Die 14. Jüdische Filmtage am Jakobsplatz (I)

Auch beim vierzehnten Mal gibt es bei den Jüdischen Filmtagen am Münchner Jakobsplatz eine bunte Mischung an Dokumentation und Unterhaltung, Porträts und Zeitgeschichtlichem; dieses Mal jedoch erweitert um die Genres Animation und Mystery-Thriller. 

Und weil es so viel Neues und Spannendes, teilweise sogar noch in der Postproduktion gibt, beschränken wir uns nicht auf einen bestimmten Zeitraum, sondern werden im Laufe des Sommers ein weiteres Filmpaket schnüren für alle, die sich für jüdische Kultur in all ihren Facetten, traditionsverbunden und innovativ, widersprüchlich und komisch, lehrreich und überraschend, interessieren.

»The Vigil – Die Totenwache«
Montag, 13. März 2023, 19 Uhr, Veranstaltungsort: Jüdisches Gemeindezentrum, St.-Jakobs-Platz 18

Spielfilm / USA 2019, 90 Min.

Drehbuch / Regie: Keith Thomas, Kamera: Zach Kuperstein, Musik: Michael Yezerski
Darsteller: Lynn Cohen, Ronald Cohen, Dave Davis, Malky Goldman, Lea Kalisch, Menashe Lustig u. a.

Yakov (Dave Davis) hat seine chassidische Gemeinde in Brooklyn verlassen, weil er seinen Glauben verloren hat. Da er dringend Geld braucht, stimmt er widerwillig dem Angebot des Rabbiners zu, als »Schomer« die nächtliche Totenwache für ein verstorbenes Gemeindemitglied in dessen Haus zu übernehmen. Doch es wird keine ruhige Nacht, sondern eine, in der ein Mazik, ein Dämon nach jüdischer Überlieferung, das Zepter übernimmt.

Nach der Filmvorführung Gespräch mit Lea Kalisch, Schauspielerin & Sängerin (New York), über die Dreharbeiten.

Eintritt frei
Anmeldung erbeten unter Telefon (089) 20 24 00-491 oder per E-Mail an karten@ikg-m.de
Veranstalter: Kulturzentrum der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern

 

»Abschied und Ankunft« Die Arbeitsbibliothek von Stefan und Inge Heym
Mittwoch, 15. März 2023, 19 Uhr, Veranstaltungsort: Jüdisches Gemeindezentrum, St.-Jakobs-Platz 18

BRD 2021, 104 Min.

Buch, Regie, Kamera und Schnitt: Beate Kunath
Co-Autor: Michael Müller. Musik: Ksenija Ladić.
Produktion: [bi:kei] productions Beate Kunath in Zusammenarbeit mit: Chemnitzer Filmwerkstatt

Knapp 20 Jahre nach dem Tod Stefan Heyms (1913-2001) übereignete seine Frau Inge Heym die über Jahrzehnte hinweg zusammengetragene Arbeitsbibliothek des Schriftstellers seiner Geburtsstadt Chemnitz. Im Originalmobiliar seines Arbeitszimmers wird sie seit Herbst 2020 als Stefan-und-Inge-Heym-Arbeitsbibliothek im neu eingerichteten Stefan-Heym-Forum im Kulturzentrum „Das Tietz“ präsentiert.

Die aus Chemnitz stammende Filmemacherin Beate Kunath hat Inge Heyms Vorbereitungen auf den Umzug der ca. 2.500 Bücher umfassenden Bibliothek mit der Kamera begleitet. Ergänzt um Archivaufnahmen mit Stefan Heym ist dabei ein einfühlsames Doppelporträt entstanden.

»Abschied und Ankunft«: Foto v. Stefan und Inge Heym am 4. November 1989, Alexanderplatz Berlin. Privatarchiv Familie Heym.

Im Anschluss an die Filmvorführung das Gespräch mit der Filmemacherin und Videokünstlerin Beate Kunath

Eintritt: 5 Euro / Schüler, Studenten, Auszubildende und Münchenpass-Inhaber frei
Anmeldung erbeten unter Telefon (089) 20 24 00-491 oder per E-Mail an karten@ikg-m.de
Veranstalter: Kulturzentrum der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern

 

»Résistance« (zum 100. Geburtstag von Marcel Marceau)
Mittwoch, 22. März 2023, 19 Uhr, Veranstaltungsort: Jüdisches Gemeindezentrum, St.-Jakobs-Platz 18

Frankreich, USA, Deutschland, Großbritannien 2020, 122 Min.
Drehbuch / Regie: Jonathan Jakubowicz
Musik: Angelo Milli. Kamera: Miguel Ioan Littin-Menz.
Darsteller: Jesse Eisenberg (Marcel Marceau), Félix Moati (sein Bruder Alain), Karl Markovics (Vater Charles Mangel), Clémence Poésy (Emma), Ed Harris (General Georg S. Patton), Matthias Schweighöfer (Klaus Barbie) u.v.a.

Der französische Pantomime Marcel Marceau (eigentlich Marcel Mangel), geboren 22. März 1923 in Straßburg, gestorben 22. September 2007 in Cahors, wird anläßlich seines 100. Geburtstags mit der Ausstellung »Kunst der Stille« und mit dieser Sondervorführung des Spielfilms »Résistance« gewürdigt. Dem Publikum war Marceau weltweit als „Bip“ vertraut: der tragikomische Clown im Ringelhemd mit weiß geschminktem Gesicht, zerbeultem Seidenhut und roter Blume.

»Résistance«: Jesse Eisenberg als Marcel Marceau © Pantaleon Films GmbH

Eintritt 8 Euro / Schüler, Studenten, Auszubildende und Münchenpass-Inhaber frei
Anmeldung erbeten unter Telefon (089) 20 24 00-491 oder per E-Mail an karten@ikg-m.de
Veranstalter: Kulturzentrum der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern

Bild oben: »The Vigil – Die Totenwache«: Dave Davis als »Schomer« Yakov © Wild Bunch Germany

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