Warum der Sechs-Tage-Krieg immer noch eine Rolle spielt

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Vor 45 Jahren (…) befreite die Israelische Verteidigungsarmee (IDF) die Altstadt von Jerusalem und vereinigte Israels Hauptstadt. Heute sind die meisten der Schlachten, die damals ausgefochten wurden, nur noch verblasste Erinnerung…

Auszüge aus einem Kommentar von Dore Gold, Israel Hayom, 8.6.2012
Übersetzung von Daniela Marcus

Nur wenige erinnern sich noch daran, dass am Vorabend des Sechs-Tage-Krieges die meisten Brigaden der jordanischen Armee entlang der Grünen Linie stationiert waren und Jerusalem von drei Seiten einschlossen. Darüber hinaus stand ein irakisches Expeditionskorps bereit, sich der jordanischen Armee (…) anzuschließen. Als die jordanische Artillerie das Feuer eröffnete, fielen etwa 6.000 Granaten auf jüdische Viertel im Westen von Jerusalem. 1.000 Israelis wurden verwundet. Nach mehreren Warnungen an die Jordanier überquerte die IDF schließlich die Waffenstillstandslinien von 1949 und nahm die Gebiete ein, aus denen heraus Israel bedroht und angegriffen worden war.

Diese Details spielen 45 Jahre später immer noch eine Rolle. Als die Ansprüche der Parteien, die Jerusalem beanspruchten, nach dem Sechs-Tage-Krieg diskutiert wurden, wurde es erforderlich, die Umstände zu betrachten, unter denen die einzelnen Parteien in den Besitz der Stadt kamen. Jordaniens Eroberung von Jerusalem im Jahr 1948 war das Ergebnis dessen, was der UNO-Generalsekretär Trygve Lie als den ersten Fall von „bewaffneter Aggression“ nach dem Zweiten Weltkrieg bezeichnete. Dies steht im Gegensatz (…) zu dem Selbstverteidigungskrieg, durch den Israel 1967 in den Besitz von Ostjerusalem gelangte. Der Unterschied wurde vor allem offensichtlich, als es der Sowjetunion trotz wiederholter Versuche nicht gelang, Israel zuerst im UNO-Sicherheitsrat (…) und danach in der UNO-Generalversammlung als „Aggressor“ des Sechs-Tage-Krieges zu bezeichnen.

Der bedeutende US-amerikanische Rechtsgelehrte Stephen Schwebel, der auch Präsident des Internationalen Gerichtshofes in Den Haag war, war sich dieses Vergleichs voll bewusst, denn er schrieb 1970: „Wenn der vorherige Inhaber eines Gebietes dieses Gebiet unrechtmäßig erobert hat, hat der Staat, der das Gebiet anschließend in der rechtmäßigen Ausführung von Selbstverteidigung einnimmt, gegenüber dem vorherigen Inhaber bessere Ansprüche.“ Israel hatte historische Rechte auf Jerusalem, die im britischen Mandat eingebettet waren. Doch dies war nach 1967 nicht Teil der internationalen Debatte. Indem er sich auf die Ereignisse des Sechs-Tage-Krieges stützte, schlussfolgerte Schwebel, dass Israels Anspruch auf „das ganze Jerusalem“ stärker war als derjenige Jordaniens. Seine Analyse wurde damals von anderen Völkerrechtsexperten aufgegriffen, wie z. B. von dem Briten Elihu Lauterpacht und dem Australier Julius Stone.

In der Regel konzentrieren sich nach heutigen Kriegen diplomatische Bemühungen darauf, den Zustand (…) vor dem Krieg wieder herzustellen. Doch es gab ein ernsthaftes Problem, dieses Prinzip automatisch auf die Situation in Jerusalem anzuwenden, vor allem deshalb, weil der jordanische Anspruch auf die Hoheit über Jerusalem von der internationalen Gemeinschaft –mit Ausnahme von Pakistan– nicht anerkannt worden war. Angesichts des kompletten Versagens der Vereinten Nationen im Jahr 1948, Truppen für den Schutz Jerusalems zu entsenden, waren die Internationalisierungs-Paragraphen des Teilungsplans auch nicht länger brauchbar, obwohl sie in UNO-Debatten in den frühen 1950er Jahren noch diskutierte wurden. Der israelische Premierminister David Ben Gurion hatte diese Paragraphen über die Internationalisierung Jerusalems 1949 in der Knesset als „null und nichtig“ erklärt.

Als sich der UNO-Sicherheitsrat nach dem Sechs-Tage-Krieg traf, um zu diskutieren, wie die Prinzipien für ein zukünftiges Friedensabkommen auszusehen hätten, gab es beim Thema der territorialen Dimension –insbesondere in Bezug auf Jerusalem– einen gewissen Grad an Ambivalenz. Die Waffenstillstandslinie, die nach Israels Unabhängigkeitskrieg gezogen worden war, war nicht unantastbar. Es war keine anerkannte internationale Grenze. (…) Deshalb unterließ es der UNO-Sicherheitsrat, Israel in der Resolution 242 dazu aufzurufen, sich aus „all denjenigen Gebieten“ zurückzuziehen, die es im Sechs-Tage-Krieg erobert hatte – wie es die Sowjetunion gefordert hatte. Stattdessen rief die Resolution zur Ziehung neuer Grenzen auf, die „sichere und anerkannte Grenzen“ darstellen sollten. Heute bezieht man sich allgemein auf Israels Recht auf verteidigungsfähige Grenzen.

Resolution 242 ruft nicht nur nicht zum Rückzug zu den Waffenstillstandslinien vor 1967 auf. Sie nimmt auch keinerlei Bezug auf Jerusalem. Am 6. März 1980 (…) erklärte der US-amerikanische UNO-Botschafter Arthur Goldberg der New York Times, dass „Resolution 242 in keiner Weise auf Jerusalem verweist, und dieses Nicht-Erwähnen geschah mit Absicht“. Er sprach bei mehreren Gelegenheiten über dieses Thema und riss dabei den ursprünglichen Gedanken der Vereinigten Staaten unter Präsident Lyndon Johnson auf. Er erklärte (…): „Zu keiner Zeit bezog ich mich in meinen vielen Reden auf Ostjerusalem als besetztes Gebiet“. Und er bestand darauf: „Die Waffenstillstandslinien zur Teilung Jerusalems sind nicht länger machbar“. Goldberg verstand sehr wohl die juristischen Auswirkungen seiner Aussagen. Denn vor seiner Ernennung zum UNO-Botschafter der USA war er Richter am Obersten Gerichtshof der Vereinigten Staaten.

Seit 1988 argumentieren die Palästinenser, dass sie die diplomatische Rolle der Jordanier übernommen haben. Und sie haben wiederholt versucht, einen Status in Jerusalem zu erhalten, der ihnen nicht automatisch zusteht. Um Israels legales Anrecht zu untergraben, begannen sie, in der UNO eine Ausdrucksweise einzuführen, die von „besetztem palästinensischem Gebiet, einschließlich Ostjerusalem“ sprach. 1994 wandte sich die Clinton-Regierung zu Recht gegen diesen Versuch als die US-amerikanische UNO-Botschafterin Madeleine Albright ein amerikanisches Veto im Sicherheitsrat wie folgt erklärte: „Heute stimmen wir gegen eine Resolution genau aus dem Grund, weil sie impliziert, Jerusalem sei besetztes palästinensisches Gebiet.“

Die diplomatische Strategie der Palästinenser basiert darauf, die internationale Gemeinschaft zur unwidersprochenen Akzeptanz palästinensischer juristischer Terminologie zu führen. Leider haben inzwischen viele Israelis vor diesem Prozess resigniert und sind sich zunehmend nicht mehr der Tatsache bewusst, dass Israel historische und legale Rechte hat, die deutlich stärker sind als die Ansprüche, die bis heute von der arabischen Seite geäußert werden. Erst im März 2012 haben die Palästinenser eine Resolution beim UNO-Menschenrechtsrat in Genf durchgesetzt, in der Jerusalem als „besetztes palästinensisches Gebiet“ bezeichnet wird. In einer Zeit, in der die Delegitimierung von Israels Rechten das Kernstück der Agenda von Israels Gegnern ist, müssen sich israelische Diplomaten mehr als bisher zu Wort melden und die historische Wahrheit über das, was vor 45 Jahren geschah, betonen. Die verzerrte Narrative, die Israels Gegner der UNO verkaufen, darf sich nicht festsetzen.

41 Kommentare

  1. Toda Raba

    …lieber A.mOr – ich versuch’s mal „sportlich“ zu nehmen – ja Kritik – hier vermutlich eine heftige Fundamentalkritik von galim – ist letztlich doch auch irgendwie eine Form von „Anerkennung“ – au wenn viel „erhabener Schmutz“ mit rübergeworfen wird 😉

    Ich weiss, dass meine Ansichten für einige …Viiiele möglicherweise „problematisch“ daherkommen – nun weil ich finde, den jahrzehntelangen „dipplmatischen Einheitsbrei“ aller Welt’s „geschätzten“ KommentatorenExperten zu folgen, ein Irrweg war …ist, wie ja Jeder feststellen kann! Auch Israel darf für seine Legitimität, seine Interessen eintreten, ganz genauso, wie dies jedes andere Land der Welt tut. All jener seit Jahrzehnten, Jahrhunderten, Jahrtausenden unentwegt propagandistisch indoktrinierten Verschwörungs- und AgressionsCharakteristika sollte …muss mit  belegbaren FAKTEN entgegnet werden. Das nahezu „im klassischen Barockstil ausgeschmückte“, so „allgemein“ gängige ZerrBild über Israel schadet dem sehnlichsten Bemühen um wirklichen Frieden enorm. Unredlich, völlig realitätsfremd, Feinde Israels – welche blutigste Auseinandersetzungen, Kriege und Terror „veranstalten“, als vermeintlich „betrogene OpferGutmenschen“ zu hofieren.

    Da „labert“ galim (sorry) spekulativ Berichte, Bücher, Meinungen zu „Schuldfragen“ des Sechs-Tage-Krieges in 1967 sezierend mit ??? Israel ??? – geht’s eigentlich noch??? Um seine „Erregung“ klein wenig zu steigern, blicken wir doch einfach nur einmal auf die unmittelbar zurückliegenden Tage im Hier und Jetzt:

    “Dienstag, 19. Juni 2012
     

    Süden: Vier Raketen auf Aschkelon
     

    Nach dem gestrigen Überfall an der israelisch-ägyptischen Grenze, bei dem ein Israeli von Terroristen erschossen wurde, sind nachts noch vier Raketen aus dem Gazastreifen auf Israels Küstenstadt Aschkelon abgeschossen worden. Für den Anschlag an der Sinai-Grenze war die Terrorbewegung Dschihad Ha Islami verantwortlich. Die fanatische Terrororganisation Hamas übernahm für den jüngsten Raketenangriff die Verantwortung.
     
    Mittwoch, 20. Juni 2012


    50 Raketen fallen in 24 Stunden auf Israel

     
    Über 50 Raketen verschiedener Arten wurden in den letzten 24 Stunden aus dem Gazastreifen auf Israels Südbezirk abgeschossen. Elf Zivilisten und drei israelische Polizisten erlitten dabei Verletzungen.
    Die radikale Hamasherrschaft im Gazastreifen fühlt sich mit dem (wahrscheinlich) neugewählten ägyptischen Präsidenten Mohammed Mursi sicherer, Israel in eine neue Operation in den Gazastreifen zu verführen. Sollte der radikale Kandidat der Muslimbruderschaft, Mursi, nach dem Auszählen aller Urnen die Präsidentschaftswahlen in Ägypten tatsächlich offiziell gewonnen haben, dann wird der Waffentransport aus dem Sinai in den Gazastreifen auf Hochtouren steigen. So meldete der israelische Rundfunk heute, dass die Hamas wahrscheinlich Langstreckenraketen besitzt, die zum ersten Mal Israels Großstädte wie Tel Aviv und Jerusalem bedrohen könnten. Aber diese Raketen sind nicht das einzige Problem Israels. „Auf Israel sind 200.000 Raketen gerichtet, Langstreckenraketen aus dem Libanon, Syrien und Iran“, warnte Israels Militärgeheimdienstchef, General Aviv Kochavi. „Im Südlibanon ist in jedem zehnten Haus ein Raketenlager mit Abschussrampe versteckt und der Sinai etabliert sich zum neuen Terrornest gegen Israel.“ Aus palästinensischer Sicht ist eine Eskalation mit Israel für politische Zwecke notwendig. …Um Aufmerksamkeit zu erregen, muss geschossen werden.“

    und so weiter und so fort und immer wieder u. u. u.

    @ Zweifler gailm …Hasbara???????

    Shabbat Shalom

  2.  
    riciano
    „All von mir kommunizierte Gedanken versuche ich stets verständlich und klar zu formulieren, sodass es möglichst KEINER Kommentierung dieser bedarf“
    …und soweit ich das überblicken kann -bin nicht regelmäßig hier unterwegs 🙁 – gelingt Dir das auch ziemlich gut!
    Mindestens so gut, daß ich galim einfach gerne widersprechen muß
    (…allerdings nicht in der Formulierung bezüglich der Beiträge von Herrn Pfeifer, obwohl diese kleine „galim’sche“ Randbemerkung –„…der doch zumindest über ein ziemlich gutes Bildungsniveau verfügt“– auch ahnen läßt, was galim „davon“ hält. Nu, jedem seine Meinung!)
     
    Auf jeden Fall, riciano, von mir ein klares: KEEEN! 😀
     
    ( galim, in der nächsten Runde „Deutschland sucht den Superjuden!“ bist Du leider nicht mehr dabei. Keine Sorge, nächstes Jahr kannste nochmal probieren… 😛 )
     
     

  3. All von mir kommunizierte Gedanken versuche ich stets verständlich und klar zu formulieren, sodass es möglichst KEINER Kommentierung dieser bedarf.

  4. @galim – um einigermassen sicher gehen zu können, dass Sie mich auch verstehen, verzeihen Sie mir hierfür die zitierte Verwendung Ihrer eigenen Worte:
     
    “Bildungsniveau“?
     
    “… Da Sie ja die Rolle des ‘Zwerg Allwissend’ in diesem Forum übernommen haben …
     …das nenne ich mal ein *Pfeifersches Paradox*.

    zynisch? yes
     
    Respektvoller Umgang gerade mit wesentlich lebenserfahreneren Zeitgenossen – welch Seltenheit!
     
    galim, Sie kriegen’s vllt. dereinst irgendwann auch besser hin …

  5. riciano, haben Sie schon mal bemerkt, dass die meisten hier Ihren Kram nicht kommentieren ?
    Denn ausser Worte-Salat und Unterschichten-Polemik scheinen Sie nichts anderes absondern zu können… (im Gegensatz zu Herrn Pfeifer z.B., der doch zumindest über ein ziemlich gutes Bildungsniveau verfügt !)
     
     
     

  6. “Hinsichtlich irgend welcher angeblicher Fakten ausgerechnet auf Riciano zu verweisen verdeutlicht schon ein beträchtliches Ausmaß an VErzweiflung – den kann man doch nicht ernst nehmen.“
     
    for Jane
     
    Erkennbar geworden ist Ihr “beträchtliches Ausmass an VERZWEIFLUNG“ hier bereits seit Längerem, da Sie bislang KEINEN einzigen von mir zitierten FAKT gescheit zu widerlegen in der Lage waren …vielmehr sind. Ausser kampflüsternem Geblubber wenig …und dann substanzlose SchuldSpekulative – schon erbärmlich, dass Sie sich tatsächlich argumentativ den TATEN von Verbrechern, Mördern und Terroristen bedienen und kläglichste Versuche starten, für „diese“ einen LamentiOpferStatus suggerieren zu wollen.

    “… kann man doch nicht ernst nehmen.“

    Durchaus denkbar, dass es im beschaulich “schön heile Ländle“ zuhauf stets heiter bis lustig zugehen mag – Jane, einfach geniessen :-)) treiben Sie doch besser Ihre unbeschwert fröhlichen Spielchen im Casino zu Baden Baden und “verzocken“ da all Ihre WohlstandsEroberungen – die Legitimität Israels jedoch NIE! …

  7. Alle diese Anstrengungen wurden zunichtge, als die Ba’ath Regierung sich entschlo,ß, zu einem ‘Volkskrieg’ für die Befreiung Palästinas zu ermutigen. Jordanien ließ es zu, das vom jordanisch besetztem Gebiet Angriffe gegen Israel gestartet wurden, die israelische Armee schlug zu in Samoah.
     
    Nun Herr Pfeiffer – dieser ‚Volkskrieg‘ ist jedenfalls nicht in die Geschichte eingegangen, wohl aber die Scharmützel in der israelisch-syrischen Pufferzone in den 60ern vor Ausbruch des 6-Tage-Kriegs, die als Grund für die Eroberung des Golan herhalten mussten.
     
    Die ganze Sache erinnert an Ariel Sharons Methoden in den 60ern, als er Operationschef des Kommandos Nord war. Sharon war ein Experte darin geworden, die syrische Armee in der demilitarisierten Zone, die es damals an der Grenze zwischen Israel und Syrien gab, zu provozieren. Israel beanspruchte die Herrschaft über diese Gebiete, während die Syrer behaupteten, es sei eine neutrale Zone, die keinem der beiden Staaten gehöre, sondern den arabischen Bauern, denen es dort auch erlaubt war, ihre Felder zu bestellen..


    Der Legende nach hätten die Syrer ihre Kontrolle über die Höhen ausgenützt, von denen man die israelischen Dörfer im Tal gut überschauen konnte. Immer wieder terrorisierten die bösen Syrer (diese waren immer “böse”) die hilflosen Kibbuzim mit Granaten. Dieser Mythos, der praktisch von allen Israelis damals geglaubt wurde, diente als Rechtfertigung für die Eroberung der Golanhöhen und ihre Annexion durch Israel. Noch heute werden Besucher zu einem Beobachtungsposten auf den Golan gebracht und auf die wehrlosen Kibbuzim dort unten hingewiesen.
     


    Die Wahrheit, die seitdem entlarvt wurde, sah etwas anders aus. Sharon gab den Kibbuz-Mitgliedern die Order, ihre Schutzräume aufzusuchen; dann sandte er gepanzerte Traktoren in die entmilitarisierte Zone. Wie vorhersehbar, schossen die Syrer auf sie. Die israelische Artillerie wartete nur auf ihr Stichwort und eröffnete ein massives Bombardement auf die syrischen Positionen. Es gab Dutzende solcher “Zwischenfälle”….

    http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/004218.html

  8. Am 22. Mai stellte Eshkol vor der Knesset fest: “Wir haben nicht die Absicht, irgendein arabisches Land anzugreifen oder seine Sicherheit, sein Territorium oder seine Rechte zu gefährden; noch werden wir in irgendeiner Weise in seine inneren Angelegenheiten eingreifen.”


    Na ja Herr Pfeiffer – würde die israelische Regierung die Planung für einen Ãœberraschungsangriff öffentlich verkünden? Zitate von Politikern sind insofern mit Vorsicht zu genießen, als dass verschiedene Politiker mitunter unterschiedliche Dinge sagen, um unterschiedlichen Interessen zu dienen und unterschiedliche Dinge zu bezwecken – um sich ein Bild zu machen muss man immer das gesamt Bild und die Aktionen betrachten. 
     
    Der dritte Nahostkrieg hat begonnen. Für die Israelis ist dieser Krieg angeblich die Rettung vor der aus Kairo und Damaskus angedrohten Vernichtung, für die Araber ist er ein weiterer Beweis für Israels vermeintlichen Expansionsdrang.


    Aber was bewog Nasser zur Truppenkonzentration im Sinai?


    Nicht nur die Israelis fühlten sich bedroht – auch die Ägtypter fühlten sich von Israel bedroht, weshalb sie Anstrengungen unternahmen ihre Grenzen durch verstärkte Truppenrpäsenz zu sichern.Das ist aber überhaupt nicht zwangsläufig ein Indiz dafür, dass die Ägypter angreifen wollten. Wie es aussieht wollten sie nur in der Lage sein, sich bei einem israelischen Angriff zu verteidigen.


    Moskau nämlich lässt im Mai 1967 seine ägyptischen und syrischen Freunde wissen, dass Israel größere Truppenbewegungen gegenüber der Waffenstillstandslinie mit Syrien durchführe und offenbar einen Angriff vorbereite.

    In Kairo mobilisiert der Präsident seine Streitkräfte, und er fordert den Abzug der UNO-Truppen, die seit dem Sinai-Feldzug von 1956 entlang der Waffenstillstandslinie stationiert sind. Generalsekretär Thant zieht die Truppen ab, auch von Tiran, der Meerenge am Südende des Golfes von Aqaba.

    Und Kairo beschließt, die verlassenen Stellungen zu übernehmen und die Meerenge für israelische Schiffe zu schließen, obwohl Jerusalem genau dies zum ‚casus belli‘ deklariert hat. Präsident Nasser überschwänglich vor ägyptischen Soldaten:

    Nasser: „Willkommen. Wir sind bereit zum Krieg, unsere Streitkräfte sind bereit. Der Golf von Aqaba ist Teil Ägyptens. Wir werden den Israelis unter keinen Umständen die Passage durch den Golf gestatten. Sie drohen mit Krieg, die Juden. Bitte schön, wir sind bereit für den Krieg. Wir werden nie auf unser Recht verzichten.“


    DIE ÄGYPTER KONZENTRIERTEN IHRER STREITKRÄFTE AN DER GRENZE, WEIL SIE SICH VON ISRAEL BEDROHT SAHEN – NICHT WEIL SEI ISRAEL ANGREIFEN WOLLTEN.


    Die eigentlichen Strategen des 6-Tage Kriegs sagten JA SELBER SPÄTER


    Yitzhak Rabin, 1967 Stabschef der Armee “glaubte nicht, dass Nasser Krieg wollte. Die zwei Divisionen, die er in den Sinai schickte, reichten für eine Offensive nicht aus. Dies wussten er und wir.“


    Auch der Likud-Politiker Menachem Begin, damals Mitglied einer Regierung der Nationalen Einheit, äußert sich in seinen Erinnerungen ähnlich. „Wir müssen zu uns selbst ehrlich sein. Wir trafen die Entscheidung, ihn anzugreifen.“ Und der ehemalige Außenminister Abba Eban erinnert sich in seinen Memoiren, „  Nasser wollte keinen Krieg, er wollte den Sieg ohne Krieg.“
     
    Auch General Matti Peled räumt am 3. Juni 1972 im Gespräch mit der französischen Zeitung Le Monde ein, es sei ein „Bluff“ gewesen, die Vision von einer „tödliche Gefahr für Israel“ heraufzubeschwören – das Land habe sich seit 1949 niemals in einer solch prekären Situation befunden. „All jene Geschichten über die große Gefahr, der wir wegen unseres kleinen Gebietes ausgesetzt waren, kamen erst auf, als der Krieg zu Ende war, sie spielten in unseren Ãœberlegungen vor Ausbruch der Feindseligkeiten keine Rolle.


    All diesen Spannungen gingen Streiterein um die Wasserressourcen voraus. Mit dem Golan und der West-Bank brachte Israel erhebliche Wasserressourcen in seine Gewalt, die bis heute maßgeblich zu seiner Wasserversorgung beitragen.
     
    1969 schreibt der Spiegel:
     
    Unmittelbar nach den Soldaten waren Forscher in das karge Hochland gekommen. Sie suchten nach abbaureifen Bodenschätzen, bohrten nach Wasser, entnahmen Bodenproben, studierten das Klima und katalogisierten die Flora.


    … Aus dem ehemaligen syrischen Offizierskasino machten die Siedler inzwischen ein Restaurant….


    …Allein in diesem Jahr hat Israel für die Erforschung und den Beginn der wirtschaftlichen Erschließung der Golan-Höhen, in denen keine Araber mehr siedeln, 50 Millionen Mark ausgegeben. Ein Anfang 1968 beschlossener Fünf-Jahres-Plan sieht Investitionen in Gesamthöhe von 275 Millionen Mark vor...


    http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-45226508.html


    Seit Beginn des vergangenen Jahrhunderts hatten die jüdischen Zuwanderer und Siedler in Palästina ehrgeizige Projekte entwickelt, um die Region in einen blühenden Garten Eden zu verwandeln. Doch sie stießen schnell an die Grenzen der verfügbaren Ressourcen. Erst nach dem Sechstagekrieg von 1967 konnte Israel in den besetzten Gebieten weitere Quellen erschließen.

    Der Golan alleine trägt  30% zum israelischen Wasserverbrauch bei.

     
    Hinsichtlich der Entscheidung zum 6-Tage-Krieg stellt sich auch die Frage, inwieweit das Militär die Politik aus den Angeln hob.
     
    ….Damit hatte die Armeeführung das Land an den Rand eines Krieges
    gebracht. Levi Eshkol schien entweder zu schwach, sich dem Druck der
    Generäle zu widersetzen, oder fühlte sich genötigt, so Segevs Spekulation,
    das Image des Schwächlings zu widerlegen, das seine politischen Gegner
    von ihm entwarfen – allen voran Altpremier Ben-Gurion und der ehemalige
    Stabschef Moshe Dayan.
     
    Tom Segevs These lautet: Eine Kriegskoalition aus Generalstab und einigen Politikern sowohl der Regierung als auch der Opposition haben das Land gegen die
    Absichten und Neigungen der Regierungs- und Parlamentsmehrheit in
    einen unnötigen Krieg geführt. Syrien, Jordanien und Ägypten, die einen
    Angriff auf Israel in keinem Stadium beabsichtigten, lieferten dabei nur die
    Vorwände, das Feigenblatt, das Israel gegenüber der Schutzmacht USA
    und der internationalen Staatengemeinschaft brauchte. Der eigentliche
    Kriegsgrund war die Überzeugung des Militärs, dass die militärische
    Schlagkraft der Nachbarstaaten vorläufig noch gering sei und sich ihr
    Angriffspotential gegenwärtig noch leicht mit zehn Jahren zurückwerfen
    ließe. Der Slogan, der die Militärs beflügelte – und der die darauf folgende
    Besiedlung der besetzten Gebiete inspirierte – lautete: „Jetzt oder Nie“…
     
    Ägypten hatte nur den Vorwand geliefert – die Schließung der
    Meerenge von Tiran für die israelische Schifffahrt und die Verlegung einer
    Panzerdivision in die demilitarisierte Sinaihalbinsel. Beide Maßnahmen
    sollten Israel von einem Angriff auf Syrien abhalten.
     
    Auch Jordanien lieferte einen Grund (indem es vetragsgerecht Ägtypten beistand), und büßte in einem Tag Ostjerusalem und die Westbank ein. Nuran der syrischen Front musste die Armee bis zum fünften Tag warten.Dann ging sie eigenmächtig vor. Die Regierung hatte eine mögliche Konfrontation mit der UdSSR, der syrischen Schutzmacht, vermeiden
    wollen. Dann war alles vorbei. Schon in der Kabinettssitzung vom 11. Juni,
    dem ersten Tag des Waffenstillstands, wurde über einen Namen für den
    Krieg nachgedacht..               Daniel Cil Brecher
     
    http://www.genfer-initiative.de/genferinitiative/ge_rezensionen/Rezensionen-41-Segev-1967.pdf

  9. Herr Pfeifer, es ist doch logisch, dass in sämtlichen Generalstäben der Welt alle Eventualitäten und theoretischen Aktionspläne am Grünen Tische durchgespielt werden. Das gilt für die deutsche Bundeswehr von anno damals, wie für die IDF von heute. Da kann es durchaus sein, dass auch mal ein heutzutage interviewter, Suppenteller-Mützen tragender früherer sowjetischer Oberst (sich wichtig tuhend) aus dem ‚Nähkästchen plaudern möchte. Unter anderem dann auch mal das „Projekt Invasion Mittelmeer-Ost“ oder so ähnlich…
    Was ich bei Ihnen vermisse ist der vorstellbare Realgehalt solch eines angenommenen und behaupteten Unternehmens (Sowjet-Angriff) unter den Bedingungen des Zeitpunktes Juni 1967 !
    Glauben Sie denn tatsachlich, dass die damals Atomwaffen-starrenden Blöcke es jemals gewagt hätten, eines ihrer quasi Schutzbefohlenden militärisch brutal angreifen zu lassen?? Das wusste man natürlich auch im Oberkommando Israels.
    Nie und nimmer hätte dies die UdSSR gewagt!! Genauso wenig wie die USA Cuba nicht angegriffen hatten, obwohl sie dies 1962 freilich rein militärisch locker geschafft hätten. Denn beide Mächte hatten soviel Fantasie noch, um über die FOLGEN sich ein Bild zu machen.
    Und insofern mag diese von Ihnen angeführte „gedrohte Sowjet-Invasion Israels“ ein Sandkastenspiel Testosteron-gesteuerter Generalstäbler gewesen sein, die sich im Nachhinein noch wichtig tun möchten.
    Auf jeden Fall – und darauf kommt es an – hatten die israelischen Angreifer auf die USS Liberty am 8. Juni 1967 alle möglich denkbaren Absichten gehegt, aber garantiert keine Abwehr einer gefürchteten Landung der Sowjet-Marine!!! Die das ernsthaft in Betracht ziehen sind die wahren „Geschichtsumschreiber“ !
    Ich bin in West-Berlin gross geworden und weiss ziemlich genau, dass die Russen ziemlich harte Burschen sind, ABER keine Spieler und Hasadeure !
    Diese SuppentellerMützenTräger-Plaudereien sind aber gut für die abendliche Märchenstunde… oder Kneipentische rumschwadronierender Journalisten.
    P.S. …zu meiner Buchempfehlung gar keine Reaktion ??
    MfG
     

  10. Galim, Sie haben sich ja schon vornhereit ablehnend verhalten und das Buch abgelehnt, weil es auch Zeugenaussagen ehemaliger sowjetischer Offiziere bringt, auch jemand, der in einer Kommandoeinheit war die auf eine Landung in Israel vorbereitet wurde und die sich auf einem sowjetischen Schiff im Mittelmeer befand.
    Ich muss eine Rezension schreiben und arbeite auch an einem Buch, so dass ich zuerst das Buch lesen muss, das ich rezensieren werde und muß auch mein Buch schreiben, denn ich habe ein Ablieferdatum.
    Und zurück zum 6 Tage Krieg. Die Regierung Eshkol forderte die Sowjetunion mehr als einmal auf, das syrische Ba’ath Regime zu beruhigen Sie stimmte der Erneuerung der israelisch-syrischen Waffenstillstands-Kommission zu und unterbreitete Vorschläge zur Bereinigung von Differenzen, die zu Zusammenstößen hätten führen können. Alle diese Anstrengungen wurden zunichtge, als die Ba’ath Regierung sich entschlo,ß, zu einem ‚Volkskrieg‘ für die Befreiung Palästinas zu ermutigen. Jordanien ließ es zu, das vom jordanisch besetztem Gebiet Angriffe gegen Israel gestartet wurden, die israelische Armee schlug zu in Samoah.
    Ein beabsichter israelischer Angriff auf Syrien war ein Lieblingsgegenstand der arabischen und sowjetischen Press obwohl es überhaupt keine israelische Truppenkonzentration gab. Warum also reagierten Syrien und Ägypten so, wahrscheinlich weil diese Regierungen sich in einer schwierigen Lage befanden. Die Ba’athisten kamen im Feb. 1966 in Syrien zur Macht und war mit einer Opposition konfrontiert, die mit Streiks, Demonstrationen von Kaufleuten und von religiösen Kreisen agierten. Am 25. April 1967 stieß ein atheistischer Artikel, publiziert in der Armeezeitschrift auf heftige Reaktionen, welche die Regierung zu schweren Gegenmaßnahmen zwang. Ägypten wurde von einer schweren Wirtschaftskrise, infolge hoher militärischen Ausgaben und Verzögerung von Lebensmittellieferungen verursacht wurde.
    Zunächst als Ägypten wenig leicht bewaffnetes Militär in den Sinai schickte war Israel nicht beunruhigt, auch der Abzug der UNO Truppen bereitete in Israel keine Sorge, als aber die ägyptische Armee Sharm-el-Sheikh am 20. Mai besetzte und immer mehr gut ausgerüstete Truppen über den Suezkanal schickte, fang man an sich Sorgen zu machen. Am 22. Mai stellte Eshkol vor der Knesset fest: „Wir haben nicht die Absicht, irgendein arabisches Land anzugreifen oder seine Sicherheit, sein Territorium oder seine Rechte zu gefährden; noch werden wir in irgendeiner Weise in seine inneren Angelegenheiten eingreifen.“ Er schlug vor, man solle auf beiden Seiten der Grenze zu dem früheren Zustand zurückkehren, erwähnte das Schiffsproblem überhaupt nicht und warnte auch nicht, dass eine Blockade als Akt der Aggression und als Kriegsgrund angesehen werde.
    Wenn Nasser wirklich hätte Syrien schützen wollen, dann hätte er seinen Beitrag zur Lösung leisten können. Doch am gleichen Abend kam die ägyptische Führung zusammen. Nasser deutete die Zurückhaltung von Eshkol falsch, als Zeichen der Schwäche.Seit 1956 war die ägyptische Armee stärker und besser ausgerüstet.
    Die Blockade des Golfes von Eilat brachte die Änderung. Die Armee forderte ein Eingreifen, doch die Eshkol-Regierung entschloß sich dreimal, Militäraktionen hinauszuschieben in der Hoffnung Israels Freunde zu politischen Schritten zu veranlassen, die die Blockade brechen könnten. Außenminister Eban reiste von Hauptstadt zu Hauptstadt und erhielt nur leere Versprechungen. Die Bundesrepublik erklärte, sie sei nicht von der Blockade betroffen, weil sie nicht UNO Mitglied sei, Frankreich sah dornige Fragen des Rechts. England war nur dann in der Lage etwas zu tun, wenn es mit den USA gemeinsam geschehe. Diese aber gab alle Pläne Israel zu helfen auf, als ihre arabischen Verbündeten auf Nassers Appell eingingen, eine vereinigte Front gegen Israel zu bilden.
    Die Bevölkerung begann Angst zu bekommen, nach dem Sieg, leugnete man diese Gefahr, doch die war real.
     

  11. Aufgespiesst:
    Herr Pfeifer schrieb am 14. Juni : „… Es gibt eine ganze Israelkritik-Industrie…“
    Hmmm – – – irgendwie ist mir dieser Term doch schon mal untergekommen.
    Kurz mal nachgehakt…. Und siehe da: Vor rund 10 Jahren erschien ein Buch in den USA von Norman G. Finkelstein. Sein Titel:
    The Holocaust Industry
    Sollte Sie dieser Band tatsächlich inspiriert haben ??  😉
     
     
     
     

  12. Herr Pfeiffer – führende Militärs, also jene, die den Angriff auf Ägypten selbst befehligten, haben ja nun selber ihre völlig abweichende Einschätzung von der Situation 1967 bezeugt, wonach sie gar nicht wirklich mit einem Angriff der Araber rechneten und auch einen solchen nicht für bedrohlich hielten – man sollte annehmen, dass man das nicht einfach ignorieren kann. Ich weiß, dass damals die israelische Bevölkerung tatsächlich in Panik war, aber das war fraglos so gewollt, um einen Angriff zu rechtfertigen -nötig wäre es nicht gewesen – aber so sind halt die Medien.
     
    Tatsache ist – die Israelis haben zu erst angegriffen – Ägypten und sein Bündnispartner Jordanien sprang dem angegriffenen STaat zur Seite, das ist ja logisch.
     
    Israel hatte auch schon im Jahr 1966 das STaudammProjekt in  Jordanien bombadiert.
     
    Grundsätzlich kann man da nicht von einem arabischen Angriffskrieg sprechen – bestenfalls von einem sogenanten ‚PräventivKrieg‘ (ein höflicheres Wort für Angriff) Israels.
     
    Zum anderen wird recht deutlich, und ist es auch im Hinblick auf die Besiedelung der besetzten Gebiete, wenn man die Zitate und Aktionen führender zionistischer Militärs und Politiker in den 50ern und 60ern studiert, dass Israel im Grunde genommen von Anbeginn an eine Agenda der Expansion verfolgt.
     
    Wäre dies nicht so, dann wäre 1967 heute längst Geschichte – so ist es leider immer noch von Belang.

  13. Aber, aber, Herr Pfeifer, ich kneife doch nicht !
    Was die damals auf dem Sinai stationierte Uno-Truppe betrifft, so war sie kaum etwas anderes als eine pseudo-militärische Symboltruppe, eher dazu angetan, den sog. ‚Weltfrieden‘ in Hochzeiten des Kalten Krieges (*Ironie*) zu „sichern“. Sie war fast gar nichts anderes als eine weltpolitische Manövriermasse – und dieser hatte sich Nasser durchaus bedient. Installiert wurde sie im übrigen nach Beendigung der sogenannten Sinai-„Kampagne“ (!) 1956 durch Arik Scharon (pardon, gute Besserung sei gewünscht…) und Kameraden. 
    Im Grunde genommen hatte sie die gleiche Funktion wie heute (noch ?) zwischen Israels und Syriens Waffenstillstandslinie östlich des Golans. (s.o.)
    Sie empfehlen mir ein Buch zu lesen und wissen scheinbar gleichzeitig, dass ich dies nicht tun werde. Hmmm – das nenne ich mal ein *Pfeifersches Paradox*.
    Im Gegenzug meine Buchtipps: „Atom-Macht Israel“ von Seymour M. Hersh und „Fremd in Zion“ von Daniel Cil Brecher (beide zeitgenössische Juden, also keine ‚Anti-Semiten‘), einfach nur Leute, die nicht den gängigen Mainstream weichgekuschelter Gewissheiten bedienen. Aber vielleicht haben Sie ja diese bereits in Ihrem Bücherschrank, falls nicht, sehr empfehlenswert…und damit schönes Wochenende nach Wien. MfG
     

  14. Galim, ich kann es nicht glauben, die Bundesrepublik ist also wenn wir Ihnen glauben könnten, ein Land, in dem jemand, der seine politische Meinung äußert, willkürlichen Maßnahmen von Arbeitgebern ausgesetzt. 
     
    Herr Pfeiffer – die Bundesrepublik kann potentiellen Arbeitgebern nicht vorschreiben wen sie einstellen und wen sie aussortieren.
     
    InternetFiles gehören heute bei vielen Unternehmen schon vorab zur Recherche über potentielle Bewerber.
     
    Da kann ein bischen Internetmobbing à la – Herr XY – Sie dreckiger Antisemit -o.ä. natürlich schnell dazu führen, dass man unter zig Bewerbungen gewohnheitsmäßig aussortiert wird. Deshalb ist es für Menschen, die auf dem Arbeitsmarkt aktiv sind empfehlenswert sowas tunlichst zu vermeiden und in Diskussionen wie sie hier geführt werden nicht ihren Realnamen preiszugeben. In Ihrem Alter dürfte das dann allerdings egal sein.

  15. Bei der Beurteilung des historischen Kontext wird gerne darauf verzichtet, den damaligen Standpunkt der PLO zu beleuchten. die jeden Frieden sabotieren wollten und damals an ihrer Doktrin festhielten. die “Befreiung Palästinas” durch Waffengewalt zu erreichen.


    Inzwischen bald 20 Jahre her – mal zur Erinnerung:


    Zuerst waren sie überrascht. Dann machte sich im arabischen Lager Irritation breit. Den Schock, die beiden Todfeinde plötzlich geeint zu sehen, haben die meisten jedoch schnell überwunden….
     
    Ausgerechnet Jassir Arafat, der seine arabischen Brüder bei jedem Gipfeltreffen auf Israels Vernichtung einschwor, leitete die Wende ein. Ausgerechnet er verstieß gegen den feierlichen Beschluß, keine separaten Vereinbarungen mit Israel zu treffen – ein Paradoxon…
     
    Kuwait beendete seinen gegen Israel bestehenden Boykott. Ãœber eine Anerkennung werden die Kuwaitis wohl bald im Parlament diskutieren…
     
    Auch die Golfstaaten Katar, Oman und die Vereinigten Arabischen Emirate erwägen das Ende ihrer Boykottpolitik. Das Thema könnte schon beim nächsten Treffen des Golf-Kooperationsrats (GCC) auf der Tagesordnung stehen…
     
    Selbst Saudi-Arabien gerät ins Grübeln: „Israel ist jetzt ein Land wie jedes andere“, erklärte Saudi-König Fahd Frankreichs Verteidigungsminister François Léotard bei dessen Besuch Anfang dieses Monats.
     
    Dem Wandel eine Chance geben will auch Marokko. König Hassan und Israels Präsident Jizchak Rabin kamen „prinzipiell“ überein, diplomatische Beziehungen aufzunehmen. „Der wichtigste Schritt ist getan“, erklärt ein Berater des Königs…
     
    Von den 51 in der Islamischen Weltkonferenz (OIC) organisierten Staaten unterhalten nur zehn Länder diplomatische Beziehungen zu Israel. Doch dieses Thema wird beim nächsten OIC-Treffen ganz sicher auf der Tagesordnung stehen.


    Die PLO wird das Thema aufs Tapet bringen – jene Organisation, die über ein Vierteljahrhundert jede Diskussion über eine Anerkennung Israels verhindert hat.


    http://www.focus.de/politik/ausland/israel-die-araber-denken-um_aid_141986.html
     
    SPIEGEL: Herr Arafat, nach einem dramatischen diplomatischen Kampf haben Sie in Genf die amerikanischen Bedingungen für eine Aufnahme von direkten Gesprächen zwischen den USA und der PLO erfüllt. Einen Tag zuvor hatten Sie noch verkündet, Sie würden unter keinen Umständen „Striptease“ machen.


    ARAFAT: Diese Annahme ist absurd. Nicht ich habe mich gewandelt, die Amerikaner haben sich bewegt. Ich habe schon vor fünf Jahren meine Zustimmung zur Uno-Resolution 242 bekundet. Schon damals habe ich die Einberufung einer internationalen Friedenskonferenz gefordert. Seit 1983 vertrete ich dieselbe Haltung. Jeder, der Augen hatte, konnte es sehen.


    ARAFAT: Sie müssen unterscheiden zwischen Terrorismus als Verbrechen und dem gerechten nationalen Kampf gegen die Besetzung, der nach den Beschlüssen der Uno völlig legitim ist. Wir haben das Recht, Widerstand mit allen Mitteln gegen die Israelis zu leisten. Die Uno hat in mehreren Resolutionen klargestellt, daß der Staat Israel ein Besatzungsstaat ist. Sie hat die Israelis aufgefordert, ihre Truppen aus den besetzten Gebieten abzuziehen. Dennoch habe ich persönlich den Befehl erteilt, bei der Intifada auf gar keinen Fall Feuerwaffen einzusetzen. Daran haben wir uns bis jetzt gehalten.


    SPIEGEL: Was genau verstehen Sie unter dem Existenzrecht Israels? Billigen Sie den Israelis das moralische und historische Recht zu, auf immer in Palästina eine Heimat zu haben, oder finden Sie sich nur einstweilen mit dem Vorhandensein dieses Staates ab?


    ARAFAT: Meine Anerkennung des Staates Israel beruht auf der Uno-Resolution 181, dem Teilungsplan von 1947. Historisch gesehen, wurde uns mit diesem Beschluß ein Unrecht zugefügt. Dennoch akzeptiere ich ihn. Auf palästinensischem Boden soll es einen jüdischen Staat und einen palästinensischen Staat geben.


    Aber jetzt frage ich Sie: Wieso erkennen die USA und viele westeuropäische Staaten, darunter auch die Bundesrepublik, nur die eine Hälfte dieses Beschlusses von 1947 an – diejenige, die für die Gründung des Staates Israel spricht? Diese Länder berufen sich auf die Resolution 181 und sagen, dadurch habe Israel das Existenzrecht erworben. Der Beschluß spricht aber von zwei Staaten. Wer den Staat Israel aufgrund dieser Resolution anerkennt, kann dem Staat Palästina das Existenzrecht nicht verweigern.


    SPIEGEL: In der Charta der PLO steht in Artikel 15 noch immer die Forderung, den „Zionismus aus Palästina zu eliminieren“, und zwar, laut Artikel 9, durch bewaffneten Kampf. Was gilt denn nun?


    ARAFAT: Wenn Sie über die Charta der PLO sprechen wollen, dann lassen Sie auch mich über alte Geschichten des Zionismus sprechen. Wissen Sie, daß die blauen Streifen auf der israelischen Fahne nichts anderes symbolisieren als die beiden Flüsse Euphrat und Nil? Dazwischen steht der Davidstern, so weit soll sich Israel ausdehnen….




    SPIEGEL: Wenn es am Ende dieses Friedensprozesses zu einem unabhängigen Palästinenserstaat kommt – welche Grenzen soll er haben?


    ARAFAT: Wir erwarten von der Friedenskonferenz die strikte Durchführung aller Uno-Beschlüsse. In denen finden Sie alles über die Grenzen unseres Staates….


    SPIEGEL: Sie beanspruchen Jerusalem als Hauptstadt für Ihren Staat. Die Israelis wollen nicht auf Jerusalem als Hauptstadt ihres Staates verzichten. Wie soll da eine Einigung zustande kommen?
     
    ARAFAT: Ich verweise wieder auf die einschlägigen Uno-Beschlüsse, die auch von den USA anerkannt sind. Alle mit Gewalt eroberten Gebiete müssen zurückgegeben werden, heißt es da. Der Ostteil Jerusalems wurde mit Gewalt erobert. Nicht mal Amerika hat die Annexion des arabischen Teils von Jerusalem anerkannt. Da werden Sie doch wohl nicht von mir verlangen, daß ich es tue?


    http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13532127.html


    Dokumentation der  offizielle Anerkennung Israels durch Arafat und die PLO unter:


    http://test.hagalil.com/israel/geschichte/zeittafel-1992.htm
     
    Leider haben danach die Israelis ihren Griff nach den besetzten Gebieten spürbar intensiviert – anstatt einen palästinensischen Staat anzuerkennen verfielfachte sich die Zahl der Siedler in Windeseile von 100 000 auf eine Halbe Millionen in den OsloJahren. Ein Frieden ist damit in weite Ferne gerückt.


    ISRAEL: Die Araber denken um – weiter lesen auf FOCUS Online: http://www.focus.de/politik/ausland/israel-die-araber-denken-um_aid_141986.html


    ISRAEL: Die Araber denken um – weiter lesen auf FOCUS Online: http://www.focus.de/politik/ausland/israel-die-araber-denken-um_aid_141986.html


    ISRAEL: Die Araber denken um – weiter lesen auf FOCUS Online: http://www.focus.de/politik/ausland/israel-die-araber-denken-um_aid_141986.html


    ISRAEL: Die Araber denken um – weiter lesen auf FOCUS Online: http://www.focus.de/politik/ausland/israel-die-araber-denken-um_aid_141986.html

     

  16. Und ihr Problem sind nicht irgendwelche wirkliche oder herbeiphantasierte Fehler Israels sondern, dass Juden sich erfrechen einen eigenen Staat zu haben. Und wie andere moderne Antisemiten, beteuert sie wie sehr sie die Juden liebt und dass eben deswegen und sich berufend auf professionelle jüdische und jüdisch-israelische Alibizeugen sollte doch Israel das oder jenes tun. Befriedigung würde sie nur spüren, wenn Israel vom Antlitz der Erde verschwinden würde….


    Herr Pfeiffer – durch meine gesamte Argumentation mache ich sehr deutlich, dass ich ein Israel innerhalb der Grünen Linie a) befürworte   und  b)nirgends in Frage stelle.
    Das ändert allerdings nichts daran, dass die ethnische Säuberung Palästinas natürlich ein großes Unrecht an den Palästinensern war – wenn man das nicht sehen will verteufelt man die Palästinenser immerzu aufs Neu – und deshalb ist es wichtig sich das klar zu machen.
    Es lässt sich heute nicht mehr ändern und es fällt mir nicht im Traum ein den einzelnen jüdischen Menschen in der Vergangenheit oder heute dafür verantworltich zu machen.
    Es geht mir um ein Ende der Besatzung – und wenn Sie ehrlich wären,dann müssten Sie das auch zugeben – allerdings fehlen für die Verteidigung dieses Unternehmens letztendlich die ARgumente – und so geht das halt immer weiter mit den üblichen Verunglimpfungsversuchen.
    Hinsichtlich irgend welcher angeblicher Fakten ausgerechnet auf Riciano zu verweisen verdeutlicht schon ein beträchtliches Ausmaß an VErzweiflung – den kann man doch nicht ernst nehmen.

  17. Galim, nicht kneifen. Sie haben die Friedenstruppe der UNO auf der Sinai Halbinsel als bedeutungslos hingestellt. Doch deren Abzug war ein Zeichen, dass Ägypten aggressive Absichten hegt. Nirgendwo habe ich diese UNO-Truppe als einen militärischen Faktor qualifiziert, daher geht Ihre Argumentation ins Leere. Aber wenn eine Partei deren Abzug fordert, dann ist das ein klares Signal.
    Israel hat alle diplomatischen Mittel ausgeschöpft, um zu einem modus vivendi mit Ägypten zu kommen.
    Ginor und Remez haben mit ehemaligen sowjetischen Offizieren Interviews geführt und sie haben auch Dokumente und Artikel, die darüber in Russland erschienen sind publiziert. Vielleicht lesen Sie das Buch, bevor Sie urteilen?
    Nein, das fürchte ich, werden Sie nicht tun, denn Sie haben ja Ihre Meinung gebildet, die Israelis, die bombardiert haben waren Verbrecher. Fakten stören Leute mit ideologischer Voreingenommenheit.
    Ich nehme an, alles was Ihnen nicht passt wird mit „Hasbara“ belegt..
    Das Beispiel Syrien beweist, der Konflikt Israel/Palästinenser ist nicht das wesentliche Problemdes Nahen Ostens. Israel hat nicht die Staaten des Nahen Ostens daran gehindert, die enormen Einkünfte für wirtschaftliche und soziale Entwicklung zu nutzen.
    Niemand zwang das „sozialistische Lager“ zu einer Allianz mit den reaktionären und chauvinistischen Aufforderungen zum Völkermord, wie in Syrien und Ägypten von den Machthaber geäußert.
    Bei der Beurteilung des historischen Kontext wird gerne darauf verzichtet, den damaligen Standpunkt der PLO zu beleuchten. die jeden Frieden sabotieren wollten und damals an ihrer Doktrin festhielten. die „Befreiung Palästinas“ durch Waffengewalt zu erreichen.
    Die Ägypter erklärten nicht nur eine Blockade israelischer Schiffe, diese wurde auch auf Öl transportierende nichtisraelische Schiffe ausgedehnt. Hier geht es also nicht mehr um Verteidigung sondern wie Nasser erklärte um das Palästina Problem und darum dass dieser offen mit Krieg gedroht hatte.
     
     
     
     
     

  18. Herr Pfeifer, um Ihnen endlich Ihre furchtbar quälende Frage nach der UN-Truppe zu beantworten (ich finde dies weniger wichtig): was Israel und Syrien anbetrifft, so dürften beide denken „vielleicht sind die ja irgendwie auch nützlich, bezahlen tun die eh andere, jedenfalls nicht das eigene Verteidigungsbudget. Solange die also keinen ‚Schaden‘ anrichten, können die da auch als Puffer bleiben – solange wir das zulassen!“
    Im Falle einer ernst zu nehmenden militärischen Auseinandersetzung zwischen beiden Armeen spielen die aber überhaupt KEINE Rolle, bestenfalls als Folkloretruppe und Hasenfüsse. Das hat die Geschichte der UN leider zu häufig bewiesen. Aktuell: siehe deren Wirkmächtigkeit INNERHALB eines Landes, geschweige denn erst ZWISCHEN zwei hochgerüsteten Staaten!
    Dass Sie sich auf Aussagen ausgerechnet ehemaliger Sowjet-Offiziere berufen möchten (USS Liberty) finde ich – mit Verlaub – reichlich abenteuerlich. Ich empfehle da noch andere Quellen zu nutzen. Schliesslich sind das Armeeangehörige, von denen man weiss, dass die aus einem Staat kommen, der fast ununterbrochen von ‚lupenreinen Demokraten‘ beherrscht wurde – und weiter wird. Ganz toll auch die angeblich vorbereitete „Sowjetinvasion“ an und auf den Stränden Israels – wiie verlässlich doch diese Quellen sind! Wie war das noch mal mit der ‚Hasbara‘ ?
    P.S.: fragen Sie doch mal noch andere, WESHALB die keinen Klarnamen hier benutzen…
    MfG, galim
     
     

  19. Da Galim und Jane hier von israelischer Aggression 1967 schreiben, zitiere ich den Linkssozialisten Simcha Flapan: 6 JUNI 1967 der israelisch-arabische Krieg, Borochov-press, sozialistisch-zionistische-monographien, Frankfurt am Main, Ausgabe September 1969, erschienen zuerst in der November-Ausgabe 1967 der „Temps Modernes“
    „Der Krieg war unvermeidlich geworden, nicht nur, weil Israel einer durch Gewalt auferlegten Blockade nicht zustimmen konnte, die der erste Schritt in einem erbarmungslosen Kampf zur Auslöschung aller Spuren „der Aggression von 1948″ war, sondern auch, weil Nasser sich als unfähig erwies, Herr der Situation zu bleiben und die Krise durch irgendeinen politischen Kompromiß beizulegen. Im Angesicht einer ungeheuren Armee, die ungeduldig den Marschbefehl erwartete, und der Palästinenser, denen es in den Fingern juckte, endlich zu schießen, und die nach Rache schrien, und der ganzen arabischen Welt, die Opfer einer wahnsinnigen Kriegshysterie geworden war, konnte Nasser tatsächlich nicht mehr zurück, selbst wenn er es gewollt hätte.“ Seite 68
     
     

  20. Herr Pfeifer, wir woll’n doch mal die Dinge vom Kopf auf die Füsse stellen ! Ja, ich benutze einen Namen, der nicht an meiner Wohnungstür steht. Wie übrigens fast alle, die hier posten. Sie tun das meistens aus Selbstschutz heraus, weil sonst jeder Nachbar/Vorgesetzer/Arbeitgeber/Behörden usw. ganz einfach ‚googeln‘ könnte, WER, WAS in einem JÃœDISCHEN Forum sagt oder meint vertreten zu müssen. Sehr viele ‚Personaler‘ machen das längst schon, und deshalb hier nicht mein Klarname! Ansonsten besitze ich noch einen weiteren Pass – und siehe da, dort steht tatsächlich dieser nickname drin…
    Und nun zu Ihrem Statement zur „unverbesserlichen“ Jane: Bei Politikern heisst das meistens: „Und wenn man nicht mehr weiter weiss, dann gründet man ’nen Arbeitskreis.“ Bei manchen Juden läuft das ähnlich: wenn einenm die besten Kenntnisse und Argumente ausgehen, dann – ja dann – schwingen nicht wenige die sog. Antisemitismuskeule, je nach jeweiliger Opportunität ! 
    Dazu ein Beispiel: am Donnerstag, den 8. Juni 1967 griffen Jagdbomber und Torpedoboote Israels einen fast unbewaffneten US-Aufklärungstender – ausserhalb der Hoheitsgewässer – an. Ergebnis: 34 tote Matrosen, 172 zum Teil sehr schwer Verletzte auf der USS Liberty.
    Und warum wissen davon so wenige? Klar doch, Präs. Johnson hatte damals genug an der Backe, auf dem Höhepunkt des Vietnamkrieges. Daher strikte Geheimhaltung (von MacNamara) darüber angeordnet!!
    Nur (!) 20 Jahre später zahlte Israel 13 Mio. US-Dollar als Entschädigung an die Hinterbliebenen und Verstümmelten (die es natürlich auch noch gibt).
    Niemals wurde aber die wirkliche Absicht dieser kriegsverbrecherischen (= so. die Hinterbliebenen) Aktion aufgeklärt. Die israelischen Streitkräfte sind allgemein hoch-qualifiziert, so dass ein „Versehen“ ausgeschlossen werden kann ! Wer kann es also den Familien der unmittelbar Betroffenen verdenken, dass sie eine wirklich unabhängige Untersuchung – bis heute – einfordern ?
    Auszug aus dem Statement deren Vereinigung: „… the crime (the murder) would be covered up, so strong is the influence of the Israel Lobby* in our Congress and White House…“ (* AIPAC z.B.)
    Sinngemäss weiter: Unsere Forderung auf eine unabhängige Untersuchung wird meistens mit dem Vorwurf „ANTI-SEMITISM“ pariert. (da ist es…, no coment).
    Deshalb meine Empfehlung, nicht so schnell mit solch einem Vorwurf kommen, auch dann, wenn einem ’ne Sache nicht so recht passt ! Und der 6-Tage-Krieg hat ganz bestimmt mehr Facetten, als man irgendeiner Geschichtslehrerweisheit, zumal denen vom Staate bezahlte, glauben schenken mag.
    Ich kenne mich da übrigens ziemlich gut aus: Wer da unten nicht richtig ‚auf Linie‘ ist, wird leicht als Verräter abgestempelt. (Gilt natürlich auch für alle Gegner der eigenen Seite.) Das hat nichts mit „Anlitz von dieser Erde tilgen“ usw. zu tun…
     
     

    • Galim, ich kann es nicht glauben, die Bundesrepublik ist also wenn wir Ihnen glauben könnten, ein Land, in dem jemand, der seine politische Meinung äußert, willkürlichen Maßnahmen von Arbeitgebern ausgesetzt. 
      Nun zu dem USA Schiff Liberty. Isabella Ginor und Gideon Remez schildern auf Grund von Dokumenten und Interviews mit ehemaligen Offizieren der Roten Armee, die auf sowjetischen Schiffen im Mittelmeer auf eine Landung in Israel vorbereitet wurden.
      Ich habe dieses Buch gelesen und fand die Konsequenz ganz logisch, dass dieses Schiff irrtümlich beschossen wurde. Sie Galim wissen natürlich, dass die israelische Armee, Luftwaffe und Marine perfekt ist, dass dort keine Menschen sind, sondern perfekte Kampfmaschinen. (Ironie!)
      Da ich vier Jahre meiner Jugend in einer militärischen Formation verbrachte, weiß ich, dass im Krieg Menschen gegen Menschen kämpfen und das Menschen im Krieg Fehler machen.
      Was Jane anlangt, wer mit derartigen Emotionen copy und paste betreibt, wer sich auf einen Staat einschießt und da keine Nuancen bemerkt, auf der einen Seite die guten „Postzionisten“ (nennen wir sie so) auf der anderen Seite die bösen Zionisten, der traue ich nicht.
      Ich habe hier nie behauptet, dass der Staat Israel nicht kritisiert werden darf, meine aber dass dies nicht mit doppelten Standard geschehen soll und dass man schon den historischen Kontext kennen soll. Die Wenigen, die versuchen Israel als einen perfekten Staat darzustellen, in dem lauter Engel leben, machen sich lächerlich, diejenigen aber, die am Staat Israel alles kritisieren bzw. auch bereit sind diesen Staat zu dämonisieren, seine Geschichte zu fälschen, die zum Boykott aufrufen und sich verbünden mit Islamisten und/oder arabischen Nationalisten, die werden in Deutschland bei gewissen Kreisen gerne gesehen. Es gibt eine ganze Industrie der „Israelkritik“ und wissenschaflich auf ganz schwachen Beinen stehende Bücher über israelische Geschichte und Israel.
      Ich finde es gut, dass Israel eine offene Gesellschaft ist, in der die Medien die eigene Regierung scharf kritisieren, auch wenn dies von denen, die sich für halb tribale Gesellschaften einsetzen, in denen heute der Judenhass zum Mainstream gehört.
      Ich habe gestern einen Vortrag vor jungen Amerikanern in wien gehalten. Eine junge Dame fragte mich, was ich glaube, geschehen würde, wenn es keinen Staat Israel mehr geben würde. Meine Antwort war, der schon jetzt schlimme Antisemitismus in Europa würde noch viel aggressiver werden.
      Wie Sie sehen, habe ich Ihnen auf Ihre Fragen, Einwände geantwortet. Sie aber blieben eine Antwort schuldig. Daher wiederhole ich meine Frage >>Seit 1973 gibt es eine UNO Friedenstruppe am Golan, die Syrien und Israel trennt, wollen Sie auch deren Rolle leugnen?<<
       
       
       
       
       
       
       
       

  21. belanglos, wie auch immer „sie“ die AnFÃœHRER sich zu nennen pflegen …Palästiraber …Arabinenser …auf gut „bayrisch“ vollkomm „Wuurscht“ …

  22. “Als die jordanische Artillerie das Feuer eröffnete, fielen etwa 6.000 Granaten auf jüdische Viertel im Westen von Jerusalem. 1.000 Israelis wurden verwundet. Nach mehreren Warnungen an die Jordanier überquerte die IDF schließlich die Waffenstillstandslinien von 1949 und nahm die Gebiete ein, aus denen heraus Israel bedroht und angegriffen worden war.
     
    …
     
    Jordaniens Eroberung von Jerusalem im Jahr 1948 war das Ergebnis dessen, was der UNO-Generalsekretär Trygve Lie als den ersten Fall von „bewaffneter Aggression“ nach dem Zweiten Weltkrieg bezeichnete.“
     
     
    Der Sechs-Tage-Krieg ist ganz genauso wie ALLE anderen arabischen Aggressionen – Unabhängigkeitskrieg – Yom Kippur-Krieg – Libanon-Krieg – und und und – blutig mordender Terror – eine zutiefst logische Folge der NICHTumsetzung des eindeutig formulierten Völkerbund(UN)mandates für sog. Palästina – WAS denn sonst?????
     
    Interessen- u. “rassen“geleitete Behinderung einer womöglich gerechten friedlichen Lösung wurden FORDERND favorisiert und gewaltsam durchgesetzt. …befremdlich, “sich“ im Nachhinein darüber dann auch noch glauben wundern zu müssen?
     
    “ …der jordanische Anspruch??? auf die Hoheit über Jerusalem …“
     
    “Man“ sollte meinen, “die“ haben wahrlich GENUG “Landnahme“ ohne irgendein Mandat von sog. Palästina abbekommen und OHNE dass es ihnen je vorher gehörte (Herrscherfamilie)!
     
    …zutiefst ungerechte Teilung (78/22%) sog. Palästinas – nun ist es so …Wirklichkeit …Realität …Ist-Zustand …

  23. @galim@ Es gibt einen großen Unterschied zwischen uns, ich poste unter meinem Namen und Sie verstecken sich hinter einem Decknahmen und ich versuche auch mit Ihnen eine vernünftige Diskussion zu führen, denn ich will doch hoffen, dass Sie kein Zyniker sind.
    Ich  habe nur auf das reagiert was Sie schrieben: >Die von Ihnen bemühten Sinai-UNO-Soldaten wurden in Wirklichkeit weder von Israel noch von Ägypten irgendwie für voll genommen – wären es auch heute wohl kaum. Nachon ?>
    Ich fragte, >Seit 1973 gibt es eine UNO Friedenstruppe am Golan, die Syrien und Israel trennt, wollen Sie auch deren Rolle leugnen?>
    Warum antworten Sie nicht auf solch eine einfache Frage?
    Was Ihre Frage zum Angriff auf ein Schiff der US Marine betrifft gibt es verschiedene Versionen. Ich halte die von Isabella Ginor und Gideon Remez für die wahrscheinlichste und rate folgendes zu lesen:
    http://www.n-tv.de/politik/dossier/Wie-der-Konflikt-ausbrach-article343300.html
    http://hnn.us/node/41201
    http://hnn.us/roundup/archives/14/200706#40319
     
     
     
     

  24. Ja, ja, Herr Pfeifer, schimpfen Sie ruhig weiter. Das wird auch wirklich den letzten dann überzeugen hier.
    Da Sie ja die Rolle des ‚Zwerg Allwissend‘ in diesem Forum übernommen haben: Hätten Sie auch dafür eine plausible Erklärung, weshalb die IL-Luftwaffe mitten im 6-Tage-Krieg ein Begleitboot der US-Mittelmeermarine angegriffen und bombardiert hatte, bei dem etliche amerikanische Matrosen das Zeitliche hatten segnen mussen ?
    Schließlich geht’s ja darum hier, WER denn Agressor und WER ein Angegriffener geworden ist !
    (…und sagen Sie bitte nicht, dass das aus „Versehen“ passiert war)
     
     

  25. riciano, Jane ist nicht interessiert am Ist-Zustand. Sie kann und will Realitäten nicht zur Kenntnis nehmen. Wie alle Antisemiten ist sie auch besessen von diesem Thema.
    Und ihr Problem sind nicht irgendwelche wirkliche oder herbeiphantasierte Fehler Israels sondern, dass Juden sich erfrechen einen eigenen Staat zu haben. Und wie andere moderne Antisemiten, beteuert sie wie sehr sie die Juden liebt und dass eben deswegen und sich berufend auf professionelle jüdische und jüdisch-israelische Alibizeugen sollte doch Israel das oder jenes tun. Befriedigung würde sie nur spüren, wenn Israel vom Antlitz der Erde verschwinden würde. Denn wenn Israel perfekt und alle Israelis Engel wären, auch dann wäre Jane nicht zufrieden.
     
     
     

  26. „Dass ein??? Land??? mit einer solchen Agenda eine ständige Bedrohung für seinen Nachbarn darstellt und dauernd für Spannungen sorgt, liegt auf der Hand.“

    Jane – ALLE TATSACHEN dokumentieren eindeutig, dass Ihre Feststellungen logisch auf all jene Nachbarn Israels zutreffen, welche schon unmittelbar bei StaatsWiedergründung Israels mit ihren pervers blutigen VernichtungsAggressionen gegen Israel nachweislich dshihadierten, wenngleich wenig besonders erfolgreich – so sind nun mal die Fakten – ungeachtet dessen, dass Sie scheinbar völlig faktenresident Gegenteiliges zu salutieren versuchen – es glaubt Ihnen jedoch KEINER!

    Jane, Sie machen sich wirklich lächerlich:

    “ …seit seiner Gründung ein auf Expansion angelegtes Unternehmen …“

    http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Map_of_expansion_of_Caliphate.svg&filetimestamp=20120126201701

    Finden Sie solches Material über das Volk Israel????????????

    Sie sollten Ihre hassgetränkten Agressionsvorwürfe an ganz andere Despotistans richten!

    Unter allen islamisch geprägten Staaten der Welt gibt es KEINE einzige Demokratie, welche NICHT auch nur im Traum daran denken würde, irgendwelche „weltlichen ungläubigen Menschenrechte“ zu achten – KEINE Einzige!!!

    Hierbei handelt es sich um schlicht eine sachliche FESTSTELLUNG – keinerlei Wertung – einfach Betrachtung des I S T-Zustandes – wurklich Jeder kann es sehen! 

  27. Jane, hat das Pulver entdeckt. Sie klammert den kalten Krieg heraus. Natürlich war die USA interessiert, den sowjetischen Einfluß im Nahen Osten einzuschränken bzw. zu beseitigen und das ist auch gelungen.
    Warum, wenn das alles so war, haben dann die arabischen Anführer den Krieg gegen Israel gefordert, warum haben sie in schrillen Tönen ihre Absicht bekanntgegeben Israel zu liquidieren?
    Hussein ist auf das große Ehrenwort von Nasser hereingefallen. Hätte er Jerusalem nicht bombardieren lassen. So wären die von ihm administrieren Gebiete des ehemaligen britischen Mandats noch heute in jordanischen Händen.
    Jane hat sich auf das gefährliche Israel eingeschossen und wird wahrscheinlich uns mit weiteren copy past und ihren unsäglichen Mantras „beglücken“.
    Wenn es in Syrien bereits über 13000 Todesopfer gibt, dann ist für Jane natürlich das gefährlichste Problem des Nahen Ostens Israel. Denn was kümmert es Rassisten wenn Araber zu Tausenden sterben. Einzig und allein Israel ist interessant, das aber Jane und ihren Kameraden nicht den Gefallen tun will, kollektiv Selbstmord zu begehen.
     

  28. Danke, Herr Pfeifer, für diese Zuschreibung.
    Wenn also heute retrospektive Betrachtungen das Geschichtsbild zurechtrücken können, dann bin ich nicht ungern ein – in Ihren Augen – vermeintlicher „Geschichtsumschreiber“.
    (Die von Ihnen bemühten Sinai-UNO-Soldaten wurden in Wirklichkeit weder von Israel noch von Ägypten irgendwie für voll genommen – wären es auch heute wohl kaum. Nachon ?)
     
     
     

    • Galim entweder sind sie ein Zyniker oder ein Ignorant.
      Seit 1973 gibt es eine UNO Friedenstruppe am Golan, die Syrien und Israel trennt, wollen Sie auch deren Rolle leugnen?
       

  29. Wohlweislich fängt der Artikel nicht mit Israels Überfall auf Ägypten an. Dass Jordanien eingreifen würde war klar, hatten Ägypten und Jordanien doch gerade einen Verteidigungspakt geschlossen, was Israel wohl auch bekannt gewesen sein dürfte.
     
    Dass Israel von „angriffsbereiten arabischen Armeen eingekreist“ und Angst um seine Existenz haben musste, gehört somit ins Reich der Mythen. Israelische Politiker wie Militärs haben später bezeugt, tatsächlich bestand für Israel seinerzeit keine akute Kriegsgefahr. Yitzhak Rabin, 1967 Stabschef der Armee, „glaubte nicht, dass Nasser Krieg wollte. Die zwei Divisionen, die er in den Sinai schickte, reichten für eine Offensive nicht aus. Dies wussten er und wir.“ Auch der Likud-Politiker Menachem Begin, damals Mitglied einer Regierung der Nationalen Einheit, äußert sich in seinen Erinnerungen ähnlich. „Wir müssen zu uns selbst ehrlich sein. Wir trafen die Entscheidung, ihn anzugreifen.“ Und der ehemalige Außenminister Abba Eban erinnert sich in seinen Memoiren, „Nasser wollte keinen Krieg, er wollte den Sieg ohne Krieg.“


    Auch General Matti Peled räumt am 3. Juni 1972 im Gespräch mit der französischen Zeitung Le Monde ein, es sei ein „Bluff“ gewesen, die Vision von einer „tödliche Gefahr für Israel“ heraufzubeschwören – das Land habe sich seit 1949 niemals in einer solch prekären Situation befunden. „All jene Geschichten über die große Gefahr, der wir wegen unseres kleinen Gebietes ausgesetzt waren, kamen erst auf, als der Krieg zu Ende war, sie spielten in unseren Ãœberlegungen vor Ausbruch der Feindseligkeiten keine Rolle.


    Die Wahrheit, über welche wohl auch nicht unbedingt die israelische Zivilbevölkerung im Bilde war, Israel war seit seiner Gründung ein auf Expansion angelegtes Unternehmen – so taten die Israelis in den 50ern alles um jeder Einigung aus dem Weg zu gehen; Zwischenfälle an den provisorischen Grenzen waren Teil des Planspiels, welches durch immer neue Konflikte zu letztlich mehr Landgewinn führen sollte (durchschaubar und recht deutlich belegt wird dies, wenn man die Tagebücher des früheren israelischen Premiers Moshe Sharett liest) – im Prinzip ist das die Situation noch heute. Bereits im Jahr 1949 hatten die Israelis die Möglichkeit eines umfassenden Friedensvertrags mit ihren Nachbarn auf der Grundlage des Teilungsplans der UNO, dem sie zuvor ‚vorläufig‘ akzeptiert hatten, eine Absage erteilt.
     
    Das oft rücksichtlose Vorgehen gegenüber den Belangen der Nachbarn, war dadurch ein ebenso logischer Bestandteil einer Strategie, die auf fortwährenden Konflikt abzielt, wohlwissend um die eigene militärische Überlegenheit. Die Spannungen, die Drohungen der Nachbarn, die dem 6-Tage Krieg vorausgingen, waren auch nicht irgend einem angeblichen Antisemitismus zu danken, sondern dem Umstand, dass Israel sich daran machte den Nachbarn das Wasser abzugraben und mit militärischen Überfällen auf die Nachbarn widerum deren Maßnahmen zur Sicherung eigener Wasservorräte sabotierten. Hinsichtlich dieser Zusammenhänge, hat das national-zionistische Narrativ mal wieder komplett die Delete Taste gedrückt, wie so oft.
    Die Erweiterung der israelischen Landmasse war schon mit der Gründung anvisiert. Auch die Suezkrise in den 50ern hatte Israel mit herauf beschworen in der Hoffnung weiteren Landgewinn zu machen – in diesem Fall machten die Verbündeten UK und USA Israel einen STrich durch die Rechnung, zu gerne hätte es den Sinai behalten – das warj ja der eigentliche Zweck der Ãœbung. Schon aus diesem Grund hatten israelische Agenten 1954 Bombenanschläge auf amerikanische Einrichtungen in Ägypten als Fals Flag Aktionen durchgeführt, welche man den Muslim Brüdern in die Schuhe schieben wollte, um so möglichst eine friedliche Einigung hinsichtlich des Abzugs der Kolonialmächte und über die Abfindung über den Suezkanal, zu sabotieren. Die Sache flog dann allerdings auf.
    Die Einnahme des West-Jordanlandes undGazas stand natürlich schon lange auf der Agenda.
    Der damalige Luftwaffengeneral Mordechai Hod erinnert sich heute: „16 Jahre Planung gingen in diese entscheidenden 80 Minuten ein. Wir lebten mit dem Plan, wir überschliefen den Plan, wir verzehrten den Plan. Wir perfektionierten ihn ständig.“ Schon Ende 1966 kam es zu einem Treffen zwischen dem Außenministerium, dem Militärgeheimdienst und dem Geheimdienst Mossad, um Szenarien über die Zukunft der Westbank zu besprechen.


    Warum entscheiden sich die Israelis Anfang Juni 1967 für einen Präventivschlag, obgleich keine „tödliche Gefahr“ besteht? Für die Generalität gibt es keinen Zweifel, dass die israelische Armee in der Lage ist, „Jerusalem und die Westbank zu befreien“. Die CIA diagnostiziert im Mai 1967, Israel könne einen Krieg innerhalb weniger Tage beenden. Für US-Verteidigungsminister McNamara stellt sich höchstens die Frage, ob es fünf oder zehn Tage dauern werde – auf alle Fälle erhält die israelische Regierung von den USA grünes Licht für einen Angriff. Es kommt zu intensiven Konsultationen zwischen Tel Aviv und Washington. Israels Befürchtung, es könne wie 1956 um die Früchte des Sieges gebracht werden, zerstreut das Weiße Haus nachdrücklich.


    http://www.freitag.de/2007/22/07220601.php


    Dass ein Land mit einer solchen Agenda eine ständige Bedrohung für seine Nachbarn darstellt und dauernd für Spannungen sorgt, liegt auf der Hand.

  30. Galim Sie vergleichen Äpfel mit Birnen.
    Und auf den von Nasser geforderten Rückzug der UNO Friedenstruppe aus der Halbinsel Sinai gehen Sie gar nicht ein. Warum wohl?
    Aber wir merken es die Geschichtsumschreiber sind am Werk zu denen auch Galim gehört.

  31. Werter Herr Pfeifer,
    Blut ist heisser als Gedenksteine. Falls die Bundesrepublik Deutschland – aus welchen Gründen auch immer – ungefragt beschließen sollte den Nord-Ostsee-Kanal zu sperren (einem Akt Mitten auf dem eigenen Territorium) dann wäre dies wohl sicherlich für seefahrende Nachbarn unangenehm und zweifelsohne reichlich unfreundlich…, geschenkt! Meinetwegen auch noch sekundiert von irgendwelchen devoten Radio-Quatschköppen des Bundeskanzleramtes.
    Aber ganz bestimmt noch lange kein ernst zu nehmender Grund, dass – sagen wir mal – Dänemark oder Russland ihre Luftwaffe aufsteigen lassen müssten. Selbst ein Herr Pfeifer dürfte das wohl einsehen können – zumindest aber den Gedanken wagen.
     
     

  32. “… gehört und noch während der militärischen Auseinandersetzung die Al Aksar Moschee und den Felsendom hätte sprengen lassen, dann wäre das natürlich ein Riesengeschrei geworden. Nur heute wäre dann vermutlich viel mehr Ruhe und Gelassenheit da unten eingetreten, und die Moslems hätten sich wahrscheinlich irgendwann mal wieder auf ihr eigenes höchstes Heiligtum in Mekka zurückbesonnen. Aber das sind natürlich immer wieder die berühmten “hätte”-Annahmen ohne realen Gegenwert…“
     
    Möglicherweise werden „Solches“ dshiahdhasserfüllte Moslems mit ihren immer weiter reichenden Raketen auf Israel selbst tun – so scheint es, nimmt “man“ deren deutlichst formulierte Drohungen zur Kenntnis – “schuld wäre dann natürlich Israel, weil dies ja schon immer so war“ – die muslimisch-arabische Hetzpropaganda der CHEFdrahtzieherFÃœHRER sorgt stets “zuverlässig“ dafür – die “dumpe Masse der einfachen Menschen“ hat “gefälligst zu gehorchen“ und wird NICHT gefragt!

  33. Galim, klar doch, die Sperrung des Suez Kanals für die israelischen Schiffe, die von Nasser geforderte Abziehung der UNO Truppen von der Sinai Halbinsel, dem die UNO binnen 24 Stunden gefolgt ist all das, wie auch die arabischen Karikaturen waren nur leere Drohungen wenn wir Galim glauben könnten. Und Jordanien wurde gebeten, nicht Israel anzugreifen, doch König Hussein glaubte Nasser und griff an. Das allerdings kann auch Galim nicht leugnen.
    Und ob es ein politisches Modus vivendi mit Nasser hätte geben können, daran darf man zweifeln.
    Und anscheinend ist Galim total durchgedreht, wenn er die Sprengung der Moscheen für eine gute Idee hält. Israel konnte sich ja nicht so verhalten, wie Jordanien, dass Synagogen in Jerusalem sprengte und jüdische Grabsteine zum Bau einer Militärtoilette benützte.
    Übrigens vor Jahren ging ich mit meiner Frau spazieren auf der griechischen Halbinsel Chalchidike und plötzlich sah ich eine Villa mit einer Terrasse, die aus jüdischen Grabsteinen errichtet wurde.
     
     
     

  34. Der hier immer wieder alljährlich runtergeleierte Quark zum 6-Tage-Krieg ist so abgedroschen, dass man’s kaum noch hören kann. Stets nach dem Motto über die ach so schlimme „Bedrohung“ durch Jordanien, „Werft sie ins Meer“-Lyrik usw. usf. Das ganze gehört nun mal zur Rhetorik israelischer Staatsraison und Angriffs-Apologetik. In IL wird sowas von den meisten Militärhistorikern als ‚Hasbara‘ (= Propaganda) abgetan.
    Wahr ist: Es gab damals die Opportunität und politische Konstellation, angeführt durch Mosche Dajan und seinem „kalten Staatsstreich“, Ägypten erfolgreich anzugreifen. Dumm halt von King Hussein, sich auch noch (selbstverschuldet) darin verwickeln zu lassen. Militärisch war Israel in Wahrheit bereits damals deutlich überlegen !
    Allerdings: Hätte der damalige General Narkis auf seinen obersten Militär-Rabbiner (als Scharfmacher) gehört und noch während der militärischen Auseinandersetzung die Al Aksar Moschee und den Felsendom hätte sprengen lassen, dann wäre das natürlich ein Riesengeschrei geworden. Nur heute wäre dann vermutlich viel mehr Ruhe und Gelassenheit da unten eingetreten, und die Moslems hätten sich wahrscheinlich irgendwann mal wieder auf ihr eigenes höchstes Heiligtum in Mekka zurückbesonnen. Aber das sind natürlich immer wieder die berühmten „hätte“-Annahmen ohne realen Gegenwert…
     

  35. „Israel hatte historische Rechte auf Jerusalem – ja, das restlich verbliebene Gebiet Cisjordanien – 22% des „historischen Palästina“ – , die im britischen Mandat – völkerrechtsverbindlich - eingebettet waren.“

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