Viele Menschen haben Sara Atzmon im Laufe der Jahrzehnte kennen- und schätzen gelernt – sowohl als international renommierte Künstlerin mit weltweiten Ausstellungen als auch als unermüdliche Botschafterin der Erinnerungskultur.
Von G. Wedel
Ihre Lebensgeschichte war untrennbar mit den Verbrechen des Nationalsozialismus verbunden. Als junges Mädchen stand sie bereits vor den Toren von Auschwitz, wurde dann jedoch in das Durchgangslager Strasshof deportiert und von dort später nach Bergen-Belsen gebracht. 60 Mitglieder ihrer Familie wurden ermordet.
Rettung und der „zweite Geburtstag“
Im April 1945 befreiten amerikanische Soldaten einen KZ-Transport mit jüdischen Deportierten in einem Waldstück bei Farsleben (in der Nähe von Magdeburg). An Bord dieses Zuges befand sich auch Sara Atzmon. Diesen Tag erlebte sie fortan als ihren „zweiten Geburtstag“.
Ein Leben im Dienste der Aufklärung
Es war ihr ein tiefes Herzensanliegen, ihre Lebensgeschichte als Holocaustüberlebende vor allem an die jüngere Generation weiterzugeben. Ihre Mission war ein klares „Nie wieder“ sowie die Verständigung zwischen den Völkern und Religionen. Jahrzehntelang besuchte sie Schulen und hielt Vorträge in Deutschland und weltweit. Für dieses Engagement wurde sie mit mehreren Auszeichnungen geehrt.
Nun ist Sara Atzmon (geboren 1933 in Ungarn) am 23. Juni 2026 im Kreise ihrer Familie in Israel verstorben.
Kurz zuvor erschien ihr neues Buch „Und ich habe doch gesiegt!“ im deutschen Handel. Es enthält ihre Erinnerungen an den Holocaust und erzählt von ihrem späteren Leben in Israel.
Möge ihre Botschaft in vielen Herzen weiterklingen.
In dankbarem Andenken.
Weitere Informationen zu ihrem Leben und Werk:
https://saraatzmon.org



