Niederländischer Außenminister gegen voreilige Anerkennung von palästinensischem Staat

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Der niederländische Außenminister Uri Rosenthal hat sich im Rahmen seines Besuchs in Israel gegenüber der Jerusalem Post kritisch zu der jüngsten Anerkennung eines palästinensischen Staates durch mehrere lateinamerikanische Staaten geäußert und angekündigt, sich innerhalb der Europäischen Union gegen derartige Bestrebungen wenden zu wollen…

„Wenn dies ein Teil der Diskussion im Rahmen der EU werden würde, wäre ich definitiv nicht für solche Schritte. Wir müssen sehr bedachtsam und vorsichtig bei dem sein, was wir tun“, so Rosenthal.
„Wir haben in den vergangenen paar Monaten einige Fälle gehabt, wo manche der EU-Partner erpicht darauf waren, sich in vorpreschenden Initiativen zu engagieren, und ich war unter denen, die sagten: ‚Lasst uns eine ein wenig maßvollere Haltung an den Tag legen und besonders darauf achten, ob dies den Friedensprozess im Nahen Osten in seiner Gesamtheit weiterbringt.‘“

Zu Berichten, wonach zwischen den USA und der EU eine Art Arbeitsteilung à la good cop/bad cop geplant sei, meinte Rosenthal: „Ich höre das immer wieder. Ich möchte nicht in die Rolle des bad cop gesteckt werden; ich denke nicht, dass die Europäer die Rolle von bad cops einnehmen möchten.“

(The Jerusalem Post, 08.02.11, übers. f.d. Newsletter der israelischen Botschaft)