Wie Israel und Ägypten stillschweigend kooperieren

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Der Krieg der ägyptischen Armee gegen Terrorgruppen auf der Sinaihalbinsel hat das Potential für einen Konflikt mit Auswirkungen auf die ganze Welt. Während die Moslembrüder in Ägypten selbst bestenfalls leichte Feuerwaffen einsetzen, verfügen extremistische Gruppen um El Kaeda, Islamischer Dschihad und Salafisten im Sinai über schwere Waffen, Sprengstoff und Raketen…

Von Ulrich W. Sahm, Jerusalem, 17. August 2013

Gefahr droht vor allem der internationalen Schifffahrt im Suezkanal. Eine Sperrung des Suezkanals würde weltweit die Frachtkosten verteuern, wenn Schiffe von Fernost nach Europa wieder Afrika umfahren müssten. Ägyptische Militärs haben angeblich Terroranschläge auf Schiffe vereitelt. „Der Geheimdienst entdeckte einen Plan der Dschihadisten, die Al-Salam-Brücke über den Suezkanal am zweiten Tag des Eid el Fidr zu zerstören“, berichtete die ägyptische Regierungszeitung Al Ahram.

Schon unter Hosni Mubarak war im Sinai ein Vakuum entstanden, in das extremistische Organisationen gestoßen sind. Der Sinai wurde zum Umschlagplatz für geschmuggelte Waffen aus Iran, Sudan und den geplünderten Arsenalen Libyens in Richtung Gazastreifen. Im November 2012 hatte die Hamas Tel Aviv und Jerusalem mit Gradraketen aus iranischer Produktion beschossen. Die haben eine Reichweite von 70 Kilometern und können nur über den Sinai nach Gaza gelangt sein.

Die Terrorgruppen im Sinai beschränken sich nicht auf tödliche Anschläge entlang der Grenze zu Israel und auf eine Bewaffnung der Hamas. Immer häufiger kam es auch zu Angriffen auf ägyptische Stellungen, Polizeistationen, Militärpatrouillen und auf die Erdgas-Pumpstationen bei El Arisch im Norden des Sinai. So wurden ägyptische Erdgaslieferungen nach Israel, Jordanien und Syrien gestoppt. Für Ägypten wie für die Endabnehmer kam das teuer zu stehen.

Laut Friedensvertrag dürfen nur ägyptische Polizisten mit leichten Waffen im „entmilitarisierten“ Sinai stationiert sein. Doch schon während des Umsturzes von Hosni Mubarak erlaubten die Israelis Ausnahmeregelungen, zunächst, um Mubarak in Scharm A Scheich zu schützen, und seitdem, um das Chaos im rechtsfreien Raum des Sinai in den Griff zu bekommen. Die Ägypter verlegten mit israelischem Einverständnis Soldaten, gepanzerte Fahrzeuge und Militärhubschrauber in den Sinai.

Die ägyptische Armee bekämpft inzwischen nicht nur die extremistischen Gruppen im Sinai und hebt deren Waffenlager aus. Sie „entdeckte“ und zerstörte plötzlich auch 80 Schmugglertunnel zwischen Sinai und Gazastreifen. Unter Mubarak galten die Tunnel noch als „unauffindbar“.

Zusätzlich sperrte Ägypten auf „unbestimmte Zeit“ den einzigen Grenzübergang vom Gazastreifen, nachdem es in der Grenzstadt Rafah zu Gefechten gekommen war. Jetzt sind die Palästinenser in Gaza tatsächlich eingesperrt, da auch Israel seine Grenzübergänge für Menschenverkehr geschlossen hält. Die Versorgung des Gazastreifens läuft nur noch über Israel über den Warenterminal Kerem Schalom. Für die Hamas bedeutet das alles den wirtschaftlichen Ruin. Denn ihre Haupteinnahmequelle waren Abgaben der Schmuggler für Waren aus Ägypten.

Weder Israel noch Ägypten haben Details über ihre Kooperation offen gelegt. So ist unbekannt, wie sie funktioniert oder auf welcher Ebene sie abgewickelt wird. Mit Sicherheit haben die Militärs direkte Kommunikationskanäle. Die Adresse der israelischen Botschaft in Kairo wird zwar mit Sharia Ibn-el Malek Nr. 6 angegeben, aber seit dem Sturm auf die Botschaft im September 2011 fliegen die Diplomaten zu ihrer Sicherheit an Wochenenden heim.

Vor knapp zwei Wochen hat Israel möglicherweise erstmals seit 1973 im Sinai angegriffen. Drei von vier Raketenschützen, Beduinen der El Kaeda nahen Organisation „Ansar Beit al-Makdis“ wurden angeblich mit einer Drohne getötet. Die Abschussrampe wurde auch getroffen. Palästinenser im Gazastreifen haben die Explosion gehört, wussten aber nach Angaben der Nachrichtenagentur Maan nicht, was da passiert ist.

Israels Verteidigungsminister Mosche Jaalon sagte zu dem Vorfall nur ominös: „Wir respektieren Ägyptens Souveränität“. Ein ägyptischer Militärsprecher bestritt israelisches Eingreifen mit diffusen Aussagen. Denn die ägyptischen Militärs würden ihr „Gesicht verlieren“, wenn sie eingestehen müssten, Israel zu einem Angriff auf ihrem Territorium eingeladen zu haben. Und Israel will nicht schuldig für einen Bruch des Friedensvertrags gesprochen werden.

(c) Ulrich W. Sahm / haGalil.com

36 Kommentare

  1. Und da ich angesichts der autistisch-destruktiven Suada der Berufs-Antisemitin doch noch etwas Niveau erhalten möchte folgt nun ein Auszug aus Broders TRIBÃœNE-Studie über den „guten“ Jean Amery, 1994.

    Jean Amery, daran sollte erinnert werden, war zu Lebzeiten keineswegs beliebt – in nahezu keinem „politischen Lager“. Er war, trotz aller gegenteiligen Erfahrung, dennoch von einer geradezu rührenden Gutgläubigkeit – er scheint wirklich die Hoffnung gehabt zu haben, durch seine Analyse, seine moralischen Appelle doch zumindest einen kleinen Teil „der Linken“ – denen er sich zugehörig fühlte! – von ihrer antisemitischen Torheit, ihrer Obsession „lösen“ zu können.

    Also: „In einem 1969 geschriebenen Aufsatz über »Die Linke und der Zionismus« – der Sechs-Tage-Krieg war gerade zwei Jahre vorbei – schrieb Amery, die Linke habe es »verstanden, den Begriff Zionismus zu entdefinieren«, denn: »Unter Zionismus versteht die Linke ungefähr das, was man so vor rund 30 Jahren in Deutschland das ,WeltjudenturnNational-Zionismus< nennt, um ihn schon phonetisch dem Nationalsozialismus anzunähern , erhebt sich linker Purismus, linker Eifer, linke Tugend … Die Linke sieht Israel als den Aggressor und Oppressor, als den Waffenträger westlicher bzw. amerikanischer imperialistischer Unterdrückung … «. Wie, fragte Amery, konnte es so weit kommen? »Was hat geschehen müssen, daß die Linke der Welt einstimmt in einen Haßgesang gegen Israel, der, des bin ich gewiß, wenn die Dinge weiter ihren Lauf nehmen, schließlich dem schlechten unrechten Antisemitismus dienen muß? Wie ist es geschehen, daß marxistisch-dialektisches Denken sich dazu hergibt, den Genozid von morgen vorzubereiten?«
    Zu dieser Zeit war die Erinnerung an die Nazi-Zeit noch frischer, als es heute der Fall ist. 22 Jahre nach Kriegsende mußte die von Nasser am Vorabend des Sechs-Tage-Krieges gemachte Drohung, die Juden würden ins Meer getrieben, ernst genommen werden, zumindest von jenen, die gerade eben der Vernichtung entkommen waren.
    Amery versuchte, diesen Zusammenhang den linken Antizionisten bewußt zu machen. »Um das Phänomen Israel zu verstehen, muß man aber auch vollumfänglich die jüdische Katastrophe begreifen. In Israel ist, metaphorisch gesprochen, jedermann Sohn, Enkel eines Vergasten … Jeder Jude befindet sich – und noch für lange Zeit – auf einem jener Todesmärsche, die im Frühling 1945 evakuierte jüdische KZ-Häftlinge zurücklegten. Die neue Linke begreift nicht, daß Israel immer noch und wohl einige Dezennien lang nur vor dem finsteren Hintergrund der Katastrophe gesehen werden kann. Israel ist – aber wie soll man jungen Menschen das deutlich machen? – kein Land wie irgendein anderes: es ist die Zufluchtstätte, wo Ãœberlebende und Verfolgte nach langer Wanderschaft sich in tiefer Erschöpfung niederließen.«"

    Und, wenig später :
    "Richtig virulent wurde der von Amery schon Ende der 60er Jahre diagnostizierte Antizionismus aber erst nach dem Yom-Kipur-Krieg im Herbst 73.
    Die Neue Linke nahm es den Juden übel, daß sie wieder einmal überlebt hatten. Zu gern hätte sie sich mit einer oder zwei Millionen toter Juden solidarisiert, die Opfer an die linke Brust gedrückt und ihnen ein paar Gedenkbücher und Dokumentarfilme gewidmet. Für ein bis zwei Anne Franks aus Tel Aviv wäre im linken Bewußtsein noch Platz gewesen, irgendwo zwischen Rosa Luxemburg und ehe Guevarra.“

    Man sieht – leider! – wenig hat sich geändert…
    Nur das Ausmaß der argumentativen und sprachlichen Schlichtheit hat sich erhöht…

  2. @Rika: „Uri, wie kannst Du glauben, dass Jane in israelischer humanitärer Hilfe und einfacher Menschlichkeit je Anderes sehen wird als einen “Item”, den man propagandistisch abwerten muss.“

    Stimmt, wie konnte ich so naiv sein – wo ich es doch generell vorziehe, mit Autistinnen nicht zu sprechen (es ist auch ein wenig eklig); das Leben ist kurz.
    Alles wohl wahr. Solche „Damen“ ziehen es vor, „Selbstmordattentate“ schön zu reden, Steinwürfe auf Zivilisten als friedlich-humanitäre Akte zu bezeichnen. Und dies alles in einer verwirrt-sinnlosen Diktion, die wohl doch keinerlei Zweifel am Geisteszustand dieser Person zulässt.

    Wenig hat sich geändert, in all den Jahren. Ich habe gerade das Heft Tribüne 1/1994 (Nr. 194) der TRIBÃœNE in den Händen. Man lese darin Scheffer: Fritz Bauer und der Auschwitz-Prozeß; Peter Widmann: Die Selbstenthaftung der Linken; Henryk M. Broder: Jean Amery und die Linke. Alles könnte auch heute geschrieben sein – insbesondere Broders Analyse (seinerzeit waren seine Analysen noch „stringenter“ als heute) über Jean Amery ist großartig.

  3. Also Efem, wirklich: Mäßige Dich im Ton!: „Faschisten in den Orkus!“ – so können Sie doch nicht über die hiesigen Zwangs-Antisemitinnen sprechen. 😉
    Das gehört sich einfach nicht – die schlichte Wahrheit, das Offenkundige auch so zu benennen…

  4. Mir vermittelt sich jedenfalls der Eindruck, dass Ägypten unter dieser Militärregierung, keinesfalls besser dran sein wird.

    Es gab gute Gründe gegen Muris zu protestieren. Zu sehr hat er an demokratischen Prinzipien gesägt um seine Macht und die der Muslimbrüder zu zementieren.

    Die Apelle des Westens allerdings Mursi freizulassen und dem Protest der Muslimbrüder mit Augenmaß zu begegnen, verhallte leider ungehört.

    El-Baradei ist vor dem Eindruck der völlig unverhältnismäßigen Gewalt gegen die Muslimbrüder zurückgetreten. Deshalb wird er jetzt in Ägypten angeklagt. Das macht deutlich, wessen Geistes Kind diese neue Militärregierung ist.

    Nicht nur die ägyptischen Eliten und Drahtzieher der gegenwärtigen Situation verstehen es nicht Frieden und Demokratie zu bringen, auch die hiesigen Zeloten nicht, die die Gewalt dauernd legitimieren, insofern sie sich gegen den politischen Feind und Gegner richtet.

    Gewalt erzeugt Gewalt und die wieder Gegengewalt.

    Das muss aufh̦ren Рund man muss selbst damit anfangen.

  5. Hi Efem,
    wegen Armenien (wir mögen nur an die Altstadt von Jerusalem denken) bzw. die Aufklärung über den Völkermord an den Armeniern: Schau hier noch mal nach den Beiträgen über den deutsch-türkischen Schriftsteller und Menschenrechtler Dogan Akhanli (früher hast ja schon mal eine Ergänzung dazu geliefert)…

  6. „Nieder mit den zionistischen Kriegsverbrechern! Sie verunmöglichen jede Friedensvereinbarung. Dieser Apartheitsstaat unterdrückt alle Palästinenser! Wenn sie nicht da wären wäre alles besser!!!!“

    Deshalb ein Kurzhinweis:
    „Syrische Verwundete in Israel
    by Lila

    Bei Aussie Dave gefunden: die BBC hat das Thema entdeckt. Ein syrisches Mädchen als Patientin im Krankenhaus Nahariya. Die BBC staunt, als wäre das was Ungewöhnliches – dabei werden seit Jahren arabische Patienten in Israel behandelt, und ich weiß nicht wie viele Palästinenser und letzthin auch Syrer. Das ist für Israel Routine, seine Feinde gesund zu pflegen. Und zwar umsonst, oder spendenfinanziert. Daß der Manager des israelischen Krankenhauses Araber ist – geschenkt. In einem Apartheidsstaat kann sowas schon mal vorkommen.
    Und warum die israelische Armee dazu nichts sagt? Weil sie die Syrer nicht gefährden will. Sonst können die Patienten nie nach Hause zurückkehren, oder es wird ihnen an der Grenze aufgelauert.
    Mal gucken, wann das Thema in deutschen Medien aufgegriffen wird.“

    • a) sind ja nicht alle Israelis kriegsversessene Zeloten

      b) sorgt das für gute PR

      c) am massenhaften Unrecht gegen Millionen von Menschen, die unter den bestehenden Verhältnissen sehr leiden, ändert das leider nichts.

      • Uri, wie kannst Du glauben, dass Jane in israelischer humanitärer Hilfe und einfacher Menschlichkeit je Anderes sehen wird als einen „Item“, den man propagandistisch abwerten muss.

        Weil man auf den Teufel-komm-raus kein gutes Wort über Israel artikulieren kann.

      • Geradezu lustig, ihr blödsinniges Beharren auf den Begriff „Zeloten“. Wenn wer hier, na dann doch sie selbst! Sie ist – ganz offensichtlich – fanatisch, obsessiv, geradezu besessen und okkupiert auf beispiellose Weise hier den Kommentarbereich hauptsächlich mit copy/paste zum Teil schwachsinniger Texte!

        Das ist Destruktivität.

  7. Prof. Gunnar Hiensohn, ehem. Uni Bremen, gilt als einer der bedeutendsten Forscher zum Genozid. (In den 70er Jahren hat er einmal über Kibbuzerziehung geforscht und eine „freisinnig gehaltene“ Studie hierzu vorgelegt; hier auf haGalil hat er seine seinerzeitigen Kibbuzstudien 20 Jahre später auf Bettelheims seinerzeitiges Kibbuz-Buch übertragen:
    http://test.hagalil.com/2010/03/09/bettelheim-kibbutz/ ).

    Heinsohn hat soeben eine Prognose über die Entwicklung in Ägypten gewagt – eine kluge, auch statistisch argumentierende Stimme:

    http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/wie_blutig_wird_der_machtkampf_in_aegypten

  8. Herr Sahm, Ihre Beiträge sind immer wieder sehr, sehr Faktenreich und informativ. Damit versalzen Sie vielen Nahost-Klugschwätzern bei uns die Suppe. Besten Dank dafür!!

  9. Hier wieder was fuer die Friedens Naiven in den deutschen Wohnstuben die so gerne ueber die Sicherheit und das Leben von Juden entscheiden wollen.

    .
    Beispielloser Anstieg“ von Gewalt gegen Christen

    „Nach der blutigen Räumung islamistischer Protestlager sieht sich die koptische Minderheit zunehmend Gewalt ausgesetzt. Vom Militär fühlen sich die Christen nicht ausreichend vor Racheakten beschützt.“

    „Iskandar Toss, ein 60-jähriger Friseur, wurde erschossen und enthauptet. Dann wurde seine Leiche an einen Traktor gebunden und durch das Dorf Delga in der oberägyptischen Provinz Minja gezogen. Am Tag darauf hängten Islamisten seine Leiche im Dorf auf.“

    http://www.welt.de/politik/ausland/article119204119/Beispielloser-Anstieg-von-Gewalt-gegen-Christen.html

    .
    Das was den Christen in Aegypten passiert wuerde auch uns Juden in Israel passieren wenn wir nur eine Sekunde auf die Hohlkoepfe in Bruessel hoeren oder unsere Waffen niederlegen nur weil ein paar Friedens Naive in Europa eine schoene heile Welt haben wollen.

    Und nach dem man tausenden Juden die Koepfe abgeschlagen haette, kommt dann von den Friedens Naiven die Reakion “ Oh das haben wir nicht gewollt und nicht gedacht das soetwas passieren wird“.

    • Es stellt sich die Frage, warum das Militär die Kopten nicht besser schützt? Mag es ihnen Recht sein, dass die Islamisten solcherart für schlechte Presse sorgen?

      Das Problem mit den Kopten ist in seiner Dimension überhaupt nicht mit dem besetzten Palästina zu vergleichen – aber natürlich ist es ein schlimmes Problem für die Betroffenen.

      Ägypten ist ein Land mit hoher Armutsrate. So lange das so ist, kommt es schnell zu Spannungen zwischen verschiedenen Bevölkerungsgruppen, die ja leider selbst in hochentwickelten Ländern, in Israel, in Europa und in den USA oft virulent sind.

    • Juden lebten über tausend Jahre weitgehend friedlich und gedeihlich mit Arabern.

      Erst das zionistische Projekt gepaart mit seiner europäischen Attitüde der Arroganz, der Anmaßung und Entrechtung gegen andere Völker beendete dies.

      An den desaströsen Verhältnissen in der arabischen Welt ist der Westen und auch Israel keineswegs unschuldig.

      Wenn man sich ernsthaft bessere Verhältnisse wünscht, sollte man bei der eigenen Verantwortung beginnen.

      Sie ist der natürlichste und naheliegendes Einfluss den man hat.

      Mit dem Finger auf andere zu zeigen, enthebt einen nicht der Verantwortung.

      • „Juden lebten über tausend Jahre weitgehend friedlich und gedeihlich mit Arabern“.
        _________________________________________________________

        Hmm besonders das „Weitgehend“ ist auslegebedürftig. Jane
        hier sind Sie überheblich. Juden hatten in der muslimischen
        Welt sogar weniger Rechte als Christen.

      • udosefiroth

        Autobiografie von Frau Jehan el-Sadat:

        „Der Krieg 1948 hatte einen furchtbaren Blutzoll gefordert. In ganz Ägypten erreichte die anti-jüdische Gesinnung, die 1948 nach dem Palästinakrieg eingesetzt hatte, einen Höhepunkt. Tausende von ägyptischen Juden, mit denen wir stets friedlich zusammen gelebt hatten, wurden entweder ausgewiesen oder sie flohen.
        Menschlich gesehen war das ein großer Verlust für unser Land, denn die Juden hatten von jeher eine wichtige Rolle in der ägyptischen Kultur gespielt und waren in unserer Gesellschaft rückhaltlos akzeptiert worden.
        Als die Nazis während des 2. WK bis auf einhundert Kilometer an Alexandria herangekommen waren, hatten Mohammedaner wie Christen der Stadt jüdische Familien in den Kellern und Dachböden ihrer Häuser versteckt.“

      • In der Altstadt von Jerusalem im Juedischen Viertel gibt es eine Synagoge die heisst die „Hurva“ Synagoge.

        Im 1700 Jahrhundert wollten Polnische Juden im juedischen Viertel von Jerusalem eine Synagoge bauen die aber von den Moslems Niedergebrannt wurde weil die Juden ihre Rechnungen nicht bezahlen konnten.

        Auch die Juden wurden darauf hin vertrieben

        Im Krieg 1948 eroberte Jordanische Armee die Altstadt von Jerusalem mit dem Satz :

        Der jordanische Kommandeur der Operation Major Abdullah el Tell kommentierte seinen Sieg: „Zum ersten mal seit 1000 Jahren verbleibt kein einziger Jude im Juedischen Viertel.

        Kein einziges Gebaeude verbleibt intakt. Das macht eine Rueckkehr der Juden unmoeglich.

        Die Araber haben in der Altstadt von Jerusalem alles Zerstoert was Juedisch war selbst die Graeber auf dem Oel Berg wurden Zerstoert und als Strasse benutzt oder so wie bei den Nazis als Gewehgplatten zu den Toiletten.

      • Mit dem „gedeihlichen Zusammenleben“ war das in der Tat so eine Sache.

        Zum Beispiel in Hebron: Da durften unter Osmanischer Herrschaft Juden und Christen das Grab der Patriarchen nicht betreten. Dieses war allein Muslimen vorbehalten.

        Juden und Christen durften (in aller „Brüderlichkeit“) nur bis zur 5. Stufe der Treppe vordringen, die hinauf führt und haben dort jahrhundertelang beten „dürfen“. In aller Großmut wurden sie nach einiger Zeit sogar bis zur 7.Stufe vorgelassen.

        700 Jahre hat kein Jude das Gebäude betreten dürfen, – auch nicht unter britischer Mandatsherrschaft – bis 1967.

        After the Israeli victory in 1967 in which Israel gained control of Hebron, the first Jew who entered the Cave of Machpelah for about 700 years, was the Chief Rabbi of the Israel Defense Forces, Major-General Rabbi Shlomo Goren. „About 700 years ago, the Muslim Mamelukes conquered Hebron, declared the structure a mosque and forbade entry to Jews, who were not allowed past the seventh step on a staircase outside the building.“[11][12] Following the 1929 Hebron massacre, this restricted access was even more restricted by British Mandate authorities.

        http://en.wikipedia.org/wiki/Cave_of_the_Patriarchs

  10. Warum ist in Ägypten nun die relativ kleine Gruppe der Kopten das Angriffsziel eines mörderischen Mobs? (Vor wenigen Tagen gab es auf Facebook noch das berührende Foto, wo wohl Hundert oder mehr Ägypter zum symbolischen Schutz einen Menschenring um eine christliche Kirche gebildet haben.)

    „Warum die Kopten?“ fragt sich auch Henryk M. Broder – und gibt hierauf eine Antwort:

    „Warum brennen ägyptische Islamisten koptische Kirchen ab, warum machen sie Jagd auf ägyptische Christen? Die Kopten machen etwa zehn Prozent der ägyptischen Bevölkerung aus, sie sind ebenso Ägypter wie die Moslems und sie waren schon vor den Moslems da. Warum also werden sie verfolgt? Die Antwort ist ganz einfach: Weil es in Ägypten keine Juden mehr gibt. Früher lebten in dem Land am Nil über 80.000 jüdische Ägypter, heute sollen es noch um die 100 sein. Alle übrigen sind ausgewandert, in die USA, nach Europa und Israel. Unnötig zu sagen, dass es keine UN-Agentur gibt, die mit dem Zweck gegründet wurde, für die ägyptischen Juden zu sorgen, bis sie in ihre Heimat zurückkehren können; dass sie nicht seit über 60 Jahren als politisches Faustpfand in Lagern leben müssen und dass bis jetzt noch kein Ägyptenexperte das Existenzrecht Ägyptens von der Bedingung abhängig gemacht hat, dass es die vertriebenen Juden und deren Nachkommen nach Ägypten zurückkehren lässt. Und natürlich hat die Kulturabteilung der iranischen Botschaft noch zu keinem Seminar Ӏgypten – Frieden auf Basis von Gerechtigkeit” eingeladen, um deutsche Ägyptologen referieren zu lassen, was sich alles zwischen Kairo und Alexandria ändern müsse, um Frieden und Gerechtigkeit für alle Ägypter herbeizuführen.
    Und die deutschen Hobby-Antisemiten, die so tun, als würden sie sich Tag und Nacht um die Palästinenser sorgen, haben für die Kopten so viel übrig wie für die Armenier in der Türkei, die Baha’i im Iran und alle anderen Minderheiten, für deren Schicksal sie Juden nicht verantwortlich machen können. Da schweigt das Pack.“

    • Im Umkehrschluss würde Broders Setzung bedeuten: gäbe es noch viele jüdische Menschen in Ägypten, würden die Kopten Ruhe haben vor dem Terror? Das darf er sich ruhig einreden, wahrer wird es dadurch nicht.

      Alle Nichtmuslime – alle Nichtsunniten – müssen über die Klinge springen, damit endlich von den Fanatikern, natürlich nicht von den ganz normalen sunnitischen Gläubigen – Menschen wie du und ich, ein ethnisch und religiös reines Kalifat errichtet werden kann. Schema Hitler, der dafür, dass er das im Prinzip in etwa Gleiche anlaufen ließ, bei den Typen hoch geehrt ist. Obwohl sie, was sie sich nicht klarmachen oder diesen logische Folgerung verdrängen, als nächste drangewesen wären, wäre nur die Sache mit dem Endsieg nicht in die Hose gegangen.

      Faschisten in den Orkus!

      • Und die deutschen Hobby-Antisemiten, die so tun, als würden sie sich Tag und Nacht um die Palästinenser sorgen, haben für die Kopten so viel übrig wie für die Armenier in der Türkei, die Baha’i im Iran und alle anderen Minderheiten, für deren Schicksal sie Juden nicht verantwortlich machen können. Da schweigt das Pack.”

        Wo er recht hat, hat er recht: Da schweigt das Pack!

      • Und, Jim, haben Sie Ihre Stimme erhoben? Für die Kopten, für die Armenier, die seit Jahren immer noch verstreut in der Türkei, im Irak, im Iran ohne eine feste Heimat-Adresse leben müssen, haben Sie oder hat Broder öffentlichkeitswirksam etwas für die Minderheiten getan, Nachweisbares erreicht?

      • efem, fast wäre ich ein Opfer des Irrtums von (wem auch immer) geworden: Die Armenier haben einen Staat u. der heißt Armenien.
        Die Armenier gelten seit dem Jahre 326 n.Ch. als Christen.

      • @ fairness

        Falsch ist das nicht. Natürlich gibt es Armenien, das, man könnte wertfrei sagen mit Georgien, das wiederum ja an das überwiegend „christliche“ Russland anschließt, eine christliche Halbinsel im islamischen Meer bildet und sich mit Aserbeidschan, einem islamischen Land mit einer beachtenswerten jüdischen Minderheit (vor 10 Jahren wurde da eine neue Synagoge eröffnet!) seit eh und je um Bergkarabach streitet, ein mehrheitlich von ArmenierInnen bewohntes Gebiet, dennoch sind ArmenierInnen in der ganzen Welt verstreut. Beispielsweise wohnen hier in vier zusammengehörigen Häusern zwei armenische Familien, genauso wie zwei kurdische, zwei jüdische (sog. Kontingentler), eine palästinensische (die Frau ist deutschstämmig)… alle sind „Verstreute“.

        Zu ArmenierInnen und auch Armenien findet sich rel. viel hier, z.B. dies: http://test.hagalil.com/2012/07/16/armenier-4/

  11. Israel hatte Obama und die Schwachkoepfe in der EU davor gewarnt Mubarak wie eine heisse Kartoffel fallen zu lassen.

    Aber die EU in mit ihrer Grenzenlosen Weisheit ueber den Nahen Osten und Nordafrika wollten wieder schlauer als die sein die im Nahen Osten zu Hause sind.

    Mubarak soll in einer Woche wieder Frei kommen das ist erstmal ein Schlag ins Gesicht fuer die Arrgoanten Buerokraten in Bruessel und fuer Obama mit seinen Beratern von den Moslembruedern.

    Ermittlungen gegen Mursi wegen Beihilfe zum Mord

    „Ägyptens Justiz beschuldigt den abgesetzten Präsident der Mitschuld am Tod von elf Demonstranten im Dezember 2012. Die Toten hatten gegen eine seiner Verfassungserklärungen protestiert.“

    http://www.welt.de/politik/ausland/article119185950/Ermittlungen-gegen-Mursi-wegen-Beihilfe-zum-Mord.html

    Der Fuehrer einer Islamistischen Terrorbande der Juden als Affen und Schweine bezeichnet hat wird wegen Mord Angeklagt.

    .
    Das Universum liebt Gerechtigkeit

  12. Murdered in Cold Blood

    Chilling evidence emerges of attack by Islamists which killed 25 Egyptian soldiers.

    http://test.hagalil.com/2013/08/18/sinai-4/

    Das Bild zeigt eine Reihen von Maennern liegend mit dem Gesicht nach unten und die Handgelenke verbunden andere sind bereits in Leichensaecke als Ermittler versuchen zu klaeren was passiert ist. Alle sind gestorben.

    Die grausige Szene hatte schon in verschiedenen Medien kursiert, offenbar die Folgen eines Anschlags auf 25 aegyptische Soldaten die getötet worden sind.

    Der Angriff erfolgte heute Morgen im noerdlichen Sinai auf der Autobahn in die Stadt Rafah am Gazastreifen.

    Die Islamisten haben 25 Aegyptische Soldaten Kaltbluetig von hinten erschossen.

    Damit haben die Islamisten eine Krieg Provoziert mit der Aegyptischen Armee und die Aegyptische Armee ist nicht die schwache Syrische Armee.

  13. Q-E-D

    Land für Frieden war ein Fehler

    Zwischen Feinden geht das ins Auge,
    aber wer interessiert sich schon
    für die Augen von Juden?

    Israel sollte Ägypten
    eine Frist X setzen und bei weiterer
    Grenzverletzung sich den Sinai zurückholen.

    Steht alles so im Friedensvertrag.
    Ägypten kann ja Gegenvorschläge oder
    irgendwelche Garantien auf den Tisch legen.

    • „Israel sollte Ägypten
      eine Frist X setzen und bei weiterer
      Grenzverletzung sich den Sinai zurückholen.“

      Yudith, ich glaube nicht, dass das eine gute Idee waere.

      Fuer Israel ist eine stabile situation in aegypten am
      guenstigsten. Mursi hat ganz gut kooperiert und die
      militaers auch. bei deinem vorschlag wuerdest du mehr unsicherheit und chaos reinbringen und das kommt
      kleineren und radikaleren gruppen zugute, die auch
      schwerer einzuschaetzen sind. das chaos auf
      der sinai halbinsel ist ja ein resultat aus der
      instabilitaet.

      in aegypten wird es entweder eine diktatur von einer
      der beiden seiten geben, also molembrueder oder militaers;
      oder einen dialog um beide seiten zu integrieren und das
      land wirklich zu stabilisieren. letzteres waere fuer
      israel besser, weil es stabiler und verlaesslicher waere.

      aber mehr als ein „kalter“ frieden wird in den naechsten
      jahren mit aegypten sowieso nicht rauskommen, da braucht
      man sich nichts vorzumachen.

      J

    • „Israel sollte Ägypten
      eine Frist X setzen und bei weiterer
      Grenzverletzung sich den Sinai zurückholen“.

      _____________________________________________

      Das soll jetzt wohl ein Witz sein, noch mehr
      Dummbeutel reinholen? Das ist keineswegs eine
      Alternative, das ist ein Alptraum!

  14. Es ist eine Interessante entwicklung aus Israelischer Sicht.
    Denn Jahrelang war der Sinai und der Gazastreifen fuer Israel eine staendige Bedrohung von dem aus Terroranschlaege gegen die IDF, Raketenangriffe gegen Israelische Zivilisten, Schmuggel und Infiltration von Terroristen und Fluechtlingen nach Israel.

    Der Terror der gegen Israel gedacht war richtet sich gegen Aegypten

    Und nun wo sich der Islamistische Terror gegen das Aegyptische Volk richtet muss die Aegyptische Armee unter vielen Verlusten den Terrorismus im Sinai hart bekaempfen.

    Dazu zaehlt natuerlich auch der Moslembruederableger „Hamas“ der soch seit einiger Zeit in Aegypten aktiv ist.

    .
    Der Terror kehrt dorthin zurueck von wo er gekommen ist, nach Aegypten.

    Arafat war doch auch ein Aegyptischer Terrorist

  15. Papperlapapp. Erst mal soll ganz Afrika eine Befreiungsarmee auf die Beine stellen, alle Stämme sollen sich solidarisieren. Dazu werden ca. 500 mio Mann gebraucht und die müssen super ausgestattet werden. Denn eines ist ja nun klar, wo Islamisten sind, wird es niemals „Menschenrechte“ geben, sondern abgehackte Händer, Ausgepeitschte, Ermordete, Gehenkte, Gefolterte, wegen Konvertion totgeschlagene, Gesteinigte, und so weiter. Da weis Amnesty International super Bescheid. Daher, sollte man in Ägypten niemals auf Demonstranten schiessen oder Gewalt anwenden, das sollen die Islamisten machen, wie sie es mit den Kopten machen. Die Welt soll sehen, mit wem sich die „südamerikanischen Terroristen“ einlassen, und dass die dann in Südamerika bald selbst „Al Kaida“ haben, und die südamerikanischen Despoten das südamerikanische Volk dann bald mit „Sharia“ unterdrücken wollen. Was sind das für Faschisten. Dabei ist die „internationale Revolutionsbewegung“ ein absoluter Gegner der Islamisten, wie sich in der Türkey zeigt. Denn eines ist klar, so etwas wie die kann man niemals akzeptieren, wenn man für die Menschenrechte ist, da ist es wirklich Zeit, Widerstand zu leisten und die Dinge endlich mal warheitlich zu erklären. Nur eines ist Schade, dass das nie erwähnt wird, die USA unterstützen Islamisten, weil sie mit Saudi Arabien paktieren und machen sich schwerster Menschenrechtsverbrechen mitschuldig, die normalerweise in Den Haag verhandelt werden. Auch in Saudi Arabien, werden sich die Leute das nicht mehr lange bieten lassen !

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