Vor den Stadtratswahlen am 8. März untersucht das Linke Bündnis gegen Antisemitismus München (LBgA) wie antisemitisch die AfD ist, die in der Landeshauptstadt mit einem eigenen Bürgermeisterkandidaten und Kommunalwahlprogramm antritt.
Um es gleich vorweg zu nehmen, Jüdinnen und Juden kommen im Kommunalwahlprogramm der Münchner AfD gar nicht vor. Noch nicht mal im sonst gerne bemühten Kontext der christlich-jüdischen Wurzeln. „Gerade im Kontext der „Remigration“ und damit mitgemeinter Deportationsphantasien offenbart diese Wortwahl die große Gefahr, die von der AfD für die Jüdinnen*Juden in Deutschland ausgeht“, so das LBgA.
Eine ausführliche Analyse einer Rede von Bürgermeisterkandidat Markus Walbrunn offenbart nicht nur „Verachtung und Gleichgültigkeit gegenüber dem historischen wie gegenwärtigen jüdischen Schicksal, sondern auch das instrumentelle Verhältnis der AfD zum Themenkomplex Antisemitismus“. Er wird nur dann skandalisiert, wenn er politischen Gegnern zum Vorwurf gemacht werden kann.
Das LBgA zeigt auch die Bandbreite von Verschwörungsvorstellungen der AfD als Pfeiler ihres Antisemitismus, die mit Codes und Hetze gegen George Soros geschürt werden.
Der lesenswerte Beitrag des Linken Bündnis gegen Antisemitismus ist auf dessen Webseite zu finden:
https://lbga-muenchen.org/



