Knobloch als IKG-Präsidentin wiedergewählt

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Charlotte Knobloch bei einer Demonstration in Solidarität mit Israel am 9. Oktober 2023 auf dem Odeonsplatz, Foto: Henning Schlottmann / CC BY-SA 4.0

München, 6.7.2026. Einen Tag nach Abschluss der Gemeindewahlen hat sich der neue Vorstand der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern (IKGM) am heutigen Montagabend im Jüdischen Gemeindezentrum am St.-Jakobs-Platz konstituiert.

Dabei wurde Dr. h.c. mult. Charlotte Knobloch einstimmig und ohne Gegenkandidaten als Präsidentin bestätigt. Als Vizepräsidenten gewählt wurden der Unternehmer Yehoshua Chmiel, der dieses Amt bereits seit 2016 ausübt, und Dr. jur. Michael Holland, der Antisemitismusbeauftragte des Landkreises Dachau. Holland war mit der gestrigen Wahl erstmals in den Vorstand eingezogen.

Das Präsidium amtiert, ebenso wie der Vorstand der Kultusgemeinde, für vier Jahre. Bei der Wahl am 2. und 5. Juli hatten die Mitglieder der IKGM über die Zusammensetzung des Vorstandes entschieden, der mit der heutigen konstituierenden Sitzung und der Wahl des Präsidiums die Arbeit aufgenommen hat. Charlotte Knobloch hat das Amt der Gemeindepräsidentin seit 1985 ununterbrochen inne.

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Sie ist eine der meistbeschäftigten Frauen Deutschlands. Im Interview spricht Dr. h.c. Charlotte Knobloch, Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, über ihre Kindheit in der NS-Zeit, über ihre zahlreichen Ämter, ihr Engagement bei WIZO und im Jüdischen Frauenbund – und wie es ihr gelang, nach 1945 aus dem Überleben ein Leben zu formen.