Am 5. September 2009 erscheint das Buch „Wir sehen aus wie der Feind“ von Rachel Shabi im Berlin Verlag…
Die Autorin beschreibt in ihrem Buch ein hierzulande kaum wahrgenommenes Phänomen innerhalb der israelischen Gesellschaft: die Unterschiede zwischen aschkenasischen Juden, deren Familien vor allem aus Europa stammen, und orientalischen Juden, auch Mizrahim genannt, deren Wurzeln in arabischen Ländern des Nahen Ostens liegen.
Shabi, die selbst aus einer Familie irakischer Juden kommt, erforscht in ihrem Buch die Geschichte dieser belasteten Beziehung und verfolgt sie bis in die Anfänge des neu gegründeten Staates Israel zurück. In einer Gesellschaft, die sich unbedingt mit Europa identifizieren wollte, galten Einwanderer, die Arabisch sprachen und nahöstliche Gebräuche pflegten, ihrer Ansicht nach als zweitklassig. Sechzig Jahre später seien Mizrahim, die immerhin fast die Hälfte der israelischen Bevölkerung ausmachen, nach wie vor deutlich weniger erfolgreich als Aschkenasim, ihr Ausbildungsniveau sei häufig niedriger, ihre Wohnsituation schlechter, und sie werden für ihren Akzent, ihre Vorlieben und Lebensstile oft belächelt.
Rachel Shabi wurde in Israel in eine Familie irakischer Juden geboren. Sie wuchs in England auf und arbeitete als Journalistin für verschiedene Zeitungen. Zurzeit lebt sie in Tel Aviv. „Wir sehen aus wie der Feind“ ist ihr erstes Buch.
Rachel Shabi: „Wir sehen aus wie der Feind“
Arabische Juden in Israel, 288 Seiten
Aus dem Englischen von Barbara Schaden
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