Der dritte Morgen

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V.r.; Ronit und Sara Elimelech, Gavriel Baruch Ravach und Oren Katz, die bei einem Raketeneinschlag in Bet Shemesh getötet wurden

Viel wurde im Vorfeld darüber spekuliert, ob sich die Terrormiliz Hisbollah in einen Krieg mit dem Iran einschalten würde. In der Nacht hat sie nun zwei Raketensalven auf Israel abgeschossen und dafür auch Verantwortung übernommen. Der Beschuss erfolge aus „Solidarität mit dem iranischen Volk“. Zunächst erfolgte ein Beschuss auf den Norden des Landes, später Richtung Zentrum. Dort wurde kein Alarm ausgelöst, die Raketen fielen ins Meer, die Explosionen waren jedoch deutlich zu hören und brachten viele Bewohner von Tel Aviv und Umgebung dazu, die Schutzräume aufzusuchen.

Israels Militär reagierte mit Luftangriffen auf Hisbollah-Stellungen sowohl im Südlibanon wie auch im Dahieh-Viertel in Beirut. Im Südlibanon waren zuvor Evakuierungsaufforderungen der IDF an 53 Dörfer gegangen. Generalstabschef Eyal Zamir sagte am Morgen, dass wir uns auf „mehrtägige Kämpfe“ einstellen müssen. 

Bei einem direkten Einschlag einer iranischen Rakete in ein Wohnviertel in Bet Shemesh starben gestern neun Menschen, mehr als 40 wurden verletzt. Die Rakete zerstörte eine Synagoge, den darunter liegenden öffentlichen Luftschutzbunker und mehrere umliegende Wohnhäuser. Mittlerweile wurden die Namen von vier der Opfer bekannt gegeben. 

Ronit Elimelech, 45 Jahre, die sich ehrenamtlich beim Rettungsdienst United Hatzalah, war mit ihren drei Kindern bei ihren Eltern in Bet Shemesh. Ronit und ihre Mutter Sara starben bei dem Raketenangriff, Ronits Kinder konnten lebend geborgen werden. Unter den Opfern sind auch der 16-jährige Gavriel Baruch Ravach und Oren Katz.