Paul-Spiegel-Preis für Zivilcourage an Omas gegen Rechts und Tennis Borussia Berlin verliehen

Die Initiative „Omas gegen Rechts“ und der Sportverein Tennis Borussia Berlin sind am heutigen Sonntag (3.7.) in Berlin mit dem Paul-Spiegel-Preis für Zivilcourage ausgezeichnet worden. Der Zentralrat der Juden in Deutschland ehrte damit das herausragende Engagement der Preisträger gegen Antisemitismus und andere Formen der Menschenfeindlichkeit sowie für unsere Demokratie.

Der Präsident des Zentralrats der Juden, Dr. Josef Schuster, betonte beim Festakt, dass es neben den Preisträgern „viele Millionen Menschen in unserem Land gibt, die für die Demokratie eintreten. Das sollten wir nicht übersehen, wenn die Gegner der Demokratie gerade besonders laut sind.“ Zugleich warnte Dr. Schuster vor einer wachsenden Radikalisierung der Bevölkerung durch die Corona-Pandemie und appellierte: „Wir brauchen eine mutige Zivilgesellschaft, die Haltung zeigt und sich in ihrer demokratischen Überzeugung nicht beirren lässt.“

Die Laudatio hielt die Publizistin Carolin Emcke. Für die „Omas gegen Rechts“ sprachen Anna Ohnweiler aus Nagold und Gerda Smorra aus Bremen. Die Dankesrede von Tennis Borussia Berlin hielt Vorstandsmitglied Tobias Schulze.

Der Paul-Spiegel-Preis für Zivilcourage wird seit 2009 vom Zentralrat der Juden in Deutschland in Erinnerung an seinen früheren Präsidenten Paul Spiegel sel. A. und dessen unermüdliches Engagement gegen Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus sowie für eine starke Bürgergesellschaft vergeben. Er ist mit 5.000 Euro dotiert.

Weitere Informationen:
https://www.zentralratderjuden.de/paulspiegelpreis
https://omasgegenrechts-deutschland.org
https://omasgegenrechts-deutschland.de
https://www.tebe.de/

Berlin, 3. Juli 2022 / 4. Tamus 5782, Zentralrat der Juden in Deutschland

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