Die letzte Geisel

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Die Gvili Familie, Foto: Uriel Even Sapir

In der Nacht wurden die sterblichen Überreste von Sudthisak Rinthalak identifiziert. Somit verbleibt in Gaza noch eine letzte israelische Geisel. Der Polizist Ran Gvili. Seine Familie hatte erst am Montag eine Erklärung an die Medien abgegeben.

Die Kundgebungen, die bisher jeden Samstag Abend stattgefunden haben, werden nicht weitergeführt. Familie Gvili hat sich entschlossen, die Menschen freitags zum Kabbalat Schabbat auf den Platz der Geiseln zu bitten.

Ran Gvili war am 7. Oktober krank geschrieben und wartete auf eine Schulter-OP. Er zögerte jedoch nicht, zog die Uniform an und kämpfte gegen die Hamas-Terroristen, die das Land überfallen hatten. Um 10:50 Uhr schickte Ran eine letzte Nachricht an seine Freunde, in der er ihnen mitteilte, dass angeschossen worden war. Ran starb bei der Verteidigung des Kibbuz Alumim. Hamas-Terroristen entführten seinen Leichnam.

„Unser Junge zog am 7. Oktober seine Polizeiuniform an, verließ verwundet sein Zuhause und ging hinaus, um zu kämpfen und uns alle zu beschützen. So wie Rani niemals jemanden zurückgelassen hätte, müssen wir nun sein Werk vollenden – für ihn und für uns selbst“, so Familie Gvili in ihrer Mitteilung.

„Im Namen aller Geiselfamilien und in unserem eigenen Namen möchten wir uns von ganzem Herzen beim israelischen Volk für mehr als zwei Jahre unerschütterliche Unterstützung bedanken – zwei Jahre, in denen Sie uns beigestanden haben, insbesondere bei der Kundgebung am vergangenen Samstagabend. (…)

Bitte lasst die gelben Fahnen weiterhin wehen. Bitte hängt weiterhin Ranis Plakate entlang der Straßen auf. Dieser Kampf ist noch nicht vorbei, wir führen ihn nur anders. Ab diesem Freitag laden wir euch ein, jeden Freitag zum Kabbalat Schabbat auf dem Geiselplatz mit uns zusammenzukommen. Steht an unserer Seite, lernt Rani, unseren stille Beschützer, kennen und begrüßt den Schabbat gemeinsam, so wie Rani es geliebt hat. Wir werden da sein und rufen das israelische Volk und die jüdischen Gemeinden weltweit auf, uns weiterhin im Kampf um die Heimkehr von Rani (und Sudthisak) zu unterstützen.“