Elektroauto insolvent: To make this world a „better place“

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Das Unternehmen „Better Place“ hat sich um die Idee der Elektroautos höchste Verdienste erworben. Leider musste das 2007 in Israel gegründete Unternehmen nach Millionenverlusten Insolvenz angemeldet…

Das vom früheren israelischen SAP-Manager Schai Agassi gegründete Unternehmen scheiterte mit dem Versuch, in Israel Elektroautos zu verbreiten und Aufladestationen für diese Wagen zu betreiben. Die Nachfrage sei wesentlich geringer als erwartet, während die Kosten zu hoch gewesen seien, so die Firmenleitung.

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„Das ist ein schwerer Tag für uns alle“, heißt es in einer Erklärung von Konzernchef Dan Cohen. Die Zentrale des Unternehmens befand sich zuletzt im kalifornischen Palo Alto, neben Israel war „Better Place“ auch in Dänemark aktiv und strebte eine Eroberung des Elektroauto-Marktes in Australien an. Wie der Nachrichtensender „n-tv“ online berichtet, betrugen die Verluste von „Better Place“ im November mehr als 560 Millionen Dollar. Das Unternehmen gehöre zu rund 30 Prozent zum Konglomerat „Israel Corp.“.

Der Konzern hatte gemeinsam mit Renault Elektroautos vermarktet. Renault sieht die Idee des Elektroautos weiterhin auf dem Vormarsch, wenn auch mit anderer Strategie. „Better Place“ sei auf alle Fälle gelungen, was die israelischen Gründer wollten: „To promote this idea, to make the world a better place“.

In Berlin hat EU-Verkehrskommissar Siim Kallas die EU-Mitgliedstaaten aufgefordert, den Ausbau der Elektromobilität voranzutreiben. Das größte Hindernis sei die fehlende Infrastruktur, sagte Kallas auf der Konferenz der Bundesregierung zur Elektromobilität.

EU-Verkehrskommissar Kallas wirbt für einheitliche Standards

„Europa muss sich jetzt bewegen, um auf dem Gebiet der alternativen Kraftstoffe weltweit in Führung zu bleiben. Dazu brauchen wir europaweite Standards: Wir dürfen nicht zulassen, dass verschiedene technische Lösungen, zum Beispiel bei den Ladesteckern für Elektro-Autos, den Markt fragmentieren und europaweite Mobilität bremsen.“Das System müsse überall in Europa technisch kompatibel sein. Es könne nicht angehen, dass man mit einem Elektroauto nicht von Frankreich über Deutschland in die Tschechische Republik fahren könne, nur weil Ladestationen nicht kompatibel seien oder kein Automat vorhanden sei, um mit einer Bankkarte zu bezahlen.

Die EU-Kommission hat im Januar ein ehrgeiziges Maßnahmenpaket zum Aufbau alternativer Tankstellen vorgestellt. Damit sollen unter anderem die Zahl der deutschen Ladestationen von derzeit rund 2000 auf 150 000 steigen. Außerdem hat die Kommission vorgeschlagen, den in Deutschland entwickelten Stecker vom Typ 2, auch Mennekes-Stecker genannt, für ganz Europa als Standard einzuführen.

Das Europäische Parlament und der Ministerrat diskutierten gegenwärtig diese Vorschläge.  Die Kommission hofft, dass das Paket Anfang 2014 in Kraft treten kann.

Die Rede von Siim Kallas (auf Englisch) finden Sie hier. Informationen zum  Vorschlag zu den Ladestationen finden Sie hier und hier.

1 Kommentar

  1. Also entschuldigung, Investoren müssen wirklich bekloppt sein. Da sind die Leute von „Street Scooter“ schon wesentlich besser auf die Zielrichtung abgestimmt. Ein „komfortables“ E-Auto für ca. 5000,– Euro, voll recycelbar, am Besten 100%, also Recycling gleich, miterfinden. Ein E-Auto muss ein Fahrzeug sein, dass nicht zu „futuristisch“ aussieht. Also mit dem sich der Spiessbürger nicht schämt. Es sollte einen Anteil an „Recycling Material“ haben. Das E-Auto brauch keine „Luxus Limousine“ sein, eher sehr einfach. Es geht um „Geld sparen“, also Benzin sparen. 1 Euro pro 100KM ist schon sehr gut, im Vergleich, zu 8 Liter a 14 Euro. Ersparnis pro 100KM ca. 13 Euro, das macht im Jahr bei gefahrenen 10.000KM, 1300 Euro pro Jahr, in zehn Jahren, 13.000 Euro. Die meissten Leute fahren mehr, also 20.000KM, macht 26.000 Euro. Darauf kommt es an, die Ennergie aber sollte „solar“ oder alternativ erzeugt werden. Dazu sind ja noch jede Menge „Dächer“ frei, so viele, und so viele Flächen, dass man in Energie ersticken kann. Nur hängt es an den Investoren, die ausschliesslich „Gier“ abhängig sind, so tut sich nichts.

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