Ihre Frage.

    Vergleichen Sie etwa einmal den Lebensstandard in Israel mit dem seiner Nachbarländer, oder die Anzahl der Nobelpreisträger, oder die der Interpreten klassischer und moderner Musik, oder…

  4. Es ist schlimm, wie ein jeder Jude in der Welt als Mensch zweiter Klasse sein Dasein fristen muss.Wir dürfen nicht kochen, nicht forschen, nicht einen schönen Abend im Restaurant erleben wie andere Menschen. Warum ist das so?
    Warum werden wir so gehasst, warum wollen uns alle töten.
    Es ist wie mir schon der Rabbiner erklärte, der Hass der Nichtjuden wird niemals ruhen, sie wollen uns töten! Dazu braucht es keinen Grund. Selbst in den entlegenden Gegenden gerät die Meute ins Blutrausch, wenn ein Jude sich eine Blume pflückt. Ja, sie misstrauen uns und erkennen nicht den grossen Wert den Israel der Welt täglich schenkt. Wo gibt es mehr Forschung und Entwicklung für alle Menschen zum Nutzen, als in Israel. Aber es nützt alles nichts.
    Wir können nichts dagegen tun, uns nur fernhalten, das ist das Beste und bewaffnen!

  5. Es bestätigt sich wieder, worauf ich schon hingewiesen habe.
    Auch Galliano ist Spanier. Spanien war auch immer wieder auf Arafats Seite, wenn es darum ging Israel in die engen Grenzen von 1967 zu sperren. Vermutlich ist es die Angst schlecht getaufter Mauren und Maranen, die noch immer Angst vor der eigenen Herkunft haben.

Kommentarfunktion ist geschlossen.