Zentralrat der Juden in Deutschland: Zum Thema Beschneidung

143
101

Das Thema Beschneidung wird in Deutschland noch immer diskutiert. Auslöser der Debatte ist das Urteil des Kölner Landgerichts vom 07.05.2012 (Az. 151 Ns 169/11). Der Zentralrat der Juden in Deutschland hat sich in der Debatte eindeutig geäußert: Das Beschneidungsgebot am achten Tag ist für das Judentum elementar und konstitutiv und deshalb schlicht nicht verhandelbar…

Auch wenn das Thema sicher nicht auf die formal-juristische Ebene zu reduzieren ist, muss man wissen, dass auch juristisch erfolgreich für Legitimität und Legalität der Beschneidung argumentiert werden kann. Ein vom Zentralrat zusammengestelltes Dossier fasst wesentliche Argumente der Debatte zusammen.

143 Kommentare

  1. Danke für diesen wunderbaren Beitrag voller anrührender Weisheit.
    Ich wurde erneut überzeugt, wie wichtig die Stimme der Frau ist.

  2. Äh!!!
    In Israel gibt es zwei Arten von Beschneidung.

    Wenn jemand meint hier sich herauszukennen, soll er beide Arten der Beschneidung ausführen. Und nur eine der beiden ist die Wichtigste.
    Auf die legt der Schöpfer richtig wert. Nämlich die Beschneidung des Herzens. Und die Beschneidung des Fleisches ist ihr untergeordnet, aber auch beachtenswert.

    Vom medizinischen Standpunkt aus ist die fleischliche Beschneidung eine 1 A Sache. Ein Ferrari für die Männlichkeit, weil es Sauberkeit garantiert.
    Und vom medizinischen Standpunkt die optimale Femoseprophylaxe. Wenn man so die unbeschnittenen Männer bedenkt, die damit Beschwerden haben und das aus Scham verheimlichen.
    Na ja und dann der psychologische Faktor, an der schwächsten Stelle die meisten Schmerzen zu ertragen, obwohl noch niemand erforscht hat, wie groß die Schmerzen wirklich sind bei einem Baby, da das Gehirn hier noch nicht entwickelt ist. Schmerzen spürt man im Gehirn, und deshalb betäubt man es. Man müsste nachforschen wie hier die Zusammenhänge liegen.
    Aber in Punkto Verbluten oder so, braucht man sich bei einer Beschneidung am achten Tag nach der Geburt nicht machen, da die Gerinnungswerte bei Babys am 8. Tag am höchsten sind. Unsere Wissenschaftler haben Analysen gemacht und entdeckt, dass das Vitamin K am achten Tag den höchsten Wert im Blut hat und die Menge so hoch ist, dass es zu keinem Verbluten kommen kann, da das Vitamin K eine wichtige Rolle bei der Blutgerinnung hat. Alle Babys haben am 8. Tag einen hohen Vitamin K Spiegel, ob Jude oder nicht.

    Problematisch kann es werden, wenn die Kinder zu einem anderen Zeitpunkt beschnitten werden, weil das Vit K fehlt.
    Das kann dazu führen, dass die Blutung sich lange nicht beruhigt, also jene Nachblutungen, die so gefürchtet sind.

    Beschnitten wird ja auch am Sabbat, damit die Schrift eingehalten wird , also die Beschneidung am 8. Tag.. Im Judentum hat sich aber noch niemand die Gedanken gemacht, warum das so ist.
    Ich denke, dass sich G´tt den Tag ausgewählt hat, der am günstigsten ist.

    Wenn sich jemand, was auch verständlich ist, Sorgen macht, dass die Babys enorme Schmerzen aushalten müssen, so müsste man das beobachten. Die Babys halten auch den Geburtsschmerz aus, und der ist enorm, wenn man bedenkt die müssen mit dem kleinen Kopf den ganzen Geburtskanal durchdrücken, und wenn die Frauen nicht die Augen zu machen, dann platzen ihnen durch den Druck sämtliche Äderchen in den Augen. Ist das für das Baby nichts?
    Ich habe bei der Geburt meiner Tochter mein Limmit an Schmerzmitteln alleine mit den Wehen verbraucht. Ich hatte 3 Stunden Presswehen gehabt und das Kind konnte nicht hinaus. Ich dachte ich werde wahnsinnig. Und dann nach 3 Stunden ist es doch gegangen. Mein Kind hatte am Kopf einen Ringabdruck wie einen Heiligenschein und der Kopf war richtig länglich gezogen. Das hatte sich aber nach einigen Tagen wieder normalisiert. Aber das Kind hat nach der Geburt keine Schmerzen, im Gegenteil, es war ein hübsches Mädchen mit großen staunenden Augen. Der Geburtsschmerz ist sicher viel größer als die Beschneidungsschmerzen!

    Die neuesten Forschungen haben ergeben, dass Kinder, die durch eine Sectio geboren werden, viel schwacher sind als die, die eigentlich den unbequemeren Weg haben. Man hat erkannt, dass durch den Geburtskanal die Brust und die Lungen richtig durchmassiert werden und so vorbereitet und gekräftigt werden für die Atmung.
    Das Kind ist auch, wenn die Mutter sich richtig vorbereitet hat, ( und die Mutter auch) voll mit Endomorphine. Durch die richtige Atemtechnik werden diese gefördert. Diese wirken gegen Schmerzen und sind das beste bekannte Schmerzmittel schlechthin. Es gibt keine besseren.

    Ich denke dass das Kind noch einige Zeit damit voll ist.

    Also, ich sehe aus dem medizinischen Standpunkt keinen einzigen Grund am 8. Tag eine Beschneidung als schädlich einzustufen.

    Um zu beweisen, dass im Judentum am 8. Tag die Beschneidung schädlich ist, muss man die Symptome der Kinder auswerten.
    Weinen oder Schreien sie nach der Beschneidung viel? Verlieren sie an Gewicht? Entzündet sich die Wundstelle, oder blutet sie noch? Hat das Kind Fieber?

    Also in unseren Kreisen ist bekannt, dass man eine Beschneidung nur am 8. Tag fieberfrei und schmerzfrei durch bringt. Auch an anderen Tagen ist selten Fieber dabei, wohl aber starke Schmerzen.

    Ich persönlich finde dass man im Islam die Beschneidung von Kindern, die in die Pubertät kommen, doch überdenken sollte, weil das viel bewusster wahrgenommen wird und auch schmerzhafter im Vergleich zu einem Neugeborenen, das ca. 70% der Zeit eigentlich schläft und in einem Zeitpunkt ist, in dem ein enormer Wachstumsschub den Zellwachstum fördert.

    Aber das ist Ansichtssache und Kultur, ob man die Männer so erziehen will.

    Aus dem medizinischen Standpunkt kann man echt sagen fährt das Judentum mit dieser Beschneidung einen Ferrari.

    Letzt endlich nützt die beste Beschneidung nichts, wenn man religiös nicht viel drauf hat und nicht versteht was man tut.

    Ich denke deshalb gibt es diese Debatte überhaupt. Es wird äußerlich gemacht ohne zu verstehen warum und wieso, dabei ist es das Beste was es gibt.

    Und eine Erklärung öffentlich zu machen, dass man die Beschnitten hat ewig aus Tradition, klingt eher, dass man den Inhalt zur Beschneidung schon lange abgegeben hat, dass man eigentlich Vergessen hat wie perfekt das ist und wie perfekt viele Juden daneben liegen und nur eine äußere Form nachmachen.

    Danke für das Lesen eines so langen Beitrages!

  3. Angesichts all des selbstgerechten Ernstes in der bizarren Beschneidungsdebatte ein Witz, den der Schriftsteller und Essayist Doron Rabinovici soeben in einem Interview der Jüdischen Allgemeinen erzählt hat:
    Kennen Sie auch einen Witz zur Beschneidungsdebatte?
    Es gibt dazu viele alte Witze, aber das ist mein Neuer, den ich mir zusammengesponnen habe: Fragt ein Christ einen Juden: »Verzeihen Sie, ich will Ihnen nicht zu nahe treten, aber wurden Sie auch beschnitten?« – »Klar, am achten Tag nach der Geburt.« – »Und wie war das für Sie?« – »Was soll ich Ihnen sagen: Ich konnte ein Jahr nicht gehen und noch zwei Jahre danach nicht reden!«
    http://www.juedische-allgemeine.de/article/view/id/13888

  4. @mfb
    Doch, es steht wirklich so in dem Leserbrief, den die PNP veröffentlicht hat: Erstens kenne ich den Schreiber seit so vielen Jahren, dass ich beurteilen kann, was er sagen will. Er glaubt, ein Schlitzohr zu sein, ist aber nur ein Hinterfotz. Zweitens drückt „bei uns“ exakt dies aus in der Lesart des Dieter Will aus Vilshofen: Wer weiß, woher Ihr (die Beschneidungs-Befürworter) gekommen seid, wer weiß, warum ihr bei uns wohnt. Und da es nun einmal so ist, müsst Ihr halt gehen, wenn Ihr auf dem Recht der Beschneidung besteht. Neben Sie es bitte endlich zur Kenntnis: Es geht um jüdische Deutsche. Die gibt es ebenso wie katholische, lutherische und sonst wie protestantische, muslimische, hinduistische, orthodoxe und atheistische Deutsche. Sie alle halten sich oer se ans Gesetz, keine Sorge. Aber kein Dieter Will aus Vilshofen ist berufen, zu entscheiden, o b sie sich ans Gesetz halten und, dass sie eben nur als „Juden in Deutschland“ Gnade bei ihm finden. Mit dieser Einstellung verstieße er geben das Gesetz.

  5. @Detlef Bosau: Wohin vergaloppieren Sie sich? Sie wollen bestimmte Aussagen, Meinungen und Verhaltensweisen von Diskussionsteilnehmern und von Deutschen jüdischen oder muslimischen Glaubens „nicht mehr tolerieren“ (und legen doch hier eine unglaublich entlarvende Beweiskette für Intoleranz aus); Sie äußern sich zur Sache und zu Personen zumindest grenzwertig in Ihrer Wortwahl,kündigen aber zugleich Klagen an, wenn Diskussionsteilnehmer Ihnen widersprechen oder gar ein Anwalt Sie in Ihre Schranken weist; Sie erzählen oben ein blutrünstiges Schauermärchen über eine Beschneidung, die offenbar wirklich als Arztfehler zu beurteilen war – aber wo hat es noch keine Arztfehler gegeben? Sie werden stetig heftiger, aber auch in kaum erträglicher Weise pathetisch bis peinlich, drohen und schimpfen und werkeln, und dann nennen Sie in einem Teilbeitrag jüdische Liturgie- und G´ttesdienstgeräte, ohne deren wahre Bedeutung zu kennen. Und das alles in einer widerlichen, leider auch so hysterischen Sprache, dass ich mit Max Liebermann sagen muss: Ich kann gar nicht so viel fressen wie ich kotzen möchte! Was ist los mit Ihnen? Worunter oder an was leiden Sie? Können Sie wirklich nicht auf sachlich-ruhige Art gegenseitigen Respekts diskutieren? Was soll das: dass einer, der eine Beschneidung verantwortet, keinen Augenblick seines Lebens mehr frei sein werde, wofür Sie sorgen würden: Wie denn? Sind Sie – unabhängiger – Richter? Sind Sie Gesetzgeber? Ãœberwinden Sie doch bitte Ihre Tobsucht und nehmen Sie sich selbst wieder unter Kontrolle. Zur Sache ist hier nichts mehr zu sagen: da ist alles ausgesprochen und mehrmals durchgekaut. Um´s klar zu sagen: Auch ich schließe mich den Aussagen des Zentralrates an.

  6. Habe mir gerade das von Herrn Bosau verlinkte Video angeschaut:
    http://www.samkuninmd.com/docinfo/circvid.html

    Was heißt angeschaut. Ich konnte es nicht: Mußte mir die Hand vor Augen halten, meine Beine und mein Bauch haben sich verkrampft, mein Penis tat mir weh. Ich mußte mich stückchenweise durch das Video klicken, um überhaupt bis zum Ende zu kommen.

    Jetzt mal eine Frage:
    Habe ich zuviele Spiegelneurone? Bin ich zu empathisch? Sind Mitgefühl und Sensibilität hinderlich für eine Beschneidung?

    Wenn mein Kindlein beschnitten werden sollte, ich könnte es nicht. Ganz einfach. Ich könnte es nicht nicht aus Gier, aus Egoismus, nicht aus Unzucht und nicht aus Hass.
    Ich könnte es auch nicht nicht aus Vielgötterei, aus Gottlosigkeit oder Neid.

    Ich könnte es einfach nicht aus Mitgefühl.

    Ich müßte mich gegen mein fühlendes Herz stemmen, müßte es unter meinen Fuß stellen und zerquetschen, um die Beschneidung zuzulassen.

    So.

    Würde mein Kindlein an einer Phimose leiden, sähe die Sache anders aus. Dann müßten mein Kind und ich da durch.
    Aber dann würde ich ja auch aus Mitgefühl die Übel abwägen, und das eine zulassen zur Verhinderung des anderen, größeren.

    Denkanstoß:
    Wenn die Sache tatsächlich so groß und dramatisch ist, dass das Heil der Juden von der Beschneidung abhängt und mit ihr die Frage des Antisemitismus – will sagen: wenn die Legalität oder Illegalität der Beschneidung ein Parameter der Toleranz gegenüber dem jüdischen Volk ist, dann – um Himmels Willen! – laßt sie geschehen!

    Das größere Übel kam von den Unbeschnittenen.

  7. Und ganz grundsätzlich: Der Präsident der Knesset und der israelische Botschafter haben zu dem Thema die Klappe zu halten.

    Nach meinem Dafürhalten grenzt das Verhalten der genannten an eine Kriegserklärung. Wenn Israel der Bundesrepublik Deutschland den Krieg erklären will, dann muß es das tun. Aber nur so gehtes.

    Ich bin Jahrgang 1963, ich habe Auschwitz weder angeheizt noch habe ich es verindern können. Und es haben nicht Juden, die „Oj, Auschwitz“ sagen, automatisch Sonderrechte.

    Wenn jemand unser Grundgesetz und unsere FDGO ändern will, dann kann er das nur per Hochverrat oder per Kriegserklärung.

    Nur, um mal klarzustellen, worum es eigentlich geht. Das scheint hier nämlich einigen Lesern überhaupt nicht klar zu sein.

    Und insbesondere die israelischen Mitleser sollten sich das mal klarmachen – und ihre Lautsprecher zurück_rufen_, bevor wir sie zurück_schicken_.

    Wäre ich Außenminister oder Bundespräsidet, wäre der israelische Botschafter schon unerwünschte Person und rausgeschmissen. Nur, damit wir mal die Spielregeln im Umgang mit einem souveränen Staat ganz klar abgrenzen.

  8. @Rika Chaval: Es mag sein, daß Juristerei Ihr Beruf ist. Dann _kann_ man Ihnen Ihren Beruf nicht erklären.

    Und wenn Sie mir, einem Deutschen, seinen Staat erklären wollen: Den brauchen Sie mir nicht zu erklären. Wir kennen unseren Staat sehr gut und brauchen absolut keine Nachhilfe vom Zentralrat der Juden in Deutschland, im Gegenteil. Dieser outet sich gerade als massiv verfassungsfeindlich und es wird Zeit, daß sich der Bundesverfassungsschutz mit diesem seltsamen Gremium befasst.

    In Deutschland gilt das Grundgesetz. Und das wird von jederman in Deutschland akzeptiert. Juden sind dabei nicht ausgenommen.
    Und da kann der Zentralrat der Juden machen was er will, es wird keine „lex Graumann“ geben. Der letzte Politiker, der in Deutschland erlaubte, daß man Menschen ohne ihre Zustimmung vorsätzlich Schaden zufügen durfte, hieß Adolf Hitler. Und wenn sich Dieter Graumann zum Nachfolger des genannten machen will, steht ihm das frei. Das Wollen. Nicht das Vollbringen. Das würde nämlich die Abschaffung unserer staatlichen Ordnung bedeuten, und das wird unser Rechtsstaat nicht zulassen.

    Ihnen scheint nicht klar zu sein, daß Sie unseren Staat aushebeln wollen. Ob Sie Jurist sind oder nicht, ist mir dabei egal. Wer unsere staatliche Ordnung aushebelt, gehört wegen Hochverrats angeklagt und verurteilt.

    Deutschand wird kein Beschneidungsland. Merken Sie sich das.

  9. @Rika Chaval /Glaubensinhalte.

    Offenbar ist hier nicht klar, was Inhalt und was Praxis einer Religion ist. Praxis ist das, was man tut, Glauben ist das, was man hofft.

    Ich sehe nicht, daß man eine Beschneidung hofft. Ich sehe, daß man eine Beschneitung tut.

    Insofern ist die Argumentation von Herrn Papier, bei allem ihm gebührenden Respekt, kompletter Unfug. Michael Wolffsohn hat darüber hinaus bemerkt, daß es um das Judentum schlecht bestellt sei, wenn es keine andere Identifikation hätte als die Beschneidung.

    Ein säkularer Staat kann und darf zu Glaubensinhalten keine Stellung nehmen, zur Relgionspraxis kann und muß er es. Und da ist in Deutschland die Grenze die körperliche Unversehrtheit, die wird bei der Beschneidung übertreten, und damit ist das Ding in Deutschland hinfällig.

  10. @Rika Chaval

    Ich habe gegen kein Gesetz verstoßen und Ihre Üble Nachrede ist nicht akzeptabel.

    Wenn ich sage, daß Sie mir übel nachreden und ich mich ggf. mit einer Strafanzeige wehre, dann ist das keine Einladung zum Wettrüpeln.

    Im übrigen wüsste ich nicht, daß wir uns duzen.

    Ich habe Ihre Beitäge auch im Blog von Volker Beck verfolgt, und wenn Sie mal den Strafrechtsparagraphen zur Volksverhetzung lesen, werden Sie dort nichts von Juden und Deutschen finden.

    Und ich sage Ihnen ganz offen: Was hier von einigen, angeblich jüdischen, Lautsprechern rausgehauen wird, geht ganz genau in diese Richtung. Ich werde es nicht tolerieren, daß wir hier, nur um einer Interessengruppe von vielleicht 50 Mann um den Bart zu gehen, unser Strafrecht und unsere Verfassung verbiegen und verhunzen lassen.

    Wenn Sie partout wollen, daß die Bris in Deutschland erlaubt bleibt, dann müssen Sie das auch durchkämpfen und da werden Sie Gegenfeuer kriegen und da brauchen Sie mir nicht übel nachzureden und mir mit dem Staatsanwalt zu drohen.

    Juden haben in Deutschland keine Sonderrechte. Und Philosemitismus und positive Diskriminierung haben hier keinen Platz.

    Ich halte die Beschneidung für eine Verletzung von Grund- und Menschenrechten und in einem freien Land müssen wir dies auch diskutieren können.

    Ihre und meine Meinungsfreiheit endet _spätestens_ da, wo ein Kind an seinem Körper verletzt wird. Es gibt dafür keine Entschuldigung und Sie können mir mit dem Staatsanwalt drohen, so oft Sie wollen, Stalking und Mobbing kenne ich schon, damit legen Sie sich auf die Nase.

    Hören Sie auf, gegen die deutsche Verfassung zu hetzen und hören Sie auf, den deutschen Staat in eine menschenrechtswidrige Richtung zu drängen. Und alles ist gut.

    Eine „Lex Bris Milah“ wird es in Deutschland nicht geben – und wenn, dann nur über meine Leiche.

    Diese http://www.samkuninmd.com/docinfo/circvid.html
    barbarische Peniszerfetzerei, dieses Hinmetzeln eines Neugeborenen hat in einem zivilisierten Land nichts zu suchen und ich werde es nicht zulassen, daß etwas derartiges in diesem Land durchgedrückt wird.

    Das Recht auf zivilen Ungehorsam finden Sie IIRC in Art. 20 Absatz 4 GG. Und ich werde mich mit allem, was mir möglich ist, dafür einsetzen, das Menschen, die einem Neugeborenen solches antun in Deutschland keine einzige Sekunde ihres Lebens mehr in Freiheit verbringen.

    Ein derartiges Verstümmelungs- und Folterritual ist unter keinsten Umständen akzeptabel. Und das ist so und das ist meine Meinung und nun hören Sie mit Ihren Staatsanwaltsdrohungen auf, oder ich sehe mich gehalten, gegen ein Erscheinen von Hagalil in Deutschland vorzugehen.

    Detlef Bosau

    • @ Detlef,

      Internet hat seine „Regeln“ .. und eine davon ist, dass mensch sich hier (meist) duzt. das kann sich mensch verbitten .. doch ob sich die anderen dran halten, kann keiner einklagen.

      Ansonsten, schalt mal einen Gang zurück. Du kannst gerne gegen die Beschneidung argumentieren .. das ist o.k.

      Wenn du sagen würdest: „Keine Gruppe in Deutschland sollte Sondrrechte haben und positive nDiskriminierung darf es nicht geben“ würde ich dir ja Recht geben. Doch so wie du schreibst liest es sich in der tat eher Antisemitisch .. und negative Diskriminierung darf es nun mal auch nicht geben.

      „nur über meine Leiche“ ist doch ein bisken pathetisch albern.

      .. und die Aussage „oder ich sehe mich gehalten, gegen ein Erscheinen von Hagalil in Deutschland vorzugehen“ ist so was von peinlich, dass ich dich jetzt leider zum zweiten Kandidaten hier zum Fremdschämen ernennen muss.

  11. Hans-Jürgen Papier, früherer Präsident des Bundesverfassungsgerichts, hält das Urteil des Kölner Landgerichts für verfehlt. Für ihn gilt das Recht auf Religionsfreiheit und elterliche Entscheidung in diesem Fall mehr als das Recht auf körperliche Unversehrtheit.

    „Es geht hier aus meiner Sicht um eine Fehlanwendung geltenden Rechts durch ein einzelnes Instanzgericht. Ich bedaure sehr, dass die Entscheidung rechtskräftig geworden ist, weil die Staatsanwaltschaft keine Revision eingelegt hat und dem angeklagten Arzt kein Rechtsmittel zur Verfügung stand, weil er im Ergebnis freigesprochen wurde. Deswegen konnte es in diesem konkreten Fall zu keiner höchstrichterlichen oder gar bundesverfassungsgerichtlichen Klärung kommen, die wohl eine gesetzliche Regelung überflüssig gemacht hätte.“

    Pro Beschneidung: „Es geht um essenzielle Glaubensinhalte“ – weiter lesen auf FOCUS Online: http://www.focus.de/gesundheit/ratgeber/pro-beschneidung-es-geht-um-essenzielle-glaubensinhalte_aid_786457.html

  12. „Auch der Atheismus kann fundamentalistische Züge annehmen“

    Der Grüne Volker Beck erntet für seinen vehementen Einsatz für die Beschneidung hasserfüllte Reaktionen. M. Lau hat mit ihm über seine Motive gesprochen, weiterzumachen.

    Volker Beck (DIe GRÃœNEN) in einem insgesamt sehr lesenswerten Interwiew:

    „In einer E-Mail bin ich als „Judenknecht“ tituliert worden, der dem „Zentralrat der Juden in den Arsch kriecht“. Die Juden würden sowieso alles in dieser Gesellschaft dominieren. Ich habe Strafanzeige erstattet. Wenn ich bei manchen Tweets nachschaue, was die Person sonst noch so alles schreibt, dann stellt man fest, das sind oft auch Leute dabei, die sich auch gegen die Solidarität in Europa wenden, gegen den Rettungsschirm, für die Wiedereinführung der D-Mark, gegen das Existenzminimum von Flüchtlingen. Aber man muss natürlich aufpassen, dass man die Gruppen, die sich da artikulieren, auseinanderhält und da nicht diejenigen, die ernsthaft mit dem Kindeswohl argumentieren, mit denen in einen Topf wirft, die aus Ressentiment handeln.“

    http://www.zeit.de/politik/deutschland/2012-07/beschneidung-gruene-interview-beck/seite-1

    • „die sich auch gegen die Solidarität in Europa wenden, gegen den Rettungsschirm, für die Wiedereinführung der D-Mark, gegen das Existenzminimum von Flüchtlingen.“

      es gibt viele leute in deutschland, die benehmen sich wie kleine verwöhnte kinder die nie gelernt haben zu teilen oder kompromisse einzugehn. wenn sie nur 99% bekommen sind sie schon unzufrieden.

      J

  13. Nun mal halblang, Bosau, wenn hier einer was mit dem Staatsanwalt zu tun bekommt, dann Sie.

  14. @ronit
    Erstens bin ich nicht rassistsich, zweitens habe ich das Urteil hier vorliegen.

    Sollte nochmal eine Ãœble Nachrede zu meinem Nachteil kommen, werde ich die Staatsanwaltschaft einschalten, ich lasse mich weder von Ihnen noch von Hagalil beleidigen und mir Rassismus vorwerfen.

    Und das meine ich ernst, notfalls ist es auch denkbar, die deutschsprachige Präsenz von Hagalil abzuschalten, denn was ich im Augenblick erlebe, im Verhalten Ihrer Person mir gegenüber und im Verhalten des israelischen Botschafters in der Sache verwirklicht in meinen Augen den Straftatbestand der Volksverhetzung und Anstachelung zum Rassenhaß.

    Wir haben in Deutschland ein Grundgesetz und Religionen sind für mich belanglos.

    Entweder beachten die Leute unsere Gesetze – oder sie gehen. Wahlweise ins Gefängnis oder woanders hin.

    Ich bin es endgültig leid, bei jedem Furzt nur „Auschwitz, Auschwitz“ zu hören, und dann meinen hier Leute vom Zentralrat der Juden in Deutschland oder von der israelischen Regierung hier einen Freifahrtschein haben.

    Mit welchem Recht bildet sich der israelische Botschafter in Deutschland ein, darüber zu verfügen, welchen Kindern in Deutschland das Geschlechtsteil verstümmelt wird? Und nach deutschem Recht ist das eine Verstümmelung, wenn Hagalil das nicht paßt, darf Hagalil eben nicht in Deutschland präsent sein.

    Aber in Deutschland gilt deutsches Recht und auch die deutsche Sprache, und wenn einem Kind etwas abgeschnitten wird, ist das eien Verstümmelung, und wenn Ihnen das nicht paßt und Sie meinen, mich beleidgen zu dürfen, sehen wir unsw gerne vor Gericht wieder.

    Ich hoffe, das war deutlich genug.

    • „Entweder beachten die Leute unsere Gesetze – oder sie gehen. Wahlweise ins Gefängnis oder woanders hin. “

      Ich begleite Sie liebend gerne zum Flughafen, wenn sich das Verfassungsgericht sich fuer Beschneidungen ausspricht.

      J

    • @MFB:

      „und wenn das Verfassungsgericht sich für Beschneidungen ausspricht ..“

      Sie meinten GEGEn Beschneidungen?

      Träumen Sie weiter 😉

      J

    • Sie werden immer peinlicher, ich hoffe, dass andere, die gegen Beschneidungen sind, aber nicht in der Art des Hasses agieren wie Sie, bekommen mit, mit wem sie sich in einem Boot befinden.

    • das bezieht sich auf den Hetzer Bosau.

      mfb

      hat Jacobo mehrfach gesagt, er gehöre nicht hierher oder der Bösau gesagt, Juden, die sich für Beschneidungen aussprechen gehören nicht nach Deutschland? Ihre Umkehr der Frage ist schon allein deshalb deplaziert.

    • @ Jacobo,

      richtig, ich meinte gegen .. ich muss abba nicht weiterträumen, da ich in der Frage keine starke Meinung habe.
      Natürlich ist die Beschneidung eine Körperverletzung .. Blindarm-OP und Zähneziehen ist das auch. Der Körper wird verletzt. Ob es eine Körperverletzung im juristischen Sinn ist (einfache Körperverletzung wird eh nicht von Amts wegen verurteilt), hängt davon ab, wie hoch die Risiken (körperlich und seelisch) sind.
      Wenn Eltern ihr Kind zum Arzt bringen und sagen, mach mal Genitalpiercing, geht (hoffentlich) soofort die meldung zum Jugendamt.
      Ohrlochstechen für Ohrringe ist mit Sicherheit auch eine lebenslang zeichnende Körperverletzung. Doch hier käme auch keiner auf die Idee, die Polizei zu rufen .. obwohl .. am 8. Tag? 😉

      @Yael,

      bei aller berechtigten Kritik an Bosaus Ausdrucksweise .. ich lese ihn anders. Nicht das Aussprechen Für Beschneidung ist das Problem, sondern die Durchführung gegen deutsches Recht.
      Dabei ist das Kölner Urteil ja gar kein Grundsatzurteil, so dass die Frage, ob Beschneidungen gegen geltendes Recht verstossen, noch gar nicht geklärt ist.
      Ich geb Bosau allerdings in der Aussage Recht, solange bestimmte Gesetze gelten, darf mensch sich zwar dagegen aussprechen, darf auch versuchen sie zu ändern, aber solange sie gelten sind sie einzuhalten. Wer das nicht will soll gehen – und zwar unabhängig von Religion, Rasse (was immer das ist) und Staatszugehörigkeit.

      Da ich dies aus Bosaus Postings lese finde ich die Frage von Jacobo so, dass ich sie dann auch umkehren darf.

      @

    • @mfb:
      „Natürlich ist die Beschneidung eine Körperverletzung .. Blindarm-OP und Zähneziehen ist das auch. Der Körper wird verletzt. “

      Na also.. wo ist dann das Problem?
      (manchmal glaube ich wirklich in deutschland gibts keine falschparker mehr ;-))

      Das ganze wird ja auf einer rechtlichen ebene entschieden. Es wird ein gesetzt von dem parlament geben. irgendjemand wird das dann vors verfassungsgericht bringen und da kommt es dann durch. oder es geht weiter vor den europaeischen oder UN gerichtshof. Und dann gibt es gesetzte an die sich alle halten muessen.

      Glauben Sie ernsthaft das die praxis der brit milah irgendwie gefärhdet ist?

      J

    • @mfb

      „Nicht das Aussprechen Für Beschneidung ist das Problem, sondern die Durchführung gegen deutsches Recht.
      Dabei ist das Kölner Urteil ja gar kein Grundsatzurteil, so dass die Frage, ob Beschneidungen gegen geltendes Recht verstossen, noch gar nicht geklärt ist.“

      Ja, genau, das heißt die Beschneidung kann gar nicht gegen deutsches Recht verstoßen, weil es kein Gesetz gegen die Beschneidung gibt. Das ist genau das was der Herr nicht ganz verstehen will. Ein Gericht hat es als Körperverletzung gewertet, ein anderes würde vielleicht zu einem anderen Ergebnis kommen, darauf weist das Urteil auch hin. Ein ehemaliger Bundesverfassungsrichter hat sich sehr kompetent zum Thema Körperverletzung versus Religionsfreiheit geäußert. Siehe den Link von Rika Chaval (http://www.focus.de/gesundheit/ratgeber/pro-beschneidung-es-geht-um-essenzielle-glaubensinhalte_aid_786457.html).

      „Ich geb Bosau allerdings in der Aussage Recht, solange bestimmte Gesetze gelten, darf mensch sich zwar dagegen aussprechen, darf auch versuchen sie zu ändern, aber solange sie gelten sind sie einzuhalten.“

      Das ist richtig, nur sieht er nicht, dass es noch gar kein Gesetz pro oder kontra Beschneidung gibt. Man kann ja nicht etwas einhalten müssen, was es gar nicht gibt.
      Ich denke, dass sind eben die Missverständnisse, bzw. eine völlig falsche Einschätzung der derzeitigen Situation. Das kommt natürlich auch daher, dass alle von einem Verbot der Beschneidung sprechen, vor allem die Medien, wo es gar keines gibt. Es besteht schlicht nur Rechtsunsicherheit und deswegen tun es die meisten Ärtze momentan nicht.
      Warum er oder auch andere nicht verstehen, kapiere ich wiederum nicht.

    • „Ein ehemaliger Bundesverfassungsrichter hat sich sehr kompetent zum Thema Körperverletzung versus Religionsfreiheit geäußert. Siehe den Link von Rika Chaval (http://www.focus.de/gesundheit/ratgeber/pro-beschneidung-es-geht-um-essenzielle-glaubensinhalte_aid_786457.html).“

      Sehr interessant wenn man sich fuer die rechtliche seite interessiert.

      auch interessant, dass manche laien in den kommentaren so reden las haetten sie mehr ahnung als ein ex verfassungsgerichtspraesident.

      J

  15. Beschneidungen: Dörfler für Verbot, Burgstaller dagegen
    25. Juli 2012, 19:12

    Kärnten und Steiermark wollen bis zur Klärung keine bzw. nur „sehr zurückhaltend“ Beschneidungstermine annehmen Wien

    Kärntens Landeshauptmann Gerhard Dörfler (FPK) forderte gegenüber der APA ein Verbot der religiös motivierten Beschneidung durch die Bundesregierung. „Ich bin generell gegen jede Art von Genitalverstümmelung“, so Dörfler. Zwischen der Beschneidung von Mädchen und Buben gibt es für ihn keinen Unterschied. Die mit Religion und Tradition begründete „Verstümmelung“ habe in Europa nichts verloren. „Die Menschheit hat sich weiterentwickelt. Junge Menschen sind zu schützen.“

    Weiterlesen, …

  16. Ich mach mir immer wieder mal Gedanken, warum das eigentlich so ist: Warum schreien gerade die am lautesten, fordern am unnachgiebigsten, beleidigen am tiefsten, die überhaupt nichts mit der Sache zu tun, und darüber hinaus – wie diese Leute auch immer wieder unverhüllt offenbaren – keinerlei Ahnung haben?

    Frag ich mich, haben die etwa Angst? Hat Freud also doch recht mit den latenten Kastrationsängsten des Mannes? Sind also, im Grunde, die lautesten Schreier und Pöbler die Angstlichsten von allen?

    Nichts Neues unter der Sonne, …

    Im Übrigen bin ich der Auffassung, dass dieses Urteil eine wirkliche Katastrophe darstellt. Latenzen werden stimuliert, längst verschüttet gedachte Gräben werden wieder aufgerissen und allzu Viele fühlen sich aufgefordert, endlich einmal das Maul aufreissen, ungehemmt rausbrüllen zu dürfen und ungewollt und deshalb auch so ungeniert dabei zeigen, was es in Wahrheit ist, also psychodynamisch, das sie zu solch kleinem Schwächling macht.

    Eine große Mehrheit in Deutschland, mittlerweile wohl auch in Österreich, mindestens 2 Bundesländer haben die Beschneidung untersagt, ist für das Verbot der männlichen Beschneidung – endlich, siebzig Jahre nach dem Krieg, ist, gerichtlich voll abgesegnet, die Möglichkeit zu kollektiver Katharsis gegeben.

    Es ist ein Stigma. Die Folgen sind unabsehbar.

    Wie lange wohl wird man, nachdem das durchgestanden sein wird, Muslime und Juden nun misstrauisch und voller Vorwurf, gar Verachtung beäugen, die Straßenseite wechseln, ein irgenwie ungutes Gefühl empfinden, wenn es zu Kontakten oder gar zum Händeschutteln kommen soll.

    Keine Ahnung, es ist wirklich sehr, sehr schlimm.

    • Jim, wir haben es hier zu einem großen Teil mit den selben Leuten zu tun, die auch Sarrazin bedient und die sich durch ihn ermutigt fühlen, ihre xenophobe, ressentimentgeladene Grundhaltung für endlich wieder salonfähig zu halten. Mir war immer schon klar, dass dieselbe Klientel, die auf diese hysterische, sogenannte „Islamkritik“ abfährt, auch mehr oder weniger latent judenfeindlich und jedenfalls anti-judaistisch eingestellt ist. Das bewahrheitet sich nun. Das Schlimme ist, dass wir es dieses Mal nicht nur mit eingefleischten Rechtsradikalen und Anti-Liberalen (im gesellschaftspolitschen Sinne) sowie solchen Wackelkandidaten zu tun haben, die ihren wirklichen politischen Standort nur noch nicht entdeckt haben, sondern dass sich auch für aufgeklärt und rational haltende Kreise mit dem typisch deutschen Faible für „Fundi- Lösungen“ und einer allgemeinen Kreuzugsmentalität einklinken.

    • Natürlich, jim, da hat Freud mal ausnahmsweise Recht, die latenten Kastrationsängste hat jeder Mann. Und da ist es doch nur logisch, dass die um einiges verstärkt werden, wenn da schon mal angesetzt wurde, besonders dann, wenn es nur im Unterbewusstsein gespeichert hat, oder?

      Freud ist übrigens als Atheist gestorben, ich vermute er hat seine Forschungen deshalb betrieben, um bei seine Abkehr von der Religion zu begründen.

      @Rika Chaval
      Völliger Unsinn, reine Provokation. Ich für meinen Teil bin vehement und ganz offen, gegen Dogmatismus und Fanatismus, egal von wem der kommt. Da muss man schon sehr ausgeglichen sein, um diese dauernden Provokationen unterstem Niveau zu ertragen und überhaupt noch einen Dialog zu suchen. Ihr Spiegel den Sie vorhalten wollen ist blind.

    • Seh ich ganz genaus so, Rika. Zum Komplex Sarrazin hat übrigens Ramona Ambs hier hervorragende Artikel gebracht.

      Denke, der Bio-Rassismus vergangener Tage hat in weiten Teilen eine Metarmorphose zum Kultur-Rassismus durchgemacht.

  17. @Rika Chaval
    Weder in dem Kommentar noch in dem zitierten Zeug wird auf das Urteil eingegangen.

    Das Urteil aus Köln ist kein Skandal und ich finde es ungeheuerlich, daß hier Richterschelte betrieben wird.

    Kurz und bündig.

    Weder das Judenum noch der Islam spielen hier irgend eine Rolle noch deren identitätsstiftenden Elemente noch deren Reformfähigkeit.

    Das ist alles Blafasel. Und nicht auf den Punkt.

    Der Punkt ist: Die Würde des Menschen, das Leben und die körperliche Unversehrtheit sind die höchsten Grundwerte dieses Staates.

    Wer dies achtet, darf in diesem Land leben. Wer dies nicht achtet, darf nicht in diesem Land leben, schon gar nicht in Freiheit.

    Angekommen? Danke.

    Wird hier
    http://www.youtube.com/watch?v=xTxD6l-8ppw
    man beachte vor allem das Sabbelritual in 3.45
    die Körperliche Unversehtheit gewahrt?

    Nein?

    Danke.

    Dieser Dreck entfällt in Deutschland, der Rest ist Implementierung.

    Wir müssen mal zwischen Struktur und Implementierung unterscheiden.
    Struktur ist, daß der gezeigte Dreck entfällt.
    Implementierung interessiert mich nicht. Ob die Leute, die sowas tun wollen, es lassen und ihren Glauben reformieren, oder ob sie gehen: Sorry, not my problem.

    Wir haben ein Grundgesetz und einen Grundewrtekatalog, daran hat sich jeder zu halten, wer das nicht tut, möge begreifen, daß andere es können.

    Es muß niemand in Deutschland leben. Wer es tut, akzeptiert das GG.

    So einfach ist das.

    • @Detlef Bosau
      „Wir haben ein Grundgesetz und einen Grundewrtekatalog, daran hat sich jeder zu halten, wer das nicht tut, möge begreifen, daß andere es können.“

      Nehmen Sie sich‘ zu Herzen! Ihre rassistischen Ausfälle stehen da nämlich wahrlich nicht in Einklang mit. (Ãœbrigens an dieser Stelle den rechtlichen Schritten gegen sie gutes Gelingen!)

      Die Borniertheit, mit der sie ein drittel der männlichen Bevölkerung weltweit mal eben kurz zu „Verstümmelten“ erklären, zeigt vor allem eines: einen sehr begrenzten Horizont.

      Dass Sie nicht einmal den konkreten Fall oder das Urteil kennen (ab von Stammtisch-Geraune), stellen Sie ja unter Beweis. Beispiel?
      „Da wurde in Köln ein Junge grauenerregend zugerichtet“ schreiben sie. Nur: In allen Medien ist zu lesen, dass medizinisch einwandfrei gearbeitet wurde. Was passiert ist, wäre auch im Rahmen einer medizinisch induzierten Beschneidung möglich gewesen. Dem behandelnden Arzt macht auf professioneller Ebene niemand einen Vorwurf.

      Ãœbrigens: Ihrer Meinung ist dann auch eine medizinisch induzierte Beschneidung „Verstümmelung“ und „Zurichtung“?

      „Es muß niemand in Deutschland leben. Wer es tut, akzeptiert das GG.

      So einfach ist das.“

      Dann halten sie ihre verachtenswerten Vorurteile für sich. So einfach ist das!

    • „Wir haben ein Grundgesetz und einen Grundewrtekatalog, daran hat sich jeder zu halten, wer das nicht tut, möge begreifen, daß andere es können.

      Es muß niemand in Deutschland leben. Wer es tut, akzeptiert das GG.“

      Absolut richtig. Das heist dass wenn das parlament ein gesetzt verabschiedet und dieses fuer verfassungskonform erachtet wird kannst du gerne das land verlassen wenn du das nicht akzeptieren willst oder kannst. es zwingt dich niemand hier zu bleiben.

      Wie gesagt das GG gilt fuer alle uns sogar fuer dich.

      J

    • @ Bosau, wollen Sie mir mein Handwerk erklären ? Die Juristerei ist zufällig mein Beruf.

      Sie reden wie der Blinde von der Farbe, vor allem, wenn Sie das Wort „Grundgesetz“ in den Mund nehmen. Zumindest könnten Sie versuchen, so zu tun, als hätten Sie den Artikel gelesen, wenn Sie schon meinen, ihn kommentieren zu müssen.

    • Das hab ich mir nämlich schon gedacht! @ronit. Es geht gar nicht um die noch zu Beschneidenden, es geht um die bereits Beschnittenen. Die bekommen dann die Probleme mit dem Gefühl verstümmelt zu sein, hab ich aus Respekt so nicht angesprochen, aber wenn es hier schon steht. Daran ist sicher nicht die deutsche Gesetzgebung Schuld und auch nicht die Leute, die gegen diese Praktik eintreten. Deshalb soll es ja nur noch auf eigene persönliche Entscheidung gemacht werden, wenn man alt genug dazu ist.

      Also ich denke, wenn es keine Komplikationen gab, ist es keine Sache mit der man nicht leben könnte. Man sollte aber trotzdem nachträglich zulassen und eingestehen, dass einem da Unrecht (Unrecht aus reinem inneren Gefühl heraus, das ist es doch was da so quält, oder?)angetan wurde. Wenn man das nicht kann, ist man ein unfreier autoritätsgebundener Mensch und dies sogar bis in die intimsten Bereiche des eigenen Körpers. Ich bemitleide das aufrichtig. So geht man mit Menschen einfach nicht um. Das soll unser GG eigentlich auch verhindern, bei jedem und für alle die hier leben. Niemand hat ein Problem, wenn sich jemand zusätzlich und freiwillig zu den Gesetzen noch religiösen Geboten unterwirft, aber das Gesetz geht vor und die freie Entscheidungsfähigkeit ist dabei eine Voraussetzung.

      Für Dogmatiker ist es natürlich immer ausgeschlossen, dass sie überhaupt Fehler machen könnten, die anderen sind nur intolerant.

      Tja, es ist zwar traurig, aber ich als Eingeborener wurde schon mehrfach darauf hingewiesen, dass ich das Land verlassen kann, wenn „es“ mir nicht passt. Sogar auf Ämtern. Ich habe keine zweite Heimat.

      Was mich auch richtig nervt und beleidigt, ist auf der einen Seite heißt es die tolle deutsch/jüdische Geschichte und Tradition, auf der anderen beklagt man sich über tausendjährige Verfolgung in Deutschland. Wie man es gerade braucht.

  18. Eine fundierter verfassungsrechtlicher Kommentar zu dem Kölner Skandalurteil findet sich hier.Er macht vor allem deutlich, warum das Kölner Urteil ein Skandal ist, unabhängig davon, übrigens, ob es „formaljuristisch“ vertretbar ist oder nicht.

    Ungeheuerlich ist es nämlich besonders, dass der Richter der Berufungskammer sich nicht die Mühe gemacht hat, die Abwägung der vielfältigen Fragestellungen tatsächlich in seinem Urteil auszuführen, dass er zudem – ohne dazu qualifizierten Sachverstand einzuholen – haltlose Ratschläge erteilt, wie Judentum und Islam seiner Meinung nach „zu reformieren“ wären, und die letzte Ungeheuerlichkeit, dass das Urteil aus subjektiven Gründen mit einem freispruch endet, wodurch der angeklagte Mediziner nicht einmal die rechtliche Möglichkeit hatte, gegen das Urteil Revision einzulegen und wenigstens einem mit mehr als einem Berufsrichter und zwei Postbeamten besetzten Obergericht die Möglichkeit einer qualifizierten juristischen Auseinandersetzung mit der Problematik zu geben.

    So kann man es auf keinen Fall machen das zeugt von einer völlig unangemessenen Mißachtung zweier Weltreligionen und mehrerer Millionen Deutscher Bürger.

    Der nachfolgend zitierte Kommentar macht auf etwas aufmerksam, was Hobby- und Schmalspurjuristen Рnicht wissen k̦nnen.

    Es gibt nach deutschem Verfassungsrecht etwas, das nennt sich „Wesentlichkeitstheorie“. Diese Wesentlichkeitstheorie besagt, dass für wesentliche Rechtsänderungen allein der Bundesgesetzgeber zuständig ist, nicht irgend ein Landrichter.

    Zum Kern dieser Wesentlichkeitstheorie gehört es auch, dass nicht ein Verhalten, dass seit Jahrhunderten als nicht strafbar betrachtet wurde, obwohl es Strafvorschriften bzgl. Körperverletzungen schon immer gab, von heut auf morgen durch einen Richter oder durch die Verwaltung unter einen Straf- bzw. Verbotstatbestand subsumiert werden dürfen bzw. dass den Eltern seit eh und je zugebilligte Einwilligungsrechte sang- und klanglos entzogen werden dürfen, weil damit diejenige Instanz umgangen wird, die für wesentliche Rechtsänderungen zuständig ist: Der Bundestag.

    Die Wesentlichkeitstheorie des Bundesverfassungsgerichts hat auch den Vorzug, dass nicht – wie in Köln – ein Berufsrichter und 2 Postbeamte als Schöffen „mal eben“ über Wohl und Wehe zweier Weltreligionen und Millionen inländische Betroffener entscheiden können. Zu Gesetzgebungs- oder Änderungsvorhaben gehört es nämlich auch, dass vorweg geschaltet Experten angehört werden, dass die Vertreter der Betroffenen in angemessener Form gehört werden, – kurz: dass eine qualifizierte Diskussion stattfindet und dass somit das Thema nicht wildgewordenen Blogisten und Stammtischschreiberen überlassen wird.

    Ein weiterer Punkt, der dem Kölner Landrichter offensichtlich entgangen ist, den er jedenfalls – juristisch fehlerhaft – mit keinem Wort in seinem Kurzurteil erwähnt, ist der, dass es seit Monaten VOR dem Urteil ein Gesetzgebungsvorhaben gab und noch gibt, mit dem ausschließlich weibliche GenitalverStümmelungen ausdrücklich unter Strafe gestellt werden und Regelungen geschaffen werden sollen, die die Frage des Beginns der Verjährung regeln.

    http://www.bundestag.de/presse/hib/2010_04/2010_100/02.html

    Hier geht es wohlgemerkt ausschließlich um die Ächtung und Strafverfolgung der weiblichen Genitalverstümmelung. Zu keinem Zeitpunkt wurde in der Gesetzgebungsdebatte auch die Überlegung angestellt, ob bezüglich der männlichen Beschneidung nach jüdischem oder muslimischem Ritus rechtlicher Handlungsbedarf bestehe.

    Für jeden, der auch nur ein juristisches Grundstudium absolviert hat, zu dem das Fach Methodenlehre gehört, müssten angesichts dieses Sachverhalts die Alarmglocken schrillen, wenn er erwägt, ob er per Urteil Eltern das Recht absprechen solle, die muslimische oder jüdische Beschneidung von Jungen zu genehmigen.

    Nur nach Kölner Landrecht gehen die Uhren augenscheinlich anders, sogar außerhalb der Karnevalszeit.

    Für weitere Ein- und Aussichten empfehle ich wärmstens die Lektüre des nachfolgenden verfassungsrechtlichen Kommentars:

    http://blog.delegibus.com/2012/07/01/die-idee-mit-dem-beschneidungsverbot/

  19. Also langsam reicht’s mir. Ich habe mir heute schon von Stephan Kramer vom Zentralrat der Juden in Deutschland eine Anzeige beim Staatsschutz eingefangen (ohne jeden Grund), …

    Ohne jeden Grund? Nun ja, Sie werden ja sehen, vielleicht Volksverhetzung? Durchaus möglich.

    Was Sie allein schon hier ablassen, mein Herr, ist nicht nur infantil und voll von Hass, es ist beleidigend und verletzend. Jüdisches Leben in Deutschland allerdings – ist schmerzhaft, per se, nur – gewöhnen kann man sich nicht daran.

  20. @ente
    Also langsam reicht’s mir. Ich habe mir heute schon von Stephan Kramer vom Zentralrat der Juden in Deutschland eine Anzeige beim Staatsschutz eingefangen (ohne jeden Grund), jetzt fangen Sie hier an zu raunen, darf ich langsam mal um ein Mindestmaß an Form bitten?

    Wir reden hier a) über ein Ritual, das aus meiner Sicht nicht mehr tolerabel ist, und b) über einen Frontalangriff auf unsere Verfassung und unser ganzes Rechtssystem.

    Und es nervt mich, daß da jetzt jeder zweite Satz der Antisemitismusvorwurf ist. Damit kommen Sie bei mir nicht durch!

    Und wenn der Zentralrat der Juden in Deutschland (übrigens Körperschaft des Öffentlichen Rechtes mit Sitz in Deutschland!) vom deutschen Staat erwartet, für ein archaisches Ritual unsere Verfassung zu beerdigen und will, daß wir einen neuen Staat bauen, dann müssen Sie mit Widerstand rechnen!

    Wenn Sie meinen, jüdisches Leben auf die Beschneidung reduzieren zu müssen, und eben die Beschneidung in Deutschland verboten ist, und ich hoffe, die Feststellung dieses Umstandes wird in Zukunft noch deutlicher erfolgen als bisher, dann sind Sie es, der dem jüdischen Leben in Deutschland den Stuhl vor die Tür stellt, nur erwarten Sie nicht von mir, daß ich den wieder reinhole.

    Ich bin im übrigen überaus dankbar für diesen Krach, denn ich denke, daß wir uns hier seit Jahrzehnten um diesen Krach drücken.

    Und wenn er geführt werden soll, höre ich mir von Herrn Kramer Beleidigungen und peinliche Wortverdrehungen an.

    Sorry, es nervt.

    Was ist denn das für eine kindische Form der Auseinandersetzung? Ist der Krach um die Beschneidung auch anders führbar als mit „Oj, Eichmann“ Gejammer und Antisemitismusvorwürfen oder dergleichen?

    Da wurde in Köln ein Junge grauenerregend zugerichtet, am Tag drauf rannte seine hilflose Mutter mit einem halb verbluteten Bündel durch die Gegend, Nachbarn mussten Hilfe holen, das ist die islamische Seite, da zieht ein jüdischer Mohel „frei nach Schnauze“ irgendwelche Mengen eins Penis eines 8 Tage alten Säuglings durch den Magen-Schild, oder wie das Ding heißt und fabriziert dann mit dem Beilchen Hackepeter, das Kind (das angeblich nichts spürt) schreit sich die Seele aus dem Leib, ob der Mohel „nur“ 70% der Penishaut oder die ganze Eichel oder den ganzen Penis erwischt hat, merkt der Mann beim anschließenden Sabbelritual, wäre der Mann katholischer Priester in St. Blasien, wäre er im Knast, nur ist der Mann jüdischer Mohel in Jerusalem, gefilmt wird in einer Synagoge und so ist der Mensch im Internet.

    Was erwarten Sie denn von mir? Soll ich das jetzt schön finden? Daß da einem unschuldigen Kind Gewalt angetan wird? Und daß hier unsere Verfassung abgeschafft und ein neuer Staat gegründet werden soll, nur weil ein paar prähistorische Kaftan-Träger ihre Rauschebart-Olympiade veranstalten?

    Offenbar haben wir einen grundlegenden Dissens über die Funktion, die Pflichten und die Aufgaben des Staates!

    • Ich habe mir heute schon von Stephan Kramer vom Zentralrat der Juden in Deutschland eine Anzeige beim Staatsschutz eingefangen (ohne jeden Grund),

      Er wird einen Grund haben und wenn man liest, was Sie hier gelassen haben, ist der Grund sehr gut.

      „Eine Religion, die sich auf einen simplen “Beschneidismus” reduziert hat in unserem Land nichts zu suchen, und eine solche Religion findet in einem zivilisierten Land schlicht und ergreifend nicht statt.“

      In keinen anderen Rechtsstaat ist die Beschneidung explizit verboten (im Gegensatz zu Diktaturen). Aber die sind in Ihren Augen dann auch keine Rechtsstaaten! Wer hier was zu suchen hat, entscheiden Gott sei Dank nicht Menschen wie Sie. Sie haben tief in die braune Ecke gegriffen, dass Sie das nicht bemerken, ist bezeichnend für Ihre Denke.
      Ich wünsche Herrn Kramer viel Erfolg mit seiner Anzeige.
      Mir reicht es nämlich auch: Dass Menschen wie Sie entscheiden wollen, wer hier was zu suchen hat. Gott bewahre das Land davor, dass solche Menschen jemals wieder etwas zu sagen haben.

  21. eigentlich ist dieses gesetz doch überflüssig. denn- man sollte meinen- ein vernünftiger arzt führt chirurgische eingriffe ausschließlich aus medizinisch gründen durch!
    für mich ist die beschneidung eine noch deutlichere stigmatisierung als die säuglingstaufe. man mag kaum
    glauben, daß wir im 21ten jahrhundert leben wenn man derart
    rückständiges hört. womöglich gehts mit entsprechenden einwanderungen aus afrika auch bald wieder mit glasscherben
    an die kindliche vagina

    • Sie, (hatte mir nach dem Schwachsinn erlaubt zu googln)!
      Für die Form bin ich nicht genügend qualifiziert. (Bevor wieder geschrieen wird, ich würde nicht antworten, sogar hier reagiert, zweckfrei!, werde es aber gerne wieder einschränken)

  22. Ich habe im übrigen gerade mal Kramers „Dossier“ überflogen.
    Ich weiß nicht, mit welcher Berechtigung „Der Präsident“ des „Zentralrats der Juden“ hier „Dossiers“ erstellen läßt, das Ding ist voller Fehler, sowohl medizinisch als auch in der Darstellung der Operation als solche.

    Es ist einfach unerträglich, was für eine Desinformationskampagne betrieben wird, um letztlich die deutsche Reigierung zu erpressen.

    Allein die Aussage, es sei keine Verstümmelung ist falsch. Wir reden von MGM = Male Genital Mutilation. Und das ist eines der schlimsten Verbrechen seit dem Holocaust, um mich mal für einen Moment auf das Niveau von Pinchas Goldschmidt zu begeben, und da kann ich nur sagen: Eine Religion, die sich auf einen simplen „Beschneidismus“ reduziert hat in unserem Land nichts zu suchen, und eine solche Religion findet in einem zivilisierten Land schlicht und ergreifend nicht statt. So etwas gehört auch nicht zu Deutschland und wenn Judentum und Islam meinen, sich auf einen Beschneidismus reduzieren zu müssen, dann ist es ihr eigener Fehler, diesen Beschneidismus hier nicht mehr praktizieren zu können, so einfach ist das.

    Irgendwie scheint das den Leuten gar nicht klar zu sein.

    • Es gibt sicherlich viele Hilfestellungen, die Sie auch außerhalb dieses blogs erreichen können!

    • @ente,

      Ja, die antisemitische Mottenkiste wird immer voller. Die Pychologen hätten viel zu tun, wenn die alle zu denen gehen würden. Es spricht aber aus ihnen immer bei Juden raus.

  23. @Phoibus: Hier wurde eine Körperverletzung begangen, diese ist in Offziialdelikt und wird in Deutschland strafrechtlich verfolgt.

    Darum haben sich Gerichte damit beschäftigt.

    Es scheint sich hier noch nicht rumgesprochen zu haben, aber es geht hier nicht um religiöses Techtelmechtel, es geht um unsere Verfassung.

    Die drollige „Resolution“ von Donnerstag ist jetzt schon Geschichte, Frau Leutheusser-Schnarrenberger hat ihre Bedenken öffentlich geäußert.

    Irgendwie scheint das hier nicht klar zu sein, und ja, ich weiß daß hier überwiegend Juden schreiben, daß es hier um die simple Feststellung geht (mehr hat das LG Köln nicht getan), daß die Beschneidung von Jungen aus religiösen Gründen eine Körperverletzung darstellt, daß Leute, die solche Eingriffe vornehmen, in den Knast gehören und den Eltern das Sorgerrecht enthzogen gehört.

    Das sind die Spielregeln in der Bundesrepublik Deutschland, daran halten sich alle, die hier leben, Juden bilden da keine Ausnahme.

    Wir diskutieren auch nicht, ob jetzt für irgendwelche Religionen Bankraub oder Mord erlaubt sein soll.

    Mir scheint hier ein grundlegendes Sozialisationsproblem vorzuliegen.

    Wenn wir in GG und StGB schreien, daß eine gewisse Straftat entfällt, dann entfällt diese. Und dies wird durchgesetzt, ggf. mit der großen juristischen Brechstange.

    Mein Verständnis für diese ganze „Debatte“ ist genau Null.

    Beschneidungen von minderjährigen Jungen aus religiösen Gründen entfallen – Punkt.

  24. Als Verhandlungspartner in Sachen Beschneidung wende man sich an den lieben Gott.
    Dafür ist er schließlich da.

    In allen anderen Fällen, bei denen es sich um Missachtung der Gebote handelt ist Bunzl, der Vertreter der Orthodoxen Partei im Himmel zuständig.

  25. Es gibt politisch-fachliche, historische, medizinische und theologische Argumentationen zur Grundfrage der Beschneidung oder der Ablehnung. Dabei geht aber leider unter, wie auf dem „flachen Land“, zum Beispiel in der niederbayerischen Provinz diskutiert wird: Da schreibt ein Dieter Will aus Vilshgofen am 29. Juni 2012 in der „PASSAUER NEUE(n) PRESSE“: „…Die Beschneidung von Jungen mag ja bei Wüstenvölkern durchaus sinnvoll gewesen sein, um einer Infektion durch Ungeziefer unter der Vorhaut vorzubeugen. Wer sie allerdings in zivilisierten und medizinisch fortschrittlichen Staaten heute noch anwendet, weil irgendein Prophet vor Tausenden von Jahren dies aus quasi religiösen Gründen geboten hat, muss einsehen lernen, dass er in einem modernen Rechtsstaat lebt, der das Selbstbestimmungsrecht des Einzelnen auch bei Kindern ernst nimmt. Orthodoxe Juden und Muslime werden gegen das Urteil heftig protestieren, aber wenn sie bei uns leben wollen, werden sie das auf Dauer nur nach dem Rechts- und Wertesystem der Bundesrepublik Deutschland tun können und nicht nach den veralteten und meist inhumanen Traditionen von irgendwelchen Religionen …“ Dies ist es, was mich entsetzt: Dass hier ungeniert verdeutlicht wird: Wir haben keine jüdischen Deutschen, sondern Juden in Deutschland mit einer Artz Gäste- oder sogar nur Duldungsstatus – und die haben sich Menschen wie Will zu unterwerfen und deren durch keinerlei Wissen geprägten Vorstellungen von Recht und Gesetz, von Religionsfreiheit und Elternrechten. Ansonsten haben sie zu gehen. Exakt dies haben die deutschen Jucdengesetze ausgesagt. Und mir bricht das Herz, wenn ich dann Briefe von Menschen wie dem Berliner Anwalt, Notar, ehrenamtlichen Stadtrat und Armenpfleger und „WELTBÃœHNE“-Journalisten Dr. Richard Treitel lese, der nach der Befreiung in Theresienstadt 1945 im DP-Camp 7 Deggendorf noch immer keine Zweifel hatte, wohin er gehörte: Nach Deutschland! Ãœbrigens: Bei der genannten Zeitung war offenbar nicht einmal eine Diskussion über solche Briefe gewünscht: Chefredakteur Ernst Fiuchs antwortete auf meinen Hinweis, dass der Leserbrief des Dieter Will mindestens grenzwertig sei, nicht.

    • „Orthodoxe Juden und Muslime werden gegen das Urteil heftig protestieren, aber wenn sie bei uns leben wollen, werden sie das auf Dauer nur nach dem Rechts- und Wertesystem der Bundesrepublik Deutschland tun können und nicht nach den veralteten und meist inhumanen Traditionen von irgendwelchen Religionen …” Dies ist es, was mich entsetzt: Dass hier ungeniert verdeutlicht wird: Wir haben keine jüdischen Deutschen, sondern Juden in Deutschland mit einer Artz Gäste- oder sogar nur Duldungsstatus – und die haben sich Menschen wie Will zu unterwerfen und deren durch keinerlei Wissen geprägten Vorstellungen von Recht und Gesetz, von Religionsfreiheit und Elternrechten. Ansonsten haben sie zu gehen.“

      @ Herr Westerholz,
      das was Sie da aus dem Leserbrief herauslesen, steht da nicht!
      Ja – auch Juden und Muslime müssen sich in Deutschland an Recht und Gesetz halten – völlig egal, ob sie einen deutschen Pass haben oder Ausländer sind.
      Und ja – auch Deutsche dürfen das land verlassen, wenn ihnen die deutschen gesetze nicht passen und sie sich anderswo besser aufgehoben fühlen.
      Und als Ergänzung – die gilt nicht nur für Juden und Muslime – es gilt auch für Christen, Buddisten, Atheisten und auch für die gläubige Gemeinde des großen Spagettimonsters ..
      Heute darf auch die katholische Kirche in Deutschland einfach keine Ketzer mehr verbrennen, obwohl es doch einen jahrtausend alte schöne Religionstradition ist – Schlicke würde wahrscheinlich behaupten „katholische Kernidentität“.

      Wenn (was ICH nicht letztendlich beurteilen kann) die Beschneidung eine Körperverletzung darstellt, gilt auch hier wie bei anderen „religiösen“ „Traditionen“ wie „Ehrenmord“, „Zwangsehe“ oder gewalttätige „Teufelsaustreibung“ die Regel:
      „Nicht hier in Deutschland!“

    • @ mfb, das steht da sehr wohl: „wenn sie bei uns leben wollen“. Was heisst denn hier bitte „bei uns“. Sind wir etwa nicht „bei uns“ oder weniger weniger „bei uns als dieser Briefeschreiber ? Ist das seine Rechtsordung oder nicht doch unsere gemeinsame ?

      Und gerade diese gemeinsame Rechts- und Verfassungsordung ist es und wird es sein, die diesem ganzen Spuk der Anti- Beschneidungshetze letztendlich den Garaus bereiten wird. Stellen Sie sich ruhig schon darauf ein.

      Allerdings hat diese Debatte mit all dem Schmutz, der grenzenlosen Respektlosigkeit und der Gehässigkeit, die sie ans Tageslicht befördert hat, auch sichergestellt, dass all das Brüderlichkeits- und sonstwie -Gesülze im richtigen Licht erscheint.

      Wir wissen jetzt, wo wir stehen und wer unsere Freunde sind.

    • „…, das steht da sehr wohl: “wenn sie bei uns leben wollen”. Was heisst denn hier bitte “bei uns”. Sind wir etwa nicht “bei uns” oder weniger weniger “bei uns als dieser Briefeschreiber ? Ist das seine Rechtsordung oder nicht doch unsere gemeinsame ?“

      Nein, Rika, das ist Deine Interpretation. „Bei uns“ wird gerne auch in Diskussionen innerhalb von Familien, von Vereinen usw. benutzt „So lange du bei uns wohnst ..“, „Bei uns ist es so üblich..“, „In unserer Satzung steht ..“ ..
      .. und ja, es ist unsere gemeinsame Rechtsordnung.. und da darf auch jeder von „unserer Rechtsordnung“ sprechen.

      „Und gerade diese gemeinsame Rechts- und Verfassungsordung ist es und wird es sein, die diesem ganzen Spuk der Anti- Beschneidungshetze letztendlich den Garaus bereiten wird. Stellen Sie sich ruhig schon darauf ein.

      Allerdings hat diese Debatte mit all dem Schmutz, der grenzenlosen Respektlosigkeit und der Gehässigkeit, die sie ans Tageslicht befördert hat, auch sichergestellt, dass all das Brüderlichkeits- und sonstwie -Gesülze im richtigen Licht erscheint.“

      Also ICH weis nicht, wie es juristisch ausgehen wird. Und da es mich auch nicht wirklich trifft, stelle ich mich da ganz, ganz ruhig drauf ein.
      So einfach scheint es im übrigen nicht zu sein. Und an einen parlamentarischen Blindschuß, der anschliessend wegen Diskriminierung vom BVG kassiert wird, kann nun keine Seite interessiert sein.
      Interessant finde ich allerdings, dass ich die Hetze der Beschneidungsbefürworter deutlicher erlebe als die der Gegner. Da wird das Gericht difamiert. Von den Schöffen, die nach „unserer gemeinsamen Rechtsordnung“ Laien sein MÃœSSEN, abfällig als „die beiden Postbeamten“ gesprochen. Da werden Kinderschützer grundsätzlich als Antisemiten beleidigt. usw.

      „Wir wissen jetzt, wo wir stehen und wer unsere Freunde sind.“

      Wagenburgmentalität hat noch keinem geholfen. Am wenigsten der klaren Sicht oder dem vernünfrigen Gedanken.

  26. Korrektur betr. meinen Kommentar von gestern.
    Prof.Dr.phil. Rolf Verleger ist nicht Ordinarius für klinische Psychologie, sondern Angestellter an der Klinik für Neuologie in Lübeck.
    Für meinen Fehler entschuldige ich mich hiermit und wünsche

    Schabbat Schalom

    Jochi Weil

  27. Wem deutsches Recht nicht passt, der kann doch wegziehen.
    Man kann doch die Gesetze nicht den Wünschen der gebetenen und ungebetenen Gäste anpassen, sondern diese müssen sich dem geltenden Recht anpassen.

    • Werden Sie Ihre eigene Forderung beherzigen und ihr nachkommen, sollte der Gesetzgeber Rechtssicherheit für jüdischen und muslimische Gemeinden schaffen?

      Hoffe ich doch stark, denn offensichtlich passt es Ihnen dann nicht, das deutsche Gesetz.

    • Aha, Juden sind nur Gäste hier. Die antisemitische Mottenkiste arbeitet hervorragend. Ich bin kein Gast hier, sondern Deutsche, wie viele andere Juden auch, damit werden Sie leben müssen. 😀

    • Dir ist aber bewusst, dass Deutschland ein demokratisches Land ist? In einem demokratischen Land wird Recht durch das Parlament, also die Volksvertretung „erzeugt“. Wenn einem also geltendes Recht nicht passt, ist es in einer Demokratie vollkommen legitim, Recht durch einen demokratischen Prozess (öffentlicher Diskurs und so) zu ändern. Das wäre einer Demokratie zumindest angemessender und würdiger, als gleichmal wegzuziehen. Und auch einer Minderheit steht das Recht zu – einfach so, weil wir in einer Demokratie leben – ihren Standpunkt zu artikulieren und daran zu arbeiten, die Mehrheit zu überzeugen, in ihrem Sinn zu entscheiden.

      Und warum ist jemand, der hier geboren ist und seine Wurzeln hier hat, Gast?

  28. Was mich erschreckt, ist die Unerbittlichkeit, wie die Auseinandersetzung rund um die Beschneidung bei muslimischen und jüdischen Knäblein zur Zeit im deutschsprachigen Raum „geführt“ wird.
    Zu Recht fragt Prof.Dr.phil. Rolf Verleger, Ordinarius für klinische Psychologie an der Universität Lübek in seinem Leserbrief, erschienen in der FAZ vom 17. Juli 2012, Seite 6: Wo bleibt die Toleranz?
    Ohne gegenseitigen Respekt kann diese Diskussion nicht mit der notwendigen Sorgfalt geführt werden.

    Mit besten Grüssen

    Jochi Weil, Zürich

  29. Naja, @Montag:
    Wenn die ganze Dorfgemeinschaft gemeinsam unterwegs ist und zwei fehlen, nämlich Hochwürden und der Rabbi und dann sehen sie Hochwürden nackig und einen Beschnittenen nackig daneben. Und in einer kleinen Dorfgemeinschaft ist es kein Geheimnis, dass der Rabbi und Hochwürden gelegentlich zusammen schwimmen gehen, dann sollte die Schwarmintelligenz der Dorfgemeinschaft ausreichen, um die Konbinationsaufgabe zu lösen, dass da gerade mit an 100%iger Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit der beschnittene Rabbi sein Gesicht verbirgt.
    Aber ist ja nur ein Witz…
    😉

    • „Schwarmintelligenz der Dorfgemeinschaft“

      lol, der war gut 🙂

      Aber in dem Dorf ist sie doch soweit vorhanden, daß Christen und Juden gemeinsam zum Schützenplatz gehen und gemeinsam feiern! Auch wenn der Pfarrer und der Rabbi unzertrennlich streiten…

      Jap ist ja nur ein Witz 😉

  30. Aber war und ist es nicht der Zentralrat der Juden, der dekretiert, jüdisches Leben sei ohne Beschneidung in Deutschland nicht möglich? Warum wird das nicht hinterfragt?

    Es ist hinterfragt und das Folgende, aus dem Header übernommen, trifft zu: „Das Beschneidungsgebot am achten Tag ist für das Judentum elementar und konstitutiv und deshalb schlicht nicht verhandelbar …“

    Also, das Beschneidungsgebot am achten Tag ist für das Judentum elementar und konstitutiv, nicht so schwer zu verstehen, allerdings, wer dieses in Abrede stellt, spricht dem Judentum nicht bloß ganz konkret einen wesentlichen Aspekt kultureller Identität ab, sondern stellt darüber hinaus auch die Bedingung, dass sich das Judentum in seinen Grundzügen ändern soll, das heißt, die Grundlage seiner Existenz als jüdisches Volk verleugnen, abschaffen, durch anderes ersetzen soll.

    Rassismus also, Neo-Rassismus, besser erklärt als Kulturrassismus in Reinform, und das mit unleugbar eliminatorischer Intention, denn: Juden würden damit aufhören, Juden zu sein, das Ende des Judentums in Deutschland – und genau deshalb trifft sogar die Interpretation des Rabbi Goldschmidt zu.

    Das Urteil stellt also einen manifesten Angriff auf das Judentum und auch den Islam dar. Sollte es nicht revidiert werden, bedeutet es in seiner Konsequenz, dass für die Zukunft jüdisches und islamisches Leben in Deutschland verunmöglicht ist!

    Die Bedeutung dessen, sollte es je eintreten, liegt auf der Hand.

    Das wars.

    • Diese Website (Hagalil), Rubrik “Frag’ den Rabbi”, Zitat:

      “Muss ein Jude beschnitten sein?
      Antwort:
      – Jude ist, wer mütterlicherseits von Juden abstammt.
      – Die Beschneidung ist als ein Bündniszeichen zwischen Gott und den Juden sehr wichtig. Sie allein entscheidet nicht über die Zugehörigkeit zum Judentum.
      – Bei unbeschnittenen Erwachsenen wird eine symbolische Beschneidung vorgenommen.
      Nachbemerkung:
      Fragen mit persönlichem Charakter sollten von den Betroffenen selbst gestellt werden, wobei sie dann auch genauer ihr eigentliches Problem und dessen Hintergrund schildern können.
      Mit freundlichen Grüßen
      Ben Rabbi Nathan”

  31. Mal was zum Schmunzeln:

    In einem kleinen Dorf gehen der Rabbi und Hochwürden (der katholische Priester) wie so oft philosophierend und streitend spazieren. Es ist Sommer und unglaublich heiß.
    An einem See beschließen sie, sich mit einem Bad abzukühlen.
    Splitternackt kommen sie aus dem Wasser als die ganze Dorfgemeinschaft an ihnen vorbeizieht und Richtung Schützenplatz wandert.
    Hochwürden hält sich die Hände vor die Scham, der Rabbi vor’s Gesicht.
    Fragt der Pfarrer den Rabbi: „Warum hältst du die Hände so, und nicht hier unten, du bist genauso nackt wie ich?“
    Sagt der Rabbi: „Meine Gemeinde erkennt mich am Gesicht.“

    • SchallundRauch:
      Die Dorfgemeinschaft sieht nur einen beschnittenen Mann neben Hochwürden stehen…
      Kann ja sonstwer sein, da das Gesicht bedeckt ist… 😉

  32. Auswandern:
    Also ich habe nie behauptet daß jüdisches Leben ohne Bescheidung in der BRD nicht möglich wäre, das Thema vom Auswandern haben Graue Männer aufgebracht.
    Selbst wenn eine Angela Merkel, die als FDJ-Kader dem SED-Regime diente, und also gewohnt ist Tyrannen zu gehorchen, auch den Beschneidern gehorcht, ich habe nie „gedroht“ auszuwandern. Nur für den Fall der Fälle wäre es schon konsequent, wenn die Beschneidungsbefürworter über Konsequenzen ihres Handels nachdächten.
    Mit Auswanderung drohen und es dann nicht tun, wenn Verstümmeln verboten bleibt?! Das wäre eine Lachnummer!

  33. Die Kluft verläuft doch gar nicht zwischen jüdischen Deutschen und nichtjüdischen Deutschen (bzw. Muslimen in Deutschland und deutschen Nichtmuslimen).

    Die Kluft verläuft zwischen Beschneidungsbefürwortern und Beschneidungsgegnern.
    Und diese Kluft verläuft durch die USA, durch die Türkei und auch durch Israel. Auch innerhalb der jeweiligen vorherrschenden Religion:
    http://www.taz.de/Israelischer-Beschneidungsgegner/!97492/

    Grüße
    Basko

    • Wenn im Zuge einer solchen Debatte hier in Deutschland der Vorschlag kommt, und der ist mittlerweile überaus häufig anzutreffen, nicht nur hier, ungeniert in den Kommentarspalten auf haGalil, dass „ihr“ ja gehen könnt, wenn „euch“ etwas nicht passt, dann verläuft die Kluft nicht zwischen Beschneidungsbefürwortern und Beschneidungsgegnern, sondern zwischen „Wir“ und „Ihr“, und damit sind wir bei der Trennung, beim Rassismus.

    • Ja, das „Ihr könnt ja gehen.“- Pseudoargument ist unerträglich. Am besten noch „…nach Hause…“ (also z.B. in den dritten Stock links, in der Oststraße 27 in Kiel oder Gummersbach).

      Aber war und ist es nicht der Zentralrat der Juden, der dekretiert, jüdisches Leben sei ohne Beschneidung in Deutschland nicht möglich? Warum wird das nicht hinterfragt?

      Und es war Rabbi Goldschmidt, der das Urteil eines LGs als „eine der schwersten Attacken auf jüdisches Leben in Europa in der Post-Holocaust-Welt.“ bezeichnet hat?

      Ist das die Sprache, mit der man Gräben schließt oder Diskussionen möglich macht? Dem Urteil des LG zu unterstellen, es sei als Angriff auf jüdisches Leben gemeint und stünde in einer Linie mit der Shoa?

      Hier sind sehr schnell nach dem Urteil Fronten vorgegeben worden, an denen gekämpft werden soll. „Alarm“ im ursprünglichen Sinn. Keine Zeit lassen, um zu hinterfragen, wie es eigentlich kommt, dass Brauchtum mit Recht kollidiert. Und falls doch diskutiert wird, dann nicht untereinander oder miteinander, sondern ganz klar gegeneinander. Mal ganz abgesehen davon, dass in solchen Verlautbarungen bewusst falsche Gegensatzpaare aufgestellt werden, wie „jüdisch vs. deutsch“…

      Diese Linien werden von den Autoritäten vorgegeben. Leider gehen zu viele darauf ein und spielen dieses „wir“-„ihr“- Spiel mit. Es ist ja so leicht zu erzeugen: Schließlich reicht es ja schon aus, dass nur einer von zweien so denkt…

      Grüße
      Basko

  34. Ohne Pro oder Contra Beschneidung will ich hier einmal feststellen:
    Ein acht Tage alter Säugling ist:
    1. eine biologische Frühgeburt: wäre er zum Zeitpunkt der
    Geburt voll ausgereift, insbesondere das Gehirn, würde
    er nicht mehr durch den Geburtskanal passen.
    2. ohne erwachsene Hilfe (Ernährung, Pflege…) in seiner
    Umgebung vollkommen lebensunfähig
    3. unfähig, sich sprachlich auszudrücken
    4. unfähig sich effektiv zur Wehr zu setzen

    Folglich:
    Die ohnmächtigste und hilfloseste menschliche Existenzform überhaupt.

    Allerdings:
    Das Baby ist FÄHIG, einen eigenen Willen zu formulieren. Mit Hilfe der einzigen Artikulationsmöglichkeit, die es besitzt: SCHREIEN!

    Prinzipiell schreit das Baby, wenn es Schmerzen hat, also leidet.

    Wir stellen uns vor, wir würden zu einem Baby sagen:
    „Wir schneiden Dir jetzt die Vorhaut ab. Denn Gott verlangt das als Zeichen.“

    Was würde ein Baby dazu sagen, wenn es sich sprachlich wie ein Erwachsener ausdrücken könnte?
    Was würde ein Baby in so einem Fall machen, wenn es stark wie Obelix wäre?

    Zwei Vorschläge:
    Antwortmöglichkeit A:
    „Au ja, fein! Macht das! Ich freue mich schon seit 9 Monaten und 8 Tagen darauf!“
    Antwortmöglichkeit B:
    „Wer seid ihr? Was ist ‚beschneiden‘? Und wer ist eigentlich Gott?“

    Tja, aber wäre das Baby stark wie Obelix und könnte sprechen, dann wäre es kein Baby, sondern ein Erwachsener.

    Wie aber würde ein Erwachsener reagieren, wenn andere Erwachsene zu ihm kämen und sagten:
    „Hallo Du! Wir schneiden Dir jetzt die Vorhaut ab, wie es Gott verlangt!“

    Frage an alle!

  35. Diese Website (Hagalil), Rubrik „Frag‘ den Rabbi“, Zitat:

    „Muss ein Jude beschnitten sein?
    Antwort:
    – Jude ist, wer mütterlicherseits von Juden abstammt.
    – Die Beschneidung ist als ein Bündniszeichen zwischen Gott und den Juden sehr wichtig. Sie allein entscheidet nicht über die Zugehörigkeit zum Judentum.
    – Bei unbeschnittenen Erwachsenen wird eine symbolische Beschneidung vorgenommen.
    Nachbemerkung:
    Fragen mit persönlichem Charakter sollten von den Betroffenen selbst gestellt werden, wobei sie dann auch genauer ihr eigentliches Problem und dessen Hintergrund schildern können.
    Mit freundlichen Grüßen
    Ben Rabbi Nathan“

  36. Es ist bestürzend und es macht Angst, erkennen zu müssen, wie tief die Kluft in Wahrheit ist, wie weit diese fatale Trennung tatsächlich reicht.

    Die Bundesregierung ist aufgefordert zu handeln, und zwar sofort!

    Der bereits eingetretene Schaden ist enorm, kaum abzuschätzen.

  37. Da sehe ich grade die Werbung, wenn euer Adonai ein Blutopfer fordert, könnt ihr doch auch Nabelschnurblut vergießen? Das geht dann auch bei Mädchen, dann gehören die auch zum Bund.

    • Anders als unter der Gürtellinie können Sie wohl nicht.
      Aber bloß nicht auf den Gedanken kommen, dass die Mär, dass wir es gerne blutig haben, direkt von den Nazi gebraucht wurde!

    • Was ist an Jens‘ Gedanken unannehmbar?

      – Die „Gürtellinie“. Bitte, die wird doch gerade durch die Beschneidung vorgegeben.
      – „blutig“: siehe Tippat Dam (Darum geht es übrigens bei der Beschneidung.).

      *plus* ein Gender-Aspekt…

      Und dann kommt „NAZI“?!

      Ich glaub es ist jede Verhältnismäßigkeit abhandengekommen.

    • Ja, es ist die Verhältnismäßigkeit abhanden gekommen, aber nicht bei mir, sondern bei dem Herrn. Blutopfer unterstellt Juden eine ganz alte Geschichten auf den auch die Nazis zurückgegriffen haben, wie z.B. Mazze von Christenkindern, da diese aus Blut sein müssen. Das muss man auch noch erklären? Na danke.

  38. Da das Thema mehrere Empfindlichkeiten berührt, hier einen empfehlenswerten Link von jewishcircumcision.org.
    Wie ich finde, für Kritiker wie Befürworter der Beschneidung sehr lesenswert.

    „Beyond Antisemitism“:

    [Zitat Anfang]
    (…) It is possible to question the actions of a person or group without being categorically opposed to the person or group. Are those who question an American government policy anti-American? In fact, questioning an action that one believes to cause harm is more likely to be motivated by good will rather than ill will. (…)
    [Zitat Ende]
    Quelle: http://www.jewishcircumcision.org/beyondas.htm

    Grüße
    Basko

  39. Leider ist auch diese Diskussion hier nicht frei von anti-semitischen Untertönen. An die Deutschen, die gerne andere Deutsche zur Ausreise veranlassen möchten: sobald die Beschneidung in Deutschland gesetzlich geregelt ist, steht es Ihnen frei in Land Ihrer Wahl zu fahren, wo die Beschneidung illegal ist oder nicht ausgeübt wird. Meines Wissens dürfte das nur Antarctica sein.
    Also gute Reise denn, und die warme Unterwäsche nicht vergessen!

  40. Aha, alles klar, eindeutig und indiskutabel.

    Auch wenn die BRD jetzt einknickt und auf Grund von Grundrechten Erwachsener die Grundrechte von Kindern beschneidet, so ist diese Diskussion schon ein großer Erfolg. Das wird aber letztlich das Verfassungsgericht entscheiden und da bin ich schon gespannt. Wie soll man zusätzlich zur Körperverletzung nun auch noch die Ungleichbehandlung von Jungen und Mädchen mit unserem GG vereinbaren?

    Das bringt unser Rechtssystem mehr durcheinander, als die jüdische oder muslimische Tradition, denn es geht ganz allein nur um das Alter in dem es gemacht wird.

    Übrigens war die Beschneidung noch nie zulässig, sondern immer nur geduldet, es war nur eine Frage der Zeit bis mal einer klagt.

    • Scheinbar schwierige Verfassungsfragen tun sich da auf:
      Die Partein im Parlament wollen die Beschneidung der Klitoris (8 000 Nerven) untersagen, die der Vorhaut (20 000 Nerven) erlauben.
      Dazu muss gegen die Gleichbehandlung verstoßen werden.
      Nun sollen aber nicht alle Jungs der Grundrechte verlustig gehen, nur männliche Kinder von jüdischen und muslimischen Eltern sollen das Recht auf körperliche, sexuelle und seelische Unversehrtheit verlieren.
      Es bliebe wohl nur, die Grundrechte insgesamt für Juden und Muslime aufzuheben, denn wie soll das sonst spezifiziert werden?

      Würden sich die Beschneidungsbefürworter tatsächlich rechtskräftig durchsetzen, wäre der Preis für ihren „Sieg“ der Verlust der eigenen Grundrechte, was ich für absolut NICHT wünschenswert halte. Doch Gottsseidank sind Grundrechte unveräußerlich!

      In Rechtsrahmen der BRD gibt es keine andere Möglichkeit, als die Beschneidung von Kindern zu untersagen.

  41. Obwohl mein Vater eigentlich diesen kleinen operativen Eingriff an mir vornehmen wollte, aus Tradition, meinte meine Mutter, dies wäre ein vorsintflutlicher Brauch und völlig überflüssig.
    Es war allerdings eine schlimme Zeit: 1944 in Budapest, Besatzung eines verbündeten Landes durch die deutsche Wehrmacht, Adolf Eichmann , die Endlösung und die Pfeilkreuzler.
    Mehr dazu in meinem Buch:
    http://www.publish-books.de/tredition/books/ID1934/Der-Nazi-und-das-goldene-Zigarettenetui

  42. Schade, daß so viel Angst und so wenig geistige Flexibilität herrscht.

    hey, alder, da fällt mir einer ein:

    Der kleine Kalotto findet im Internet ne ganz besondere Seite, ganz aufgeregt holt er seinen Kumpel, den kleinen Mosche: „Sieh mal, was ich da entdeckt habe, voll arg!“

    Ne ganze Weile gucken die Beiden den Pornokanal, fragt Kalotto den kleinen Mosche: „Na, was sagstn dazu, cool, oder?“

    „Ach, nix Besonderes, siehste doch, die Schauspieler – alles Juden, …“

  43. Da es sehr viele Juden – und auch Muslime – gibt, die selbst Gegner der Beschneidung sind, wird ein strenges Beschneidungsverbot, welches durch den Schutz des Grundgesetzes für für Körperliche Unversehrtheit zwingend folgt, auch nicht das Ende jüdischen und muslimischen Lebens in Deutschland sein.
    Es wird das Ende der Beschneidungen sein, nicht mehr und nicht weniger.
    Da die BRD ein freies Land ist steht es jedem Menschen, der nicht nach den Gesetzes des Staates leben will, selbstverständlich frei das Land zu verlassen. Mit Wahrnehmung dieser Freiheit meint der jetzt amtierende Zantralrat ja drohen zu müssen.
    Ich jedenfalls freue mich auf das friedliche Miteinander mit allen Juden und Muslimen denen das Kindeswohl wichtiger ist als groteske Rituale aus grauer Vorzeit.
    Wenn diejeningen, denen die Genitalverstümmelung wichtiger ist das Wohl ihrer Kinder lieber das Land verlassen als sich den Gesetzes zu beugen so weine nicht nur ich diesen Leuten keine Träne hinterher.

    • Da die BRD ein freies Land ist steht es jedem Menschen, der nicht nach den Gesetzes des Staates leben will, selbstverständlich frei das Land zu verlassen.

      Jeder outet sich auf seine Weise; Sie, Montag, auf eine ganz besondere, altbekannte.

      Kein weiterer Kommentar.

    • Zitat:
      im
      18. Juli 2012 – כ״ח בתמוז תשע״ב at 10:45

      Da die BRD ein freies Land ist steht es jedem Menschen, der nicht nach den Gesetzes des Staates leben will, selbstverständlich frei das Land zu verlassen.

      Jeder outet sich auf seine Weise; Sie, Montag, auf eine ganz besondere, altbekannte.

      Kein weiterer Kommentar.

      Zitatende

      Soso, geoutet habe ich mich also…
      Und als was, wenn ich bitten darf?
      Oder wäre Ihnen ein nationalsozialistischen Ausreiseverbot für Juden lieber? Oder das Ausreiseverbot der DDR?

      Zur Erinnerung: Der noch amtierende Zentralrat hat mit dem Ende jüdischen Lebens in der BRD drohen zu müssen gemeint, falls die unveräußerlichen Gundrechte von Kindern in der BRD auch für jüdische Kinder gelten sollten, denn die Beschneidung ist nach deutschen Recht ein Verstoß gegen diese Rechte!
      Tatsache ist, die Gesetze der BRD müssen sich am Grundgesetz orientieren, und Fakt ist, die Gesetze der BRD gelten für alle Menschen die sich hier aufhalten.

      Wenn jemand partout nicht nach den Gesetzes dieses Staates leben will, so steht es ihm frei, sein Glück woanders zu suchen. Es gibt gottlob kein faschistisches Ausreiseverbot!

    • Sie sind profund, ein aufrechter Recke, überzeugter Kämpfer für Recht und Ordnung und Gleichmacherei!

      Halten Sie sich bereit, für alle Fälle, das Volk braucht unter Umständen noch Typen wie Sie. Anzeigen, vor Gericht zerren – Denunzianten gegen jüdisches Barbarentum!

      Nebenbei: Es steht schon jetzt zu 100% fest, dass die religiöse Beschneidung, ultimativer Bestandteil zweier Weltreligionen, Judentum und Islam, in Hinkunft, ganz selbstverständlich und natürlich vollkommen legal auf Basis herrschender Gesetze, durchgeführt werden wird.

      Kommen Sie also endlich runter, Komiker!

  44. In der heutigen FAZ las ich: „Arabischstämmige Muslime hatten sich nach dem Vorbild des Zentralrats der Juden im „Zentralrat der Muslime“ zusammengeschlossen, mussten aber feststellen, dass die bewusste Analogie des Namens allein noch nicht zu ähnlich erfolgreicher Lobbyarbeit führt. In einer Pressekonferenz, die der Koordinationsrat der Muslime vor zwei Wochen hielt, konnte er noch immer keine abgestimmte Strategie vortragen. Der Zentralratsvorsitzende Aiman Mazyek sagt nun, es müsse ein jüdischen Beschneider gefunden werden, der sich wegen Körperverletzung selbst anklage oder anklagen lasse. „Wenn ein solches Verfahren überhaupt Aussicht auf Erfolg hat, dann eher bei einem jüdischen Arzt.“ Mit dem Zentralrat der Juden ist dieser Plan bisher nicht abgestimmt.“

    Das finde ich drollig. Charity begins at home. Wie wäre es wenn die deutschen Muslime einen muslimischen Arzt dafür finden würden?

  45. Hier schreibe ich etwas, worüber ich sehr lange nachgedacht habe, und auch über einiges was mir in diesem Zusammenhang sauer aufstösst.

    Soweit ich weiss, bedeutet die Brit Mila die Verbundenheit mit dem Herrn. Wenn ich das so richtig verstanden habe. Aber : Fragwürdig daran finde ich, dass es unbedingt eine Beschneidung sein muss. Jede religiöse Gemeinschaft hat ihre Kennzeichen. Damit bin ich auch noch einverstanden. Aber in dem Moment, wo etwas medizinisch unnötiges geschieht, bin ich dagegen. Denn dies ist ein schwerwiegender Eingriff.

    Welche Rechte werden dabei berührt ? Das Religionsrecht, und das Recht der Kinder. Ich verweise in diesem Punkt auf die Uno-Deklaration der Kinderrechte. Hat ein Kind denn kein Recht auf körperliche UND seelische Unversehrtheit ? Und diese Kinder meine ich : Die Beschneidung der Mädchen, der Knaben muslimischer und jüdischer Herkunft. Unser Herr braucht so etwas fragwürdiges nicht. Besser : Das Kind bestimmt selber ob es das möchte. Und : Es darf dabei keine Stigmatisierung dieser Kinder geben. Das wäre eine gute Lösung. Es sei darauf verwiesen dass ein Kind auch Schmerzmittel bekommen kann, wenn dazu auch eine gute Schmerztherapie erfolgt. Aber wichtig ist, dass das Kind selbst bestimmen kann.

    Erwachsene können gerne machen was sie wollen, aber bei Kindern – nein, aus oben erwähnten Punkten.Denn kleine Kinder sind nicht Einwilligungsfähig, und ich denke, es gibt gewiss auch Kinder, die ihre Beschneidung, wenn sie davon gewusst hätten, was das wirklich ist, und was es bedeutet, nicht gewollt hätten. Das bedeutet nicht, dass Kinder nicht religiös wären, aber solche Entscheidungen sollten den Kindern später überlassen bleiben. Kinder sollen ihre Wahl später selber treffen können, und es darf keine Stigmatisierung erfolgen, nur weil jemand die Beschneidung nicht will.

    Mein Vorschlag wäre : Das Kind wird, wenn es religionsmündig geworden ist, befragt, ob es das wirklich möchte. Es muss ihm auch aufgezeigt werden, welche Alternativen es gibt.
    Das könnte im Gesetz verankert werden, und zwar für jede Religion gelten, jetzt und in Zukunft. So kann ein Kind später selber bestimmen, ob es das wirklich möchte.

    Der zweite Vorschlag wäre, dass dazu alternativ andere Kennzeichen der jeweiligen Religion verwendet werden können, die reversibel sind. Hier wäre z.B die Locke der Orthoden, oder der Gebetsriemen, die Kleidung.. das Kreuz der Christen, der Gebetsteppich der Muslime etc.

    Die Kinder haben auch ein Recht auf eine umfassende Bildung, das bedeutet nicht, nur weil Eltern denken, wenn ein Mädchen oder ein Bub mit dem jeweiligen Gegengeschlecht im Schwimmbad konfrontiert sei, würde es automatisch verdorben. Dem ist nicht so, tut mir leid. Weiterhin mache ich darauf aufmerksam, dass ein Kind, damit es wirklich frei wählen kann, auch verschiedene Seiten und eben auch Lebenswelten sieht, die anders sind als das, was zu Hause gelebt wird.

    Was zuhause gelebt wird ist kein Problem, aber Kindern muss es möglich gemacht werden, selber die Wahl zu treffen. Denn wenn Erwachsene für Kinder entscheiden, hat es Auswirkungen auf Kinder. Und mal ehrlich : Bis jetzt haben wir nur die Seiten dieser Erwachsenen gehört, die pro und contra Beschneidung sind. Wie wäre es, wenn Kinder dazu selber befragt werden ? Und zwar ohne die Kinder dazu zu drängen, zu sagen, dass dieses oder jenes toll sei. Neutrale Befragung jener Kinder.

    Beschneidungen im Kindesalter sind nur dann erlaubt, wenn es aus medizinischen Gründen ist. Aus solchen Gründen wie : Wenn er nicht beschnitten wird, wird er oder sie Probleme haben, sollten keine Beschneidungen durchgeführt werden. Dies sollte strafbar sein.

    Eine Anmerkung dazu : Ich habe keine Probleme mit Religionen, aber ich bekomme damit Probleme, wenn ich sehe, dass Dinge OHNE jegliche medizinische Grundlagen geschehen.
    Hier z.B diese Verweigerung der Blutinfusionen der Zeugen.. J. Ich nenne den Namen unseres Herrn bewusst nicht respektlos, auch aus Rücksicht auf die jeweilige Religion.

    Aus nicht medizinischen Gründen eine Bluttransfusion verweigern, und das im Namen einer Religion, ist in meinen Augen eine Straftat. Ich nenne so etwas Unterlassung der Hilfe im Notfall. Vorallem dann, wenn es Kinder und Jugendliche trifft, die rein gar nichts für diesen Wahn können.

    Ich finde : ein jüdisches oder muslimisches Kind männlichen Geschlechts hat Rücksicht und Respekt verdient, nicht so etwas wie die Beschneidung. Gleiche Rechte für alle Kinder auf körperliche, seelische und geistige Unversehrtheit.

    Ich zitiere an dieser Stelle gern die Uno-Deklaration.

    1. Das Recht auf Gleichbehandlung und Schutz vor Diskriminierung unabhängig von Rasse, Religion, Herkommen und Geschlecht.

    2. Das Recht auf einen Namen und eine Staatszugehörigkeit

    3. Das Recht auf Gesundheit

    4. Das Recht auf Bildung und Ausbildung

    5. Das Recht auf Freizeit, Spiel und Erholung

    6. Das Recht, sich zu informieren, sich mitzuteilen, gehört zu werden und sich zu versammeln

    7. Das Recht auf eine Privatsphäre und eine Erziehung im Sinne der Gleichberechtigung und des Friedens

    8. Das Recht auf sofortige Hilfe bei Katastrophen und Notlagen und auf Schutz vor Grausamkeit, Vernachlässigung, Ausnutzung und Verfolgung

    9. Das Recht auf eine Familie, elterliche Fürsorge und ein sicheres Zuhause

    10. Das Recht auf Betreuung bei Behinderung

    Fällt etwas auf ? Ja ? Gleichbehandlung . Was haben nichtmuslimische bzw. nichtjüdische Kinder ? Sie sind nicht beschnitten. Sie müssen nicht so eine fragwürdige Tradition über sich ergehen lassen.

    Die Taufe ist reversibel. Da wird nicht beschnitten. Warum nicht so ? Kinder religionsmündig werden lassen. Wenn das Kind wirklich die Beschneidung will, sollten Eltern und Kinder genau aufgeklärt werden, was die Beschneidung so bewirkt. Das ist nämlich ein unnötiger Eingriff, der noch nicht mal nötig ist. Man kann seine Religion ehren, auch ohne so etwas. Punkt 6 gehört auch dazu : Nämlich sich informieren. Das kann ein Kleinkind nicht. Ehrlicherweise sollte man auch damit warten, bis das Kind sich wirklich informieren kann und aufgeklärt wird, was die Beschneidung bedeutet – mit positiven und negativen Aspekten. Alles andere ist Betrug an den Kindern.

    Jetzt könnte man meinen, ich würde die Muslime bzw. Juden kritisieren. Sorry, aber ihr seid nicht die einzigen, die in meine Kritik geraten sind. Auch die christlichen Kirchen und sonstigen Religionsgemeinschaften haben etwas, was auch nicht gut ist. Die Taufe als Baby. Ein Kleinkind kann nicht entscheiden. Und die Eltern, die das machen, praktizieren auch eine fragwürdige Praxis.

    Meine Forderung gilt für alle Kinder, egal welcher Religionsgemeinschaften und sonstigen Orten, wo regionale Bräuche gelten.

    mit freundlichen Grüssen Morgan

  46. @ Anna Cron: was denn für ein hygienischer bzw. medizinischer Standpunkt ? Es gibt keine mir bekannte medizinische Fachgesellschaft, die eine routinemäßige Beschneidung bei Jungen empfiehlt. Weder in Deutschland, anderen EU-Staaten noch in den USA. 1. gibt es keine plausiblem medizinischen Gründe dafür, 2. löst man Hygieneprobleme nicht mit einer OP, sondern man wäscht sich. Das war vor vielen Tausend Jahren im mittleren Osten natürlich anders, aber das ist lange her. Versuchen sie also bitte nicht, mit scheinbar rationalen Argumenten daherzukommen. Gäbe es wirklich haushohe Vorteile der Beschneidung, würde sicherlich irgendeine medizinische Fachgesellschaft sie empfehlen, aber mir ist keine bekannt.sollten sie eine wissen, bitte sagen sie es mir. Man lernt nie aus.

    Das einzige Argument für die Beschneidung ist der Glaube.

    Ich verstehe auch, daß dies für Juden essentiell ist. Aber…es gibt eben nicht nur die Religion. Die Argumente der Kölner Richter -wer geht auf sie ein, versucht sie zumindest nachzuvollziehen ? Ich sehe niemanden, der das auf jüdischer Seite tut. Man empört sich nur und verlangt, daß man gefälligst die Religionsfreiheit zu akzeptieren habe und fängt wieder mit unseeligen Shoa-Vergleichen an, das ist nicht fair. Die Richter haben sehr sachlich argumentiert, das waren keine Antisemiten. Im übrigen ging es auch nicht um einen jüdischen Knaben. Nun denn, ein generelles Verbot wird nicht kommen, aber ich bin erstaunt, wie starrsinnig die deutsche jüdische Gemeinschaft hier agiert – so, als würde das Grundgesetz für Juden nicht gelten. Schade, daß so viel Angst und so wenig geistige Flexibilität herrscht.

  47. scusi!!perdon
    darf ich meinen Titel um einen kleinen ‚Untertitel‘ ergänzen?
    so soll’s sein:

    Dem Montag am Dienstag zum Mittwoch – an die ehrliche Vorhaut!

    (einfach ergänzen, okäääyyy?? 🙂 )

  48. (Dem Montag am Dienstag zum Mittwoch)

    Ein Montag kam später -’s war am Dienstag- zum Quatsch mit Soße
    zu sagen den Söhnen: „Die Haut bleibt dran! Denn ich bin der Große!“
    Kennt sehr viele Juden, gar unbeschnitten. Fürwahr, das ist nicht ohne:
    sieht Graumann Straftatbestand tun, ruft: „Halt! Nicht wo ich wohne!“

    Er kam, sah und siehe! Archaische Vorlieben so nötig voll Zwang!
    So ultra-fundamentalistisch-orthodox kann sein kein toller Drang!
    Bei Verstümmelungsfanatikern fand der Montag das Maß aller Juden.
    Muß Dienstags uns rufen: „Schnibbel-di-Schnabb, das ist außer Moden!“

    Warnt grimmig vor den grau-beschnitt’nen Männern, denen er nicht traut
    „Bekämpfet den Beschneidungswahn!“ fordert der Mann mit der Vorhaut,
    die er lokalanästhetisch ließ betäuben, zu finden lustvoll-männlich Sexualität,
    nun muß er’s wissen, Eichel feucht und sensibel, so ist des Montags Mentalität!

  49. Ãœbrigens:

    «Sollte das Urteil Bestand haben, wird sich einiges ändern. Die Christen werden aufhören, Neujahr zu feiern, denn dies ist der Tag, an dem Jesus beschnitten wurde. Stattdessen werden progressive Theologen die Frage stellen, ob Maria und Joseph verantwortungsbewusste Eltern waren.

    … für alle Penisse?

    Auch die Witzkultur wird Schaden nehmen. Deswegen will ich schnell noch einen Witz erzählen, den ich vor einigen Tagen gehört habe.

    Auf dem Flug von Los Angeles nach New York: In der Business Class sitzen eine extrem attraktive Blondine und ein eher unauffälliger Mann nebeneinander. Sie liest den Playboy, er das Wall Street Journal .Nach einer Weile beugt er sich zu ihr rüber und fragt: „Arbeiten Sie für den Playboy?“

    „Nein“, antwortet sie, „ich lese ihn aus beruflichem Interesse, ich bin Sexualwissenschafterin.“

    „Und was ist Ihr Spezialgebiet?“

    „Ich habe meine Doktorarbeit über den Zusammenhang von ethnischer Zugehörigkeit und sexueller Performance geschrieben.“

    „Ist ja hochinteressant“, sagt der Mann, „können Sie mir sagen, was Sie herausgefunden haben?“

    „Gerne“, sagt die Blondine, „die Indianer haben die längsten und die Juden können es am längsten.“

    Der Mann überlegt einen Moment, dann sagt er: „Entschuldigen Sie bitte, ich habe vergessen, mich vorzustellen. Ich heiße Winnetou Goldberg.“ (Henryk M. Broder, DER STANDARD, 18.7.2012)»

    http://derstandard.at/1342139366394/Das-Pornografische-an-der-Beschneidungsdebatte

  50. Keine Frage: Beschneidung ist vom hygienischen respektive medizinischen Standpunkt her richtig; das hat mit Religion erst mal gar nichts zu tun. Ein guter Mohel macht es so, dass es keine große „blutige“ Sache ist. Was wollen diejenigen, die sie verbieten wollen? Dass es in Deutschland kein jüdisches Leben mehr gibt? Brith milah wird eh normaler Weise zuhause gefeiert – mit Rqbbi und Mohel und der Familie. Allerdings ist ein Verbot eine ungeheure Unverschämtheit gegen die Religionsfreiheit – nicht nur der Juden!

  51. Einem unmündigen und wehrlosen Kind als heilige Handlung die Vorhaut abzuschneiden, erscheint, mit Abstand betrachtet, weder heilig noch vernünftig, sondern herzlos, ja barbarisch. Wer kann das bestreiten und tut seinen Sohn das mit ungeteilter Freude. Unser Gott ist nicht unvernünftig oder barbarisch, die Opfer, die wir ihm bringen können, bestehen nicht darin, Einschnitte in unser Fleisch zu machen. Auch als gläubige Juden waren und sind wir wandlungsfähig, wir sollen Fortschritte in unserem Glauben erzielen, Altes prüfen und Neues finden. Die Beschneidung ist ernsthaft diskutabel und es sind alternative Möglichkeiten der Handhabung denkbar. Vielleicht ist den Gegnern wirklich am Schutz von Kindern gelegen und nicht an der Herabsetzung unserer Religion. Wir sollten zeigen, dass das Wohl unserer Kinder für uns wichtig ist.

  52. Zitat Montag: „Darf womöglich gar eine Religionsgemeinschaft ihre Mitglieder dazu nötigen, ihre Kinder beschneiden zu lassen?“

    Jetzt pass mal auf, lieber Montag, lies was da steht:

    Der Zentralrat der Juden in Deutschland hat sich in der Debatte eindeutig geäußert: Das Beschneidungsgebot am achten Tag ist für das Judentum elementar und konstitutiv und deshalb schlicht nicht verhandelbar …

    und versuch es zu kapieren, okay!

    Hier geht es, egal ob der einzelne Moslem oder Jude sich oder seine Söhne beschneiden lassen will oder auch nicht, darum, dass man selbstbestimmt ist, dass man also selbst für sich und seine Religiosität entscheidet, dass man sich nicht, von außen, maßregeln, in seinem Selbstverständnis beschneiden, sich also keinesfalls von völlig unbeteiligten Dritten Vorschriften, Einschränkungen, Verhaltensmaßregeln aufzwingen lässt!

    Comprende?!!!

    Fazit: Wenn dieses Gesetz nicht fallen, bzw. angepasst werden sollte, Muslime und Juden ob ihrer Religion also tatsächlich kriminalisiert sein sollten, hier in Deutschland, so hat sich das Thema erledigt: Judentum und Islam in Deutschland ist für die Zukunft nicht lebbar, unmöglich!

    Und das aber, wie gesagt, egal ob der einzelne Moslem oder Jude seine Söhne beschneiden lässt oder auch nicht!

    Comprende?!!!

    Ende und aus!

  53. Zitat:

    Wissen Sie mit Menschen, die derart aggressiv ihren Judenkomplex ausleben, gebe ich mich nicht ab. Erzählen Sie doch nicht ausgerechnet Juden, was Judentum ist. Wenn
    Sie auch nur ein wenig Ahnung haben würden, würden Sie wenigstens wissen, dass die Brit nichts damit zu tun hat, wer Jude ist oder nicht.

    “Die ultra-orthodoxen Fundamentalisten” Ebenfalls ein Beleg Ihrer Ignoranz.

    Dftt!

    Zitatende

    Wenn jemand sich Ihrer Auffassung nicht in blindem Gehorsam unterordnet, hat er einen Judenkomplex?

    Was ist mit den Juden, die aktiv gegen Genitalverstümmelung sind? Nochmals der Link: http://www.jewsagainstcircumcision.org

    Wollen Sie diesen Menschen vorschreiben, wie diese ihre Religion ausleben müssen?

    Sie wollen ja sogar Neugeborenen aufzwingen welche Religionzeichen sie am Körper tragen!

    Haben sie solche Ohnmachtsgefühle daß sie Macht über die Genitalien von Kindern brauchen?
    Stimmt da was nicht mit ihrem Verhältnis zu Ihren Penis?
    Erfüllt Sie der Gedanke, Ihre Söhne könnten schönere sexuelle Gefühle haben als Sie, wenn die Söhne unbeschnitten bleiben, mit Neid und Hass?

    Ich bleibe dabei, die sexuelle Unversehrtheit von Kindern steht deutlich über antiqierten brutalen Ritualen die zumindest starke Ähnlichkeit mit sexuellem Missbrauch haben, egal welcher Strömung egal in welcher Religion.

    Sollte das Parlament in Berlin sich verfassungsfeindlich den Befehlen von Verstümmelungsanhängern beugen, so muss erst noch der Bundspräsident das Gesetz prüfen und unterzeichnen. Sollte auch der Budnespräsident sich verfassungsfeindlich den Verstümmelern beugen wird es mindestens eine Verfassungsklage geben.
    Und dann war es das mit Verstümmelung!

    • Wollen Sie diesen Menschen vorschreiben, wie diese ihre Religion ausleben müssen?

      Habe ich das irgendwo erwähnt? Lesen Sie einfach richtig und kommen nicht mit diesem durchschaubaren Ablenkungsmanöver.

      „Haben sie solche Ohnmachtsgefühle daß sie Macht über die Genitalien von Kindern brauchen?
      Stimmt da was nicht mit ihrem Verhältnis zu Ihren Penis?
      Erfüllt Sie der Gedanke, Ihre Söhne könnten schönere sexuelle Gefühle haben als Sie, wenn die Söhne unbeschnitten bleiben, mit Neid und Hass?“

      Gehen Sie bitte dringend zu einem Psychologen. Sie haben ein ganz großes Problem, bei denen Ihnen hier keiner helfen kann. Freud lässt grüßen.
      Ende!

  54. Zitat:
    “Die Behauptung des Zentralrates, dass die Beschneidung von Knaben zentraler und elementarer Bestandteil jüdischen Lebens ist, stimmt schlichtweg nicht.”

    Natürlich stimmt das. Dazu muss man eben nur die nötige Ahnung haben. Hört auf Juden zu erzählen, wie sie ihre Religion zu leben haben. Es reicht.
    Zitatende

    Quatsch mit Soße!

    Ich kenne sehr viele Juden die weder beschnitten sind, noch ihre Söhne beschneiden lassen.

    Warum auch sollten Sie es tun?

    Bestimmt Graumann alleine, wer Jude ist?
    Darf womöglich gar eine Religionsgemeinschaft ihre Mitglieder dazu nötigen, ihre Kinder beschneiden zu lassen?
    Nötigung ist ein Straftatbestand!!

    Die ultra-orthodoxen Fundamentalisten sollten endlich aufhören, ihre archaischen Vorlieben anderen aufzuzwingen!

    Jüdisches Kultusleben umfasst weit mehr und vor allem anderes als nur Schnibbel-di-Schnabb.
    Die Verstümmelungsfanatiker haben gefälligst aufzuhören sich als Maß aller Juden zu auszugeben, es reicht!

    • Wissen Sie mit Menschen, die derart aggressiv ihren Judenkomplex ausleben, gebe ich mich nicht ab. Erzählen Sie doch nicht ausgerechnet Juden, was Judentum ist. Wenn
      Sie auch nur ein wenig Ahnung haben würden, würden Sie wenigstens wissen, dass die Brit nichts damit zu tun hat, wer Jude ist oder nicht.

      „Die ultra-orthodoxen Fundamentalisten“ Ebenfalls ein Beleg Ihrer Ignoranz.

      Dftt!

    • „Bestimmt Graumann alleine, wer Jude ist?
      Darf womöglich gar eine Religionsgemeinschaft ihre Mitglieder dazu nötigen, ihre Kinder beschneiden zu lassen?
      Nötigung ist ein Straftatbestand!!“
      ___________________________________________________________

      Sie haben ein Problem und was für Eines.

  55. @Yael:
    >Was denn nur für einen schmalen Grad? Die weibliche
    >Beschneidung zielt darauf ab, den Frauen vollständig den
    >Lustgewinn zu nehmen, das ist völlig anders als bei der
    >männlichen Beschneidung.

    Hallo Yael,
    ich schrieb von den juristischen Schwierigkeiten, die unterschiedlichen Formen der Beschneidung in einen Gesetzestext zu gießen. Es ist nämlich nicht „völlig anders“, wie Du schreibst, sondern ein gradueller Unterschied:
    http://www.fr-online.de/politik/beschneidung-beschneidungs-neuregelung-wird-schwierig,1472596,16636852.html

    Anders als in Internetforen reicht im Gesetzestext der Verweis nicht aus, dass Kindern noch Schlimmeres angetan wird.

    Was spricht aus Deiner Sicht gegen die Bris Shalom, bei der nicht beschnitten wird?

    Grüße
    Basko

    • Dagegen spricht, dass das nicht meinem jüdischen Leben entspricht. Wie Sie wissen, gibt es Unterschiede. Die leben ihr Judentum wie sie es für sich richtig halten, andere eben anders. Kann man das nicht respektieren?
      Nebenbei: Auch Liberale beschneiden ihre Söhne in Dtl.

    • Hallo Yael,
      (zunächst: Ich bin neu hier und mit den Gepflogenheiten nicht vertraut. Ich bitte daher um Verzeihung für das vorschnelle „Du“.)
      Sie schreiben ja selbst, dass andere ihr Judentum anders leben und man das respektieren soll. Und anscheinend gibt es zunehmend Juden, die sich für die unblutige Zeremonie entscheiden.
      Sie schreiben, dass die Brit Shalom für Sie nicht in Frage kommt, weil sie nicht Ihrem jüdischen Leben entspricht. Mich würde daran interessieren, falls die Frage nicht zu persönlich ist: Inwiefern entspricht sie Ihrem Leben nicht? Was ist in Ihren Augen der „Nachteil“ (wenn man das so sagen kann) der Brit Shalom, bzw. was bietet die traditionelle Beschneidung, was die Brit Shalom nicht bieten kann?

      Grüße
      Basko

    • Der Nachteil ist ein religiöses Problem.
      Keine Beschneidung, so ist die Konsequenz: Keine Bar Mitzwa, kein Thoraufruf möglich, keine Teilnahme am Sederabend. Das sind ganz konkrete Probleme, die bei einem rel. Leben auftauchen.
      Jeder muss das für sich entscheiden, der eine macht es, der andere nicht. Nur sollte man nicht von außen versuchen Vorschriften machen und das Problem als ein straffälliges Problem lösen. Dabei meine ich die Diskussionen, die leider sehr unsachlich geführt werden.

      „(zunächst: Ich bin neu hier und mit den Gepflogenheiten nicht vertraut. Ich bitte daher um Verzeihung für das vorschnelle “Du”.)“

      Das ist kein Problem, ich Sieze meistens, wenn ich jemanden nicht kenne. Duzen ist aber auch okay.

    • Hallo Yael,
      und die Bat Mizwah? Die gilt doch auch, ohne dass die Mädchen beschnitten würden.

      Zum Vorschriften-machen, bzw. der Empfindung es sei so:
      Ist alles eine Frage der Perspektive. Vorschriften der eigenen Religionshierarchie befolgt man als Gläubiger gerne, selbstverständlich und unhinterfragt.

      Kollidieren diese Vorschriften dann mit einer Rechtsauslegung, meint man, ein anderer wolle einem Vorschriften machen…

      Das ist aber eine Missinterpretation des Urteilsspruchs.

      Jetzt gibt’s Essen.
      Bis bald
      Basko

    • „und die Bat Mizwah? Die gilt doch auch, ohne dass die Mädchen beschnitten würden.“

      Ich habe es Ihnen nun bereits erklärt, was das mit Mädchen zutun hat, erschließt sich mir nicht, denn es müssen die männlichen Nachkommen beschnitten werden.

    • Hallo Yael,
      Sie schreiben, Sie hätten es mir erklärt. (no offense:) Haben Sie es auch verstanden?

      Mädchen werden ohne Beschneidung als Mitglieder der jüdischen Gemeinschaft akzeptiert. Jungs (so heißt es) nicht.

      Terre Des Femmes registriert die Schiefe:
      http://frauenrechte.de/online/index.php/presse/aktuelle-presseinformationen/981-terre-des-femmes-begruesst-urteil-zum-verbot-religioeser-beschneidungen-.html

      Aber gut, ich hatte ja nach Ihrer persönlichen Sichtweise gefragt. Und wie ich Sie verstehe käme für Sie für einen Sohn eine alternative Zeremonie aus den von Ihnen genannten Gründen nicht in Betracht.

      Wie sähe das bei einer Tochter aus: Würden Sie Ihre Tochter an der Klitorisvorhaut beschneiden, wenn Ihre Religion es verlangte?

      Grüße
      Basko

    • „Wie sähe das bei einer Tochter aus: Würden Sie Ihre Tochter an der Klitorisvorhaut beschneiden, wenn Ihre Religion es verlangte?“

      Sie verlangt es aber nicht.:D Merken Sie den Unterschied warum da eben nicht? Ich kanns Ihnen beantworten: Nein. Dass sie beides immer noch in einem Atemzug nennen, zeigt mir, dass da keine Diskussion mehr möglich ist. Außerdem habe ich die Nase voll, immer wieder diese und viele andere Polemik, die nichts mit dem Thema zu tun hat, zu lesen. Juden beschneiden auch weiterhin und das wird bald per Gesetz geregelt sein. Gut so.
      Leben Sie wohl.

    • Hallo Yael,
      es war nicht meine Absicht, Sie zu vergrätzen.
      Meine Frage nach der (in diesem Fall fiktiven) vorgegebenen Vorhautbeschneidung (und nur die) eines Mädchens war nicht polemisch gemeint. Ich verstehe, dass es so rüberkommt, ja fast wie eine Polemik rüberkommen muss. Ich fragte aber aus reinem Interesse. Mir ist hier halt manches nicht begreiflich und so frag ich.

      Ich registriere einen Widerspruch in Ihren Ausführungen: Bei einem Jungen gilt die religiöse Vorgabe. Bei einem Mädchen gibt es etwas, das Sie „Nein“ sagen lässt. Und- ich muss sagen- Letzteres beruhigt mich. Die Unterscheidung mag ein traditionsbedingter bias sein, oder die Antwort der momentanen Stimmung geschuldet. Egal wie, ich kann das akzeptieren und höre auf da nachzubohren, zumal die Frage auch persönlich war.
      Beruhigend jedenfalls zu wissen, dass es immerhin möglich wäre, sich einem religiösen Gebot zu widersetzen, wenn es um ein Mädchen ginge.

      Danke für die offenen Antworten.

      Gruß
      Basko

    • Sie haben mich nicht vergrault. Nur ist diese Frage absurd. Ich kann es auch anschaulich machen. Würden Sie jemanden fragen, was er tun würde, wenn der Staat von ihm verlangen würde, jemanden zu töten, weil es so in der Verfassung steht?
      Ich denke nicht, denn ein Rechtsstaat würde sowas nie in eine Verfassung schreiben.

  56. Liebe Gemeinde,

    Gott hat die Jungen in seiner Allmacht mit Vorhaut geschaffen. Die Bibel als Menschenwerk stellt das in Frage.
    Können wir uns anmaßen im Namen Gottes zu sprechen?
    Gott hätte sich dann geirrt als er den Jungen die Vorhaut mitgab.
    Ist es nicht Gotteslästerung das in Frage zu stellen?

    Der Eingriff ist sehr schmerzhaft und niemand würde sein Baby schlagen, mit der Begründung, dass der Schmerz nur kurz ist. Es ist traumatisch.

    Die jüdische Gemeinde sollte die Kraft haben, auch dogmatische Regeln in Frage zu stellen.

    Heute ist das Wasser auch so sauber und die Menschen so reinlich, dass sie auch den Penis mit Vorhaut genauso gut waschen können.

    • Zitat… Freund
      17. Juli 2012 – כ״ז בתמוז תשע״ב at 10:54 · Reply
      Liebe Gemeinde,

      Gott hat die Jungen in seiner Allmacht mit Vorhaut geschaffen. Die Bibel als Menschenwerk stellt das in Frage.

      _________________________________________________________-

      ? Und vor allem sollten Sie sich informieren, für was
      die Beschneidung steht!

  57. „Die Behauptung des Zentralrates, dass die Beschneidung von Knaben zentraler und elementarer Bestandteil jüdischen Lebens ist, stimmt schlichtweg nicht.“

    Natürlich stimmt das. Dazu muss man eben nur die nötige Ahnung haben. Hört auf Juden zu erzählen, wie sie ihre Religion zu leben haben. Es reicht.

    • “ Hört auf Juden zu erzählen, wie sie ihre Religion zu leben haben. Es reicht.“
      ______________________________________________________

      Wird es nie, dafür ist dies dann doch zu interessant.

  58. Die Behauptung des Zentralrates, dass die Beschneidung von Knaben zentraler und elementarer Bestandteil jüdischen Lebens ist, stimmt schlichtweg nicht.
    Der Zentralrat vertritt lediglich seine von individuellen Vorlieben der Funktionäre getragenen persönlichen Auffassungen.

    Tipp: http://www.jewsagainstcircumcision.org/

    Wäre die Beschneidung so ein zentraler Punkt, würden nicht zahllose Juden selbst sich gegen die Beschneidung aussprechen.
    Bloß weil etwas in jahrtausendalten Schriften steht, hat es noch keinen Wert der über dem Schutz der körperlichen und sexuellen Unversehrtheit steht.
    Es werden ja auch keine Homosexuellen mehr lebendig begraben!

    Meines Erachtens schadet der jetzige und hoffentlich bald ehemalige Zentralrat dem Ansehen der jüdischen Gemeinde mit seinem Beschneidungswahn.
    Jüdisches Kultusleben hat so viele wunderbare und lebensbejahende Aspekte, da ist es ärgerlich ausgerechnet die lebens- und lustfeindlichsten Praktiken in den Vordergrund zu stellen.
    Warum boomt der Markt für künstliche Vorhäute?
    Weil die Eichel wieder feucht wird, die Haut sensibler und lustvolle männliche Sexualität wenigstens in Ansätzen genussvoll erlebbar wird.
    Da meine Eltern so vernünftig waren aus Respekt vor der Menschenwürde auf meine Beschneidung zu verzichten, kann ich den Vergleich nennen. Denn natürlich habe ich Versuche der Sexualität mit lokalanästhetisch betäubter Vorhaut gemacht.
    Glaubt mir, die zigtausenden von Nerven in der Vorhaut (mehr als in der Klitoris der Frauen) haben ihre volle Berechtigung!
    Meine Vorhaut bleibt drann, und auch die meiner Söhne.
    Ich lasse mich nicht von grauen Männern dazu nötigen meine Kinder zu verstümmeln.
    Eine Gemeinde, die auf Verstümmelung besteht kann mich mal…

  59. “Beschneidungskritiker fordern von Juden und Muslimen, über den Sinn dieses Ritus nachzudenken. Muslime und Juden dürfen aber auch von ihren Kritikern ein Nachdenken darüber verlangen, warum die Kritik einen so aggressiv-selbstgerechten Ton anschlägt. Bisweilen kann man den Eindruck haben, dass es nicht nur einen religiösen, sondern auch einen anti-religiösen Fundamentalismus gibt. Die Unversöhnlichkeit der Kopftuch-Debatte findet in der Beschneidungs-Debatte ihre Fortsetzung. Das hat mit Aufklärung nichts zu tun. Aufklärung ist nicht die Verächtlichmachung der Anderen. Eine aufgeklärte Gesellschaft ist eine, die auf respektvolles Zusammenleben achtet.”

    http://www.sueddeutsche.de/politik/streit-um-beschneidung-vom-richtigen-umgang-mit-recht-1.1413208

  60. Ich habe eine grandiose Idee alle Juden die meinen sie hätten Köpfchen und das kollektive deutsche Volk lässt sich endlich kastrieren…!

    Dann könnten die Juden endlich mal aufhören sich zu beschneiden…?

    Ist das keine Gute Idee….

    Der mit dem Klugen Köpfen soll sich als erstes unters Messer legen …!

    Yuuuuhuuuu das wär eine Geniale Lösung

  61. http://blog.zeit.de/joerglau/2012/07/16/die-komiker-nation-deutschland-debattiert-beschneidungen_5637

    «Ich will nicht, dass Deutschland das einzige Land auf der Welt ist, in dem Juden nicht ihre Riten ausüben können. Wir machen uns ja sonst zur Komiker-Nation.»
    Das hat die Kanzlerin mal was richtig erkannt.

    […]

    Alle sollen so werden wie wir. Darum gehts es letztlich. Ja, warum auch nicht: Es gibt ja nun wirklich keinen Grund, anders zu sein oder anderes zu glauben, denn wir sind das zwar nicht das auserwählte, aber das aufgeklärte Volk. Indem wir ihre Religion kriminalisieren, geben wir den Juden und den Muslimen eine Chance, sich endlich nach Jahrtausenden von ihren archaischen Praktiken zu distanzieren.

    Wir Deutschen sind die Guten: Eine Komiker-Nation im Einklang mit sich selbst.

    Komisch nur, dass keiner lacht.

  62. “…muss ich Ihn nur in einer Hinsicht korrigieren: der als Kleinkind beschnittene (8.Tag gefeiert westl.Neujahrstag) Jude Jehoshua ben Josef, von den Christen Jesus Christus genannt, hat seine Religion wie im Dossier behauptet n i c h t gewechselt.“ …vom ersten bis zum letzten Atemzug (Ps. 22) seines irdischen Dasein J U D E …in seinem Namen WURDE …? gestiftet …und auch VIEL getan, was er so N I E lehrte! Alle überlieferten Schilderungen belegen seinen festen Glaube an adonai – den G’tt ISRAELS.

    Was mag wohl „religiös motiviert“ de jur. bedeuten???

    religio …

    „Motivation bezeichnet das auf emotionaler und neuronaler Aktivität (Aktivierung) beruhende Streben des Menschen nach Zielen oder wünschenswerten Zielobjekten.“

  63. „Wollen wir uns wirklich auf diesen schmalen Grat begeben?“

    Was denn nur für einen schmalen Grad? Die weibliche Beschneidung zielt darauf ab, den Frauen vollständig den Lustgewinn zu nehmen, das ist völlig anders als bei der männlichen Beschneidung. Es tut mir ehrlich leid, aber der ständig gemachte Vergleich ist nicht nur überhaupt nicht hilfreich, sondern schlicht falsch und hat die Absicht männliche Beschneidung zu dikretieren. Seid zu euch selber ehrlich.
    Ein Gesetz wird kommen und das ist gut so.

  64. Das Thema hat zwei Aspekte:
    1. Religiös und 2. Grundrecht.
    Zu 1.: Die Religion begründet das Gebot der Beschneidung
    und der Gläubuger befolgt das Gebot und Wenn&Aber.
    Zu 2.; Das zivile Recht erlaubt nicht die kürperliche
    Verstümmelung von unmündigen Kindern.
    Was gilt? das ist die eigentliche Frage

  65. HIER REDEN JA ALLE ÃœBER DEN PENIS!

    Wer wissen, wie archaisch-schrecklich die Beschneidung von Jungen in Wirklichkeit sein kann, der recherchiere bspw. über das Volk der Dan in Westafrika. Hat nix zu mit dem Gott der Juden oder dem des Islam, aber viel mit Dämonen, Geistern und Maskenmännern.
    Todesfälle im Beschneidungslager sind normal, als Weichling und unmännlich, gilt, wer schreit.
    Das Abschneiden der Vorhaut ist hier ein Männlichkeits- und Enkulturationsritual, eine Initiation. Nicht mehr und nicht weniger. Allerdings spielt dabei ein Oberster Geist, eine art Gott, eine Rolle. Das macht das Ganze religiös.

    Müßten wir also tolerieren, wenn in Deutschland lebende Angehörige der Dan ihre Kinder auf traditionelle Art beschneiden?

  66. Guten Abend zusammen,
    nach der Lektüre des Dossiers kann man die dort angebrachten Argumente („… führt nicht zu gesundheitlichen Nachteilen“, usw.) mit der aktuellen Studienlage abgleichen:
    http://www.circumcision.org/studies.htm
    Wie lässt es sich erklären, dass das Dossier des Zentralrats den aktuellen Wissensstand mit keiner Silbe reflektiert?

    Die religiösen Vorgaben, die im Dossier genannt werden, sind in ihrem Dogmatismus per se nicht für ein Argument zugänglich- da muss man glauben oder auch nicht. Zu der vermeintlichen Alternativlosigkeit muss man sagen: Es GIBT Alternativen. Beispielsweise bei der „Bris Shalom“ wird niemand verletzt:
    http://www.jewishcircumcision.org/info.htm
    Was spricht dagegen?

    Derzeit werkelt die Bundesregierung daran, eine Sonderregelung für die Beschneidung von Jungen zu formulieren. Das größte juristische Problem besteht laut Justizministerium wohl darin, die rituelle Beschneidung von Mädchen hingegen auszuschließen…

    Wollen wir uns wirklich auf diesen schmalen Grat begeben?
    Mich macht das traurig.

  67. @Phoibus: haben sie denn den Fall des muslimischen Jungen überhaupt verfolgt ? Man kann nur hoffen, daß er keine bleibenden Schäden davonträgt.

    Wer setzt sich eigentlich innerhalb der jüdischen Gemeinschaft einmal mit den Risiken der Brit Milah auseinander ? Das Konzept des Rechts auf körperliche Unversehrtheit ist ja sowieso den meisten fremd, mit den Risiken der Beschneidung sollten sich aber alle Eltern auseinandersetzen. In den USA wenden sich immer mehr Juden von der Brit Milah ab, denn es gibt durchaus rationale Gründe dafür.

  68. Nach Durchsicht des mit Herrn Kramer verfassten Dossiers zur Beschneidungsfrage muss ich Ihn nur in einer Hinsicht korrigieren: der als Kleinkind beschnittene Jude Jeshua ben Josef, von den Christen Jesus Christus genannt, hat seine Religion wie im Dossier behauptet nicht gewechselt. Ansonsten ist es mir vollkommen schleierhaft, warum sich ein deutsches Gericht mit der Frage der aus religiösen Gründen durchgeführten Beschneidung von Kleinkindern beschäftigt. Haben Die Herren nicht Besseres zu tun?

    • „Ansonsten ist es mir vollkommen schleierhaft, warum sich ein deutsches Gericht mit der Frage der aus religiösen Gründen durchgeführten Beschneidung von Kleinkindern beschäftigt. Haben Die Herren nicht Besseres zu tun?“

      „Ansonsten ist es mir vollig schleierhaft, warum sich ein deutsches Gericht mit der Frage der aus kulturellen Gründen durchgeführten Beschneidung von kleinen Mädchen beschäftigt. Haben die Herren nichts besseres zu tun?“

      also soo einfach ist die Frage nicht!

  69. Eine Frage, die ich mir immer wieder stelle ist:
    Warum lassen sich so wenige unbeschnittene Männer, wenn sie erwachsen sind, beschneiden?
    Warum entscheiden sich fast alle, die noch die Wahl haben, gegen eine Beschneidung?
    Ein kleiner Eingriff, der nur Vorteile bringt, sollte doch populärer sein.
    Vielleicht ist der Eingriff eben nicht ganz so klein und vielleicht bringt er ebenso gravierende Nachteile.

    • Die Frage ist doch leicht beantwortet.
      Wird mann älter, so läßt mann sich gewöhnlich hängen, Knochen und Haut. 😯

  70. Die einen legen die Ehre der Familie zwischen die Beine der Töchter, die anderen legen die Ehre und Existenz einer Religion zwischen die Beine der Söhne. Beschneidet endlich diesen „religiösen“ Schwachsinn!

Kommentarfunktion ist geschlossen.