Wiederentdeckte Bücher der jüdischen Gemeinde Sulzbürg

Zweiundfünfzig hebräische Bücher und drei Handschriften aus der alten jüdischen Gemeinde Sulzbürg (Oberpfalz) wurden vor Jahren in der Eichstätter Seminarbibliothek abgegeben. Die Bibliothek der Universität Eichstätt hat sie im Rahmen eines Projektes des Deutschen Zentrums für Kulturgutverluste katalogisiert, die ehemaligen Besitzer – soweit möglich – festgestellt, die Bücher vollständig digitalisiert und im Netz zugänglich gemacht.

Derzeit werden Bücher und Handschriften unter dem Titel „Beten.Lesen.Lernen. Wiederentdeckte Bücher der jüdischen Gemeinde Sulzbürg“ im Landlmuseum Sulzbürg ausgestellt. Die Ausstellung macht die Geschichte und das Leben der „Heiligen Gemeinde Sulzbürg“ sowie ihren Beitrag zum ehemaligen Marktort Sulzbürg lebendig und bewusst.

Die Eichstätter Uni-Bibliothek, der Sulzbürger Museumsverein und der Diözesangeschichtsverein in Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Kulturgutverluste haben sich auch zum Ziel gesetzt, die Bücher an die Nachkommen der einstigen Besitzer und Besitzerinnen zurückzugeben. Bei einigen Büchern konnten schon Erben ausfindig gemacht werden.

Wegen des großen Zuspruchs wird die Ausstellung bis zum 8. Januar 2023 verlängert. Außerhalb der knapp bemessenen Öffnungszeiten ist auch nach Anmeldung ein Besuch möglich (Kontakt: Leiter Landlmuseum Ludwig Schiller, Tel. 09185/5008190; Führung durch die Ausstellung: Prof. Dr. Heide Inhetveen 09185/5685).

Die Judaica aus Sulzbürg sind digitalisiert und online einsehbar.

Bild oben: (c) Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt

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