Handreichung zum Umgang mit Antisemitismus an Schulen

Antisemitismus ist ein virulentes antidemokratisches Phänomen in der deutschen Gesellschaft – auch in Köln. Antisemitismus macht auch vor Schulen nicht Halt – im Gegenteil: Neuere Untersuchungen verweisen eindrücklich auf die Notwendigkeit, Antisemitismus als äußerst realer Belastung, Bedrohung und Gefahr für jüdische Schüler*innen und auch für Lehrkräfte zu begegnen…

Viele schulische Akteur*innen – Lehrkräfte, Schulleitungen und Sozialpädagog*innen – fühlen sich unsicher, manchmal auch hilflos, wenn sie mit Antisemitismus konfrontiert werden. Häufig fehlen ihnen Mittel und Argumente, auf antisemitische Beleidigungen und Sprüche oder auch Handlungen adäquat zu reagieren. Dadurch bleiben antisemitische Aussagen und Taten allzu oft unwidersprochen, wobei möglicherweise anwesende Jüdinnen und Juden erleben müssen, dass sie mit dem Antisemitismus allein gelassen werden.

Um pädagogisch Tätige im Kontext Schule zur Auseinandersetzung mit dem Thema „Antisemitismus“ zu ermuntern, Handlungssicherheit im Umgang damit zu vermitteln, sowie Tipps für Unterstützung und für die weitergehende Beschäftigung zu geben, veröffentlicht die Fachstelle [m²] miteinander mittendrin. Für Demokratie – Gegen Antisemitismus und Rassismus des NS-DOK die Handreichung „Antisemitismus an Schulen“. Sie ist kann kostenfrei über mhochzwei@stadt-koeln.de bestellt oder auf www.nsdok.de/mhochzwei heruntergeladen werden.

Die Handreichung erscheint als erste Publikation in der neuen Reihe „Bausteine Antisemitismuskritik“ der Fachstelle [m²]. In der Reihe werden in unregelmäßigen Zeitabständen Beiträge zum Themenbereich Antisemitismus veröffentlicht und einer breiten Zielgruppe kostenfrei zur Verfügung gestellt. Getreu dem Motto „informieren – sensibilisieren – stark machen. kontinuierlich!“ verfolgen die Mitarbeiter*innen der Fachstelle [m²] mit der Veröffentlichung der Bausteine das Ziel, unterschiedliche Perspektiven auf Antisemitismus(-kritik) zu eröffnen und Fragen nach dem „Wie“ der Bildungsarbeit zu erörtern.

Die „Bausteine“ richten sich an alle Interessierten, insbesondere aber an Personen, die im pädagogischen Bereich tätig sind. Sie sollen in der Praxis ihrer Bildungsarbeit nützlich sein sowie eine weiterführende Professionalisierung, eine inhaltliche Auseinandersetzung und eine Bestärkung in ihrem Handeln im Themenfeld Antisemitismus fördern.

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