Memories of Murder: The Munich Olympics Terror Attack Fifty Years On

Yerushalmi Lecture 2021, jetzt anmelden

Mittwoch, 8. Dezember 2021, 19 Uhr
Online-Vortrag

Der US-Historiker David Clay Large hat nicht nur vielbeachtete Bücher über »Hitlers München« und die Geschichte der europäischen Kurbäder veröffentlicht, sondern auch über die Olympischen Spiele in Berlin (1936) und München (1972). 2022 jährt sich der Anschlag auf die israelische Mannschaft während der Olympischen Spiele 1972 in München zum 50. Mal. Die diesjährige Yerushalmi Lecture befasst sich daher mit dem Olympia-Attentat und seinen Folgen.

Prof. Dr. David Clay Large lehrte u.a. am Smith College, der Montana State University und der Yale University. Zur Zeit ist er Senior Fellow am Institute of European Studies der University of California, Berkeley, und Co-Direktor des Austrian Studies Program.

Der Vortrag findet in englischer Sprache statt.

Literatur

David Clay Large: Nazi Games: The Olympics of 1936.‎ Norton & Company, 2007
David Clay Large: Munich 1972: Tragedy, Terror and Triumph at the Olympic Games. Rowman & Littlefield, 2012

Veranstalter: Lehrstuhl für Jüdische Geschichte und Kultur der LMU München mit Unterstützung der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern

Referent: Prof. Dr. David Clay Large, San Francisco

Anmeldung unter: juedische.geschichte@lrz.uni-muenchen.de. Den Zoom-Link erhalten Sie einen Tag vor der Veranstaltung.

Abbildung: Prof. Dr. David Clay Large © privat

Ein Kommentar zu “Memories of Murder: The Munich Olympics Terror Attack Fifty Years On

  1. Zumindest das Buch „Hitlers München“ sollte zur Pflichtlektüre eines jeden anständigen Bayern gehören. Zur Ergänzung sei empfohlen – der Ausstellungskatalog des NS-Doku-Zentrums in der Münchner Brienner Straße „München und der Nationalsozialismus“, dort selbst und im Buchhandel erhältlich.

    Ohne München, ohne Bayern – hätte es mit großer Wahrscheinlichkeit den Nationalsozialismus und den Holocaust gar nicht geben können. Als Hitler nach Bayern kam, sprach er einen bayerisch-österreichischen Dialekt, mit dem er im Rest Deutschland nur Gelächter geerntet hätte. Erst intensiver Deutschunterricht, erhalten in München von „Wohlmeinenden“, versetzte ihn in die Lage auch außerhalb der südöstlichen Bauernregion verstanden zu werden.

    Dass Bayern zur Mutter des NS wurde, hat auch mit dem traditionellen Desinteresse der Bayern an Politik und Gesellschaft zu tun. Noch heute wählen ein Drittel der Bayern CSU, ein Drittel Opposition und dem letzten Drittel ist „ois wurscht“ – „Hauptsach‘, mia haman unsa Bia!“

    Eigene Umfragen in Bayern belegten, dass von über 200 Befragten nur knapp über zehn wussten, dass der Nationalsozialismus in Bayern entstanden ist.
    Bayerische Geschichtsbücher haben sich bis etwa zur Jahrtausendwende häufig geweigert diese Tatsache zu benennen.
    In einem aktuellen Geschichtsbuch zum Bayern der letzten zweihundert Jahre der Bayerischen Landeszentrale für Politische Bildung von 2006 findet man auf zwei – 120 Seiten auseinanderliegenden Halbsätzen – diesen Tatbestand genannt. Nur dem aufmerksamen Leser werden sie auffallen.
    Zugleich hat Bayern, wie Umfragen der Friedrich-Ebert-Stiftung 2006-2010 und eine weitere der Leipziger Uni von 2015 belegten, den höchsten Satz Antisemiten aller Bundesländer!
    Aufklärung wie die durch David Clay Large tut daher Not.
    Danke an haGalil für obigen Beitrag.

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