Prostitution: Freier sollen bestraft werden

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Das Ministerialkomitee für Gesetzgebung hat am Sonntag einen Gesetzentwurf gebilligt, demzufolge die Inanspruchnahme sexueller Dienstleistungen in Zukunft mit Gefängnisstrafen von bis zu sechs Monaten bestraft werden soll…

Inanspruchnahme sexueller Dienstleistungen soll verboten werden

Der nun zur Abstimmung in der Knesset vorgelegte Entwurf, entspringt einer Initiative der Vorsitzenden des Knessetunterkomitees gegen Frauenhandel, Orit Zuaretz (Kadima). Wer zum ersten Mal dabei erwischt wird, wie er sexuelle Dienste in Anspruch nimmt,  soll demnach an einem Programm teilnehmen. Dort soll über die gesundheitlichen Risiken, die Gesetzeslage und die Umstände aufklärt werden, unter denen Prostituierte tätig sind. Wer zum ersten Mal geschnappt wurde, und das Programm erfolgreich absolviert hat, wird erst einmal nicht angeklagt. Erst bei der zweiten Verhaftung folgt eine Angezeige und erst dann wird der Fall zur Anklage gebracht.

Zuaretz erklärte, um die Prostitution einzuschränken, dürfe sich der Staat nicht auf die Verfolgung von Zuhältern und Frauenhändlern beschränken, sondern müsse auch aktiv gegen die Kunden vorgehen. Ähnliche Gesetze gäbe es auch bereits in anderen Ländern, dort hätten sie zu einer deutlichen Senkung der Prostitution geführt.

Haaretz, 12.02.12

11 Kommentare

  1. Der Kindesmissbrauch findet zu > 90% im engsten sozialen Umfeld statt, >50% der Täter sind Familienangehörige 1. Grades, zu 30% der eigene Vater.
    Nach deiner Logik müsste man nun die Familien verbieten da hier der meiste Missbrauch stattfindet.
    Steuern dann auch -> Steuerhinterziehung, und Arbeiten auch gleich -> Schwarzarbeit….
    Verbote sind immer ein schlechter Weg um Menschen zu helfen.

    Es ist ungehörig, unfair den Huren gegenüber, Kindesmissbrauch überhaupt mit Prostitution in Verbindung zu bringen. Wer Prostition kiminalisiert trifft meist das schwächste Glied, die Huren selber, und wenn man schaut wie es in Ländern ausschaut die ein moralisches Drama um Hurerei machen.
    In Deutschland und Niederlande herrscht ein offenes Klima gegenüber Huren, das heisst ja nicht das alle Prostitution gut finden, aber dadurch das es im öffentlichen Raum passiert sind die Akteure auch geschützt.Erst bei Verboten wird es in schmierige Hinterzimmer abgedrängt, mit Verboten schafft man erst den Markt für die organisierte Kriminalität, erts dann „lohnt“ sich das Business mit Zwangsprostitution usw..

  2. Das Gesetz soll darauf abzielen, daß Kinder und Frauen geschützt werden vor der Gier von Freiern, der Rest ist sozusagen „Volkswirtschaft“: keine Nachfrage, kein Angebot.

    In muslimischen Ländern (und entsprechenden „Exklaven“), tragisch, ist die Frau weitestgehend ihrer Selbstbestimmung beraubt. Auch den Leuten mit solchem „kulturellem“ Hintergrund sollte also das Geschäft „Prostitution“ erschwert werden.
    Manche von ihnen aber werden nicht aufhören ihren „Kampf“ weiterzuführen, also ua (nichtmoslemische) Kinder zu verführen oder zu entführen, um sie zu schänden und „verbrannte Erde“ zurückzulassen.
    Wenn ein Jude und/oder ein Deutscher (usw) soetwas tut, dann nennen wir es „krank“ und/oder „kriminell“, wenn aber „islamistische Kämpfer“ es tun (und es geschieht!), dann wird es -wenn überhaupt thematisiert!- „Widerstand“ genannt. Dieser „Widerstand“ nicht nur gegen Juden, sondern gegen alle Nichtmoslems und alle „Moslems“, die gegen solche „Ambitionen“ Einwände haben.
    Den Serben hat man ähnliches nicht durchgehen lassen.

    Es bleibt krank, es bleibt ein Verbrechen gegen die Menschen!
    Das ist eben der Unterschied, wenn wir schon von „Moral“ sprechen sollen, dann also vom schiefen Standard zB aus Deutschland an Israel usw.
    Und nicht zu vergessen, daß es auch reichlich Nichtmuslime gibt, die auf die ‚Würde des Menschen‘ keinen Wert geben…

    Dein Sorge (dem Erstarken organisierter Kriminalität) erscheint ein stückweit berechtigt, zB zum Vergleich das Alkoholverbot Anfang des 20.Jahrhunderts in den USA, wo im Untergrund glänzende Geschäfte erblühten.
    Für den Bereich „Prostitution“, gerade auch in Israel, ist das etwas anderes, denke ich. Juden sind genau so „Ficker“, wie meinetwegen Peruaner, aber ich denke, daß Juden in Israel nicht soviel Kummer damit haben werden, wenn Freiertum demnächst unter Strafe steht.

    Mal ’ne Frage.
    Wenn Dir jemand erklärt, daß durch die (legale/halblegale) Prostitution die Rate an Vergewaltigungen zurückgehen würde, würde Du das glauben?
    Meine Antwort: dem ist nicht so. Leider.
    Aber, es würden wenigstens für den „Geschäfts“-Bereich Israel weniger Menschen zur Prostitution hingefoltert werden, das ist die Hoffnung dahinter, wenn der Freier (ob jüdisch oder nicht) selbst sich sehr genau fragen muß, was er da eigentlich tun will. Und mal nebenbei, sehr „jüdisch“ ist das alles sowieso nicht…

    Wenn Du glaubst, daß durch die Legalisierung der Prostitution (wie in Berlin) die Kriminalität rundherum verschwindet, dann unterliegst Du einem Trugschluß.

    Es geht nicht darum, daß es Frauen gibt, die ganz von sich aus „kühl“ ihre Dienste anbieten, wie Du selbst schon sagst, auch ich „will mich nicht über andere moralisch erheben“, aber ich finde, daß der Schutz der Menschen Vorrang hat vor den Geschäftsideen mancher Frauen oder der Gier mancher Freier.

    „Das älteste Gewerbe der Welt“?
    Wirklich? Ein geflügeltes Wort, und meist wird auf die sogenannte „Tempelprostitution“ verwiesen als dem Anfang solcher „Geschäfte“. (Davor gab’s keine „Geschäfte“? Glaubst Du das?)
    Und, es hat sich nicht einmal (im engeren Sinne) um Geschäfte gehandelt. Abgesehen davon ist die historische Authentizität der ‚Tempelprostitution‘ nicht erwiesen.
    Dazu magst Du den kurzen Artikel „Tempelprostitution“ bei ‚wikipedia.de‘ nachlesen.
    Geflügelte Worte sind nicht immer wahrheitsgemäße Worte.

    Und warum Kinder, fragst Du? Ich überlasse es Deiner Phantasie.
    Das spricht (vielleicht) für Dich. Viel Glück, hoffentlich verstehst Du es niemals!

    Noch was vergnügliches.
    http://www.youtube.com/watch?v=Cm5hvwfXzgc

     
     

  3. Was haben Kinder mit Prostitution zu tun?
    Ich finde Prostitution auch recht zweifelhaft, aber es steht mir nicht zu, mich über andere moralisch zu erheben. Auch ist es eben das älteste Gewerbe der Welt.
    Man kann sowas nicht verbieten, man kann es nur verdrängen, dann landet es ausserhalb jeder staatlichen Kontrolle in den Fängen der harten Kriminalität.
    In Berlin ist Prostitution legal, überall, in Wohnungen oder Bordellen oder Strasse oder Clubs,
    viele nutzen diese Möglichkeit, Männer und Frauen, man kann die nicht alle kriminalisieren.
    ZUdem, es ist eben so, das evolutionärbedingt, Männchen den Impuls haben ihre Gene unters Volk zu bringen, wieso sollen andere Leute dann nicht diese Dienstleistung anbieten?

    Man schützt keine Mädchen und Frauen durch ein Prostitutionsverbot, schau in die islamische Welt, 50% der Bevölkerung, der weibliche Teil ist entrechtet, auch sexuell.
    Verbote nützen nur Geschäftemachern.

  4. Überrascht mich nicht, daß ich hier Gegenwind bekomme.

    >>„Sehr oft ist Prostitution sehr normal.“>>
    Das sehe ich anders. „Sehr oft…sehr normal“, nein.

    >>„…evolutionäres Bedürfnis…“>>
    Sex macht Spaß, zum Glück!
    Aber „Bezahlsex“ ist nicht „evolutionäres Bedürfnis“, „evolutionär“ ist es, durch Geschlechtsverkehr Kinder zu zeugen.

    Wie das Geschäft „Prostitution“ gehandhabt wird, das hat nichts mit „Evolution“ zu tun, sondern mit menschlichen Abgründen. Ja, es gibt „Freiwillige“, aber ist ihre Freiheit wichtiger als die der Kinder? Und wie viele der „Freiwilligen“ sind selbst als Kinder Opfer sexualisierter Gewalt geworden?
    Ich sage nicht, daß Frauen weniger Spaß beim Sex hätten als Männer, aber bei der Prostitution geht es ausschließlich um den „Spaß“ der Kunden. Das ist etwas ganz anderes.
    Geld verdienen ist häufiger kein Spaß, sondern bittere Notwendigkeit.

    >>„Das Gegenteil muss erfolgen, man muss Prostitution legalisieren, so reisst man es der Organisierten Kriminalität aus den Klauen.“>>
    Schade, das stimmt nicht. So oder so, die ‚organisierte Kriminalität‘ (und Co) wird sich nicht das Geschäft nehmen lassen, auch in Israel nicht. Trotzdem, je weniger Freier, desto weniger „Zwangsprostitution“. Das ist Sinn und Zweck der Sache.
    Das ist nicht Schutz der „Moral“, sondern Schutz der Mädchen/Jungen, Frauen, Familien.

    Oh, nicht zu vergessen den israelischen Pragmatismus. Wenn da also tatsächlich eine Frau ihre „Dienste“ ganz freiwillig anbietet, dann wird das schon berücksichtigt werden, davon gehe ich aus. Aber die Freier, die Mehrheit von ihnen, werden sich in Zukunft sehr genau fragen müssen, mit wem sie sich da eigentlich einlassen. Und das ist gut. „Zwangsprostitution“ (und Kindesmißbrauch) machten also nur „ein Promill“ aus? Das wäre schön.

  5. Das ist doch totaler Blödsinn. Prostitution ist genauso vielfältig wie andere Bereiche. Sehr oft ist Prostitution sehr normal. Wieso soll sich eine Hausfrau oder Studentin nicht ein paar Euro/Schekel dazu verdienen?
    Man kann ein evolutionäres Bedürfnis nicht einfach „weg verbieten“, wie man am Iran, Ein-Stundenehe sieht.
    Das Gegenteil muss erfolgen, man muss Prostitution legalisieren, so reisst man es der Organisierten Kriminalität aus den Klauen.
    Die Moralisten argumentieren eben nur mit Zwangsprotitution usw., oft macht die aber nur einen Promille Teil vom Ganzen aus.
    Prostitution legaliseren, wie in Deutschland, und Regeln aufsetzen, die Hure sollte Steuern und Sozialabgaben zahlen wie alle Selbständigen, und auch die gleichen Rechte geniessen.

  6. Finde ich übrigens sehr gut, diesen Gesetzes-Einwurf, und möge er umgesetzt werden!

    Wo keine Kunden Nachfrage stellen, da wird auch keine Ware mehr geliefert.
    Also weniger Menschen-/Mädchenhandel; mindestens ist dann (auch) ein für allemal klar, daß es sich bei solchen „Prozessen“ (der Handel, die Vergewaltigungen, die Verschleppungen, usw) um kriminelle Aktivitäten handelt, und nicht um „halblegale“ Geschäfte zum Gefallen der „Kunden“.

    Gut so, Israel!

  7.  
    Fällt mir einer ein: Moshe steht vor Rifkas Haus: Rifka! Rifka! Hab gehört, dein Mann ist nicht zu Hause?
    Ja, Moshe, er ist unterwegs.
    Nu, da kann ich doch schnell zu dir hinauf?
    Ja bist du jetzt vollkommen meschugge, Moshe, bin ich denn eine Hure?, ruft sie zurück.
    Darauf der Moshe ganz empört: Aber Rifka, von Zahlen war doch überhaupt keine Rede, …
     
     

    • @C.Fried,

      aja .. in deinen Augen ist Gaza ja so primitiv .. du weist ja ganz genau, wo du mit deinen merkwürdigen „christlichen“ Ansichten stehst.

      Hast du dir eigentlich mal überegt, wenn denn dann Vergewaltigung in der Ehe gilt (und das gilt eindeutig) .. wie ist es dann mit der Prostitution in der Ehe .. „Sex gegen neues Kleid“ oder so .. wer von beiden .. oder etwa beide? .. macht sich strafbar?

      .. oder Prostitution im Beruf .. „sich nach Oben schlafen“ .. ist das strafbar, oder doch eher schäbig .. oder doch verschwiegen anerkannt?

      Wie ist doch noch gleich die Korrelation zwischen Prostiutuionsverbot und Vergewaltigungshäufigkeit? .. egal ..   das „älteste Gewerbe der Welt“ ist ja grundsätzlich abzulehnen .. besonders von denjenigen die sich „Christen “ schimpfen .. sag nur Maria Magdalena ..

      Wenn den nun jemand als besonders israelphiler“ Vorzeigechrist“ hier herumlungert und mit dummen Sprüchen zur Prostituion seine primitive Meinung zum Gazastreifen kundtun möchte .. oki:

      Willkommen in der Hitparade der Peinlichkeiten!  
      C.Fried .. 10 Points! 

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