Diplomatische Beziehungen: Deutschland – Israel

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Im November 2009 stattete der neue Bundesaußenminister Guido Westerwelle einen Besuch in Jerusalem ab. Im März 2008 trafen sich die beiden Kabinette anlässlich der 60-Jahrfeier des Staates Israel. Dies war das erste Mal, dass eine deutsche Bundesregierung eine Kabinettssitzung mit einer anderen Regierung außerhalb Europas abhielt. Die gemeinsamen Treffen sollen in Zukunft jährlich stattfinden…

Im Januar 2010 trafen sich die Kabinette in Berlin. 2005 jährte sich die Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen Deutschland und Israel zum vierzigsten Mal. Die ungewöhnlich hohe Zahl politischer Besuche bezeugen den Fortschritt, der bisher erreicht wurde. Die einzigartigen Beziehungen zwischen Deutschland und Israel bleiben auch weiterhin einer der Eckpfeiler deutscher Außenpolitik.

Die „Roadmap“ zum Frieden

Vor allem angesichts der besonderen historischen Verantwortung Deutschlands gegenüber Israel fördert Deutschland als aktiver Partner in der EU die Bemühungen um den Frieden im Nahen Osten im Rahmen des internationalen Friedensplans (der sogenannten „Roadmap“). In den Vereinten Nationen strebt Deutschland nach einem Ausgleich in dem Verhältnis zwischen den beiden Seiten des Nahostkonflikts. In der EU unterstützt Deutschland die aktive Annäherung Israels im Rahmen der euro-mediterranen Partnerschaft (den sogenannten Barcelona-Prozess).

2008 intensivierten die Aussenministerien beider Länder die Zusammenarbeit zwischen ihren Diplomaten und riefen ein alljährlich stattfindendes Sommerseminar für Diplomaten ins Leben. Im selben Jahr wurden in Kooperation mit der Hebräischen Universität in Jerusalem und der Universität in Haifa zwei Zentren für das Studium der deutschen Sprache eingerichtet.