President’s Day der Union progressiver Juden in Deutschland

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Für den Presidents´Day, den jährlichen Austausch der Gemeinde-Vorstände und die ordentliche Mitgliederversammlung, traf sich die Union progressiver Juden in Deutschland vom 09. bis 11.06.2023 im Gustav-Stresemann-Institut in Bonn.

Das harmonische und produktive Wochenende wurde mit einem Grußwort der Vorsitzenden der European Union for Progressive Judaism, Miriam Kramer eröffnet (Hier die Rede als pdf zum Nachlesen). Nach dem Kabbalat Schabbat mit Kantor Paul Yuval Adam und Madrichim und Madrichot von UpJ-Netzer trafen sich die Delegierten zu einem festlichen Abendessen und regem Austausch.

Nach dem gemeinsamen Schabbat Schacharit mit Rabbiner Stefan Tiwy wurde am Samstag-nachmittag der Entwurf der neuen Compliance-Regeln der UpJ von Peter Zawilla, FMS Fraud & Compliance Management Services GmbH, vorgestellt und konstruktiv diskutiert. Anschließend stellten die Ehrenamtlichen von UpJ-Netzer den Delegierten ihre Arbeit vor, berichteten über die vergangenen Machanot, die geplanten Veranstaltungen für 2023 und 2024, die Erfolge in der Vernetzung mit anderen Netzer Sniffim und Netzer Olami und ließen die Delegierten als praktisches Beispiel ihrer Arbeit den „Crazy Monkey“-Tanz mitmachen.

Grund zum Feiern war die Verleihung der Israel-Jacobson-Plakette an Irith Michelsohn, jetzige Vorsitzende und ehemalige Generalsekretärin der UpJ, Vorsitzende der Jüdischen Kultusgemeinde Bielefeld K.d.ö.R. und Geschäftsführerin des Landesverbandes der progressiven jüdischen Gemeinden in NRW e.V., für ihre Verdienste um das liberale Judentum in Deutschland.

Verleihung der Israel-Jacobson – Plakette an Irith Michelsohn, v.l.: Mircea Ionescu (UpJ), Dr. Matthias Schreiber, Irith Michelsohn (UpJ), Miriam Kramer (EUPJ), Alexandra Khariakova (UpJ) Larisa Korshevnyuk (UpJ), Daniel Schaban (UpJ)

„Du hast verstanden, dass zur Zukunft des jüdischen Lebens auch besonders ein modernes, ein liberales Judentum gehört“, so Laudator Dr. Matthias Schreiber, Landtag des Landes Nordrhein-Westfaeln am Samstag in Bonn (Hier die Laudatio in Auszügen als pdf). In seiner Laudatio sprach er im Besonderen über den Einsatz von Irith Michelsohn bei der Verleihung der Körperschaftsrechte an die Union, bei den Verhandlungen um den Verkauf der ehemaligen Paul-Gerhardt-Kirche an die Jüdische Kultusgemeinde Bielefeld und den Umbau zur Synagoge, ihren Einsatz für Hilfe für ukrainische Geflüchtete und bei der Statusklärung von jüdischen Zuwanderern, ihre Initiative zu Reisen für Jugendliche christlichen, muslimischen und jüdischen Glaubens zur Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau und der anschließenden Gründung von begegnen e.V., ihren Einsatz für mehrere Projekte bei „1700 Jahren jüdisches Leben in Deutschland“ und ihr Spendenprojekt für Aufzüge in einem Rehabilitationszentrum für Kinder und Jugendliche mit Behinderungen in Beit Jala, Palästina (Spendenkonto Ev. Kirchenkreis Bielefeld, IBAN DE42 3506 0190 2006 6990 68, Verwendungszweck: „W371C“ Lifegate]. Und er schloss seine Laudatio mit diesen Worten: “ Am Ende ist es für Dich nicht relevant, ob Dein Gegenüber jüdisch ist oder nicht, gläubig ist oder nicht. Du handelst aus tiefster humanitärer Überzeugung: Ist er a Mentsch?!“.

Nach der ordentlichen Mitgliederversammlung am Sonntag verließen die Delegierten Bonn mit vielen Informationen für ihre Gemeinden und in Vorfreude auf ein Wiedersehen bei der Jahrestagung der UpJ im nächsten Jahr.

(C) alle Fotos UpJ 2023

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