Mir lebn ejbig

Mitteilung der Familie Bejarano und des Auschwitz-Komitees

Die Nacht war dunkel. Am frühen Morgen des 10. Juli 2021 ist Esther Bejarano im Alter von 96 Jahren nach kurzer, schwerer Krankheit von uns gegangen.

Sie war nicht allein, ihre Familie und ihre Freundinnen und Freunde waren in den letzten schweren Tagen bei ihr.

Wir trauern gemeinsam mit ihrer Familie um diese großartige, mutige und unerschütterliche Frau, Überlebende der Konzentrationslager Auschwitz und Ravensbrück, Antifaschistin, Vorsitzende des Auschwitz-Komitees und Ehrenpräsidentin der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes –Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten, Sängerin, Zeugin der Zeit.

Heute wollen wir innehalten. Und schweigen und trauern.

Um dann Esther Bejaranos Auftrag zu erfüllen:

„Nie mehr schweigen, wenn Unrecht geschieht. Seid solidarisch! Helft einander! Achtet auf die Schwächsten! Bleibt mutig!. Ich vertraue auf die Jugend, ich vertraue auf euch! Nie wieder Faschismus – nie wieder Krieg!“

Familie Bejarano und das Auschwitz-Komitee in der Bundesrepublik Deutschland e. V.

Ein Kommentar zu “Mir lebn ejbig

  1. Ich kannte Sie nicht, aber jemand dem ich mich sehr nah fühle, hat Sie geliebt und für ihn tut es mir so unendlich leid; Sie muss etwas besonderes an sich gehabt haben, was mir aus ihren Worten bereits sehr deutlich wird, doch fehlt mir ihre alles überstrahlende Aura und unerklärlicher Optimismus. Sie hat gewarnt, nicht geurteilt; es ist dieses positive Element und nur die wenigsten haben es. Sie blieb hier bei uns; und es war schön und ehrt uns alle, auch die davon regelmäßig ausgeschlossen werden. Es gibt kein Ihr da und wir hier! Und ja ich rede auch mit ihnen und das lasse ich mir nicht verbieten; einen habe ich ihnen bereits entrissen und dass macht Spaß *LACH* ist mir Latte, dass ich hüben wie drüben etwas merkwürdig beurteilt werde….ich bin vogelfrei gewesen und nun bleibe ich es auch bis zum bitteren Ende…..Gute Reise Frau Bejarano …

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