Nach drei Jahren Pause ist der “Freie Widerstand Süd” wieder aufgetaucht, der sich aus Furcht vor einem Verbot im Sommer 2006 aufgelöst hatte. Damit haben sich in Süddeutschland zwei Neonazi-Netzwerke etabliert, die außerhalb von rechtsextremen Parteien agieren…
redok v. 04.08.2009
Die örtlichen Gruppen des “Freien Widerstand Süd” (FW Süd) unter anderem in Karlsruhe, Ulm, Augsburg, Nürnberg und München arbeiten eng mit der NPD zusammen. So wurden jetzt die Kameradschafts-Anführer Philipp Hasselbach und Ron Appelt als Bundestags-Kandidaten der NPD aufgestellt. Bei der Neugründung des FW Süd Mitte Juni in Augsburg hielt auch der baden-württembergische stellvertretende Landesvorsitzende der NPD-Jugend “Junge Nationaldemokraten” (JN) eine Rede.
Im Gegensatz dazu hatte sich das “Freie Netz Süd” um die Kader Matthias Fischer und Norman Bordin von der NPD abgespalten. Diese radikalen Neonazis lehnen durchweg eine Zusammenarbeit mit der bayerischen NPD-Führung ab und verstehen sich eher als “sozialrevolutionäre” Strömung.
Vor allem die Protagonisten Norman Bordin und Philipp Hasselbach, die beide aus Nordrhein-Westfalen nach München zugewandert waren, sind seit Jahren durch eine herzliche Feindschaft verbunden. Nach gemeinsamer Mitgliedschaft im “Kampfbund Deutscher Sozialisten” (KDS), der vor einem Jahr offiziell aufgelöst wurde, führte sie ihr Weg in München zunächst zum “Aktionsbüro Süd/Kameradschaft Süd” (auch als “Nationaler Widerstand Süddeutschland” firmierend), das unter der Führung von Martin Wiese wegen des geplanten Sprengstoffanschlags auf das jüdische Gemeindezentrum in München Schlagzeilen machte. Nach dessen Auflösung orientierten sich Hasselbach und Bordin zur NPD; beide fungierten zeitweise als JN-Landesvorsitzende bzw. -vorstandsmitglied.
Die Querelen zwischen den beiden Neonazis dauerten ungebrochen an. Bordin hatte Rückhalt im “Nationalen Infoportal Bayern”, seine Konkurrenten um Hasselbach zogen im Sommer 2005 das Netzwerk FW Süd auf. Beide Plattformen stellten in den folgenden Jahren ihre Aktivitäten ein; aus Furcht vor einem drohenden Verbot löste sich der FW Süd im Sommer 2006 offiziell auf.
Innerhalb der NPD schien Bordin einige Zeit lang die besseren Karten zu haben und wurde im Oktober 2007 sogar zum stellvertretenden JN-Bundesvorsitzenden gewählt. Doch mit der Abspaltung des “Freien Netz Süd” war Bordins-NPD-Karriere abgeschlossen. Inzwischen hat sein ewiger Konkurrent Hasselbach einige seiner Parteifunktionen übernommen. Mit der Neugründung des FW Süd baut er nun erneut eine Struktur auf, die in den Reihen der radikalen Neonazis Fußvolk und Nachwuchskräfte für die NPD rekrutiert. Für die bayerische NPD bedeutet es den Versuch, die durch das Wegbrechen des “Freien Netz Süd” entstandene Lücke zu schließen und erneut eine Vorfeldorganisation innerhalb der radikalen Neonazi-Szene zu schaffen.
Bei der Neugründung in Augsburg hatte Hasselbach versucht, den Aktionismus jüngerer Neonazis in geordnete und organisierte NPD-freundliche Bahnen zu lenken. Es sei wichtig, sich “nicht nur Wochenende für Wochenende in irgendwelchen Provinzstädtchen die Langeweile wegzudemonstrieren”, gab der erst 21-jährige Hasselbach den süddeutschen Neonazis auf den Weg. Von nun an seien “kommunalpolitisches Engagement und einheitliche Bildungsarbeit in den Basisgruppen” die “Eckpfeiler unserer Gemeinschaft”. Doch die Rede von “Basisgruppen” ist nicht als Konzept gleichberechtigter Gruppen oder gar demokratischer Strukturen innerhalb des Netzwerks gedacht, denn nach eigenen Worten versteht sich der FW Süd “als elitärer Verband, der klare Regeln und Anweisungen durch die Führung und seine Organisationsleitung ausgibt und auch durchsetzt”.
© redok
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makkar , Karl H
Mit diesem Auftreten hier richtet Ihr wohl mehr Schaden an fuer das Ansehen der Juden, als Ihr denkt!
Wenn selbst ich beim Lesen Eures Geschmieres “Antijuedische Gedanken” entwickele, kann es mich nicht wundern wenn Rechtsgerichtete diese dann auch oeffentlich vertreten!
Franz
Ach, ich glaube, die hier zu Beginn der Diskussion veröffentlichten Entgleisungen “jüdisches Gedankengut” zu nennen, wäre überzogen. Nur kann man doch auf einer Netzseite wie der von Hagalil erwarten, daß sich die Stammleserschaft bzw. der Portalbetreiber eindeutig von solchen Verbal-Extremisten distanziert bzw. deren Kommentare löscht. Eine widerspruchslose Duldung bedeutet doch letztendlich eine stillschweigende wohlwollende Akzeptanz der extremistischen Äußerungen.
Genau diese Distanzierung fehlt mir hier.
Heinz_OH
Wenn selbst ich beim Lesen Eures Geschmieres “Antijuedische Gedanken” entwickele, …
Nun, das mit den Gedanken, das ist so eine Sache, eine ganz eigene. Sie sind in Wahrheit da, immerzu und überall. Man sieht sie nicht und hört sie nicht und riechen kann man sie auch nicht und doch sind sie da, die Gedanken, allenthalben und jederzeit. Während der Tage und in den Nächten und über die Jahre, Jahrzehnte, über die Jahrhunderte. Sie sind beständig und zäh und pflanzen sich fort, sitzen auf den Sträuchern, den Bäumen und auf den Dächern und reisen mit den Schiffen übers Meer und mit den Güterzügen und mit dem Wind und breiten sich aus und keiner kann sie daran hindern.
Sie tuscheln im Geheimen, flüstern einander alles Möglich zu und man hört es nicht, solange, bis sie sich entwickeln, anlaßbezogen oder auch nicht.
Ja, manche brauchen einen Anlaß um sich zu entwickeln, sich zu befreien, manifest zu werden, endlich.
Dann, ja dann sind sie frei und treten hervor, ohne Scham, diese Gedanken.
Ja, so ist das.
Ja, so mag das sein.
Was aber, bitte, meine Ursprungsfrage nicht beantwortet. Oder kann es sein, daß Sie nicht mir mir kommunizieren mögen? Dann müßte ich mich nicht wiederholen und wüßte, woran ich bin.
“Und? Erstatten Sie nun in Konsequenz Anzeige? Sperren Sie deren Anschlüsse? Wäre das nicht selbstverständlich? Jede Toleranz gegenüber solchen Leuten, die zum Lynch-Mord aufrufen, sind doch unerträglich. Egal, ob es sich um die üblichen Weltnetz-Trolle oder ob es sich um durchgeknallte Aktivisten handelt.
Werden Sie meine Fragen beantworten?
Mit freundlichem Gruß
Heinz_OH”
Ich habe vergessen welcher alte Grieche es gesagt hatte (es gibt so viele grosse alte Griechen und zu viele Weissheiten, die sie uns hinterlassen haben) aber es ging um die Freiheit der Gedanken. “Man kann Gedanken nicht versklaven, in Ketten legen, besteuern,verbieten oder verhindern sich auszubreiten”
Jim , anscheinend hast Du nicht nur ein gesundes Rechtsempfinden (Meinung:Recht und Gesetz) sondern besitzt auch eine “Philosophysche Ader” Hat mir gefallen!
Franz
Menschenrechte gelten immer für alle Menschen. Dabei ist besonders progressive Politik in aller Regel dem Humanismus verpflichtet. Mit anderen Worten: Auch Rechtsextremen kann mensch nicht mal schnell einfach so die Menschnrechte entziehen.
Es ist sehr wohl legitim Rechtsextreme auszugrenzen oder zu vertreiben. Speziell Lynchjustiz geht hinggen gar nicht. Ich wünschte mir auch Vorsicht davor, im Kampf gegen Ungerechtigkeit und Gewalt selbst ungerecht und gewalttätig zu werden.
Gruß Claudius
Was aber, bitte, meine Ursprungsfrage nicht beantwortet. Oder kann es sein, daß Sie nicht mir mir kommunizieren mögen? Dann müßte ich mich nicht wiederholen und wüßte, woran ich bin.
Ich bin hier Gast wie eben Sie es sind, kann also niemanden sperren, lese aber offenbar bewußter oder auch bloß länger hier mit als Sie und kann deshalb das Folgende sagen:
haGalil steht für Menschlichkeit, für Empathie und damit gegen jede Art von Extremismus. Gegen Rassismus, Antisemitismus, gegen Rechts- und Linksextremismus und damit gegen jeglich denkbare Ausprägung menschlicher Destruktivität, gegen jedwede Erscheinungsform und Facette intraspezifischer Aggression, darauf können Sie sich blind verlassen.
Im Übrigen herrscht Meinungsfreiheit, Pluralismus.
Ihre Forderung nach Zensur, danach, gewisse Beiträge nicht freizuschalten bzw. nach Sperrung bestimmter Teilnehmer, würde letzten Endes bedeuten, dass, erstens, genau die Destruktivität, gegen die haGalil nun steht, negiert und damit ein geschöntes und verzerrtes Wirklichkeitsbild gezeichnet würde, zweitens die Administration damit allein gelassen wäre, die Unmenge an pathologischen Sichtweisen, Sie haben keine Vorstellung wieviel davon hier, an diese jüdische Seite tatsächlich anlandet, ertragen zu müssen.
So wie man es hier nun handhabt, wird die Realität nicht ausgeblendet und zumindest ein Teil der Verantworung auf die User dieser Seite mitübertragen, ausgesprochen legitim, und es ist durchaus auch interessant zu beobachten, auf welche Weise nun auf die unterschiedlichsten Postulate reagiert wird oder auch nicht.
Fest steht, dass kh und auch Makkabäer ganz offensichtlich gegen jegliche, und vor allem gegen speziell jüdische Ethik hier vertoßen haben, und ich denke, man läßt dies nunmal so stehen, denke, es wird, wie auch immer, seine Wirkung tun.
Hat mir gefallen!
Das freut mich, Du hast verstanden, worum es mir ging – aufzuzeigen, dass überall dort, wo zB “antijüdische Gedanken” eben nicht schon immer herumgelungert haben, sich solche auch nicht, und warum auch immer, anlaßbezogen oder auch nicht, entwickeln können um so und auf diese Weise manifest zu werden – logisch.
@ Jim
Ihr Standpunkt ist ein ehrenwerter in seiner humanistischen Prägung. Auch, wenn ich ihn für naiv halte. Ich kann mir nicht vorstellen, daß die beiden genannten Schreiber ähnlich beeindruckt sind wie ich und ihr Verhalten ändern werden. Aber sei’s drum.
Kann es sein, daß der Zionismus der von Ihnen genannten “speziell jüdischen Ethik” zuwider handelt? Es scheint mir so, wenn ich auch nur einenn flüchtigen Blick nach Gaza richte. Aber vielleicht sehen auch Sie das kritisch.
Zuletzt noch eine kleine Korrektur der Aussage eines Kommentators hier: Ich bin Nationalrevolutionär, zähle mich zu den nationalen Freien Kräften. Dieses Ziel verfolge ich gemeinsam mit vielen Kameraden unterschiedlichster Coleur. Über die Methoden zum Erreichen unseres Zieles diskutieren wir uns die Köpfe heiß — das Ziel selbst ist identisch. Man kann also nicht von “gemäßigt” sprechen. Ich mag da der Leimrute meiner zweifellos vorhandenen Harmoniebedürftigkeit nicht folgen. Ich bin Nationalist, ich bin Sozialist.
Ihnen hier im Forum wünsche ich noch viele interessante Debatten. Ich denke, daß Ursprungsthema hat sich für mich erledigt. Ich bekam durch Sie, Jim, Aufschluß.
Mit freundlichem Gruß
Heinz O. Hauenstein
Ich bin Nationalrevolutionär, zähle mich zu den nationalen Freien Kräften. Dieses Ziel verfolge ich gemeinsam mit vielen Kameraden unterschiedlichster Coleur. Über die Methoden zum Erreichen unseres Zieles diskutieren wir uns die Köpfe heiß — das Ziel selbst ist identisch. Man kann also nicht von “gemäßigt” sprechen.
Das ist bekannt, leben Sie wohl.
Herzlichen Dank für Ihre so aufschlussreichen und zahlreichen Beiträge, liebe Beteiligten!
Wir verwenden Ihre Argumente und Ansichten für ein wissenschaftliches Projekt zu Meinungsvielfalt und Meinungsbildung in der Bundesrepublik Deutschland.
Wir, das sind sechs Studenten und zwei Assistenten einer deutschen Universität, die wir uns unter dem Namen “Karlheinz” hier zu kontroversen Themen bewußt provokant geäußert haben, um die Vielfalt möglicher Antworten kennenlernen und analysieren zu können.
Sie alle, jeder auf seine Weise, haben uns sehr geholfen.
Sie alle, jeder auf seine Weise, haben uns sehr geholfen.
Die Geschichte mit Ihrer jüdischen Frau – war also eine Lüge? Ihr schleimiger Philosemitismus – nur vorgespielt? Ebenso Ihre infantilen Mordphantasien?
Sie hatten selbstverständlich, im Vorfeld, das Einverständnis der hiesigen Administration eingeholt?
Sie haben uns also alle bloß benutzt? Sozusagen aufs Kreuz gelegt? Incl. Westerholz und Maccabäer?
Ich glaube Ihnen kein Wort, machen Sie sich doch endlich vom Acker!
@Jim: Genau!
@Karl-Heinz: Ich finde Ihr solltet wenigstens den Namen Eures Projektes, betreuende ProfessorIn, Universität, mögliche Veröffentlichung usw. bekannt geben. Arschlöcher!
Gruß Claudius
Vergiss es, es ist gelogen. Es gibt kein wissenschaftliches Projekt auf derart unseriöser Basis. Und, wozu auch. Das Netz ist voll von einschlägigen Fallbeispielen.
Nebenbei – haGalil hätte solcher Heimtücke niemals zugestimmt!
Das ist keine Entschuldigung!
Argumente und Meinungen kann man auf anderen Wegen sammeln.
Ich finde Ihren letzten Kommentar aber auch nicht mehr glaubhaft als Ihre vorhergehenden!
Sollte er jedoch zutreffen sollten Sie und Ihre Assistenten sich einer “Moralischen Analyse” unterwerfen!
Sie haben schon mit Ihren Kommentaren zur Meinungsbildung und -vielfalt genug Schaden angerichtet!
Man sollte Leute wie Sie zur Rechenschaft und Verantwortung ziehen!
FRANZ
In welchem Fall auch immer , Ihr seid Idioten
Na dann viel Erfolg
und nicht vergessen “immer nur grantig sein, des wär mir zbled”
http://www.youtube.com/watch?v=j_CeboYID4U
noch zu bedenken: in bayern hätte Hitler jedenfalls keine Mehrheit bekommen (wahlen 1932/33)