Zwischen Roaring Twenties und osteuropäischem Schtetl: Die Bilder des Fotografen Roman Vishniac prägen bis heute unsere Vorstellung vom osteuropäischen Judentum am Vorabend der Schoah. Die Filmbiografie „Vishniac“ verfolgt seinen Weg von der Oktoberrevolution über die Weimarer Republik bis zum Neustart in den USA.
Vishniac (1897–1990) wurde in Pawlowsk bei Sankt Petersburg geboren. Durch die Oktoberrevolution vertrieben, landete er in Berlin. Hier hielt er in Schwarz-Weiß-Bildern die rauschhafte Vorkriegszeit fotografisch fest. Dabei wurde er zum Zeugen ihres Niedergangs und des zunehmenden Ausschlusses der Juden aus der Gesellschaft. Ausgedehnte Reisen führten Vishniac auch in die Städte und Schtetl im Osten Europas, wo er den von Armut und Spiritualität geprägten jüdischen Alltag kurz vor dessen Auslöschung festhielt.
Vishniacs Tochter Mara Vishniac Kohn erzählt in dieser Filmbiographie vom Leben und Wirken ihres Vaters. In einer Mischung aus Interviews mit Verwandten, Zeitzeugen und Historikern, Archivmaterial, autobiografischen Aufzeichnungen und nachinszenierten Szenen führt sie durch das Leben eines Mannes, der nicht nur Einstein und Chagall porträtierte, sondern auch Biologe und Pionier der Mikrofotografie war.
Montag, 8. Dezember 2025, 19 Uhr
Filmpräsentation
Einführung: Ellen Presser
Eintritt 5,– Euro. Anmeldung erbeten unter karten@ikg-m.de oder (089)202400-491
Veranstaltungsort: Jüdisches Gemeindezentrum, St.-Jakobs-Platz 18, München
Veranstalter: Kulturzentrum der Israelitischen Kultusgemeinde München & Obb. in Kooperation mit dem Jüdischen Filmfestival Berlin|Brandenburg und dem Zentralrat der Juden in Deutschland




Jammerschade, dass ich an diesem Abend nicht kann …
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