Das ganze Land ist derzeit von Raketenalarmen überzogen, das Zentrum im Besonderen, aber auch Jerusalem, Eilat, das Gaza-Umland und der Norden, Haifa, Galiläa und der Golan. Am fünften Morgen nach Kriegsbeginn zeichnet sich aber auch ab, dass der Norden Israels wieder besonders betroffen ist. Denn dort gab es vermehrt Raketenbeschuss der Hisbollah aus dem Libanon. Dafür gibt es keine Vorwarnung über die Notfall-Apps auf dem Handy, die wichtige zusätzliche Minuten ermöglichen, einen Schutzraum aufzusuchen.
Raketen der Hisbollah lösen sofort Alarm aus, für die Menschen bedeutet das, sich so schnell wie möglich in den Schutzraum zu flüchten, innerhalb nur weniger Sekunden. Gestern schlug eine Rakete in dem Moshav Kfar Yuval ein, im Vorgarten eines Hauses, dessen Bewohner es nicht ganz bis in den Schutzraum geschafft hatten, jedoch unverletzt blieben.
Die IDF hat die Stellungen zur Verteidigung an der Nordgrenze verstärkt, der erneute Einsatz von Bodentruppen ist wieder im Gespräch. 100.000 Reservisten wurden bereits mobilisiert. In der Zwischenzeit wird weiter die Infrastruktur der Hisbollah aus der Luft angegriffen, am Vormittag wurde eine umfassende Evakuierungsaufforderung an alle Bewohner im Südlibanon veröffentlicht.
Ab Donnerstag sollen Rückholflüge für die ca. 170.000 im Ausland festsitzenden Israelis aufgenommen werden, zunächst in sehr beschränktem Maß. Flüge aus Israel sind dann aber noch nicht möglich. Die in Israel festsitzenden Touristen müssen weiter ausharren oder über Ägypten und Jordanien ausreisen.



