Stolpersteine in Eisleben

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Am 25. Januar werden in Eisleben weitere Stolpersteine gelegt…

Herr Demnig, der Schöpfer dieser Idee, kommt an diesem Tag selbst nach Eisleben und wird die Steine in Anwesenheit von Bürgern der Stadt und des Landkreises setzen.

Ort: Lutherstadt Eisleben, Freistraße 23 (Gegenüber dem Klosterplatz)
Zeit: 14. 00 Uhr

Die jüdische Familie Julius Moses wohnte in diesem Haus. Sie bestand aus dem Abteilungsleiter im Kaufhaus Goldstein, Julius Moses, aus seiner Ehefrau Johanna und dem Sohn Siegfried.
Julius Moses wurde, am 4 Dez. 1882 in Eisleben geboren und wohnte zuletzt im Kastanienweg 3b, dort wohnten einige Juden bevor sie nach Halle transportiert, am 01. Juni 1942 nach Sobibor gebracht und dort am 03. Juni vergast worden. Seine Frau, Johanna, geb. Wolff, erlitt das gleiche Schicksal wie ihr Mann. Siegfried Moses, der am 24. Feb. 1925 geboren wurde, ist nach Majdanek als Arbeitshäftling gebracht worden und ist am 27. Sep. 1942 umgekommen.

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Förderverein Eisleber Synagoge

2 Kommentare

  1. Die Nachrichten aus Eisleben, wenn ich mich recht erinnere, sind widersprüchlich: Einserseits gibt es einen Verein, der mit viel Engagement, Zeit und Kraft die alte Eislebener Synagoge resaturiert, andererseits gab es – wie gesagt, wenn ich mich recht erinnere – auch die Meldung, dass Stolpersteine, die schon verlegt waren, nachts aus dem Boden gerissen wurden.
    Und das schmerzt mich umso mehr, als ich familiäre Bindungen an diese Stadt habe.
     
     
     

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