Keine Menschenfeindlichkeit in Köln – auch nicht an der „Klagemauer“

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Die Kölner „Klagemauer“ startete als Wand gegen Wohnungslosigkeit und Krieg vor 20 Jahren. Sie war der Ort einer freien Kommunikation  – heute ist davon nichts, aber wirklich nichts mehr übrig geblieben. Sie ist in einer extremen Einseitigkeit zu einer Dauerdemonstration gegen den demokratischen Staat Israel, zu einem Instrument einer einseitigen, hasserfüllten „Kritik“ an Israel verkommen. Mit den Prinzipien einer offenen, demokratischen, den Prinzipien der Meinungsfreiheit gerecht werdenden Diskussion hat dies nichts mehr zu tun. Diese „Antimauer“ tritt nicht für Toleranz und friedliche Lösung von Konflikten ein, sie macht diese geradezu unmöglich. Die „Klagemauer“ appelliert sowohl manifest als auch subtil an mörderische antisemitische Affekte…

Von Uri Degania

Sie vermittelt keine Botschaften des Friedens, sondern des Hasses gegen ein Volk, das wie kein anderes Opfer des nationalsozialistischen Rassenwahns wurde und dessen Existenzrecht als Staat nach wie vor von vielen Kräften in der Region nicht anerkannt wird. Hier, im Herzen unserer Stadt Köln, werden bösartige, Juden und den demokratischen Staat Israel verleumdende und beleidigende Zerrbilder zum tragischen Nahostkonflikt veröffentlicht. Hierdurch wird Hass in unserer Stadt gesät und ein Klima der Intoleranz erzeugt. Diese Ansammlung von Bösartigkeiten ist mit einer an Toleranz, Konfliktlösung und Friedfertigkeit orientierten politischen Kultur nicht vereinbar. Sie ist eine Schande für Köln!

Der Verantwortliche für diese „Klagemauer“, Walter Herrmann, hat im Februar 2010 ein primitiv antisemitisches Hetzbild veröffentlicht – auf diesem zerstückelt ein mit einem Davidstern als Jude gekennzeichneter Mann mit einem Messer ein Kind auf einem Speiseteller. Neben dem Teller –  ein Becher mit Blut. Diese Abbildung – wie auch viele andere dort gezeigte – ist unerträglich, widerwärtig! Herrmann ist bereits mehrfach von Einzelpersonen und Initiativen wie der Kölnischen Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit wegen Volksverhetzung angezeigt worden. Der Tatbestand der Volksverhetzung ist nach unserem Dafürhalten schon lange erreicht. Dass der Verantwortliche – von dem sich inzwischen nahezu alle ernst zu nehmenden Institutionen und Persönlichkeiten in Köln abgewendet haben, einschließlich der Vertreter des Aachener Friedenspreises – dieses antisemitische Pamphlet inzwischen, unter massivem Druck, abgehängt hat ändert nichts an der Notwendigkeit einer scharfen Verurteilung dieser öffentlich inszenierten Menschenfeindlichkeit.

Obendrein hat sich der Betreiber mit der Bezeichnung für seine Papptafeln als „Klagemauer“ an die jüdische Klagemauer in Jerusalem angelehnt. Er verunglimpft diese hierdurch; diese ist das religiöse Zentrum des jüdischen Volkes.

Die „Klagemauer“ stachelt permanent zum Hass auf. Sie hat auf der Domplatte nichts zu suchen. Sie wirkt verstörend und herabsetzend für die hier lebenden Juden, wie auch für Gäste aus Israel und für während der Nazizeit aus Köln Vertriebene und deren Angehörige, die Köln einen Besuch abstatten. So wie wir keinen „Anti-Islam-Kongress“ in Köln tolerieren und keine rechtsextremen Gruppierungen, so sind wir nicht länger bereit, diese permanente Menschen- und Israelfeindlichkeit hinzunehmen. Wir werden Antisemitismus und Rassismus in dieser Stadt nicht dulden. Dafür darf im Herzen Kölns kein Platz sein!

Eine friedlichere Zukunft für die Nahostregion ist mit den antisemitischen Hasstiraden der „Klagemauer“ nicht erreichbar. Hier sind vielmehr zivilgesellschaftliche Initiativen zwischen Israelis und Palästinensern nach Kräften zu unterstützen. Dafür setzen wir uns in Köln ein, seit Jahrzehnten, zum Beispiel durch freundschaftliche Beziehungen mit Israel und den palästinensischen Autonomiegebieten, aber auch mit Städtepartnerschaften. Als einzige deutsche Stadt pflegt Köln Städtepartnerschaften mit Tel Aviv-Yafo wie auch mit Bethlehem

Die „Klagemauer“ hingegen gefährdet in ihrer Verbohrtheit diese Ziele. Mit legitimer Kritik an bestimmten Handlungen der israelischen Regierung hat sie nichts zu tun. Wir wollen sie nicht mehr im Herzen Kölns haben! Wir werden keinen Antisemitismus, keinen Rassismus in Köln dulden! Diese „Antimauer“ ist kein Aushängeschild, sondern ein Schandfleck für Köln. Wir werden uns daran nicht gewöhnen. Wir werden solange unsere Position beziehen, bis wir das Teil nicht mehr sehen.

Uri Degania hat für haGalil seit Anfang diesen Jahres mehrfach auf den antisemitischen Charakter dieser Hasswand hingewiesen. Nun veröffentlichen wir einen Schwerpunkt zu diesem Thema. Hierzu steuern mehrere Kölner Autoren und Institutionen Beiträge bei.

Eingeleitet wird der Themenschwerpunkt durch unser mit „Antisemitismus ist unser aller Problem!“ überschriebenes Interview mit dem Kölner Schauspieler und Theaterleiter Gerd Buurmann.

Gerd Buurmann hat als Erster auf das antisemitische Plakat des Herrmann aufmerksam gemacht, gegen dieses Klage bei der Kölner Staatsanwaltschaft eingereicht. Mit seinem überdauerndem Engagement hat er sich Verdienste erworben.

Es folgen zwei Beiträge von Kölner Autoren, die in diesem Jahr in der traditionsreichen Zeitschrift TRIBÜNE publiziert worden sind. Der Publizist Roland Kaufhold steuert die Studie „Ein Überzeugungstäter. Ein Kölner Dauerdemonstrant „entdeckt“ den Antisemitismus“ bei. In dieser zeichnet er die aktuelle Diskussion über diese „Klagemauer“ nach und arbeitet ihren antisemitischen und menschenfeindlichen Grundcharakter heraus. Hieran thematisch anknüpfend folgt der von Jürgen Wilhelm gemeinsam mit Marcus Meier verfasste Beitrag „Ein altes antisemitisches Stereotyp“. Sie zeichnen nach, wie Herrmann mit seiner öffentlich gezeigten antisemitischen Karikatur ein altes antisemitisches Stereotyp aufgreift, welches seit dem frühen Mittelalter zur Verunglimpfung von Juden Verwendung gefunden hat. Weiterhin gehen sie auf die äußerst befremdliche Reaktion der Kölner Staatsanwaltschaft auf ihre – sowie Heiner Lichtensteins und Gerd Buurmanns – Anzeige wegen des Verdachts der Volksverhetzung ein. Auch hierbei wird deutlich: Herrmann trägt mit seiner „Dauerdemonstration“ dazu bei, dass primitivste antisemitische Affekte geweckt und politisch gezielt instrumentalisiert werden – vor allem gegen den demokratischen Staat Israel. J. Wilhelm ist Vorsitzender und M. Meier ist Geschäftsführer der Kölnischen Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit.

In Köln wird die Zeit des Nationalsozialismus vor allem im städtischen EL-DE-Haus – welches zugleich ein städtisches Museum ist – erinnert und historisch aufgearbeitet. In ihm werden Dauerausstellungen sowie regelmäßig Wechselausstellungen zum Nationalsozialismus in Köln gezeigt. Für Schulklassen werden pädagogische Führungen angeboten. So macht der in Köln lebende Menschenrechtler und Schriftsteller Dogan Akhanli regelmäßig Führungen in türkischer Sprache zum Antisemitismus. Wir dokumentieren zwei Texte des Kölner Vereins EL-DE-Haus zum Antisemitismus der „Klagemauer“. In diesen solidarisiert es sich mit den Protesten und der Strafanzeige der Kölnischen Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit gegen die „Klagemauer“.

Hajo Leib, ehemals Verlagsleiter und heute Mitglied des Vorstandes des Vereins EL-DE-Haus, schreibt über „Die antisemitische „Klagemauer“ in Köln: Rassismus verjährt nicht.“ Er knüpft in zustimmender Weise an die vorhergehenden Analysen zum antisemitischen Charakter der „Klagemauer“ an und verbindet dies mit der politischen Forderung, dass dieser Schandfleck geächtet gehöre. Er hebt hervor: „Jede Relativierung dieses politischen und strafrechtlichen Handelns öffnet objektiv Schleusen für gefährliche Strömungen. Ein demokratischer Rechtsstaat muss diese brandgefährlichen Tore geschlossen halten, und seine Bürger sollten die wachsamen Schleusenwärter sein. Diese widerliche antijüdische Karikatur hätte das NS-Blatt „Stürmer“ nicht schärfer illustrieren können.“

Abgeschlossen wird dieser Themenschwerpunkt durch eine persönlich gehaltene Stellungnahme des seit über 40 Jahren in Köln lebenden jüdischen Schriftstellers und Journalisten Peter Finkelgruen – vor dem Hintergrund seiner eigenen leidvollen langjährigen Erfahrungen mit der Nordrhein-Westfälischen Justiz – wir erinnern an seinen ein Jahrzehnt überdauernden, auf haGalil dokumentierten  Kampf um eine gerichtliche Verurteilung des Mörders seines Großvaters: „Gedanken zur Justiz des Landes NRW – oder Herr Justizminister übernehmen sie“ hat Peter Finkelgruen seinen Beitrag betitelt. Der langjährige haGalil – Weggefährte Finkelgruen ist von der befremdlichen, auch von anderen Autoren dieses thematischen Blocks kritisierten Stellungnahme der Kölner Staatsanwaltschaft zu ihrer Ablehnung der diversen Klagen gegen W. Herrmann nicht überrascht. Diese Ablehnung, insbesondere jedoch auch die hierbei verwendete Diktion, liegt ganz in der Kontinuität seiner eigenen leidvollen Erfahrungen. Finkelgruen bemerkt demgemäß: „Diese drei Dokumente geben mir Anlass, über meine persönlichen Erfahrungen mit der Nordrhein-Westfälischen Justiz und den politisch Verantwortlichen ein wenig nachzudenken. Jedenfalls da, wo es um NS – Mörder und Antisemitismus geht.“ Finkelgruen zeichnet die juristischen und sprachlichen Konstruktionen des Gerichtsurteils nach und resümiert: „Wenn die Haltung der Kölner Staatsanwaltschaft Bestand haben sollte, dann,  glaube ich, muss ich um die Zukunft meiner Enkel in diesem Land fürchten. (…) Jetzt ist die politische Verantwortung gefragt. Aber wenn ich mir meine Erfahrungen mit dieser in diesem Land  betrachte, dann habe ich allen Grund skeptisch zu sein.“

Mit diesen skeptisch stimmenden Bemerkungen sollte dieser haGalil-Themenschwerpunkt eigentlich enden – da erreicht uns am 16.12.2010 eine Eilmeldung der Stadt Köln. Der Kölner Oberbürgermeister Jürgen Roters, die übrigen Kölner Bürgermeister, nahezu alle im Kölner Stadtrat vertretenen Parteien, die Kirchen, die Synagogengemeinde, die Kölnischen Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit sowie die beiden deutsch-israelischen Städtepartnerschaftsvereine haben gemeinsam eine Resolution gegen den Antisemitismus der „Klagemauer“ verabschiedet.

So dokumentieren wir abschließend diese parteiübergreifende, von einer breiten Bürgerbewegung getragene Resolution Kölner Bürger gegen diesen Schandfleck im Herzen Kölns (mittlerweile liegt auch eine hebräische Version vor) – der wir uns vorbehaltlos und mit großer Freude anschließen!

Köln, den 18.12.2010

„Mossad, Mossad!!!“ – Die Akte „Kölner Klagemauer“ oder: Mossad Ermittlungen in Kölner Bürgerzentrum

13 Kommentare

  1. noch ein kleines Wort zu Katrin:
     
    Es wäre gut und wichtig, von einer Berichterstattung wegzukommen, die sich auf ein paar Namen fokusiert (ohne die Verdienste dieser Personen schmälern zu wollen.) Wenn ich von der Petition sprach, dann nicht, damit mein Name auch noch hinzugefügt wird zu der Liste, sondern weil hier eine GRUPPE von Personen Positition bezogen hat. Das ist das Wichtige daran. Ob die Anzahl der Personen dieser Gruppe gross genug war oder nicht (war sie natürlich NICHT), ist eine Sache, die andere Sache, die zuwenig gesehen wird, dass es notwendig ist, KOLLEKTIV zu handeln und nicht nur individuell.
     
    Meines Wissens war die Petition bislang der einzige Versuch, auf gemeinsamer Grundlage als Kollektiv gegen die Hasswand zu protestieren.
     
    RSB

  2. werden wir auch erreichen, dass Walter Hermann samt antisemitischem Kramladen tatsächlich von der Domplatte verschwindet.
     
    Denke, seine Tage dort, sind gezählt. Wobei mich aber sehr wundert, wie dieser Psychopath es geschafft hat, so lange durch zu halten.
     
    Hat der dortige Dompfarrer etwa keinen Ochsenziemer? Oder findet er den im Moment nur nicht?

  3. „Wichtig ist doch, in erster Linie, in der Sache dran zu bleiben.“
     
    Jim, da stimme ich Ihnen völlig zu. Es sind die vielen verschiedenen Initiativen, von Privatpersonen und von Gruppen, die zusammen bewirkt haben, dass diese Resolution des Bürgermeisters zustande kam nach monatelangem Totschweigen und Zaudern. Und wenn wir nicht nachlassen, werden wir auch erreichen, dass Walter Hermann samt antisemitischem Kramladen tatsächlich von der Domplatte verschwindet.
     
    Beste Grüsse
    Reiner Schleicher

  4. Wenn man keine Kommentare haben will, sollte man die Funktion abschalten.
     
    Also, ich denke, Sie sind auf haGalil mit Ihrer Kritik an diesem Beitrag herzlich willkommen. Hier herrscht Pluralismus, Demokratie, Diskussion der unterschiedlichsten Standpunkte. Wo ist das Problem?
     
    Kann mir gut vorstellen, dass unzählige Akteure gegen diese Kölner Schande, hier,  in einem Artikel, der diesbezüglich ja gar nicht vollständig sein kann, diesen Anspruch ja auch gar nicht erhebt, nicht genannt werden und – gar nix dabei finden, …
     
    Wichtig ist doch, in erster Linie, in der Sache dran zu bleiben.
     
     

  5. Ihren Beitrag finde ich reichlich niveaulos. Niemand stänkert hier herum. Ich habe auf 2 Dinge hingewiesen, die der Vollständigkeit halber hätten erwähnt werden sollen, denke ich.
    Ist das schon zuviel an Kritik?
    Wenn man keine Kommentare haben will, sollte man die Funktion abschalten.
    Und: Monika Winter oder Monika Schmitz.
    Vielleicht haben Sie früher die Bände „Fünf Freunde auf der Schatzinsel usw.“ mal gelesen? Von Enid Blyton.
    Die Dame hiess in Wirklichkeit ganz anders.
    Wie Monika Winter anders heisst.
    Sie dürfen raten wie. Man nennt das ein Pseudonym.
    Ist das ein Problem?
    Gruss aus Frankreich
    Reiner Schleicher
     

  6. @Richard:
    Wenn man eine Dokumentation erstellt, ist es sinnvoll auf alle Aktivitäten hinzuweisen.
    Ich habe mich bereits 2004/2005 parallel zu den Aktivitäten der  Synagogengemeinde Köln sowohl mit dem Polizeipräsidenten, als auch mit der Staatsanwaltschaft in Verbindung gesetzt, weiß also genau was seit 2004 passiert ist. Zudem habe ich Strafanzeige gestellt und bin in Beschwerde gegangen. Das macht nicht gerade viele Freunde.

    Es ist für den Schutz der beteiligten Personen wichtig, ihre Namen zu benennen, es ist ebenso wichtig Zusammenhalt zu zeigen. Das kann ich eben nicht erkennen.

  7. Was soll hier eigentlich das Gepöbel? Finde ich schon reichlich seltsam, da hat man ihr Büchlein nicht erwähnt, das gerade eben erst erschienen ist, und dann müssen Sie hier gleich so rumstänkern? Seltsam seltsam..
    Es gibt doch andere Wege, seine Verdienste bekannt zu machen.
    Und übrigens, wer ist jetzt Autorin, Monika Schmitz oder Monika Winter? Oder ist das dieselbe Autorin?

  8. @ Katrin: Falsch – eine große Anzahl der Personen leben in und nahe Köln oder sind mit Köln eng verbunden.
    Es ist mehr als wichtig auf alle Reaktionen hinzuweisen.
    Und natürlich ist es mehr als lobenswert, dass sich ein Verleger aus Frankreich der Sache annimmt. Wer macht das ansonsten?
    Auch Samuel Laster der juedischen.at nahm sich seit vielen Jahren der Angelegenheit an. Wo wird er aufgeführt, für sein Engagement gelobt?

  9. Warum Sie das Buch und den Verlag in Anführungszeichen setzen verstehe ich nicht, aber lassen wir das. Roman Scharwächter, einer der Sprecher der Petitionsinitiative und Autor einer Strafanzeige, lebte in Köln, Gerd Buurmann unterzeichnete sie, Monika Schmitz, Autorin des Buches lebt im Grossraum Köln. Und was ist das für ein merkwürdiges Argument, eine Petition zu diskreditieren, in dem man sagt, die Initiatoren lebten nicht in Köln? Wenn dem so wäre, hätte man wohl eine Petition auf Papier gewählt und nicht eine Internet-Petition. Was spricht dagegen, die sogenannte Klagemauer über Köln hinaus bekannt zu machen? Gibt es Grund, darauf besonders stolz zu sein, um auf Lokalpatriotismus zu machen? Oder ist Antisemitismus für sie ein lokales, ein Kölner Problem? Es ist auch nicht eine eigene Petition, ich habe den Text dazu verfasst, alle Schritte der Petitionsinitiative wurden kollektiv erarbeitet und ständig diskutiert in der Internet-Diskussionsgruppe Jeruslaem auf XING und nicht von mir allein. Schnelle Urteile ohne Tiefgang – für so einen „Journalismus“ kann man nicht dankbar sein.

  10. @Reiner Schleicher
    Oh, das ist erhellend, dass Sie auf Ihre eigene Petition (keiner der Initiatoren lebt in Köln -und auf Ihren eigenen „Verlag“ sowie auf das von Ihnen herausgegebene „Buch“ hinweisen. Eigenwerbung spricht gewiss für Qualität. Da ist man aber dankbar für.

  11. So dokumentieren wir abschließend diese parteiübergreifende, von einer breiten Bürgerbewegung getragene Resolution Kölner Bürger gegen diesen Schandfleck im Herzen Kölns – der wir uns vorbehaltlos und mit großer Freude anschließen!
     
    Dem werden Taten folgen. Es besteht mithin die berechtigte Hoffnung, dass dieser widerliche Vollidiot dort, in Kürze kräftig in den Arsch getreten, endlich davon gejagt  und mit einer entsprechenden Strafe nach dem 130er belegt werden wird!

     
    § 130 Volksverhetzung
    (1) Wer in einer Weise, die geeignet ist, den öffentlichen Frieden zu stören, 1.
    zum Haß gegen Teile der Bevölkerung aufstachelt oder zu Gewalt- oder Willkürmaßnahmen gegen sie auffordert oder
    2.
    die Menschenwürde anderer dadurch angreift, daß er Teile der Bevölkerung beschimpft, böswillig verächtlich macht oder verleumdet,
    wird mit Freiheitsstrafe von drei Monaten bis zu fünf Jahren bestraft.
    (2) Mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe wird bestraft, wer
    1.
    Schriften (§ 11 Abs. 3), die zum Haß gegen Teile der Bevölkerung oder gegen eine nationale, rassische, religiöse oder durch ihr Volkstum bestimmte Gruppe aufstacheln, zu Gewalt- oder Willkürmaßnahmen gegen sie auffordern oder die Menschenwürde anderer dadurch angreifen, daß Teile der Bevölkerung oder eine vorbezeichnete Gruppe beschimpft, böswillig verächtlich gemacht oder verleumdet werden,
    a)
    verbreitet,
    b)
    öffentlich ausstellt, anschlägt, vorführt oder sonst zugänglich macht,
    c)
    einer Person unter achtzehn Jahren anbietet, überläßt oder zugänglich macht oder
    d)
    herstellt, bezieht, liefert, vorrätig hält, anbietet, ankündigt, anpreist, einzuführen oder auszuführen unternimmt, um sie oder aus ihnen gewonnene Stücke im Sinne der Buchstaben a bis c zu verwenden oder einem anderen eine solche Verwendung zu ermöglichen, oder …

  12. Guten Tag,
     
    Es gibt eine Reihe wichtiger Infos, die in Ihrem Artikel fehlen und auf die man mit Leichtigkeit hätte stossen können:
     
    – Die Petitionsinitiative gegen die sogenannte Klagemauer. Erarbeitet von der Internet-Diskussionsgruppe Jerusalem auf XING, mit zuletzt ca 900 Unterschriften aus mehreren Ländern, forderte sie ein Ende dieser antisemitischen Einrichtung.
     
    – das Erscheinen des Buches DIE HASSWAND – ANTISEMTISMUS IN DER DOMSTADT
    von Monika Schmitz. Monika Schmitz ist wie Gerd Buurmann einer der Aktivisten der ersten Stunde gegen die Herrmann’sche Installation. Das Buch ist erschienen im deutsch-französischen Verlag EDITIONS EUROPARLOIR, alle Infos auf
    http://www.europarloir.de
     
    Mit freundlichem Gruss
    Reiner Schleicher
    Verleger und Ãœbersetzer
    Verfasser der Petition gegen die Klagemauer in Köln

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