Don Sarrazin – oder vom ‚Druck im Volke‘

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Sarrazins Anhänger haben mal wieder was zu feiern. Ihr Idol hat sich wieder mal geäußert, in Wiesbaden auf einer Diskussionsveranstaltung im hessischen Justizministerium. Und diesmal hat er die Rechtfertigung für seine neuerlichen Entgleisungen gleich mitgeliefert: es herrsche „Not und ein Druck im Volke“ – ja, der Mann redet wirklich so (!) – und deshalb fühlt sich er, Sarrazin, wohl als Erlöser und Befreier der gequälten deutschen Volksseele, um das zu sagen, was sich sonst keiner traut…

von Ramona Ambs

Don Sarrazin – der mutige Tabubrecher! Solche Tabubrecher gab es zwar schon öfters, aber daran muss man sich ja nicht stören. Möllemann hielt sich für einen Tabubrecher, weil er „israelische Politik“ anprangerte, Walser hielt sich für einen Tabubrecher, weil er gegen die sogenannte „Auschwitzkeule“ wetterte, Hohmann meinte, man könne ruhig auch mal über jüdische Verbrecher reden, bevor man immer weitere Zahlungen an Überlebende der Schoah zahle.

Und heute kommt Don Sarrazin und gibt den Retter des entrechteten deutschen Volkes. Und er kommt mit brillanten Ideen. So will er zukünftig das Kindergeld halbieren, wenn ein Kind zweimal keine Hausaufgaben gemacht hat. Das ist natürlich ein unglaublich genialer und hilfreicher Vorschlag – und so praxisnah. Das wird Deutschland retten! Und der Clou dabei: Sarrazin kennt das quasi aus eigener Erfahrung. Nachdem er nämlich seine „Hausaufgaben“ bei der Bundesbank nicht ordentlich erledigt hatte, bekam er auch etwas halbiert: seinen Zuständigkeitsbereich. Bei gleichem Gehalt allerdings – das versteht sich doch von selbst. Schließlich will man ja nicht, dass ein Mitglied des Bundesbankvorstands darauf angewiesen ist, sich durch Schneeschippen noch ein paar Euro dazu zu verdienen.

Zumal Sarrazin in diesem Bereich bei sich keinen Spaß versteht. Als die Bundesbahn 2002 ihm sein Gehalt nicht weiter bezahlte, weil er mittlerweile Finanzsenator in Berlin war, klagte er sich ERFOLGLOS durch sämtliche Instanzen – schließlich war das Senatorengehalt von gerade mal 130.000 € jährlich eine finanzielle Zumutung für den passionierten Kaltduscher. Und Leistung – selbst wenn sie nicht erbracht wird – muss sich doch lohnen.

Schließlich wurde Sarrazin nach seinem Abgang bei der Bahn vertraglich ja quasi auch nur aufgrund seiner Existenz weiter bezahlt. Aber das sind natürlich Petitessen und bei Hartz-4-Empfängern geht sowas selbstverständlich nicht. Geld bekommen, einfach weil man existiert

Deshalb lassen wir dieses Kapitel nun ruhen und wenden uns seinem neusten Vorschlag zu und stellen uns das Ganze einmal praktisch vor:

Selda hat also zum zweiten Mal vergessen ihre Hausaufgaben zu machen (natürlich muss unser Beispielkind Selda heißen, – denn laut Sarrazin sind es ja die Türken und die Araber, die sich nicht integrieren wollen, also heißt das Kind Selda und ist eines der vielen „Kopftuchmädchen“, die türkische Gemüsehändler, so Sarrazin, in Serie produzieren). Ihre Lehrerin, Frau Schmidtke, muss diesen Vorfall nun an die zuständige Behörde melden, in dem Fall wohl vorerst das Arbeitsamt, Dezernat 12.

Dort werden die Vorwürfe – nur der guten Ordnung halber – geprüft.
(Wer prüft? Und wer bezahlt das? Und was, wenn dann Aussage gegen Aussage stünde und Familie Özlem sagen würde, dass Tochter Selda die Hausaufgaben immer gemacht habe? Und was, wenn die Hausaufgaben nicht machbar waren? Oder wenn unklar war, ob etwas Hausaufgabe war oder nicht – egal, – lassen wir solche durchaus realistischen Probleme einfach beiseite).
Familie Özlem bekommt im Folgemonat einfach nur noch halb soviel Kindergeld ausgezahlt. Daraufhin wird Selda selbstverständlich immer ihre Hausaufgaben machen – schließlich ist sie jetzt motiviert. Vielleicht bekommt man ja sogar einen Zusatzeuro für besonders schön gemachte Hausaufgaben?

Das alles soll die Integration fördern, schließlich will Sarrazin nur das Gute. Selda wird bald ihr Kopftuch ablegen und ihre Hausaufgaben nie wieder vergessen.

Aber sagte nicht Sarrazin selbst, dass es garkeine Möglichkeit gibt, „diese Leute vernünftig einzubeziehen“? Aber vielleicht hat er das damals ja nicht so gemeint. Oder spekuliert er darauf, dass Selda einfach möglichst schnell die Schule verlässt? Und dann zuhause bleibt und die Kinder bekommt, mit der sie Deutschland unterwandern will? Dann wäre wenigstens Sarrazins Analyse richtig.
Schließlich hat er doch gesagt:“Die Türken erobern Deutschland genauso, wie die Kosovaren das Kosovo erobert haben: durch eine höhere Geburtenrate.“

Und das wäre höchstens hinnehmbar, wenn Selda & ihre Kinder osteuropäische Juden wären, die haben, so weiss es Sarrazin, einem um 15 Prozent höheren IQ als die deutsche Bevölkerung. Wow! Dumm gelaufen. Wo war eigentlich Sarrazin, als die Zuwanderund aus den ehemaligen GUS-Staaten gedrosselt wurde.

Wie dem auch sei. Selda kann da nicht mithalten. Sarrazin selbst allerdings auch nicht. Ich fürchte deshalb, der Thilo hat das mal wieder nicht so richtig durchdacht, und das obwohl er doch eigentlich, bei ungekürztem Gehalt, wirklich genug Zeit zum Nachdenken hätte. Vielleicht sollte man seinen Aufgabenbereich nochmal deutlich einschränken.

Man darf gespannt sein. Seine Anhänger jubeln sowieso, egal was er sagt. Hauptsache er tut es für Deutschland und „Meinungsfreiheit und Demokratie„! Neuerdings Synonyme für „Dummheit und Rassismus“.

Wer’s nicht glaubt: Hör-Passagen aus der neusten Wiesbadener Veranstaltung… Nur der guten Ordnung halber!

41 Kommentare

  1. >>> Kürzlich habe ich auf einem national konservativen Blog gelesen.
    Muslime wurden grundsätzlich negativ beurteilt und mit den bekannten Schimpfwörtern versehen.

    Solche Blogs sind nicht repräsentativ. Das Gros der „Islamkritiker“ hat selbst islamische Wurzeln. (Man denke nur an Hamed Abdel-Samad, Mina Ahadi, Seyran AteÅŸ, Ayaan Hirsi Ali, Necla Kelek und ganz besonders Ibn Warraq.) Einige waren in ihrer Jugend sogar radikale Muslime. Es ist also mitnichten so, dass hier der „Weiße Mann“ mal wieder Rassismus und Kultur-Kolonialismus betreibt. Es ist ein Prozess der Selbstreflexion und Selbstkatharsis. Damit hat die islamische Zivilisation lange vor dem christlichen Abendland ihre ersten Erfahrungen gemacht.

    Ihre größte Zeit hatte der Islam vor tausend Jahren, zur Zeit von Ibn Ruschd und Ibn Sīnā. Damals wurde die religiöse Orthodoxie zurückgedrängt, so dass Wissenschaft, Rationalismus und Aufklärung florierten konnten. Damit wurde später der Grundstein für das Ende des finsteren Mittelalters im christlichen Abendland gelegt. Da aber war die islamische Zivilisation selbst längst wieder ins finstere Mittelalter zurückgefallen und bis heute nicht wieder aufgestiegen, während der Westen nun erntete, was die islamische Kultur gesät und für sich leider wieder verworfen hatte. (Andernfalls hätte die Renaissance wahrscheinlich zuerst in der islamischen Welt stattgefunden, nicht in der christlichen.)

    Für die islamische Welt wird es höchste Zeit, wieder aufzuerstehen, aus dem tausendjährigen Schatten hervorzutreten und ins Licht zurück zu finden. Tragt al-Ghazalis Geist endlich zu Grabe und lasst stattdessen den Geist der großen islamischen Aufklärer wieder leuchten!

  2. @ Jacob P

    Säkular lebende Muslime gelten als Apostaten.
    Und mir ist klar was das für diese Menschen bedeuten kann.
    Hier ist klar zu sagen, dass freie Religionsausübung eben auch beinhaltet, dass man das Recht hat die Religion nicht ausüben zu wollen.

    Du hast natürlich Recht.
    Ich kann dir keine einzige Integrationskonferenz nennen an der jüdische Bürger teilnahmen.
    Mir fällt nur eine einzige deutsche Konferenz ein, die die jüdischen Belange behandelte und diese Belange behandelten lediglich ihre Vernichtung.
    Weiterhin müssen weder Moscheen noch muslimische Einrichtungen polizeilich bewacht werden.
    Synagogen und jüdische Einrichtungen dagegen sehr wohl.

    Ich finde es problematisch Antisemitismus mit Islamfeindlichkeit zu vergleichen.
    Beides sind für sich singuläre Probleme.
    Wenn man das eine also überhöht und das andere vernachlässigt entsteht ein verzerrtes Bild.

    Ich habe ebenfalls ein Thema mit dem Ausdruck Islamophobie.
    Dieser Ausdruck wurde 1979 während der iranischen Revolution als Kampfbegriff lanciert.
    http://heplev.posterous.com/islamophobie
    Er rangiert für mich daher eher auf einer Stufe mit der kürzlich verabschiedeten UN Resolution gegen „Defamation Of Religion“, die Pakistan einbrachte.
    Eine Uminterpretation des Westens löst die Bedeutung des Begriffes, die Teheran ihm gab eben nicht auf.
    Es zeigt eher die westliche Unfähigkeit oder auch deren Unwillen Zusammenhänge zu erkennen und dem entsprechend zu handeln.

    Vielleicht muss man hier ebenfalls differenzieren.
    Einerseits der offensichtliche Unterschied, der klar zeigt, dass beide Probleme für sich zu stehen haben.
    Andererseits aber das, was in den Köpfen der Menschen vorgeht.
    Entsteht da vielleicht eine Kausalität, die auf Parallelen hinweisen könnte?
    Ein Beispiel: Kürzlich habe ich auf einem national konservativen Blog gelesen.
    Muslime wurden grundsätzlich negativ beurteilt und mit den bekannten Schimpfwörtern versehen.
    Der nächste Artikel behandelte das Berliner Denkmal zur Verfolgung der Homosexuellen im 3. Reich.
    Einer der Kommentatoren schrieb, dass sich das Problem der Homosexuellen von selbst lösen würde, wenn die Muslime erst einmal an der Macht wären.
    Einen Artikel weiter wurde über die, so wörtlich, jüdische New York Times gegeifert, die über den Missbrauch an Kindern in der kath. Kirche berichtete.
    Innerhalb von drei Artikeln + Kommentaren wurde die ganze Bandbreite von Hass abgefahren, dass einem in der Tat Hören und Sehen verging.
    Diese Handlung an sich könnte vielleicht eine Parallelität beinhalten, wie es Dr. Benz beschreibt.
    Aber so sicher bin ich mir darin nun wieder nicht, als dass ich diese These vorbehaltlos vertreten würde.
    Die Aussagen von Clemens Heni, Necla Kelek, Seyran Ates und Hamed Abdel-Samad z.B. stehen mir da wesentlich näher.

  3. @Jacob P.
    „Gehörst du etwa auch zu den Leuten, die gleich “Islamophobie” rufen, …“

    Ich musste im Zusammenhang mit Deiner Frage mich erstmal über Islamophobie schlau machen. Du versuchst mich in eine Deiner angefertigten Schubladen zu pressen und verkennst, dass dies nicht nur wegen meiner Körperfülle schlecht möglich ist. Das Schild für die Schublade müsste ich auch noch selbst mitbringen.

    „…von einer Horde arabischer Jugendlicher …Schüler der König-Fahd-Akademie … brutal zusammengeschlagen zu werden …“

    Ich hoffe, Du hast damals von allen rechtsstaatlichen Möglichkeiten Gebrauch gemacht. Trotz aller negativer Erfahrungen, die Du gemacht hast, wünsche ich Dir, dass Du in der Lage bist zwischen friedlich gesinnten Menschen islamischen Glaubens und denjenigen aus dem Umfeld der islamistischen Extremisten zu unterscheiden. Nichts freut Extremisten mehr als eine zunehmende Polarisierung unserer Gesellschaft.

  4. >>> Auf der einen Seite sehe ich die wichtigen Themen des religiösen/ politischen Islams, gegen die eine Demokratie sich unbedingt zur Wehr setzen sollte.
    Auf der anderen Seite leben Bürger muslimischen Glaubens in Deutschland.

    Du vergisst die größte Gruppe: Die säkularen „Kulturmuslime“.

    Es ist erstaunlich, dass ausgerechnet die größte und „unproblematischste“ aller Einwanderergruppen die kleinste Lobby hat…

    >>> Die Frage des Vergleichs von Antisemitismus zur Islamophobie ist nun einmal auf dem Tisch.
    Man kann sie nicht einfach wegwischen mit dem Argument, dass das nicht zutrifft.

    Nun, dann kannst du mir sicher sagen, an wie vielen „Judentumkonferenzen“ die Nazis denn teilgenommen bzw. wie viele sie organisiert haben und mit wie vielen Vertretern jüdischer Interessengruppen sie diskutiert haben, um die Integration des „Judentums“ in die deutsche Gesellschaft zu verbessern?

  5. Vielleicht sollte man lernen zu differenzieren.
    Auf der einen Seite sehe ich die wichtigen Themen des religiösen/ politischen Islams, gegen die eine Demokratie sich unbedingt zur Wehr setzen sollte.
    Auf der anderen Seite leben Bürger muslimischen Glaubens in Deutschland.
    Es kann wohl nicht sein, dass „jeder“ Muslim stur und starr an z.B. der Sharia festhalten will.
    Was ist mit den vielen Muslimen, die Kritik üben?
    Muslimische Eltern, die sich entscheiden ihren Kindern bestmögliche Bildung in Deutschland zu geben u.s.w.?
    Was ist mit Muslimen, die traditionell aber trotzdem in einer Demokratie leben möchten?…hier tun sich doch große Räume auf in denen eine Verständigung möglich sein sollte.
    Die Menschen, die Integration verlangen, müssen eben auch lernen genau hin zu schauen, um nicht in rassistischen Vorurteilen zu verfallen.

    Hier ein Beispiel welchen Schwierigkeiten z. b. deutsch-türkische Schüler ausgesetzt sind, die zwischen ihrem deutschen und türkischen Lebensrythmus hin und her pendeln.
    http://www.ufuq.de/newsblog/641-schule-in-der-einwanderungsgesellschaft-der-schwierige-umgang-mit-differenz-
    Hier ist doch auch jeder Einzelne aufgerufen im täglichen Umgang durch respektvolles, angemessenes Auftreten ebenfalls einen Beitrag zu einer Integration zu zeigen.
    Integration ist eben keine Einbahnstraße.
    Weder für die Bürger, von denen gewünscht wird, dass sie sich integrieren noch von den Bürgern, die diesen Wunsch haben.
    Es ist ein schwieriges Thema mit sehr viel Sprengstoff und es braucht Zeit und viel Engagement…aber einen Herrn Sarrazin mit seinen polemisch-destruktiven Unmutsbekundungen ganz bestimmt
    nicht.

    Die Frage des Vergleichs von Antisemitismus zur Islamophobie ist nun einmal auf dem Tisch.
    Man kann sie nicht einfach wegwischen mit dem Argument, dass das nicht zutrifft.
    Vielleicht sollte man hier die ganz große Baggerschaufel zur Seite fahren und einen kleinen Spaten nehmen und graben, um zu verstehen, wie es gemeint sein könnte…sich seine Meinung bilden, die durchaus kritisch sein soll.
    Dieser Artikel regte mich zum Nachdenken darüber an:
    http://www.ufuq.de/newsblog/1037-ueber-islamophobie-und-antisemitismus

  6. @willow
    Exakt! Ach, und nicht vergessen: Die Moslems sind für die Islamophobiker heute das, was die Juden früher für die Antisemiten waren!

  7. Schon klar, es gibt keine Integrationsprobleme, und wenn doch, dann liegt das nur am einschüchternd hetzend ausgrenzenden paronoid xenophoben Islamhasser …

    Schon sehr peinlich, wenn man semiotisch austauschbar wird. Logisch, will man es nicht und nicht wahrhaben und doch ist es so.

    Bedrückend, dass solches gerade hier passieren muss. Man sieht daran sehr deutlich, welche Wirkungsmacht Menschen wie zB Sarrazin zuzuordnen ist: Der „Druck im Volke“ ist unübersehbar.

    Bitter!

    Stellt sich die Frage, was es in Wahrheit ist, das so auf die Einfalt drückt?

  8. Schon klar, es gibt keine Integrationsprobleme, und wenn doch, dann liegt das nur am einschüchternd hetzend ausgrenzenden paronoid xenophoben Islamhasser …

  9. … muß es doch möglich sein, auch bei Integrationsproblemen Roß und Reiter zu nennen – sprich, darauf hinzuweisen, daß es absolut nicht mit allen “Migrantengruppen” Integrationsprobleme gibt, sondern nur mit einigen wenigen. Mit diesen aber in praktisch allen westeuropäischen Ländern.

    Strache in Köln

    Nun ja, …

  10. @Olaf:

    „Ich wende mich gegen pauschalisierende Äußerungen über bestimmte Bevölkerungsgruppen. “

    Ich auch. Aber es gibt einen Unterschied zwischen „pauschalisierende Äußerungen“ und glaubwürdigen Statistiken.

    „30 Prozent sind ohne Schulabschluss, nur 14 Prozent haben Abitur, die Hausfrauenquote ist hoch: Türkischstämmige Migranten sind in Deutschland mit Abstand schlechter integriert als andere Zuwanderergruppen. Das ist das Ergebnis einer neuen Studie, die dem SPIEGEL vorliegt.“

    http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,603294,00.html

    ähnlich die TAZ: http://www.taz.de/1/berlin/artikel/1/tuerken-gehen-in-berlin-unter/

    Im Ãœbrigen, ebensowenig, wie pauschalisierende Äußerungen über die Bevölkerungsgruppe der gewaltbereiten Nazis im „Speckgürtel“ Berlins und/oder die diversen Gruppen von Judenhassern erlaubt sein müssen, muß es doch möglich sein, auch bei Integrationsproblemen Roß und Reiter zu nennen – sprich, darauf hinzuweisen, daß es absolut nicht mit allen „Migrantengruppen“ Integrationsprobleme gibt, sondern nur mit einigen wenigen. Mit diesen aber in praktisch allen westeuropäischen Ländern.

  11. @Olaf
    Gehörst du etwa auch zu den Leuten, die gleich „Islamophobie“ rufen, wenn jemand etwas Kritisches über den Islam oder die Zuwanderung aus den islamischen Ländern sagt?

    Mir jedenfalls hat es gereicht, in den Neunzigerjahren von einer Horde arabischer Jugendlicher (es waren Schüler der König-Fahd-Akademie in Bonn) brutal zusammengeschlagen zu werden. Das war damals quasi der Höhepunkt meiner interkulturellen Erfahrungen (ich bin in einem sozialen Brennpunkt mit sehr vielen Migranten aufgewachsen).

    Über solche Vorfälle sprechen konnte man damals (z. B. in der Schule) nicht, jedes kritische Wort über Ausländer war tabu. Die übelsten Schläger genossen damals Narrenfreiheit, bekamen Verständnis von allen Seiten.

    Ich bin froh, dass sich die Situation mittlerweile ein wenig geändert hat, weil die Fakten einfach nicht zu leugnen sind. Ich werde mich jedenfalls dafür einsetzen, dass es zu keiner Re-Tabuisierung der Thematik kommt.

  12. @Willow
    Ich wende mich gegen pauschalisierende Äußerungen über bestimmte Bevölkerungsgruppen. Es lässt sich eine gewisse Parallelität zu unserer Geschichte erkennen. Waren es früher Juden, Sinti, Roma, Behinderte, etc. so scheinen mir neue Sündenböcke für die gegenwärtigen Probleme gefunden zu sein, nämlich Hartz-IV-Empfänger, Türken, Araber, etc. Wie soetwas ausgehen kann, hat mein Vater 1933 als Grundschüler erlebt. Ich möchte, dass diese Erfahrung den Menschen in unserem Land zukünftig erspart bleibt.

    Aber über Ihren Begriff „DDR-Vietnamesen“ musste ich schon schmunzeln. Leben Sie zufällig in der Frontstadt Berlin? Nun, ich kann mich an diese Mitmenschen noch erinnern.

    Bezüglich der unterschiedlichen Behandlung von Ausländern durch Behörden in diesem Land habe ich mich oben schon geäußert. Doch scheint es mir, dass dieser Punkt den Rahmen unseres Themas sprengen würde.

  13. Herr Schlickewitz, wenn sie schreiben „Vietnamesen und deren Kultur stellten nie eine Bedrohung für die heimische deutsche Kultur dar …“ – klingt das zumindest interessant ;), welche Kultur könnte denn eine Bedrohung darstellen?

    Müßte nicht eigentlich eine ostasiatische Kultur dem heimeligen Deutschen viel fremder und bedrohlicher sein?

    Könnte die Ablehnung der Türken, Araber, Albaner und Bosniaken (sie haben die „russischen Muslime vergessen) nicht vielleicht auch „irgendwie“ mit dem wahrgenommenen Verhalten, auch den „Integrationsbemühungen“ zusammenhängen?

    @Olaf:
    Lesen sie meinen Beitrag, ich sage zu den „Türken und Arabern“ nichts anderes, die Menschen aus meinem Lebens- und Arbeitsumfeld sind überaus gut angepaßt – wie kommt es nur, daß ausgerechnet deren Kindern *nicht* zu den etwa 80% zählen, die am deutschen Schulsystem scheitern!? Wie kommt es darüber hinaus nur, daß sie gar nicht gut auf ihre „Brüder und Schwestern“ in den rein muslimischen Stadtvierteln zu sprechen sind, selber diese Viertel spätestens dann fluchtartig verließen, als ihre Kinder in das schulpflichtige Alter kamen?

    Ãœbrigens scheinst du nur die „westdeutschen“ Vietnamesen zu kennen, da mag das mit dem „Bildungsbürgertum“ zumindest teilweise (also wenn du Kleinsthändler und Kleinbauern zum Bildungsbürgertum zählst) zutreffen. Die DDR-Vietnamesen dagegen sind -von einigen Ex-Studenten abgesehen- ganz bewußt als ungelernte, unqualifizierte Arbeiter geholt worden, nix Bildungsbürgertum. Um so beeindruckender, wie auch sehr einfache Menschen *alles* für die erfolgreiche Zukunft ihrer Kinder leisten.

    Ãœbrigens, mit Blick auf die Freundlichkeit Deutschlands als „Aufnahmeland“ – wenig integrierte „Türken und Araber“ haben es wesentlich leichter einen „dauerhaften Aufentalt“ oder die Staatsbürgerschaft zu bekommen als sehr gut integrierte Vietnamesen. Klingt komisch, ist aber so. Informiere dich einfach mal, wer abgeschoben wird…

  14. Ein Großteil, ca. zwei Drittel der zugewanderten „Kulturmuslime“ sind wenig bis gar nicht religiös und integrieren sich eigentlich sehr gut.

    Bislang ist es, zum Glück, nur eine muslimische Minderheit, die hierzulande Probleme verursacht, allerdings eine sehr lautstarke Minderheit, die zudem aus dem Ausland (Türkei, Saudi-Arabien u. a.) unterstützt wird und vor der die deutsche Politik bislang feige gekuscht hat. Die Mehrheit der Muslime, jene also, die keine radikale islamische Leitkultur repräsentieren und durchsetzen wollen, sollten öffentlich Flagge zeigen. Denn die Scharia-Fans schaden letztlich auch ihnen.

    >>> Die Freundlichkeit Deutschlands hängt von der Laune des Beamten im Ausländeramt deines Stadtbezirkes ab.

    Sicher, aber diese Einschätzung gilt für ALLE Beamten des GESAMTEN öffentlichen Dienstes. Ich sehe hier nichts, das sich spezifisch gegen Ausländer richtet. Auch Deutsche haben mit unfreundlichen Beamten zu kämpfen – im Jugendamt, im Sozialamt, im Wohnungsamt, im Ordnungsamt…

    >>> Es gibt auch ausländiche Staatsbürger in der Bundesrepublik, die mit der Staatsbürgerschaft ihres Heimatlandes ganz glücklich sind.

    Sollen sie auch. Niemand wird gezwungen, ein „Deutscher“ zu werden. Nur können ausländischen Staatsbürger nicht die gleichen Rechte und Privilegien für sich einfordern wie deutsche Staatsbürger.

  15. @willow

    genügend – war oben von mir umgangssprachlich gemeint und meint jenen Anteil von Menschen, den ich persönlich kenne, der in der Gesellschaft integriert ist. Also Mitmenschen aus meinem Wohn- und Arbeitsumfeld. Das lässt sich dann auf ganz Deutschland übertragen.

    Menschen aus Vietnam: Hier fand durch Eroberung Südvietnams und die Einführung einer „sozialistischen Gesellschaftsordung“ ein Prozess statt, der ähnlich verlief wie nach dem 2. Weltkrieg in Mittel- und Osteuropa. Das Bildungsbürgertum verließ das Land. Somit erklärt sich der höhere Bildungsstand.

    @Jacob P
    Dein Kommentar: „Finde mir EIN Land auf der Welt, das freundlicher zu Einwanderern ist als Deutschland! Wieviele Länder machen …“

    meine Antwort: Die Freundlichkeit Deutschlands hängt von der Laune des Beamten im Ausländeramt deines Stadtbezirkes ab. Wenn man im Stadtbezirk X für seine Ehefrau ohne Probleme eine unbeschränkte Erlaubnis bekommt und im Stadtbezirk Y jedes Jahr zur Ausländerbehörde darf, so ergeben sich Fragen. Wenn deine eigene Hausbank deiner Ehefrau die Auszahlung von Geld mit der Begründung verweigert, sie könne nicht prüfen, ob sie die angegebene Kontobevollmächtigte sei und an der angebenen Adresse wohnt, dann darf deine Frau erstmal zur Ausländerbehörde und sich eine neue Meldebescheinigung erkaufen. Warum? Ausländer bekommen in diesem schönen Deutschland keine ID-Card oder Personalausweis, wie das eben in anderen Ländern der Fall ist.
    Und zum Thema deutsche Staatsbürgerschaft: Es gibt auch ausländiche Staatsbürger in der Bundesrepublik, die mit der Staatsbürgerschaft ihres Heimatlandes ganz glücklich sind.

    Die Gründe, warum jemand in Deutschland lebt, sind individuell unterschiedlich.

    Dein Kommentar: „… weil die islamische Leitkultur fordernder, aggressiver und mit einem Ãœberlegenheitsanspruch … “

    Frage: Wie wärs, wenn Du mal nicht Hamas- oder Hisbollah-TV schaust?

  16. @willow

    Noch ein Nachtrag: Sollte Interesse vorhanden sein, konfrontiere ich gerne die haGalil-Gemeinde mit den türken(=islam-)feindlichen Ergüssen Martin Luthers. Diese sind zwar wesentlich zahmer als die antijudaistischen Tiraden des Reformators ausgefallen, dennoch ’nicht von Pappe‘ und sie stützen das, was ich oben sagte. Im „Dritten Reich“ wurden diese ‚Herabwürdigungen‘ übrigens erneut aufgegriffen und u.a. von einem angesehenen evangelisch-lutherischen Autor publiziert.

    Interessiert Sie sowas?

  17. @willow

    Meine Angabe, Türken am ungeliebtesten, kann ich Ihnen im Moment nicht belegen. Sie fußt auf Gesprächen mit Türken und anderen Ausländern. So habe ich u.a. eine Studie für den Berliner Senat über die Jugoslawen in Berlin verfasst (die nicht veröffentlicht wurde) mit Dutzenden von Interviews. Die Gespräche mit Türken fanden in verschiedenen Städten der BRD im Verlaufe der letzten etwa zwanzig Jahre statt.

    Ich erinnere mich auch daran, darüber schon öfters gelesen zu haben, dass Türken es besonders schwer haben in der BRD, kann aber leider nicht sagen wo. Sie werden daher selbst recherchieren müssen.

    Tatsächlich hat es ganz besonders mit der Tatsache zu tun, dass es sich um Angehörige des Islam handelt. Die beiden Belagerungen Wiens (= des christlichen Europas) 1529 und 1683 sind nicht vergessen und unterschwellig lebendig geblieben. Die katholische und evangelische Propaganda gegen den Islam bis in die Gegenwart tat und tut ein Übriges.

    Vietnamesen und deren Kultur stellten nie eine Bedrohung für die heimische deutsche Kultur dar und sie sind ein relativ neues „Phänomen“. Die Italiener, Spanier und Portugiesen gelten allein schon durch das Christentum als ‚Verbündete‘. Den Griechen kam zustatten, dass sie mit dem kulturellen, abendländischen, europäischen Erbe in Verbindung gebracht wurden (und werden) und dass ein deutscher Königssohn (Otto, der Sohn des Bayernkönigs Ludwig I.) im 19. Jh. über sie herrschte, ferner noch, dass sie ebenfalls Christen sind.

    Ãœbrigens bekamen auch muslimische Albaner und Bosniaken (Muslime aus Bosnien-Herzegowina) den erwähnten kalten Hauch zu spüren. Ihnen begegnet der Deutsche wesentlich anders als etwa den (immer noch als ehemalige ‚Bundesgenossen‘ empfundenen, katholischen) Kroaten.

    Jacob P.’s Argumentation vermag ich aus dem, was ich persönlich von Muslimen in D. erfahren habe, nicht zu folgen.

    Ich möchte abschließend anmerken, dass ich kein Spezialist für Integration von Migranten bin, dass ich mich diesem Thema zwar eine gewisse Zeitspanne über intensiv angenommen habe, dass ich aber nicht letztendlich gültige aktuelle Auskünfte erteilen kann.

  18. >>> warum werden die ehemals durchaus auch stark abgelehnten Italiener, Griechen, Portugiesen aber eben auch Vietnamesen heute ganz überwiegend als tatsächliche Bereicherung empfunden?

    Die Antwort ist ganz einfach, auch wenn Sie nicht ins erwünschte Bild passt:

    Die Integration von Muslimen verläuft deshalb schwierigier, weil die islamische Leitkultur fordernder, aggressiver und mit einem Überlegenheitsanspruch gegenüber der säkularisierten westlichen Leitkultur daherkommt.

    Wozu die Wirklichkeit leugnen?

  19. @Robert Schlickewitz

    „Wohl keiner Einwanderergruppe schlug und schlägt ein derart kalter Wind entgegen, wie den Türken.“

    Läßt sich das irgendwie statistisch untermauern? Ich meine, auch andere Migrantengruppen wurden ja nicht gerade mit offenen Armen empfangen, Katzelmacher und so…

    Die Frage ist doch eher, warum werden die ehemals durchaus auch stark abgelehnten Italiener, Griechen, Portugiesen aber eben auch Vietnamesen heute ganz überwiegend als tatsächliche Bereicherung empfunden? Zumal dies ja nicht nur im deutschsprachigen Raum zu beobachten ist, auch in Holland, Dänemark, Schweden oder Norwegen (!) gibt es ja entsprechende Diskussionen – Ländern, die nicht automatisch mit Fremdenhass in Verbindung gebracht werden.

  20. @Prego
    Du meinst also, in Deutschland seien die Menschen feindselig und abwehrend gegenüber Einwanderern, Sprachkurse und Unterstützung in den Schulen und Betrieben seien nicht die Regel.

    Sag mal, in welchem Land lebst du eigentlich?

    Der Unterschied zwischen den „klassischen Einwanderungsländern“ und Deutschland ist, dass die Einwanderungsländer eine klare Vorstellung davon haben, wer sie sind und was sie sein wollen, nämlich offene, durchaus auch stolze Nationen aus unterschiedlichen Ethnien mit einer gemeinsamen Sprache und gemeinsamen Grundwerten, und dass sie nichts anderes von ihren Einwanderern erwarten. Einwanderer, die sich nicht integrieren wollen, werden schneller abgeschoben als ihnen lieb ist.

    Deutschlands Einwanderungspolitik hingegen hat sich, ausgehend von einer völlig falsch verstandenen Multikulturalität und einem zweifelhaften Toleranz-Begriff, viel zu lange nach dem Laissez-faire-Prinzip gerichtet und die Augen davor verschlossen, dass ein nicht unerheblicher Teil der Migranten aus islamischen Ländern sich nicht integrieren WOLLEN.

  21. So sieht es aus, Robert. Und die üble Hetze der angeblichen „Israel-Silidarität“, ist da sicher nicht förderlich.

  22. @ Jacob P

    Die klassischen Einwanderungsländer (USA, CDN, NZL, aber auch Norwegen) fordern UND fördern. Vor allem die Aufnahme durch die Menschen (Nachbarn, Kollegen usw.) ist freundlich-teilnehmend, nicht feindselig und abwehrend. Sprachkurse und Unterstützung in den Schulen und Betrieben sind die Regel.

  23. Ich stimme jim zu.

    Wohl keiner Einwanderergruppe schlug und schlägt ein derart kalter Wind entgegen, wie den Türken. Was nützen staatliche oder behördliche oder gesetzliche Brücken, wenn im täglichen Zusammenleben zwischen Mehrheitsbevölkerung und Migranten, wenn dort Desinteresse, Abneigung, Gefühlskälte und eine unüberwindliche innere wie äußere Abwehrhaltung großer Teile unserer deutschen Bevölkerung ein Miteinander von Anfang an vergiften.
    Da bleibt dann einigen wirklich nur noch die Rückbesinnung auf die eigene alte Religion übrig.

    Dies behaupte ich nicht einfach so aus lauter idealistischer Menschenfreundlichkeit, sondern ich nehme seit etwa zwei Jahrzehnten lebhaft Anteil am türkischen Leben in der BRD und berufe mich auf Gespräche mit Jugendlichen, Studenten, Arbeitern und Kleinunternehmern, Männern wie Frauen.

    Auch viele von denjenigen Türken, die es geschafft haben, die im Beruf stehen, die Karriere in Deutschland gemacht haben, haben häufig eine traurige und höchst beschämende Geschichte zu erzählen.
    Sprecht mal mit ihnen!

  24. Jim, Abitur und Studium setzen „irgendwie“ Schulbildung voraus – Schulverweigerung dagegen führt zu „Berliner Verhältnissen“. Wenn die Integration so gelungen ist, warum wird ausgerechnet eine „Islamkonferenz“ veranstaltet? Weil vielleicht doch ein Großteil der Integrationsprobleme weder Vietnamesen noch Italiener betrifft?

    Lassen sie mich raten, sie haben den von Herrn Fischbein verlinkten FAZ-Artikel nicht gelesen?

  25. >>> Integration … setzt auch eine Gesellschaft voraus, die Integration ermöglicht.

    Finde mir EIN Land auf der Welt, das freundlicher zu Einwanderern ist als Deutschland! Wieviele Länder machen es ihren Einwanderern so leicht, sich zu integrieren, die Staatsbürgerschaft zu erwerben, wo gibt es ein vergleichbares Aufgebot an Integrationsprojekten, Sprachkursen, Sozialarbeitern, wohlwollenden Lehrern, Richtern etc.?

    Finde mir eins. Dann reden wir weiter.

    >>> Hier lebende Muslime, zum weitaus überwiegenden Teil hier hergekommen um der Unfreiheit, den katastrophalen Verhältnissen in ihrer Heimat zu entkommen, um hier bei uns in Freiheit leben zu können…

    … und stellen dann erstaunt fest, dass die deutschen Politiker mit ihrer „ist doch egal“-Haltung den orthodoxen Islamverbänden in den A… kriechen und im Namen der Toleranz Intoleranz hinnehmen, statt von den Muslimen einzufordern, dass sie unsere Grundwerte (z. B. die Gleichheit von Mann und Frau) achten.

  26. @ willow

    Wenn Integration das Abitur voraussetzt oder zumindest das Streben danach, dann sind auch viele Deutsche nicht „integriert“. Absurdes Argument.

  27. Wer bitte legt fest, was unter “genügend” zu verstehen ist?

    Es gab genügend, es gibt genügend und es würde auch in Zukunft genügend geben – wären da nicht zwei Gruppen, die eine mögliche Integration mit großem Aufwand vorsätzlich hintertreiben, als da sind:

    1) Die einschüchternd hetzend ausgrenzenden paronoid xenophoben Islamhasser und deren Aushängeschilder, die sogenannten „Islamkritiker“, sowie

    2) Der widerhetzende radikale Fundamentalismus des Islam, die sogenannten Islamisten und ihre Prediger.

    Hier lebende Muslime, zum weitaus überwiegenden Teil hier hergekommen um der Unfreiheit, den katastrophalen Verhältnissen in ihrer Heimat zu entkommen, um hier bei uns in Freiheit leben zu können, eine bessere Zukunft für ihre Kinder erträumen, mit Abi und Studium, ja die gibt es, stehen nun leider, angesichts der enormen Ablehnung nur all zu oft zerrissen und hilflos in der Mitte. Sind verunsichert und ängstlich, wissen nicht wohin und all zu viele davon koppeln sich ab, grenzen sich ein, schenken letzten Endes islamistischen Hasspredigern, die immerzu nur das zu wiederholen brauchen, was tatsächlich an Rassismus abläuft, Glauben.

    So ist der Islamismus am Gewinnen, und wir, in unserer grenzenlosen Blödheit, helfen kräftig mit!

  28. @Olaf

    „Es gibt genügend Türken und Araber, die sich integriert haben.“

    Wer bitte legt fest, was unter „genügend“ zu verstehen ist?

    Wenn ich die Integrationsleistungen der Migranten mit „islamischem kulturellem Hintergrund“ mit anderen Migrantengruppen (z.B. Vietnamesen, Süd- & Südwesteuropäer…) vergleiche, empfinde ich die Integrationsleistungen als total ungenügend – was sich auch, aber nicht nur an den schulischen Erfolgen festmachen läßt. Zur Erinnerung, 80% der „vietnamesischen“ Kinder besuchen das Gymnasium, ein ebenso hoher Anteil der „türkischen“ Kinder fällt unter „Hauptschulabschluß oder weniger“ … unterhalten sie sich über solche Probleme doch einfach mal mit den wenigen „türkischen“ oder „arabischen“ Eltern, deren Kinder ein Abitur anstreben – oder kennen sie keine!?

  29. @Jacob P
    >>> laut Sarrazin sind es ja die Türken und die Araber, die sich nicht integrieren wollen

    Hat er da etwa Unrecht?

    Antwort: Ja, er hat Unrecht. Es gibt genügend Türken und Araber, die sich integriert haben. Integration ist immer ein längerer Prozess und setzt auch eine Gesellschaft voraus, die Integration ermöglicht.

    @Schlomo Fischbein
    Danke für Ihren Beitrag nebst Verküpfung zur Quelle. Doch scheint es mir, dass Thesen eines Gunnar Heinsohn, Thilo Sarrazin oder Guido Westerwelle bedauerlicherweise immer mehr Zuspruch in unserer Gesellschaft finden. Welche Gruppe ist als nächstes dran?

  30. Soziologieprofessor Gunnar Heinsohn will die Unterschicht finanziell austrocknen, weil die zu viele gesellschaftlich wertlose Kinder in die Welt setzt
    Die Kinder von Hartz IV-Empfängern sind minderwertig, sie sind dümmer und fauler als die Kinder von anderen deutschen Müttern und ihre Ausbildungsfähigkeit steht in Frage. Sie werden in Zukunft den hohen Qualifikationsanforderungen der Gesellschaft nicht mehr genügen. Diese Kinder entstammen einer Unterschicht, die sich durch Sozialhilfe immer mehr vergrößert und hemmungslos vermehrt und den Leistungsträgern auf der Tasche liegt. Das ist eine Gefahr für Deutschland. Während sich die Unterschicht so vermehrt, bekommen die deutschen Frauen der Leistungsträger zu wenig Kinder. Der Staat muss also das weitere Kinderkriegen der Unterschicht verhindern, indem man deren Angehörigen die Lebensgrundlage entzieht. Deutschland braucht diese minderwertigen Kinder nicht, sondern es braucht die sozial wertvollen Kinder der Karrierefrauen.

    Dies ist, komprimiert zusammengefasst und im Klartext, die Aussage von Gunnar Heinsohn. Dies ist 65 Jahre nach dem Ende des Nationalsozialismus der Inhalt eines Gastkommentars. Dieser stammt nicht von irgendeinem bösartigen Verwirrten, sondern von einem deutschen Professor für Sozialpädagogik an der Universität Bremen. Dieser Zeitungsartikel erschien nicht in einem rechtsextremen Schmutzblatt, sondern in der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“. Dieser Artikel kann als Volksverhetzung gelten.

    http://www.faz.net/s/Rub0B44038177824280BB9F799BC91030B0/Doc~E0AC5A2CD5A6A481EABE50FAE2AEBA30B~ATpl~Ecommon~Scontent.html

  31. >>> laut Sarrazin sind es ja die Türken und die Araber, die sich nicht integrieren wollen

    Hat er da etwa Unrecht?

  32. Wie sagte noch der Rabbiner?

    „Ist es nicht völlig normal das wir Kinder deren Mütter nicht von uns sind wie Dreck behandeln in der Gemeinde?“

    Seine Wortwahl war natürlich eine andere,aber eben das vorangestellte meinte er damit.Wenn ihr Rassisten sucht schaut euch mal in den Synagogen um,da findet ihr ne Menge.

    Ihr wollt doch wohl nicht Leuten wie Sarrazin einen Dorn aus dem Auge ziehen?Es gibt jemanden der hat gesagt Leute wie ihr hätten ein Brett vorm Kopf…und er hatte wie immer Recht.Religion trifft auf hier Politik,beides ist mir ein Greuel.Nun könnt ihr euch gerne weiter gegenseitig die Schädel einschlagen….aber zum Freund will ich euch beide nicht.Wenn der Feind meines Feindes mein Feind ist,wird er mein Feind bleiben…Strategie für Anfänger.

    RTFM
    DaKing

  33. Jim, den Film habe ich jetzt nicht so ganz verstanden, was das mit Sarrazin zu tun hat.
    Oder war es als Hommage an Jean Ferrat gedacht, der gestern gestorben ist.

    Beides!

    Es gibt, denke ich, eine Vielfalt an Assoziationsebenen, angefangen beim Titel, „Potemkin“, über Sarrazins chalvinistische Wurzel bis hin zu Feuchtwangers Roman „Erfolg“ und den sogenannten „wahrhaft Deutschen“.

  34. Verantwortungslos auch von der Berliner SPD, diesen Menschen ausgerechnet zur Bundesbank wegzuloben. Dort würden fähige Vorstandsmitglieder dringend gebraucht. Die Bundesbank hat anscheinend keine Möglichkeit, ihn loszuwerden.
    Wo bleibt SPD-Chef Gabriel?

  35. Jim, den Film habe ich jetzt nicht so ganz verstanden, was das mit Sarrazin zu tun hat.
    Oder war es als Hommage an Jean Ferrat gedacht, der gestern gestorben ist. Er war 79. Das Lied Potemkin wurde 1965 vom französischen Rundfunk nicht gespielt, in dem er seine kommunistische Haltung zum Ausdruck brachte.

    Bei diesem Sarrazin denke ich, er ist geltungssüchtig, bringt sich mit solchem Blödsinn immerhin ins Gespräch. Besonders qualifiziert scheint er ansonsten ja nicht zu sein, wenn man bei der Bundesbank so leicht auf seine Mitarbeit, und das bei gleich bleibendem Gehalt, verzichten kann.

  36. Sarrazin, Inbegriff des neuen ‚hässlichen Deutschen‘.

    Die SPD muss sich wahrlich nicht wundern, wenn sie beständig Stimmen einbüßt, mit Aushängeschildern wie diesem (Herrenmenschen).

    Und was für ein ‚begnadeter‘ Redner doch der Knilch mit dem flotten Schnauzer ist: Mehr „Ähs“ und „alsos“ als Volltext.

    Wie konnte so eine ‚Leuchte‘ nur Karriere machen!?!

    Armes Deutschland.

  37. Wenn jemand wider besseren Wissens solch idiotische Vorschläge macht, so ist das Volksverhetzung, eindeutig, also ein Verbrechen.

    Stellt sich mir die Frage, woher dies hohe Maß an destruktiver Energie bei diesem ekelhaften Menschen?

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