Terror in Tel Aviv

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Wieder gab es einen Terroranschlag in Israel, der vierte innerhalb von zwei Wochen. Diesmal im Herzen von Tel Aviv.

Donnerstag Abend ist der Start ins Wochenende, die Cafes und Bars in der Stadt sind voll mit jungen Menschen. So auch die Ilka Bar auf der zentralen Dizengoff Straße. Dort schoss gestern Abend ein palästinensischer Terrorist (wieso die Anführungsstriche, liebe Tagesschau?) in die Menge. Zwei Menschen starben, weitere 13 wurden zum Teil schwer verletzt. 

Die Namen der beiden Opfer wurden am Vormittag bekannt gegeben: Tomer Morad und Eitam Magini, beide 27 Jahre alt und aus Kfar Saba. 

Am Nachmittag ist Barak Lufan im Krankenhaus seinen Verletzungen erlegen. Der 35jährige war Sportler und vertrat Israel bei zwei Olympiaden im Kajakfahren. Er hinterlässt seine Frau und drei Kinder.

Der Attentäter konnte entkommen, eine intensive Suche von Polizei- und Sicherheitskräften begann. Die Bewohner der Stadt und des Viertels im Besondern wurden aufgefordert, das Haus nicht zu verlassen und sich von den Fenstern fernzuhalten. In Theater- und Konzertsälen wurden die Türen verriegelt, große Unsicherheit im Terror-erprobten Tel Aviv war zu spüren.

In den frühen Morgenstunden wurde der Attentäter von Spezialeinheiten nahe einer Moschee in Jaffa entdeckt. Einer Verhaftung widersetzte er sich und wurde im folgenden Schusswechsel getötet. Der 29jährige Palästinenser stammte aus Jenin. Die Polizei vermutet, dass er mit den örtlichen Gegebenheiten gut vertraut war.

Der Anschlag weckte ungute Erinnerungen an einen ähnlichen Terrorakt von 2016. Damals hatte ein palästinensischer Attentäter ebenfalls in eine Bar auf der Dizengoff Straße geschossen und zwei Menschen ermordet. Er konnte fliehen, wurde über Tage hinweg im Großraum Tel Aviv gesucht und schließlich erst eine Woche später in Ar’ara im Wadi Ara gefasst und bei einem Schusswechsel getötet. 

Das massive Aufgebot von Polizei und Sicherheitskräften gestern Abend konnte dieses Szenario verhindern.

In Gaza wurde der Anschlag gefeiert. Hamas und Islamischer Jihad begrüßten den Angriff. Auch in Ramallah wurden zur „Feier“ des Attentates Süßigkeiten verteilt. In Jenin fand ein Umzug zu Ehren des Attentäters statt. Der Vater des Attentäters lobte die Taten seines Sohnes.

Bild oben: Die Todesopfer, Tomer Morad, Eitam Magini und Barak Lufan