Israelis und Palästinenser diskutieren über Wasser

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Wissenschaftler aus Israel, dem Westjordanland, Gaza, Jordanien und Frankreich planen eine gemeinsame Reise nach Sde Boker, um dort Fragen der Wasserversorgung zu diskutieren…

Die Reise geht auf eine Initiative der französischen Botschaft in Israel zurück. „Wir denken, dass Wasser ein entscheidendes Thema des Friedens und bei Konflikten ist“, sagte der französische Botschafter in Israel, Christophe Bigot. „Natürlich ist Wasser in dieser Gegend ein rares Gut und natürlich muss das Wasser von allen Menschen der Region geteilt werden. Also bleibt nur, darum zu kämpfen oder aber zu kooperieren und wir befürworten die Kooperation.“

Professor Yusuf Abu Mayla aus Gaza meinte: „Ich denke, das Thema Wasser muss auf der ganzen Welt besprochen werden, weil es sich immer um geteiltes Wasser handelt. Niemand kann sein eigenes Wasser haben. Es ist wichtig, dass Wissenschaftler über die akademischen und technischen Seiten dieses Themas reden, das unsere Zukunft bestimmen wird.“

Damit es zu Treffen dieser Art kommen kann, braucht es immer einen, der Berge versetzen will und alle anderen davon überzeugt, dass dies möglich ist. In diesem Fall war es Professor Eilon Adar von der Universität Ben-Gurion, der alles dafür getan hat, dass die Konferenz zustande kam.

Professor Adar sagte: „Wir sind Partner, wahre Partner in der Wissenschaft, praktische Partner schon seit Jahren. Trotz der Ereignisse und trotz der politischen Schwierigkeiten arbeiten wir zusammen. Wasser kennt keine internationalen Grenzen, also müssen wir etwas tun. Es ist besser, wenn diese Themen unter Fachleuten besprochen werden, die dann die Politiker mit wahren und realistischen Informationen versorgen. Das ist unsere Mission. Deshalb arbeite ich so hart dafür, diese wissenschaftlichen Beziehungen am Leben zu halten. Es ist nicht einfach, aber es ist möglich.“

[youtube]http://youtu.be/UiLGpEKrcz0[/youtube]

Ynet, 08.07.13, Newsletter der Botschaft des Staates Israel

Weine nicht wenn der Regen fällt
Die Wasserkrise in Israel besteht bereits seit den achtziger Jahren. Steigender Wasserbedarf durch Bevölkerungswachstum und später dann politische Wasserabkommen mit Jordanien und der Palästinensischen Autonomiebehörde sowie sinkende Niederschlagsmengen ließen das Wasserdefizit von Jahr zu Jahr erheblich anwachsen…

7 Kommentare

  1. „Seit fünfzehn Jahren arbeitet er für die Palästinensische Hydrologie Gruppe, eine Organisation mit mehr als sechzig Angestellten, die in den besetzten Gebieten Brunnen bohrt, Reservoire anlegt und Kläranlagen baut..

    ..Er vergleicht die Situation mit einem Menschen, „der am
    verdursten ist und mit gefesselten Händen vor einem Glas
    Wasser sitzt.“

    Die 450.000 illegal im Westjordanland lebenden Siedler verbrauchen mehr Wasser als die gesamte palästinensische Bevölkerung von 2.3 Millionen Menschen. Lateef betont, dass diese
    Differenz nichts mit den verfügbaren Wasservorräten oder technischen Ressourcen zu tun hat. Stattdessen liegt die Ursache in der diskriminierenden und wenig nachhaltigen Wasserpolitik Israels. ..

    Die israelische Bürokratie verhindert zahllose palästinensische
    Wasserprojekte und im Widerspruch mit dem internationalen humanitären Recht zerstört das Militär regelmäßig Wasserleitungen, Brunnen und Reservoirs.

    Gewöhnlichen verweigern die israelischen Behördendie notwendigen Genehmigungen für Wasserprojekte im Westjordanland. Gleichzeitig hat Israel die palästinensische Bevölkerung von den Wasservorräten des Jordans abgeschnitten und den Zugang zum
    Mountain Aquifer, der einzigen palästinensischen Grundwasserressource, auf zwanzig Prozent der jährlichen Wassermenge (etwa 135,8 Millionen Kubikmeter) begrenzt. Israel verwendet nicht nur die übrigen achtzig Prozent, sondern verursacht, nach Weltbank Angaben, durch eine zu intensive Nutzung eine massive Senkung des Grundwasserspiegels. “

    http://www.ems-online.org/uploads/media/Kein_Recht_auf_Wasser_in_Palaestina__Oliver_Wnuck.pdf

  2. Israel ist ein High Tech Land und ganz besonders bei der Wassertechnologie.

    Israel hatte schon oft Vorschlaege in der UNO eingebracht speziell um Laender der dritten Welt mit neuer Wassertechnologie zu helfen, die doch immer von Arabaischen Laendern abgelehnt worden sind.

    Israeli Water Technology

    הועלה בתאריך 12 באוק 2010

    Israel’s geography and innovative spirit has produced pioneering water technology for over a half century

    http://www.youtube.com/watch?v=jGbX9sLvYys

  3. Nasses Gold

    Israel exportiert sein Know-how mit Entsalzungsanlagen und Abwasseraufbereitung

    „Kein anderes Land hat dermaßen viel Erfahrungen auf dem Gebiet der Meerwasserentsalzung und Abwasseraufbereitung gesammelt wie Israel. Und daraus entwickelt sich gerade eine boomende Industrie, die sich anschickt, zu einer der Säulen der israelischen Ausfuhrwirtschaft zu werden.

    Im Jahr 2008 exportierte der jüdische Staat Wassertechnologie im Wert von 1,4 Milliarden Dollar. 2011 soll das Volumen bereits 2,5 Milliarden Dollar betragen, heißt es aus dem Handelsministerium. Pionier der Branche ist die Firma Netafim, die in den 60er-Jahren die Tröpfchenbewässerungsanlagen erfand und heute einen Umsatz von 500 Millionen Dollar verzeichnet. Zahlreiche neue Player sind dazugekommen, beispielsweise das Start-up-Unternehmen Curapipe Systems, das eine Art Mini-Roboter entwickelt hat, der selbst kleinste Risse in Wasserleitungen erkennt und mittels eines Verbundwerkstoffs zu reparieren vermag. Kostspielige Aushubarbeiten werden damit überflüssig.

    »Rund zehn Prozent des Trinkwassers in Israel gehen allein durch defekte Rohre verloren«, so Curapipe-Chef Peter Paz. Weltweit kosten solche undichten Stellen die Wasserversorger 14 Milliarden Dollar im Jahr.“

    http://www.juedische-allgemeine.de/article/view/id/4611/page/2

  4. Um notleidenden Riesenstädten zu helfen:
    Israelische Wasser-Technologie kommt jetzt auch in China zum Einsatz

    Von Sharon Kedmi, Haaretz

    „China und Israel haben ein weitreichendes Kooperationsabkommen geschlossen, um Israels Wassertechnologie im bevölkerungsreichsten Land der Erde zum Einsatz zu bringen. Die Vereinbarung wurde vor kurzem auf der Water Expo in Peking zwischen Chinas Ministerium zur Erschließung neuer Wasserquellen und dem Vorstandvorsitzenden der Mekorot Wassergesellschaft, Booky Oren, geschlossen, der eine Delegation leitete, die sich aus Vertretern von 11 Wassertechnologiefirmen Israels zusammensetzte.“

    „Die Delegation war vom israelischen Export-Institut in Zusammenarbeit mit der israelischen Botschaft in Peking und Attaches der israelischen Handels- und Wissenschaftsministerien organisiert worden. “

    http://israel.nahost-politik.de/israel-nachrichten/news/wasser-tech.htm

  5. Israel als Vorbild: Wassertechnologie aus dem Nahen Osten überzeugt in Russland

    „Nicht nur in Sachen Militärtechnologie könnten sich Russland und Israel demnächst näher kommen. Auf der Ecwatech Russia, der größten Fachmesse für Wasserwirtschaft in Osteuropa, interessierten sich die Besucher zwar nicht für Drohnen, dafür aber für israelische Wassertechnologie der Zukunft.“

    „Ganze 700 Aussteller aus der ganze Welt waren nach Moskau gekommen, um den mehr als 12.000 Besuchern ihre Ideen in punkto Wasser zu präsentieren. Der israelische Stand stach dabei vor allem hochrangigen Vertretern der Moskauer und St. Petersburger Wasserbehörden genauso wie dem Leiter des größten privaten russischen Wasserversorgers “Rosvodokanal” ins Auge.

    Der Markt für Abwasserreinigung in Russland wächst schnell
    Der Stand wurde vom Ministerium für Industrie, Handel und Arbeit, Israels Wirtschafts-Gesandtschaft in Moskau, vom israelischen Export-Institut und Israel NewTech organisiert. Rund 14 israelische Wassertechnologie-Unternehmen wurden im Rahmen der Expo vorgestellt, darunter: Amiad, Aqwise, Arad, ARI, Bermad, Blau I, Dorot, Hadas, Hakochav, Noga, Ooval und Powercom“

    http://www.deutsch-russische-nachrichten.de/2012/06/19/israel-als-vorbild-wassertechnologie-aus-dem-nahen-osten-uberzeugt-in-russland/

  6. Entsalzen: Wieder genug Wasser in Israel

    „Die Wasserkrise in Israel ist vorerst zu Ende. Nach sieben Jahren Knappheit und Sparmaßnahmen sei der Wasserhaushalt nun stabil, sagte der Chef der Wasserbehörde, Alexander Kuschner. Darauf ausruhen sollten sich die Israelis aber nicht…“

    „Die industriellen Vorgänge seien aber auch für konstant hohe Wasserpreise verantwortlich, sagte Kuschner gegenüber der Tageszeitung „Yediot Aharonot“. Entsalzung und Rückgewinnung seien teure Unternehmungen. Neben den reinen Kosten für die maschinellen Vorgänge verursachten auch die Vereinbarungen des Staates Israel mit den Entsalzungsbetrieben hohe Kosten. „Wasser zu verarbeiten kostet Geld – daran führt kein Weg vorbei“, machte Kuschner klar. Es werde aber daran gearbeitet, die Zahl der Wassergesellschaften im Land zu verringern. Dadurch könnten bis zu fünf Prozent der Kosten eingespart werden. „Wir suchen außerdem nach effizienten Maßnahmen und einem neuen Bewertungssystem“, sagte Kuschner.“

    „Vorräte bis 2025

    Laut dem Chef der Wasserbehörde seien niederschlagsreiche Jahre zwar wichtig, Israel sei jedoch nicht mehr ausschließlich darauf angewiesen. Ausreichender Regen schaffe eine sichere Distanz zur „roten Linie“ – die Grenze, unter die der Wasserstand des Sees Genezareth nicht sinken darf – und fülle die unterirdischen Wasserreservoirs auf. „Mit dem richtigen Wassermanagement können wir eine ‚Sicherheitszone‘ einrichten, die bis 2025 ausreichen wird. Auch, wenn wir erneut durch zwei bis drei Jahre Trockenheit gehen müssen“, so Kuschner. Trotz der entspannten Lage müssten die Israelis verantwortungsvoll mit dem wertvollen Gut umgehen. Wassersparmaßnahmen wie die Vermeidung übermäßiger Bewässerung von Gärten oder das Verbot, Autos mit Wasserschläuchen zu reinigen, beständen weiterhin. In den vergangenen Jahren sei der Wasserverbrauch so um 10 Prozent gesunken, verglichen mit dem Jahrzehnt davor, berichtete der Experte.

    Momentan gibt es in Israel drei große Entsalzungsanlagen. Die Unternehmen in Aschkelon, Hadera und Palmachim decken die Hälfte der Trinkwasserversorgung im Land. Bis 2014 sollen zwei neue Anlagen in Sorek und Aschdod hinzukommen, berichtet „Yediot Aharonot“. Sie würden weitere 25 Prozent des Bedarfs stillen.“

    http://test.hagalil.com/2013/02/04/wasser-12/

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